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Platz da – aber für wen?

Eine Frau testet einen E-Roller

Platz da – aber für wen?

Es wird eng in den Städten, der öffentliche Raum ist stark umkämpft. Dazu kommen immer neue Verkehrsteilnehmer wie zuletzt die E-Scooter. Haben Sie genügend Platz in der Stadt? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Zu eng, zu vollgestellt, zu dreckig: Auf Bürgersteigen und Plätzen gehen die Menschen einander auf die Nerven. Die Städte in Deutschland wachsen; das bedeutet, immer mehr Menschen müssen sich den öffentlichen Raum teilen. Bürgersteige sind oft mit Tischen und Stühlen von Bars und Restaurants vollgestellt. Dazu kommen noch die Aufsteller und Kundenstopper der Geschäfte. Und auch parkende Autos nehmen große Flächen im öffentlichen Raum in Beschlag.

Neue Verkehrsmittel wie E-Scooter verschärfen die Konkurrenz um die Gehwege. Die E-Scooter sind am Samstag (15.6.2019) offiziell in Deutschland zugelassen worden. Sie dürfen zwar nicht auf den Gehwegen fahren, aber auch die Radwege in den Städten sind oftmals voll. Bleibt also abzuwarten, ob die E-Scooter dann auch wirklich auf den Radwegen bleiben. In Paris, wo sie schon seit mehr als einem Jahr in Gebrauch sind, häufen sich die Beschwerden über die E-Scooter: Sie parkten die Gehwege zu und verursachten Unfälle.

Fühlen Sie sich als Fußgänger sicher? Wie kann man den Platz in der Stadt gerecht verteilen? Ist kluge Stadtplanung die Lösung? Oder müssen die Menschen ihr Verhalten ändern?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.


Gast: Dr. Weert Canzler, Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

Redaktion: Beate Wolff und Lioba Werrelmann

Platz da – aber für wen?

WDR 5 Tagesgespräch 17.06.2019 45:03 Min. WDR 5

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Kommentare zum Thema

97 Kommentare

  • 97 Beasty 17.06.2019, 13:59 Uhr

    Wieso mehr Platz ? Jeder E-Scouter Fahrer ist doch ein Auto- oder Pedelec - Fahrer oder Fußgänger weniger. Sollen sich einfach alle an die Verkehrsregeln halten und falls nicht , mit Sozialstunden oder Führerscheinentzug bestraft werden. Extra Spuren, braucht es deswegen keine. Und wenn der Grün*innen Traum wahr wird, das Auto verdrängt wurde, plötzlich aber dann das Geld für bessere Fahrbahnen fehlt, empfehle ich auch auf die exotischen Gerätschaften wie Lasten Fahrräder Pedelecs eine Zwangsversicherung, Kennzeichen , KFZ Steuer und Parkgebühren. - Denn die nehmen fast den gleichen Platz weg wie die bösen Autos. - Lustig war auch der Kommentar #? wo ein Fußgänger sich ein Metallgerüst überstülpte, um den Platzbedarf eines Autos anprangerte. – Das gibt es längst real in Vietnam wo die Mopeds 2 m und breit lang sowie 2m hoch bepackt worden sind.

  • 96 Renate Meile 17.06.2019, 13:59 Uhr

    Das Zeitalter des Wassermanns ist vorbei, die Zeit der Öko-Jakobiner mit ihrem Tugendfuror hat begonnen. Auch ich finde eine Neuaufteilung des öffentlichen Raumes wünschenswert, Autos so weit wie möglich raus aus Innenstädten, Förderung des ÖPNV, Förderung von Radwegen usw. Das alles geht nicht von heute auf morgen und man darf nicht vergessen, dass viele Menschen außerhalb der Städte auf das Auto angewiesen sind. Der Tugendterror entstammt einer relativ gut situierten Mittel- und Oberschicht, der sich all die "Verbesserungen" auch finanziell leisten kann. Das kann nicht jeder. Was völlig unter den Tisch gefallen ist, ist, dass E-Scooter letztendlich auch nur Elektorschrott sind. Der ungeregelte Wildwuchs bei der Einführung, lässt schlimmes erwarten. Und ja nicht vergessen, bis jetzt hat noch jede Revolution ihre Kinder gefressen.

