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Was erwarten Sie vom Lübcke-Mordprozess?

"Say their names" (Nennt ihre Namen) steht auf einem Schild, mit dem eine Demonstrantin vor dem Gericht zum Auftakt des Prozesses gegen den mutmaßlichen Mörder im Lübcke-Prozess an die Opfer rechter Gewalt erinnert.

Was erwarten Sie vom Lübcke-Mordprozess?

Vor einem Jahr wurde Walter Lübcke vor seinem Wohnhaus erschossen. Dem Tatverdächtigen wird nun der Mordprozess gemacht, er stammt aus der rechtsextremen Szene. Was erwarten Sie von dem Prozess? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Der Rechtsextremist Stephan E. soll den Kasseler Regierungspräsidenten im Juni 2019 auf seiner Terrasse durch einen Kopfschuss getötet haben. Die Tat war lange im Vorfeld geplant, sagt die Bundesanwaltschaft. Seit 2017 habe E. den Wohnort von Lübcke beobachtet. Stephan E. war bereits früher wegen eines Bombenanschlags auf eine Geflüchtetenunterkunft und wegen eines Messerangriffs verurteilt worden.

Die Verhandlung findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Stephan E. gilt als dringend tatverdächtig, die Anklage lautet auf Mord. Wegen Beihilfe zum Mord wird ebenfalls Markus H. angeklagt. Beide vereint eine starke rechtsextreme Gesinnung und ein ausgeprägter Hass auf Ausländer.

Der CDU-Politiker Lübcke hat sich für Geflüchtete eingesetzt, diese Grundhaltung brachte ihn ins Visier von Rechtsextremisten.  

„Es lohnt sich, in unserem Land zu leben. Da muss man für Werte eintreten, und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen. Das ist die Freiheit jedes Deutschen.“

Diesen Satz sagte Lübcke, als er sich 2015 für die Eröffnung einer Unterkunft für Geflüchtete einsetzte.

Im Gerichtssaal sind auch die die Witwe und Söhne Walter Lübckes sowie Ahmad E., der von Stephan E. mit einem Messer niedergestochen wurde. Der Prozess findet aufgrund der aktuellen Corona-Situation vor sehr wenigen Journalist*innen statt, auch die internationale Presse ist vor Ort.

Was erwarten Sie von dem Prozess? Wünschen Sie sich mehr Aufmerksamkeit für die Aufklärung dieser brutalen Tat? Wie groß empfinden Sie die Bedrohung durch den Rechtsextremismus in Deutschland?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Wolfgang Kapust, ehem. WDR-Redakteur und Rechtsextremismusexperte

Redaktion: Dirk Müller und Heiko Hillebrand

Was erwarten Sie vom Lübcke-Mordprozess?

WDR 5 Tagesgespräch 17.06.2020 44:52 Min. Verfügbar bis 17.06.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

111 Kommentare

  • 111 Walter Möller 17.06.2020, 13:59 Uhr

    Das Problem von CDU & SPD: Nicht nur Migranten, sondern auch Deutsche haben Menschenrechte. Das die nicht gewahrt werden, sieht man auch an den zahlreichen BVerfG-Klagen gegen die Bundesregierung. Daher sollte die Groko erstmal im eigenen Land ihre Hausaufgaben machen.

  • 110 Dirk 17.06.2020, 13:59 Uhr

    Als bewusster Vertreter der spätestens seit der rot-grünen Bundesregierung u. von Yasha Mounk zugegebenen gewollten Umformung „einer monoethnische, monokulturelle Demokratie in e. multiethnische“ wurde Lübcke das Opfer eines sich zwar zurecht, allerdings auf verkehrte Weise dagegen Wehrenden. „Wir leben in einer Zeit, in der…bereits kleine Kinder (ohne Widerspruchsrecht der Eltern) m. Gender- u. Sexualkunde konfrontiert werden u. Minderjährige ermuntert werden, ihr Geschlecht zu ändern. …in der bereits d. Benutzung d. Wortes ,Heimat' d. Verdacht auf Rassismus, Chauvinismus u. Nationalismus nach sich zieht. …in welcher d. Papst lieber Füße küsst, als sich für verfolgte Christen einzusetzen, u. in der alle Religionen willkommen u. respektiert werden sollen außer d. eigenen. Für viele normal denkende Bürger ist es e. frustrierende Zeit kafkaesker Verdrehungen u. irrsinniger Indoktrination. Aus Gut wird Böse, aus Normal wird Anormal. Das ruft nach Widerspruch u. Reaktion.“(Aus: freiewelt)

  • 109 otto 17.06.2020, 13:59 Uhr

    Ich erwarte von dem Prozess das nicht nur die Mörder ihre gerechte Strafe erhalten, sondern auch ihre Hintermänner und -frauen. Diese sitzen in Länderparlamente und um Bundestag und provozieren und stacheln labile Menschen auf. Auch sie gehören bestraft und aus den Parlamenten verbannt.

