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Digitale Schule - wie finanzieren?

Schülerinnen und Schüler arbeiten an einer interaktiven Tafel.

Digitale Schule - wie finanzieren?

Der Bund will Schulen mit viel Geld digitalisieren. Einige Bundesländer lehnen die dafür nötige Grundgesetzänderung aber ab. Wie denken Sie darüber? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Bildung zählt zu den wichtigsten Kompetenzen der Länder. Aber die Länder sind finanziell nicht in der Lage, in allen Schulen WLAN, Tablets und auch IT-Schulungen von Lehrern zu zahlen. Deshalb will der Bund für die Digitaltechnik in den Schulen insgesamt fünf Milliarden Euro zuschießen. Doch er darf nicht einfach eingreifen in die Bildungspolitik der Länder. Es besteht ein so genanntes Kooperationsverbot. Deshalb hat der Bundestag eine Grundgesetzänderung beschlossen, um dieses Hindernis zu beseitigen.

Fünf Länder - darunter Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern - sträuben sich gegen so eine Verfassungsänderung. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet warnte davor, die "Vielfalt unseres Bildungssystems" zu schwächen. Es dürfe keine "bundesweite Einheitsschule" geben. Außerdem stört es die Länder, dass die Finanzhilfen des Bundes nur dann fließen sollen, wenn die Länder sie in mindestens gleicher Höhe kofinanzieren. Deshalb wollen einige Ministerpräsidenten am 14. Dezember im Bundesrat gegen die Grundgesetzänderung stimmen und damit auch gegen 5 Milliarden Euro für die digitale Ausstattung der Schulen.

Brauchen die Schulen das Geld für die Digitalisierung? Wie sieht es an der Schule Ihrer Kinder aus? Wie erleben Sie den Streit um die Finanzierung? Wie wichtig ist die Macht der Länder im globalen Zeitalter? Wäre für Sie die "Einheitsschule" ein Problem?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Armin Himmelrath, Wissenschaftsjournalist

Redaktion: Regina Tanne und Julia Lührs

Digitale Schule - wie finanzieren?

WDR 5 Tagesgespräch 04.12.2018 45:53 Min. Verfügbar bis 04.12.2019 WDR 5

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Kommentare zum Thema

82 Kommentare

  • 82 Gerd SR 71-A 04.12.2018, 13:58 Uhr

    Die falsch sog. Digitalisierung (Total-Computerisierung, -Vernetzung, -Überwachung, -Fernsteuerung, Roboterisierung etc.) ist insg. = BESCHLEUNIGUNG, und Beschleunigung ist k e i n e (qualitative) LÖSUNG, - außer für Kriegs- und Weltraumtechnologie bzw. den destruktiven Konkurrenzkampf ! - von der computerisierten und roboterisierten Medizin, für die gerade schon wieder auf WDR geworben wird, will ich erst garnnicht reden : Hier bedeutet es die Stärkung und Beschleunigung der FRANKENSTEINISIERUNG der Medizin. Und wie schon bez. der gesamten Wissenschaft und Forschung eine totale/ totalitäre Ausschaltung alles dessen, bspw. BIOPHYSIKALISCHEN/ Bioenergetischen in der Biosphäre, was nicht auf ELEKTROMAGNETISMUS beruht oder mit ihm gemessen werden kann, = absolut natur-feindlich, menschenfeindlich, destruktiv.

  • 81 Tobi Simmel 04.12.2018, 13:57 Uhr

    Ich, Lehrer, beurteile zunehmende Digitalisierung kritisch. Abgesehen davon, dass wir immer mehr zum gläsernen Bürger werden, mittlerweile Noten bereits online hochladen müssen (!), unsere Daten aber nicht sicher sind (Snowden jemand?), gibt es hinreichende psychologische Studien dazu, wie schädlich übermäßiger Gebrauch dieser Medien für das Gehirn ist. Buchtipp: Nicholas Carr: "The Shallows. How the internet is changing the way we think, read and remember." Hirnatrophie, Gedächtnisschwund, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Reflektionsmangel... Wir verfügen über gute Kenntnisse im Umgang mit neuen Medien. Was wir jedoch viel mehr benötigen ist stärkerer Fokus auf die Seele des Menschen statt Maschine / AI. Echte Kommunikation! Empathie! Man sieht in U-Bahnen nur noch auf Displays starrende "Zombies". Außerdem fallen unsere Schulen auseinander und hier (!) müsste angesetzt werden. 3. Welt -Toiletten, chemische Verseuchung, kaputte Fenster, Pilze aus den Wänden, Heizung kaputt...