  • 95 Facel 17.06.2019, 13:57 Uhr

    Wer unbedingt in der Großstadt wohnen will, weil er meint alle Vorteile genießen zu müssen, der sollte auch die Nachteile in Kauf nehmen.

  • 94 Breslein 17.06.2019, 13:55 Uhr

    Der elektronische GoKart ist das Gefährt das noch auf Gehwegen und in der Fußgängerzone fehlt. Ein vierrädriges Vehikel mit großen Spassfaktor und wenig Sturz und Verletzungsgefahr. Das ideale Fortbewegungsunterstützungsmittel für jede Altersgruppe. Vorallem kann jeder sein Gefährt so auspolstern das niemand verletzt wir wen man ihn in die Hacken fährt. Was mich zu meinen nächsten Vorschlag bringt...!! Autoscooter! Sicher, kompakt und fun in einem

    Antworten (1)
    • Facel 17.06.2019, 13:59 Uhr

      Sie haben es auf den Punkt gebracht: den Spaß-E-GoKart!!!

  • 93 Rainer Nolte 17.06.2019, 13:54 Uhr

    Da kann man nur hoffen, daß die Erdressourcen bald aufgebraucht sind, damit nicht noch mehr Unfug als dieser E-Roller verzapft werden kann. Und wenn ich mir bei Ebay die Warenberge in China und all den da produzierten Plunder anschaue, den die Welt nicht braucht, dann wird mir nicht nur übel davon, sondern es steigt auch die Hoffnung, daß wirklich bald alle Erdressourcen alle sind, damit dieser globale Arbeits- und Wachstumswahn ein Ende findet. Würden wir heute ein weltweites BGE einführen, bräuchten wir mindestens 100 Jahre, um überhaupt all die bisher auf Halde produzierten Waren mal bei Kundenbedarf abverkaufen zu können.

  • 92 DeSoto 17.06.2019, 13:54 Uhr

    Wie bei Ideologen üblich, immer alles "schwarz oder weiß " zu sehen und immer gleich eine "entweder - oder" -Antwort zu fordern, sollte man auch in der Verkehrspolitik lieber das versönliche "sowohl - als auch" wählen. Es kann nicht sein, dass der Autofahrer, sobald er ein Fahrrad besteigt, vom brutalen Autofreak zum agressiven und rücksichtslosen Krieger für den Radfahrverkehr mutiert. So kann die gegenseitige Rücksichtnahme nicht voran kommen, wie wir sie aus verkehrstechnisch zivilisierteren Ländern kennen. Und bitte, bitte Deutschland, man nicht wieder Deinen Lieblings-Fehler: die Überregulierung.

  • 91 Nie wieder CDU 17.06.2019, 13:44 Uhr

    Wenn in den Innenstädten dann nur noch Anlieger, Taxis und Busse fahren dürfen, habe ich nichts gegen E-Scooter. Aber als ZUSATZ zum derzeitigen Verkehr, der teilweise jetzt schon problematisch genug ist und aus allen nähten platzt, halte ich das weder für einen guten Ansatz, noch für eine Lösung. Für manch einen mag so ein Ding Sinn machen, aber ich hoffe nicht, dass es Massentauglich wird. In jedem Fall wird es bei der heutigen Verkehrsmentalität und dem allgemein gesteigerten egomanen Verhalten sicherlich nicht lange dauern, bis auch hier das erste Unfallopfer zu beklagen ist.

  • 90 Das Maß ist voll 17.06.2019, 13:40 Uhr

    Ich bin froh, daß ich nicht mehr jeden Tag in die Stadt fahren muß, da ich in Rente bin und in einem Dorf wohne. Früher bis ca. zum Jahr 2000 war ich im Zentrum von Köln berufstätig, das Pendeln nach Köln und zurück war auch schon damals kein Vergnügen. Städte sind seit dem noch lauter und überfüllter geworden und werden durch die Einführung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen sicherlich nicht weniger gefährlich, da man die sich nähernden Fahrzeuge weniger hört. Ich bin schon damals von Radfahrern in der Fußgängerzone Breite Straße angerempelt worden. Wie soll das erst in Zukunft weitergehen, wo die Menschen immer rücksichtsloser werden?

