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Maskenverweigerer: Helfen härtere Strafen?

Beamte der Bundespolizei und Mitarbeiter der DB Sicherheit stehen in einem IC kurz vor dem Berliner Hauptbahnhof und kontrollieren, ob die coronabedingte Maskenpflicht eingehalten wird.

Maskenverweigerer: Helfen härtere Strafen?

Die einen halten sich dran und die anderen nicht. Gerade wenn es heiß wird, sehen wir häufiger Menschen, die keine Maske mehr aufziehen. Wie gehen wir damit um? Helfen härtere Strafen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Klar, die Pandemie nervt. Wir müssen uns einschränken, müssen verzichten. Müssen wir? Der Tourismus in Spanien ist wieder angelaufen, auch in anderen Reisegebieten sind die Strände, Hotelanlagen und Cafés wieder gut besucht. Wer Zuhause geblieben ist, kann auch wieder im Biergarten sitzen oder der Hitze ins Freibad entfliehen. Schnell die Maske auf, wenn man mal auf die Toilette muss, im Zweifel wird kurz das T-Shirt hochgezogen – kein Problem? Für September ist ein Konzert mit mehr als zehntausend Menschen in Düsseldorf geplant. Die Bundesliga möchte Fans wieder in die Stadien lassen.

Die Lockerungen und der Drang nach draußen treffen in eine Zeit, in der auch die Infektionszahlen wieder höher sind. Seit letzter Woche werden die Maßnahmen deshalb wieder strenger: Wer sich weigert, in Bus und Bahn einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, muss in NRW mit 150 Euro Bußgeld rechnen. Einige Bundesländer ziehen nach. Auch die Kontrollen werden schärfer: Die Deutsche Bahn hat zugesichert, die Maskenpflicht mit Hilfe der Bundespolizei durchzusetzen und widerborstige Fahrgäste herauszuwerfen.

Am Flughafen müssen sich Menschen, die aus dem Urlaub zurückkommen, auf Einschränkungen einstellen: Seit Samstag gilt die Testpflicht für Reiserückkehrer*innen, die in einem Risikogebiet waren. Dürfen wir überhaupt zwangsgetestet werden?

Aber: Seit Mai gibt es zum ersten Mal wieder Tage mit mehr als 1.000 Neuinfektionen in Deutschland. Liegt es nur daran, dass wir mehr testen? Oder stehen wir am Beginn einer neuen Welle?

Sind wir zu locker im Umgang mit dem Virus geworden? Halten wir uns zu wenig an die Regeln – am Badesee, im Supermarkt, im Nahverkehr? Oder gehen Sie selbst lockerer mit den Regeln um? Macht die Hitze uns nachlässig und sorglos? Weisen Sie Maskenverweigerer selbst in die Schranken?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB (SPD)

Redaktion: Ulrich Horstmann und Gundi Große

Maskenverweigerer: Helfen härtere Strafen?

WDR 5 Tagesgespräch 10.08.2020 45:32 Min. Verfügbar bis 10.08.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

222 Kommentare

  • 222 Beasty 10.08.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 221 Albert Dreistein 10.08.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 220 Johannes 10.08.2020, 13:59 Uhr

    Hoffentlich findet sich bald ein Impfstoff. Ich befürchte, dass sich ansonsten unser (noch!) halbwegs brauchbares Gesellschaftsklima in großstadtweite Tumulte und Chaos verwandeln wird (Massenklagen und -proteste gegen Strafen). Dann kommen die Wasserwerfer. :(

  • 219 Christina Ortmanns 10.08.2020, 13:59 Uhr

    Wenn Gesetze für den Normalbürger nicht nachvollziebar sind, wie für sogenannte Maskenmuffler im Hochsommer, dann sollen eben die Bußen drastisch steigen. Wäre Covid ein allgemeingefährlicher Killer, dann wäre in jedem Familiekreis mindestens ein Opfer, dann würden Masken freiwillig getragen werden. Covid hat weniger Tote gefordert als die Grippetoten vergangener Jahre, die immer auch junge aktive Opfer fordert, mitunter mit fatalem Organversagen, wie auch Covid 19. Wieso wurde Anfang des Jahres von Maskentragen abgeraten. Wieso haben Chinesen ,obwohl sie Maskenträger sind, Covid nicht verhindern können, wenn Maskentragen doch die Schwachen vor Ansteckung schützen soll?

