Schwimmbäder – Luxus oder Gemeingut?

Hallenbad in Duisburg

Schwimmbäder – Luxus oder Gemeingut?

Immer mehr Schwimmbäder in Deutschland schließen. Andere sind in schlechtem Zustand. Sie sind zu teuer für die Kommunen. Wie sollen die Bäder finanziert werden? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt vor dem Schwimmbad-Sterben. Sie hat 120.000 Unterschriften für eine Petition gesammelt. Darin fordert sie einen bundesweiten Masterplan zur Rettung der Schwimmbäder.

Gestern (09.12.2019) hat sich daraufhin der Petitionsausschuss des Bundestags mit der Petition der DLRG beschäftigt.

Laut DLRG habe es Ende 2018 in Deutschland 1400 Schwimmbäder weniger gegeben als noch im Jahr 2000. Rund ein Viertel der Grundschulen könne keinen Schwimmunterricht mehr anbieten, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese. Auch deshalb gebe es immer mehr Kinder, die nicht schwimmen können.

Für die Kommunen sind Schwimmbäder eine finanzielle Belastung: Statistisch zahlten die Kommunen 10 Euro pro Eintrittskarte drauf, zudem mangele es an Personal, sagte Gerd Landsberg vom Städte- und Gemeindebund. Angesichts von 348 Ertrunkenen in den ersten acht Monaten 2019 müssen man trotzdem etwas gegen die Schließungen von Bädern tun. Das sei aber Aufgabe der Länder und nicht des Bundes.

Wie wichtig ist es Ihnen, ein Schwimmbad in der Umgebung zu haben? Gehen Sie oft ins Schwimmbad? Was denken Sie – sind öffentliche Bäder so nötig wie Straßen, Schulen und die Müllabfuhr? Oder finden Sie es verständlich, dass klamme Kommunen an dieser Stelle sparen?  Wie sollten Bäder sonst finanziert werden?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Ludger Schulte-Hülsmann, Generalsekretär der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)

Redaktion: Dirk Müller und Jessica Eisermann

Schwimmbäder – Luxus oder Gemeingut?

WDR 5 Tagesgespräch 10.12.2019 45:06 Min. Verfügbar bis 09.12.2020 WDR 5

Download

Kommentare zum Thema

104 Kommentare

  • 104 Gerda von Aldi Nord 10.12.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 103 ???????? 10.12.2019, 13:58 Uhr

    Wo treiben wir eigentlich hin ? Wer beeinflusst unsere Lebensgewohnheiten , oft sogar nachteilig ? Wie auch hier jetzt wieder ! Alleine schon diese Fragestellung heute !

  • 102 Asi 10.12.2019, 13:56 Uhr

    Olaf, Olaf: Du lässt die Derivat-Händler und Sekundenhändler der Börse ungeschoren laufen und dafür unsere Kinder in den kommunalen Bädern absufen: Pfui, Pfui, Pfui!

  • 101 P und S 10.12.2019, 13:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er zu Gewalt aufruft. (die Redaktion)

  • 100 Luxus oder Gemeingut 10.12.2019, 13:53 Uhr

    weder noch, ein Schwimmbad ist eine Einrichtung für alle die Regeln beachten können und wollen. Es fehlt an (eingehaltenen) Spielregeln und Kultur in Deutschland. Wenn gemeinden gut funktionieren und nicht nur aus Leistungsempfängern bestehen dann ist der erste "Luxus" ein Schwimmbad für die Gemeide. Da sProblem ist das es viel zu viel geschenkt (für eine gewisse Gruppe) gibt und daher Werte(wie ein Gemeindeschwimmbad) keinen Wert heben. Ist ja da kost js nix alles ist für alle ohne Gegenleistung. Da sollte man mal ansetzen, schließlich haben die Reichen mit öffendlichen Einrichtungen nichts mehr am Hut die haben Ihre eigenen Privateinrichtungen. ALso belibt es dem "kleinen Mann" überlassen alles und jedes zu finanzieren und dann auch noch Eintritt zu bezahlen für das vorher finanzierte.... Die einen werden abgezockt die anderen gepudert. Untern Strich funktioniert das nicht. In D. leben über 6 Mili. von Transferleistungen.... Da stimmt was nicht. Daher reicht es nicht fürs Bad!

  • 99 P und S 10.12.2019, 13:51 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 98 P und S 10.12.2019, 13:49 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 97 Wasserscheues Reh 10.12.2019, 13:47 Uhr

    Es sollte zwar selbstverständlich sein, dass ein Gemeinwesen seinen Anwohnern erschwingliche Möglichkeiten zur Ausbildung zum Freischwimmer bietet, bevor es diese ins kalte Wasser der Globalisierung wirft, sonst leistet es im Grunde Beihilfe zu den sich immer weiter ausbreitenden Formen des Missbrauchs. Zum Glück dauert diese Prozedur nur etwa 15 Minuten, denn wegen des häufig sehr unangenehmen Geruchs der Wasseraufbereitung bin ich kein Freund von Hallenbädern, und auch das Wasser natürlicher Freibäder meide ich so weit wie möglich wegen der Verunreinigungen durch die menschliche Unzulänglichkeit, das eigene Wasser und sonstige Ausscheidungen zurückzuhalten. Daher sind für mich persönlich Schwimmbäder in jedem Kaff ein völlig unnötiger Luxus, auch wenn es sicher Gemeinden gibt, denen ein wasserscheues Reh zugelaufen ist, das gewaschen werden muss.

  • 96 P und S 10.12.2019, 13:46 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 95 Gerda von Aldi Nord 10.12.2019, 13:44 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 94 Anna Elisa 10.12.2019, 13:42 Uhr

    In unserer kleinen Stadt gab es eine Krankengymnastik-, heute Physiotherapie-Praxis, die ein kleines Schwimmbecken für Wassergymnastik hatten. Dort haben unsere Kinder bereits vor ca. 35 Jahren das Schwimmen erlernt. Die Betreiberin hatte das Charisma und auch die Fähigkeit, Kinder zum Schwimmen zu motivieren. Sie hat sehr vielen Kindern in unserer Stadt das Schwimmen beigebracht, für wenig Geld. Heute ist noch ein Freibad in unserer Stadt, wo im Sommer Schulschwimmen stattfinden. Es ist trotzdem gut, wenn die Kinder bereits schwimmen können, in der Schule lernen sie es fast nie. Unsere Enkelkinder sind richtige Wasserratten, haben auch schon Abzeichen von Bronze bis Gold. Alles liegt an der Einsatzbereitschaft der Eltern, damals wie heute. Nichts fällt einfach nur vom Himmel, jeder Erfolg muss erarbeitet werden. Ich bin oft mit den Kindern samstags zum Schwimmen gefahren, 12 km entfernte Nachbarstadt ins Hallenbad. Es ist ein gutes sicheres Gefühl, wenn man weiß, sie können schwimmen.