  • 89 Maria E. 17.06.2019, 13:32 Uhr

    Immer wieder kommen deutsche Radfahrer mit Vergleichen zu Holland oder Flandern. Dass diese Vergleiche hinken, das sollte jedem klar sein. Holland und das belgische Flandern haben, was das Radfahren angeht, eine jahrzehntelange Tradition, die nicht von heute auf morgen gewachsen ist. Hinzu kommt: Weder die Niederlande noch Belgien sind Auto-Nationen!!! Dass man hierzulande Rücksicht auf die Autobauer nimmt ist, das ist normal, hängen doch sehr viele Arbeitsplätze am Autobau, und deutsche Autos sind Export-Schlager. Deutschland ist wohlhabend als Export-Nation geworden. Die Autoindustrie ist also enorm wichtig. Die 'Fahrrad- oder E-Scooter-Industrie' kann niemals ein Ersatz für die Autoindustrie werden!

    Antworten (1)
    • hanfdampfinallengassen 17.06.2019, 13:59 Uhr

      Holländer sind gelassener. Vielleicht liegts an den den Coffeeshops - täte Deutschland auch ganz gut.

  • 88 Westmen 17.06.2019, 13:29 Uhr

    "Es lebe der Zentralfriedhof!", so einst ein Alpländler mit RocknRoll im Blut! Ja, es geht viel zu ruhig zu auf den Friedhöfen und die Erdbevölkerung wächst! Da kommt dieses Gerät gerade rechtzeitig! Evolution in Reinform! Möge der Stärkste überleben! Darwin hatte Recht, Selektion tut Not! Das Tierreich haben wir in gewisser Weise schon, ausgerottet meine ich! Nun also auch der Mensch? Ja, einigen Kommentaren hier nach, muss wohl so gedacht werden! Flugzeuge die Eigenleben entwickeln und nun auch noch motorisierte(?) "Tretroller"? Wen oder was treten diese Dinger eigentlich, doch nicht mich? :(

    Antworten (1)
    • Ignaz-Denket um! 17.06.2019, 13:57 Uhr

      Auf dem Wiener Zentralhof ist noch Leben, da tanzen die Toten mit den Lebendigen, was man in manchen Innenstätten nicht mehr behaupten kann, da laufen meist nur unlebendige Menschen herum. Der Zentralfriedhofsong ist vom Wiener Wolfgang Ambros. Ich bin immer seltener in den Innenstätten, mangels echter Lebendigkeit, die meisten Menschen muss man erst zum lebendig werden, aufordern. Ich brauche keinen E-Roller, da ich noch sehr gut und glücklich zu Fuß unterwegs bin. Zu meinen besten Zeiten bin ich die 10 Km unter 30 Minuten gelaufen, da braucht man keinen E-Roller.

  • 87 Faxen richtig dicke! 17.06.2019, 13:28 Uhr

    Der erste, der mir mit so einem Teil in die Haxen fährt, muss sich GANZ WARM ANZIEHEN! Mir reicht jetzt schon, was sich so auf den Straßen und in den Fußgängerzonen tummelt und sich absolut nicht für Vorfahrtrechte und Verkehrsregeln überhaupt interessiert. Die gelten ja auch immer nur für die anderen! Ich weiß nicht, wie oft ich schon eine Straße querte und ein Autofahrer, der keinen Blinker gesetzt hat mich fast auf der Haube hatte. Und dann wird man auch noch blöd angemacht, obwohl man im Recht ist! DANKE, MIR REICHT'S! Einen größeren Unsinn wie diese Scooter hätte man sich gar nicht einfallen lassen können. Was kommt als nächstes, Bobby-Cars für Erwachsene und Rentner? Aber, bei den Schwachmaten, die unsere Regierung zu bieten hat wundert mich allmählich rein gar nichts mehr. Höchste Zeit für echte und richtige Veränderungen!