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Arbeitszeit: Ist weniger mehr?

Symbolbild Arbeitszeit - ein Arbeiter mit Presslufthammer steht auf dem Zifferblatt einer Uhr

Arbeitszeit: Ist weniger mehr?

Viele Menschen in Deutschland sind unzufrieden mit ihrer Arbeitszeit: Einige möchten weniger arbeiten, andere mehr. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Wie ist das bei Ihnen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Ob nun mehr Zeit für die Familie, Freunde, Hobbies oder für sich selbst – es gibt sicherlich viele Gründe, weniger zu arbeiten. Aber klar: Wer mehr arbeitet, verdient auch mehr Geld. Dabei den passenden Mittelweg zu finden – das gelingt offenbar vielen nicht.

Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland möchten gern mehr arbeiten. Rund 1,4 Millionen hingegen würden gern beruflich kürzer treten. Das ergab der Mikrozensus 2018, den jetzt das Statistische Bundesamt veröffentlich hat. Dafür werden jedes Jahr ein Prozent aller Haushalte befragt. 

Laut Statistischem Bundesamt sind es vor allem Teilzeitbeschäftigte, die gern mehr arbeiten würden: 1,2 Millionen von ihnen gaben an, dass sie gern aufstocken möchten. Der Großteil von ihnen sind Frauen.

Ihre Arbeitszeit reduzieren wollen laut der Befragung hingegen vor allem Vollzeitkräfte. Viele von ihnen wären offenbar bereit, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten – wenn sie dafür mehr Freizeit haben.

Sind Sie zufrieden mit Ihrer Arbeitszeit? Gelingt Ihnen die sogenannte Work-Life-Balance? Würden auch Sie gern mehr arbeiten? Warum würden Sie gern Ihre Arbeitszeit aufstocken? Oder würden Sie gern weniger arbeiten – auch, wenn Sie dann weniger Geld verdienen würden? Ist Ihnen Freizeit wichtiger als Geld? Oder würden Sie gern weniger arbeiten – können es aber nicht?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Corinna Brauner, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Redaktion: Dirk Müller und Valentina Dobrosavljevic

Arbeitszeit: Ist weniger mehr?

WDR 5 Tagesgespräch 17.01.2020 44:24 Min. Verfügbar bis 16.01.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

84 Kommentare

  • 84 1.400 EUR BGE für Alle 17.01.2020, 13:59 Uhr

    Industrierevolution 4.0, Digitalisierung, Maschinen und Roboter zeigen uns allen: Nicht stumpfsinnige Arbeit haben Mensch & Gesellschaft voran gebracht, sondern der Verstand. Sonst säßen wir heute noch im 19. Jhd. der Maschinenstürmer und Fortschrittsgegner, die schon damals um ihre Arbeitsplätze bangen mußten. Leider hat die AGENDA 2010-Unpolitik von SPD und CDU Mensch & Gesellschaft wieder in diese Richtung zurückentwickelt, sodaß auch heute wieder damit Haß gegen die Industrierevolution 4.0 und die damit verbundene Befreiung des Menschen von Arbeit geschürt wird. Damit das alles nicht wieder so endet wie 1914 und 1933, sollte endlich auch die Regierung im 21. Jhd. ankommen und die hierfür erforderliche Politik machen. Denn den durch die AGENDA 2010 verursachten Gesellschaftszerfall und Haß kann man nur beenden, indem man die logischen Konsequenzen aus der Industrierevolution 4.0 zieht.

  • 83 THINK BIG & FFF & BGE ! 17.01.2020, 13:58 Uhr

    Einen Ausgleich zwischen denen, die mehr arbeiten wollen und denen, die weniger arbeiten wollen, ermöglicht bekanntlich nicht die AGENDA 2010, sondern das kann nur das BGE für Alle erreichen. So auch, daß in derlei Entscheidungsfreiheit auch Umwelt- und Klimaschutzaspekte mit einfließen können, für die man heute leider noch immer Meinungssanktionierung vom Jobcenter erhalten würde.

  • 82 Pjotr56 17.01.2020, 13:58 Uhr

    Ein Anrufer nannte das Stichwort "Neoliberalismus", das leider von der Moderation nicht aufgegriffen wurde. Neoliberalismus bedeutet: "Dem Markt wird freier Lauf gelassen und er regelt alles zum Besten". Was für den Kartoffelmarkt gilt (Großes Angebot=fallende Preise), gilt allerding nicht für den Arbeitsmarkt: Arbeitskräftemangel=höhere Löhne. Dann müssten in der Pflege (und anderen Mangelberufen) höhere Löhne gezahlt werden. Für die wenigsten Menschen ist eine Reduzierung der Arbeitszeit aufgrund der schlechten Bezahlung machbar.

  • 81 mein-grundeinkommen.de 17.01.2020, 13:50 Uhr

    Unsere BGE-Jahrestester schätzen am BGE auch, daß sie ihre Arbeitszeit anders als in der AGENDA 2010 ohne finanzielle Zwänge frei selbstbestimmen können. Und die Kunden und Geschäftspartner unserer BGE-Jahrestester finden wiederum gut, daß sie dadurch ein entspanntes streßfreies Gegenüber ohne Burn out-Syndrom vorfinden und somit sich auch der Wert und Sinn der geleisteten Arbeit ganz wesentlich erhöht. Und dadurch müssen auch keine Arbeit und deren Produkte und Dienstleistungen mehr in Dauerwiederholungsschleife reklamiert und wiederholt erbracht werden, wie sonst heute keider unter der Kaputtrödel-AGENDA 2010 mit deren hohen Fehlerquote allerorten in Deutschland vorzufinden.

