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Faszination Weltall

Erde im Weltall

Faszination Weltall

197 Tage im All! Millionen Menschen haben die jüngste Reise des Astronauten Alexander Gerst verfolgt. Heute (20.12.) ist er wieder sicher auf der Erde gelandet. Was fasziniert Sie am Weltall? Reden Sie mit im WDR Tagesgespräch!

Der ESA-Astronaut Alexander Gerst blickt während seines Fluges mit der Internationalen Raumstation ISS durch ein Fenster in der Kuppel auf die Erde (Archivbild vom 12.06.2014)

Weltall-Held nennt ihn eine Boulevardzeitung oder Astro-Alex - auch die seriösen Medien. Kaum ein anderer Raumfahrer ist so kommunikativ wie der 42jährige Astronaut, der bereits zum zweiten Mal auf der Internationalen Raumstation ISS war, diesmal als Kommandant. Fast täglich twitterte er Neues über seine Mission "Horizons", zeigte betörende Aufnahmen aus dem All oder der Raumstation ISS, sandte Grußbotschaften an die Erde, auch an seine noch nicht geborenen Enkelkinder. Liebeserklärungen an den zerbrechlichen Blauen Planeten und eine deutliche Warnung ihn nicht zu zerstören, nicht für Eigennutz, nicht für kurzfristige Ziele oder Reichtümer. "Träume sind wertvoller als Geld", mahnt er, und fürchtet, dass wir dabei sind, die Lebensgrundlagen der zukünftigen Generationen zu zerstören.

Alexander Gerst ist nicht der erste deutsche Astronaut, aber sicher derjenige der sich am stärksten politisch positioniert. Neben seinen Ausflügen ins All, scheint seine Mission auch die Rettung unseres Planeten zu sein, um dessen Zukunft er sich sorgt.

Andere schauen mit anderen Augen in den Weiten des Weltraums: US Präsident Donald Trump hat den Aufbau einer Space Force, einer Weltraumarmee angekündigt, noch vor Jahresende soll das Weltraumkommando bereits stehen. Weltweit warten große Konzerne nur darauf, den Weltraum auszubeuten oder in ihm den menschengemachten Müll entsorgen zu können. Das Weltall als Schatzkammer, als Möglichkeit der Expansion, oder auch als Rettungsinsel, falls der Planet Erde dem Untergang geweiht ist.

Wie betrachten Sie das Weltall? Soll man es nutzen, oder muss man es schützen? Was bedeutet der Weltraum für Sie? Wollen auch Sie mal in die unendlichen Weiten aufbrechen? Was würden Sie dort gerne entdecken, oder was glauben Sie dort finden zu können? Wie haben Sie die Reise von Alexander Gerst mitverfolgt? Diskutieren Sie mit im WDR Tagesgespräch!

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Daniel Fischer, Astrojournalist am Planetarium Bochum

Redaktion: Beate Wolff und Regina Tanne

Faszination Weltall

WDR 5 Tagesgespräch 20.12.2018 45:28 Min. Verfügbar bis 20.12.2019 WDR 5

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Kommentare zum Thema

65 Kommentare

  • 65 Freispruch für die Besseres verdienende Leichtgläubigkeit 20.12.2018, 13:58 Uhr

    Ist es Zufall, dass die größten raumfahrenden Nationen auch die größten Umweltverschmutzer sind, oder gehört diese Tatsache zu einer beabsichtigten Systematik? Wenn allerdings vom irdischen Recht nicht festgelegt wurde, dass auch die Fahrlässigkeit bei der Weltraumfahrt bereits strafbar sein soll, dann ist dabei nur das vorsätzliche Handeln eine Straftat. Beim Vorsatz ist aber der Zeitpunkt der Tat maßgeblich: Wenn das Wissen um die Umstände der Umweltverschmutzung durch die Raumfahrt nachträglich erlangt wurde, denn werden die Täter zu Opfern, weil sie ja im Moment der Durchführung ihrer Missetat der umweltverschmutzenden Raumfahrt gutgläubig beziehungsweise unwissend waren. Nach irdischen Recht sind damit Unwissende aber auch dann gut- oder rechtgläubig, wenn sie sich so leicht wie ein Mädchen von Neppern, Schleppern und Populisten in diese Gläubigkeit verführen und vom unbequemen eigenen Denken weglocken lassen. Nur das Jüngste Gericht kommt ohne diese Form der Verteidigung aus!

