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Grillen im Park – ein Problem?

Junge Leute chillen und grillen im Park

Grillen im Park – ein Problem?

Essen plant Grillzonen in den Parks. Außerhalb dieser soll das Grillen generell verboten werden. Die Stadt begründet das mit dem Müll, den die Menschen hinterlassen. Ist das tatsächlich notwendig? Diskutieren Sie mit im WDR5 Tagesgespräch!

Während des Lockdowns im Frühjahr war das Grillen zeitweilig verboten. Umso mehr scheinen die Menschen nun ins Freie zu drängen, um Würstchen, Gemüse, Lammkoteletts und Nackensteaks zu braten. Offenbar haben sich aber auch die Beschwerden gehäuft. "Völlig überstrapaziert" seien die öffentlichen Grünflächen in Essen, schreibt die dortige Stadtverwaltung.

Auch in anderen Städten kennt man das Problem. Große Mülltonnen an den beliebten Grillstellen, Appelle und Kontrollen durch das Ordnungsamt: Allen Bemühungen zum trotz sind die Grünanlagen vielerorts nach den lauen Sommernächten völlig vermüllt. Rauch und Gestank, laute Musik, zu wenig öffentliche Toiletten und große Gruppen, die andere Nutzer verdrängen: So beschreibt die Essener Stadtverwaltung weitere Probleme.

Ihr Vorschlag: Das Grillen in Parks und Freiflächen soll ab dem nächsten Jahr grundsätzlich untersagt werden. Dafür soll der Rat die Stadtordnung ändern. Längst nicht jeder und nicht jede hat aber einen eigenen Garten, um das Grillen ins Private zu verlegen. Für die "Grillinteressierten" will die Stadt deshalb auch weiterhin Zonen in den Parks ausweisen, die von dem Verbot ausgenommen bleiben.

Grillen Sie gerne oder stört sie das eher? Gehört das zum Leben in der Stadt dazu? Muss das Grillen wirklich für alle eingeschränkt werden, weil einige ihren Dreck nicht wegmachen? Warum funktioniert das nicht besser? Braucht es mehr Kontrollen? Was würde Ihnen fehlen, wenn das Grillen in den Parks eingeschränkt wäre?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Christian Kromberg, Ordnungsdezernent Stadt Essen

Redaktion: Ulrich Horstmann und Heiko Hillebrand

Grillen im Park – ein Problem?

WDR 5 Tagesgespräch 14.08.2020 45:44 Min. Verfügbar bis 14.08.2021 WDR 5


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Kommentare zum Thema

144 Kommentare

  • 144 Mynona 14.08.2020, 13:59 Uhr

    Sind das Wegwerfen von Kippen bzw. Kaugummis in den Städten nicht mittlerweile gebührenpflichtige Ordnungswidrigkeiten? Aber das Vermüllen von Landschaft und Parkanlagen durch z.B. Grillgelage geht in Ordnung? Verrückte Welt! Müll (egal welchen) einfach wegzuschmeißen, aus dem fahrenden Wagen zu werfen oder irgendwo liegen zu lassen, sollte in jedem Fall mit saftigen Bußgeldern geahndet werden.

  • 143 Jürgen Vossen 14.08.2020, 13:59 Uhr

    Die Menschheit hat schon immer gegrillt und deshalb hat das Grillen auch weiterhin Bestandsschutz ? Falsch ! Die Masse macht den Unterschied vom heutigen Grillen in eh schon mit Luftschadstoffen belasteten Städten gegenüber dem Grillen in früheren Jahrhunderten mit weitaus weniger Bevölkerung auf dem Quadratkilometer als heute. Und so konnte früher die Natur gelegentliches Grillen besser verkraften und regenerieren, als das heute Umwelt, Natur und Klima in all der permanenten Grill-Dauerüberlastung nebst all den ebenso rücksichtslosen Mensch, Umwelt und Natur belastenden Kettenrauchern möglich ist.

  • 142 Hörer 14.08.2020, 13:59 Uhr

    Grillen ist ein Menschenrecht!!! Denn - es will mit der Grillkohle aus dem Urwaldraubbau die Nachbarschaft verpestet, der Billigschweinebauch in Chemiemarinade als Sondermüll gebraten und der „Bürger“ als Konsumierer weiterhin verblödet werden! Daher fördert weiter ungehemmt die steinzeitlichen Verhaltensweisen, auf dass der „Bürger“ beschäftigt und die „Eliten“ ungehindert ihren Geschäften nachgehen können… …da kommt es auf Belästigung durch hinterlassenen Müll auch nicht mehr an…

  • 141 Hinweisgeber 14.08.2020, 13:58 Uhr

    Der Mensch vom Ordnungsamt hat was gesagt, was die Integrations beauftragte Aydan Özzogutz von der SPD schon vor längerer Zeit gesagt hat: die Regeln des Zusammenlebens müssen täglich neu ausgehandelt werden, das ist das Gegenteil von Rechtsicherheit und Recht, das ist bestenfalls Faustrecht, siehe "Event- und Partyszene."