  • 80 Dirk 04.12.2018, 13:56 Uhr

    Eltern sollte eine freie Schulwahl ihrer Kinder gewährt werden; diese mit d. Grundgesetzänderung gewollte Vereinheitlichung würde dies jedoch gefährden! Stattdessen sollte die Schulpflicht unter unbedingter Beibehaltung der Unterrichts- u. Bildungspflicht abgeschafft werden, so wie in einigen führenden Industrieländern (auch in d. EU!), die damit gute Erfahrungen machen; sogar mehrere angesehene US-Präsidenten wie z.B. Abraham Lincoln besuchten keine Schule! Zuzeiten ihrer Einführung war die Schulpflicht nötig, aber Wissen können sich Kinder bei der heutigen medialen u. Druckvielfalt unter guter Anleitung leichter selbst aneignen als in Schulklassen mit ihren immer vielfältigeren Störungen u. immer negativerer Sozialisation. Oft verlieren Kinder nach d. Einschulung schnell ihre natürliche Lust am Lernen. Und aus verständlicher Rücksichtnahme orientiert sich das einheitliche Lerntempo an d. Langsameren. In d. großen Klassen können unterschiedliche Begabungen doch kaum gefördert werden!

  • 79 Uel 04.12.2018, 13:55 Uhr

    Nichts veraltet so schnell wie Computer, beschleunigt durch das noch schnellere Veralten der zugehörigen Software. Man denke an die verrottenden teuer angeschafften Sprachlabore. Man soll den Kindern Ruhe verschaffen zum intensiven Lernen und logisch und kritischen Denken in einer hektisch überschnappenden Welt und nicht in Eintagsfliegen der Computerei investieren. Wieso muss jedes Kind einen Schulcomputer haben, reicht doch der Lehrende mit Beamer und die Computer im Computer-Kurs. Die Kinder haben doch ohnehin die wirklich neueren Handys und Computer zu Hause im Kinderzimmer.

  • 78 Nicht so wie auf dem Bild 04.12.2018, 13:37 Uhr

    das hat mit Digitalisierung nichts zu tun. Das ist anwenden von modernen Lernmitteln. Prima da können die TV gewonten Kinder an einem Interaktiven TV MultipelChoice spielchen machen... DIgitalisierung in Deutschland heißt abhängikeit von Amerikanischen Betriebssystem, Amerikanischer Bürosoftware und anderen fertigen Softwareprodukten fördern und selberdenken abschaffen. Leider NIX KAPIERT, sechs setzen!

  • 77 Gerd SR 71-A 04.12.2018, 13:35 Uhr

    (2) Da wird von Hrn. Erdenberger dankenswertws. von jemandem im GÄSTEBUCH vorgelesen, daß und wie anhand von Beispielen durch SCHUL-Total-Digitalisierung u. erfahren aus der langjährigen PC- und Smartphone-P r a x i s der Schulunterricht m e t h o d i s c h zunehmend falsch sog. "digital" gestört würde.- Und da "antwortet" der ZIRKELSCHLUSS-Digital-EXPERTE mit, "Ja deshalb müssen die Geräte auch funktionieren u.dazu braucht man HAUPTAMTLICHE",- lächerlich : Will/kann man -- besessen vom Digitalismus bzw. konditioniert von der GAMEBOY-Kindheit an!- nicht kapieren, daß diese "Digital"-, richtiger Computer-,Microsoft-& "Vernetzungs"-System vom K e r n an nicht nur s y s t e m a t i s c h diese pandemischen "Fehler" fördern muß u. endsprechend Sozial-Gestörte/Viren-u.Hacker-Kriminelle/DesOrientierte u. totalitäre MACHT - egal wie viele "Updates" gemacht werden. Sondern daß insg. der MENSCH b e s c h l e u n i g t wird weiter Richtung natur-feindliche Wissenschaft/ Industriealismus.

  • 76 Günther Johann 04.12.2018, 13:33 Uhr

    Auch dieses Problem sollte über die Realisierung des Bedingungslosen Grundeinkommens gelöst werden. Somit braucht erstens der Staat das GG nicht ändern. Zweitens kann jedes Kind sich ohne leidige Sozialamtsbürokratie individuell bedarfsgerecht sein eigenes ihm zusagendes Gerät anschaffen. Drittens erspart das eine Menge PC-Doktoreinsätze und somit Unterrichtsausfälle, wenn jedes Kind sein eigenes Gerät hat und sich da dann auskennt bei der Störungsbehebung, Und viertens können Häcker nicht ganze Schulen digital durch Viren, Würmer usw. lahm legen dank der per BGE ermöglichten Gerätevielfalt. Und fünftens würde eine Schul-Digitalisierung per BGE weitaus schneller erfolgen können als unter dem ganzen verbürokratisierten jahrelangen Streit zwischen Bund und Ländern, der voraussichtlich auch noch beim Bundesverfassungsgericht landen wird.