  • 64 Beasty 20.12.2018, 13:58 Uhr

    Was solls , wenn das Weltall wieder zum Urknall kondensiert, sind alle Menschen und Aliens ,Freunde wie Feinde Gut wie Böse im Feuerball vereint , und das Spiel geginnt von vorne

  • 63 Breslein 20.12.2018, 13:54 Uhr

    Das Welt all ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall und dessen Umfang nirgends ist. Den die Hälfte einer unendlichen Strecke ist selbst Unendlich.

  • 62 Staatlich geprüftes Glaubensbekenntnis 20.12.2018, 13:54 Uhr

    Die einzige Umweltverschmutzung der Raumfahrt sind nach Expertenmeinung nur ein paar ausgebrannte Raketenstufen in der Kasachischen Steppe, weil die Raketentriebwerke, die Produktion der Zulieferer und der hochreine Raketentreibstoff wie der Ökodiesel von den raumfahrenden Nationen durch einen Umweltengel als Maßnahme für den nachhaltigen Umweltschutz glaubwürdig beglaubigt wurde.

  • 61 Wir kommen in Frieden 20.12.2018, 13:53 Uhr

    Lasst uns lieber gut verstecken, bevor uns eine höherentwickelte Kultur eines anderen Planeten entdeckt und zu uns herüberschaut. Würden Sie uns trauen, wenn Sie sich das Treiben auf unserem Planeten anschauen. Ich würd hier einen großen gebündelten Laserstrahl rüberschicken und gut ist.

  • 60 Anna Elisa 20.12.2018, 13:39 Uhr

    Ich habe das Tagesgespräch leider nicht gehört, konnte aber gerade im Mittagsmagazin die Rede von Alexander Gerst an seine „Enkel“ hören. Ich schätze Alexander Gerst, der uns die Zerbrechlichkeit und auch die Einmaligkeit unserer Erde immer wieder vor Augen führt, mit Worten und spektakulären wunderschönen Fotos. Ich habe manchmal die Sorge, dass sich die Verantwortlichen mit Milliarden Dollars auf den Weltraum konzentrieren und dabei die Probleme unseres Planeten in den Hintergrund rücken. Ja, es ist einfacher, die Utopie Weltraum zu nähren, als z.B. die Erderwärmung, den Plastikmüll, die Bevölkerungsexplosion, Abbau der Wälder usw. in den Griff zu bekommen. Das Problem des "instinktiven" Menschen ist, dass er meist nur durch „Versuch und Irrtum“lernen möchte, die neuen Probleme auf der Erde verlangen einen „höheren“ Menschen, der durch „Weitsicht und Einsicht“ lernt und handelt. Wenn es den Konzernen Gewinne versprechen würde, wäre alles kein Problem - Dax der Wirtschaft first.

  • 59 Breslein 20.12.2018, 13:25 Uhr

    Aliens werden vermenschlicht, ihnen werden menschliche Charakterzüge zugeschrieben. Doch eine Spezies die es bis zur Erde schafft ist uns so überlegen wie der Mensch dem Regenwurm.