  • 108 Dirk 17.06.2020, 13:58 Uhr

    Viele Einheimische – sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern – wollen die weitgehend unkontrollierte, aber politisch gewollte u. in weltfremder Weise von Merkel, Lübcke u. a. auch medial als „unsere Werte“ fälschlicherweise positiv dargestellte Ansiedlung von „armen Geflüchteten“ genannten Sozialflüchtlinge fremder Kulturen, Werten und Verhaltensweisen nicht und werden deshalb u. a. als selbst „nicht hierhin gehörend“ diffamiert! Zur Verwirklichung des Kalergi-Plans sollen nichteuropäische Völker und Kulturen in allen Ländern mit „weißer“ Bevölkerung angesiedelt werden, wobei der natürlicherweise fehlende Platz dafür auch durch die gesetzliche Erlaubnis zur Ermordung ungeborener Kinder geschaffen wird! Als Christ lehne ich jedoch Mord u. Gewalt jeder Art wie auch die angestrebte totalitäre Neue Weltordnung (NWO) mit ihren im „NWO-Plan zur Zerstörung der Staaten“ nachlesbaren Zielen wie auch die den Weg dazu ebnende multikulturelle/multiethnische Gesellschaft ab!

  • 107 Arthur Weiland 17.06.2020, 13:56 Uhr

    Die CDU hat daraus nichts gelernt und ermöglicht weiterhin die Massenmigration zum Schaden des deutschen Volkes. Die Zahl der Rechtsextremisten steigt daher logischerweise weiterhin an.

  • 106 Gerd Volkers 17.06.2020, 13:54 Uhr

    Was soll man von diesem Prozeß erwarten ?: Pleiten, Pech & Pannen.

  • 105 Euphemia 17.06.2020, 13:54 Uhr

    Da die Gerichte unabhängig urteilen sollen, sehe ich eine öffentliche Aufheizung der Stimmung durch die Medien eher als schädlich an. - Auch eine nachträgliche Diskussion der hier zitierten früheren Aussage des Verstorbenen ist den Angehörigen gegenüber eher pietätlos. Unpassend auch die Ausnutzung der geschehenen Einzeltat zur Aufhetzung gegen die politische Gegenmeinung, zumal unter Exklusivanspruch auf 'Demokratie' für die eigene Denkrichtung.

  • 104 Stefan Franke 17.06.2020, 13:53 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 103 Klartext Wuppert/Krefeld 17.06.2020, 13:49 Uhr

    Uns kann nicht trösten , dass es seit Menschengedenken immer politische Morde gegeben hat . Trotzdem beschäftigt sich die Geschichte mit diesem Phänomen und den Ursachen vom alten Ägypten bis hin zu den USA der jüngeren Zeit . Vor dem bösen Hintergrund der Deutschen sollte dieses Mal mit Multikulti alles ( überhastet ) richtig gemacht werden . Aber wer mit heißer Nadel strickt überzeugt nicht unbedingt . Gut Ding will Weile haben , heißt ein altes deutsche Sprichwort und skeptisch Nachfragende sind nicht durchweg Ewig Gestrige . Andererseits : Wirrköpfe werden oft viel zu lange beobachtet , manchmal zu lange .

  • 102 Udo Lorleberg 17.06.2020, 13:46 Uhr

    Dem deutschen Volke die Auswanderung zu "empfehlen", damit CDU-Lübcke die Interessen fremder Völker in Deutschland durchsetzen kann, kommt auch einem Mord, Staatsausverkauf und Verrat am eigenen Volke gleich.

    Antworten (2)
    • Ben 17.06.2020, 13:57 Uhr

      Der Satz war dämlich, aber die Gleichsetzung mit Mord ist schon ungeheuerlich. Außerdem war in Lübckes Aussage vom "deutschen Volk" gar nicht die Rede. Ihre Wortwahl zeigt allerdings, aus welcher weltanschaulichen Ecke Ihre Aussage kommt.

    • Euphemia 17.06.2020, 13:59 Uhr

      Mord nur im übertragenen Sinne, aber der Satz war sachlich falsch. Ob ein Deutscher auswandern kannn, hängt von dem Einwanderungsland ab, steht ihm also nicht frei, schon gar nicht jederzeit. Und was für Werte Deutsche zu vertreten haben, darüber kann man auch streiten.

  • 101 Tim Bernau 17.06.2020, 13:44 Uhr

    Der Lübcke-Mord zeigt, wie sehr sich die Regierenden vom Volk entfernt haben und statt dem Wählermandatsauftrag ihre eigenen Interessen und Weltanschauungen in der Politik durchsetzen wollen.