  • 80 Michael Zimmermann 17.01.2020, 13:49 Uhr

    Hallo, zu ihrem Thema wollte ich noch folgendes anhängen. Ich bin 27 Jahre alt und arbeite seit meiner abgeschlossenen Ausbildung in Schichten. Erst hätten wir ein normales Wochensystem nun in der Conti-schicht (2-2-2) und dazwischen anderthalb Tage frei. Ich hätte gern mehr Freizeit für mich und meine Familie. Ich arbeite jetzt seit 6 Jahren in diesem System und mehr als Arbeiten, Essen und schlafen ist nicht drin.

  • 79 THINK BIG & BGE ! 17.01.2020, 13:42 Uhr

    Eine individuelle freie Arbeitszeitbestimmung ist im heute staatlich vollumfänglich gemaßregelten und gesetzlich zugeballerten System nicht möglich und bedarf daher erst der Grundlage des BGE´s.

    Antworten (1)
    • Kretin 17.01.2020, 13:52 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 78 Breslein 17.01.2020, 13:41 Uhr

    Meine Arbeit ist meine Berufung. Ich bin süchtig nach immer mehr davon. Ich kann nicht genug davon bekommen. Karôshi ist der Tod den ich mir während eines erfüllten Arbeitstages wûnsche. Weniger zu Arbeiten ist die furchtbarste Strafe die es für mich geben kann. Ich arbeite nicht um zu leben, ich lebe um zu Arbeiten. Nur bei der Maloche bin ich glücklich.

    Antworten (1)
    • Anonym 17.01.2020, 13:55 Uhr

      Armer

  • 77 Umso mehr Du arbeitest 17.01.2020, 13:41 Uhr

    desto mehr wird man geschröpft. Im Moment wird die Mittelschicht geschröpft um die Migration zu bezahlen...daher weniger arbeiten heißt mehr haben

  • 76 THINK BIG & BGE ! 17.01.2020, 13:39 Uhr

    Egal, ob aus Firmengeldern oder aus dem BGE finanziert: Um Firmenabläufe, Arbeit und somit auch Arbeitszeit besser ökonomisieren zu können, statt wie bisher so oft feststellbar zum Kunden-Desaster (u.a. Post- und Telekom-Kunden können davon ein leidiges Lied singen) geraten zu lassen, wären für alle Unternehmen Test-Kunden erforderlich, die dann aus dem Blickwinkel der Kunden die Unternehmensmißstände feststellen und dem jeweiligen Unternehmen mit kurzem Draht zur Geschäftsleitung aufzeigen. Die wenigsten Unternehmen machen das bereits. Stattdessen meist noch Alltag in Deutschland: Kundenunfreundlichkeit der Firmenmitarbeiter, Servicewüste und sich mit hohen Mauern verbarrikadierende Firmenleitungen, die längst vor lauter Bäumen den Wald in ihren Unternehmen nicht mehr erkennen. Und mit gefakten Firmen-Bewertungen voller Eigenlob macht man die Sache auch nicht besser.

  • 75 Realist: 17.01.2020, 13:37 Uhr

    Ich bin echt froh, dass ich aus dem heutigen Arbeitsmarktwahnsinn schon raus bin und dieses Kapitel für mich schon abschließen konnte. Ich kann aber auch sagen, dass es nicht ganz freiwillig war, denn ich beziehe Arbeitsunfähigkeitsrente, weil dieses ganze Gefüge mich so krank gemacht hat, dass es auf den letzten Metern meiner Berufstätigkeit einfach nicht mehr ging! Ich kam an einen Punkt, wo ich mit Menschen nicht mehr umgehen konnte. Man könnte mir heute viel Geld zahlen - ich würde aber um keinen Preis mehr mit einem jungen Menschen tauschen wollen, der sich durch diesen Dschungel zu kämpfen hat. Ich glaube wirklich glücklich in ihrem Beruf sind auch nur die, die ihr Hobby zum Job machen konnten oder voller Überzeugung ihrer Berufung nachgehen und damit ihren Idealismus und Individualismus ausleben und nach ihren Vorstellungen davon leben können. Alle anderen sind "Only in it for the Money".

  • 74 Rendite des Undanks 17.01.2020, 13:31 Uhr

    Es ist zumindest interessant, dass es in Deutschland trotz der Ausweitung des Niedriglohnsektors und Hartz IV durch die Genossen der Bosse, der konservativen Anhänger der Steuererleichterung auf Bierdeckeln und der völkisch motivierten Entlassung der Niedriglöhner und -Rentner in die Selbstverantwortung noch Menschen gibt, die mit einer Vollzeitstelle genug Lohn- und Rentenansprüche aus der deutschen Nationalökonomie abschöpfen können, dass sie auf einen Teil davon zugunsten von Freizeit verzichten können. Dieser Luxus ist zwar hauptsächlich dem ausgeweiteten Niedriglohnsektor zu verdanken, aber Undank ist bekanntlich der Welt Lohn! Diese strikte Trennung von Arbeit und Freizeit ist allerdings auch eine deutliche Abkehr vom altdeutschen Ethos (Die Esel und die Nachtigallen), demzufolge der Mensch ausschließlich lebt bzw. vom deutschen Gesundheitswesen am Leben gelassen wird, um zu arbeiten, weil nur Arbeit frei machen kann und soll. Beneidenswert, wer frei davon.

    Antworten (1)
    • Bedingungsloser Absahner 17.01.2020, 13:54 Uhr

      Schon wieder diese Neiddebatte! Am Ende fordern hier die Esel von den Nachtigallen noch gleiches Recht für alle und gleichen Lohn für gleiche Arbeit, obwohl Die Bremer Stadtmusikanten und damit Deutschland in seiner derzeitigen märchenhaften Herrlichkeit für jene, denen es noch nie so gut ging, nicht existieren könnte, wenn sich der Esel weigert, die Last der anderen zu tragen.