  • 218 Laurentius 10.08.2020, 13:56 Uhr

    Die benutzten Begriffe lassen bereits aufhorchen: Pflicht - Strafe - Solidarität, statt Zwang, Ordnungsgeld, Regierungsverantwortung. Die Verpflichtung des Staates zur Förderung der Menschenwürde wird auf den Kopf gestellt, die Gesundheitsverantwortung dem einzelnen Bürger aufgehalst. Was die richtige Vorsorge ist, bestimmt die jeweils herrschende Regierung von oben herab, ihre beauftragten Virologen sind unhinterfragbar. - Bei mindestens einer Hörerin trug die Animierung zur gegenseitigen Denunziation schon Früchte. Eine gespaltene Gesellschaft ist für jede Diktatur natürlich ein gefundenes Fressen. - Und immer die Gebetsmühle: 'Bis wir eine Impfung haben.' Trotz Wissens, dass es dann nicht bei einer bleiben wird. - Derzeit die Hautmarkierung als Gehorsamstest, und dann rein in die Haut mit der Spritze!

  • 217 otto 10.08.2020, 13:56 Uhr

    Klar helfen härtere Strafen gegen die Realitätsverweigerer. Leider haben die das selbständige Denken verlernt und laufen jetzt Egozentrischen Verschwörungsideologen und Rechtsextremisten hinterher. Zu den höheren Bussgeldern sollte auch ein Strafverfahren wegen fahrlässiger bzw vorsätzlicher schwerer Körperverletzung geprüft werden.

  • 216 Maskenverweigerer 10.08.2020, 13:54 Uhr

    , die an Corona erkranken, sollten eigentlich auch konsequent eine Herz-Lungen-Maschine ablehnen, oder??? Eine provokante Frage, ich weiß.

    Antworten (1)
    • Leo Hohensee 10.08.2020, 13:59 Uhr

      Das Anschließen an eine Herz-Lungenmaschine ist das Hauptrisiko. Machen Sie sich schlau.

  • 215 Gerd Volkers 10.08.2020, 13:53 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 214 WDR fragt 10.08.2020, 13:52 Uhr

    Strafe oder Helfen.... ja wie will man Verweigerern helfen, denen ist nicht zu helfen. Daher wird es wohl auf Strafen herauslaufen. Keine Angst das bringt dann viel Umsatz für Rechtsanwälte und die überforderten Gerichte. Bin mal gespannt wann der erste Maskenverweigerer die Strafen nicht zahlt und ersatzweise in den Knast geht. So wie für Knöllchen die nicht bezahlt werden auch. Man darf in Deutschland fast ungestraft Menschen zu Tode rasen oder Messerstecher sein, kann auch gerne als Politiker Milliarden verschwenden da passiert schon nix. Aber wehe die Maske fehlt oder das Knöllchen wird vergessen, sofort Beugehaft.... Es gibt 1000 gute Gründe auf Deutschland stolz zu sein warum fällt mir einfach keiner davon ein.....

  • 213 Melina 10.08.2020, 13:51 Uhr

    Wenn ich so die ganzen Kommentare der "ach so besorgten Leute" lese, wird mir ganz üb... äh anders. Wo sind wir nur gelandet?

    Antworten (1)
    • Jerome 10.08.2020, 13:56 Uhr

      Welche "ach so besorgen Leute"? Warum können Sie sich nicht verständlich ausdrücken? Wo sind wir nur gelandet?

  • 212 Martin R. 10.08.2020, 13:50 Uhr

    Es ist ja heute wieder ein bunter Blumenstrauß an Meinungen im Gästebuch. Menschen, die der Maskenpflicht, dort, wo es notwendig ist, nachkommen, haben nichts zu befürchten. Somit ist das Thema nur für diejenigen von Belang, die renitent ihre persönliche Sorglosigkeit verbreiten. Fehlen nur noch die, die die Existenz von Corona erst anerkennen, wenn man 1 Stunde nach Ansteckung sofort aus den Latschen kippt.