    Antworten (2)
    • G. Heim 20.12.2018, 13:51 Uhr

      Ich weiß, was Sie sagen möchten, aber nur so als bedenkenswerte Anmerkung zur Überlegenheit des Menschen: Das kann der Wurm: (Hierzu eine alte Volksweisheit) "Der Liebe Gott weiß, wie man Erde macht, und er hat das Geheimnis den Regenwürmern anvertraut." Das kann der Mensch: Erde verseuchen, Erde vergiften. Erde austrocknen etc. Das kann der Wurm: Schneidet man einen Wurm in zwei Hälften, so kann sich der Kopfteil wieder zu einem ganzen Wurm regenerieren. Das kann der Mensch: Machen Sie den Versuch mal mit einem Menschen … Das kann der Wurm: Leben, fressen, sich vermehren, den Tag rumbringen, ohne seine Umwelt zu zerstören. Das kann der Mensch: Die meisten davon können nur noch leben, fressen, sich vermehren und den Tag rumbringen, indem sie massiv ihre Umwelt zerstören. Aber wie gesagt, ich weiß, was Sie ausdrücken wollten.

    • Breslein 20.12.2018, 13:56 Uhr

      Na gut dann kein Wurm sondern ein Floh

  • 58 G. Heim 20.12.2018, 13:20 Uhr

    Viele Kommentare zeigen deutlich, wo bei der Weltraumforschung der Hund begraben liegt. Sie wird betrieben, um grundlegende Fehler der Menschheit in ein noch größeres Umfeld auszuweiten (Müll in den Weltraum, Krieg aus dem Weltraum, Ressourcenausbeutung auf anderen Planeten, etc.) Und wenn dann alles am Arxxx ist - juhuu und jetzt machen wir mit Besiedlung den nächsten Planeten kaputt! Einige Kommentare verweisen aber auch auf die Chance, die in der Weltraumforschung gelegen hätte. Der Blick von außen, bei dem es nicht um Profit, Gier oder Macht geht. Kucken, staunen, einfach mal die Klappe halten - und dann aus der gewonnenen Erkenntnissen heraus auf der fragilen Erde alles anders machen, um uns nicht weiter selbst den Ast abzusägen auf dem wir ALLE sitzen. Da diese Chance bislang aber nicht genutzt wurde, sehe ich da leider auch für die Zukunft schwarz.

  • 57 Das 20.12.2018, 13:19 Uhr

    Für militärische Interessen wird das all vollgemüllt u.a. mit Uran und Krankheitserregern

  • 56 Helmut S. 20.12.2018, 13:18 Uhr

    Da haben die Medien wieder ein Thema in der Rückkehr von H. Gerst gefunden, das jetzt tagelang durchgekaut wird, um unsere wahren Probleme zu verdrängen.

    Antworten (1)
    • Renate Meile 20.12.2018, 13:57 Uhr

      Wie wahr, wie wahr. Ein paar Drohnen reichen aus, um den Flugverkehr in Europa lahmzulegen. Sie sind quasi das Äquivalent zu den Teppichmessern der ersten islamischen Terrororganisation. Ein Spielzeug kann den Weihnachtsverkehr auf der Erde lahmlegen.

  • 55 Sabine 20.12.2018, 13:16 Uhr

    Nach dem Anhören des Tagesgesprächs bin ich entsetzt darüber, dass manch einer der Ansicht ist, dass wir uns besser neue Planeten im Weltall suchen sollten, weil unsere Erde am Ende ist. Das ist so wie seinen Wohnort zu vermüllen, nicht aufzuräumen, einfach weiterzuziehen und dann den nächstens Wohnort vermüllt zurückzulassen. Wir leben auf dieser Erde mit vielen Menschen, Tieren und Pflanzen gemeinsam und haben die Verantwortung, uns sowohl vorher Gedanken um die Auswirkungen unseres Handelns zu machen als auch um die Folgen unserer Taten zu kümmern. Einfach aufzugeben und abzuhauen ist extrem verantwortungslos, so kann nur jemand denken, der nur an sich denkt. Wenn wir es nicht schaffen, diesen Planeten pfleglich zu behandeln, wir würden wir dann andere Planeten behandeln? Wir müssen JETZT endlich mehr für den Umweltschutz und für ein gutes Zusammenleben tun anstatt von einer ungewissen Zukunft zu träumen. Muss die Menschenrasse wirklich für Mio. Jahre im Voraus gerettet werden?