    Antworten (3)
    • P und S 04.12.2018, 13:40 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

    • P und S 04.12.2018, 13:55 Uhr

      Kein BGE ohne Arbeit ,kein Geld ! Alles andere ist nur Faulheit zu unterstützen !

    • Günther Johann 04.12.2018, 13:58 Uhr

      @ P und S: Ich weiß auch trotz Ihres gesperrten Kommentars, was Sie dagegen einwenden wollen. Aber mal abgesehen davon, daß Ihre viele jahrzehntelange Arbeit auch ihre Folgen bei Umwelt und Klima hinterlassen hat, brauchen Sie keine Sorge zu haben, daß Sie wegen des BGE mehr Steuern als heute zahlen müssen. Denn die BGE-Finanzierung wird durch eine Bürger-gedeckte BGE-Eurowährung vorgenommen. Und die funktioniert so, daß diese aus dem EU-Sozialgesamtetat aller EU-Länder finanziert wird. Und kann daraus mal in manchem Monat nicht der BGE-Rechtsanspruch eines jeden EU-Bürgers auf mtl. 1.400 bezahlt werden, so schießt die EZB-Notenpresse den fehlenden Rest hinzu. Somit verhilft auch Ihnen mit Ihrer kargen Arbeitsrente das BGE zu einem menschenwürdigen Leben, und ihren Enkeln und Nachbar´s Kindern zu einer besseren Schulbildung auf der Höhe der digitalen Zeit.

  • 75 P und S 04.12.2018, 13:30 Uhr

    Nur Kinder und zukünftige Erwachsene mit guter Bildung und sehr guter Bildung ,werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnte , die zukünftigen Steuerzahler und Rentenfinazierer sein ! Die Mär von den viele Kinder ,die unsere Renten bezahlen sollen ,war gestern ! Es werden bald nur noch Menschen gebraucht ,die mit der Zeit gehen ,alle Anderen werden Sozialempfänger !

  • 74 Joachim Möller 04.12.2018, 13:24 Uhr

    Auch das heutige TG-Thema ist ein Beispiel dafür, daß es für das BGE mehr Finanzierungsquellen gibt, als man erstmal denken würde. Zwar hat der NDR kürzlich festgestellt, daß ein BGE für alle in Höhe von monatlich 1000 EUR aus dem heutigen Sozialetat finanziert werden könnte. Doch will man ein ausreichendes BGE für alle in Höhe von 1.400 EUR monatlich realisieren, damit niemand mehr auf den heutigen Sozialleistungssumpf angewiesen ist in Zukunft, so wären auch diese vom Bund zur Schuldigitalisierung gebotenen Milliarden besser ins BGE investiert, sodaß dann damit auch die Schul-Digitalisierung basis-demokratisch von unten her statt vom Staat individuell bedarfsgerecht vorgenommen werden könnte. Somit wäre dann auch keine Kooperationsverbot-Grundgesetzänderung erforderlich und die Bildungsvielfalt bliebe Deutschland weiterhin erhalten.

  • 73 einziges deutschsprachiges Kind 04.12.2018, 13:24 Uhr

    in der Klasse... Prima da ses gute Übersetungsprogramme gibt. Insofern ist digitalisierung in Deutschen Schulen dringend nötig. Wäre ja schön wenn Kinder in der Shcule miteinander sprechen könnten.

  • 72 Christine Dey 04.12.2018, 13:24 Uhr

    Ich bin junge Lehrerin an einer Gesamtschule und ich bin dankbar dass Smartphones im Unterricht verboten sind. Erwachsene schaffen es nicht die dauernd aufpoppenden News auszublenden. Wie sollen es Jugendliche schaffen? Ich bin froh dass wenigstens im Unterricht Schüler*innen sich noch eine Weile konzentriert ohne Smartphone mit Inhalten auseinandersetzen dürfen.

    Antworten (1)
    • P und S 04.12.2018, 13:53 Uhr

      Sehr gut ,das es verboten ist ,jetzt noch vor dem Unterricht Leibesübungen wie in Asien da zu Anstandslehre und wir haben zukünftige gute Bürger .