    Antworten (1)
    • Nun ja 14.08.2020, 13:59 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 140 George Clayton 14.08.2020, 13:55 Uhr

    Ich wäre auch für ein Grillverbot in den privaten Gärten. Das Problem für die Nachbarn ist nämlich dasselbe wie in öffentlichen Parks. Reden führt oft zu gar nichts. Und wer sich zurückhält und abwartet, dass die Menschen von selbst einsichtig sind, wird erst recht nicht mehr ernstgenommen. Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dumme ist. Analog ist lautes Herumgrölen und laute Musik. Rücksichtnahme gilt bei rücksichtslosen und egoistischen Menschen als spießig. Auch da helfen dann leider nur Verbote.

  • 139 anonym 14.08.2020, 13:53 Uhr

    Wer wissen möchte, wie eine öffentliche Grünfläche nach einem warmen Sommerabend aussieht, der möge mal zum Duisburger Rheinpark kommen. Normale Müllkippe ist nichts dagegen. Tja, und leider bestätigen sich hier auch alle "Vorurteile" bezüglich der "üblichen Verdächtigen". Da kann man leider nichts schönreden.

  • 138 Jörg Jahnke 14.08.2020, 13:49 Uhr

    Wenn bei einem Brand die Feuerwehr rät, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten zum Schutz vor den gesundheitsschädigenden Brandgasen, dann frage ich mich, was am ebenso sich über große Gebiete verteilenden Grillbrandrauch anders sein sollte ? Das eine ist in der Regel ein Unfall, während Grillerei eine vorsätzlich betriebene und somit vermeidbare Luftschadstoffe-Erzeugung und Gesundheitsgefährdung ist.

  • 137 Bernd Karstens 14.08.2020, 13:43 Uhr

    Auch im Zusammenhang zur Corona-Pandemie stellt sich die Frage: Warum sollte ich eine Maske zum Schutz eines Anderen tragen, der mir dann mit seiner wilden Grillerei die Gesundheit schädigt, meine Freiheit einschränkt und die Wohn- und Lebensqualität verhagelt ?

  • 136 Walter Urban 14.08.2020, 13:39 Uhr

    Dieser ganzen asozialen Grillerei könnte von mehreren Seiten aus der Garaus gemacht werden. So könnten Ordnungsamt und Polizei die Griller bereits zur heftig-deftigen finanziellen Verantwortung ziehen für die von ihnen zerstört und zertrampelt hinterlassenen Wiesenflächen, wo hinterher kein Gras mehr wächst und nur mit großem gärtnerischen Aufwand wieder eine Grünfläche hergestellt werden kann.

    Antworten (1)
    • Hans-Norbert Bähr 14.08.2020, 13:50 Uhr

      Warum gehen viele Städte mit unseren Steuergeldern nicht verantwortungsvoller um? Warum gehen sie den Weg des geringsten Widerstands? Wählerstimmen der Lauten und Rücksichtslosen? Und die anderen geben immer klein bei ...

  • 135 P und S 14.08.2020, 13:39 Uhr

    Zum Grillen ,gehört ein Behälter mit viel Wasser zum löschen ,des weiteren Müllsäcke ,wie ich schrieb nur auf angewiesens Plätze ! Wer dann noch den Lärmpegel und Uhrzeit beachtet dem wünsche ich gutes gelingen .

  • 134 Selbstverständlichkeiten 14.08.2020, 13:39 Uhr

    Was Ordnungsdezernent Kromberg in der Sendung vertrat war alles richtig. Es sind bei gebildeten und intelligenten Menschen Selbstverständlichkeiten. Die Situationen existieren schon lange. Es zeigt, dass Beschäftigte/innen von Ordnungsämtern und Polizei die Situationen nicht gesehen und verstanden haben. Sie hätten schon längst einschreiten müssen, bzw. an vorgesetzter Stelle, etwa dem Ordnungsdezernenten, die Lage schildern müssen, und Lösungsvorschläge unterbreiten müssen. Als vorgesetzter Ordnungsdezernent muss sich Christian Kromberg Gedanken machen über das Niveau im Ordnungsamt, etwa der Leitung und deren fachlichen und, vor allem, die entscheidenden persönlichen Kompetenzen. Das hätte schon längst geregelt sein müssen. Meine Ansprüche an die Qualität von Handeln sind höher.