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Pflegekräfte willkommen?

Eine Pflegekraft mit schwarzer Hautfarbe hilft in einem Seniorenzentrum einer Pflegehausbewohnerin mit weißer Hautfarbe, sich hinzulegen

Pflegekräfte willkommen?

Fachkräftegipfel gestern in Berlin. Überall fehlt qualifiziertes Personal, besonders in der Pflege. Jetzt sollen vermehrt Anstrengungen unternommen werden, Fachkräfte nach Deutschland zu locken. Kann das gelingen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch.

Der Pflegekräftemangel ist hoch. Auch in NRW. Erst im Frühjahr dieses Jahres legte NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) einen Bericht vor, nach dem allein in unserem Bundesland im Jahr 10.000 pflegerische Vollzeitkräfte im Gesundheitswesen fehlen, und diese Zahl dürfte bis heute nicht gesunken sein. Zwar wird wieder mehr ausgebildet, doch das reicht bei weitem nicht, um den erwarteten Bedarf auch in der Zukunft zu decken.

Beim Fachkräftegipfel gestern in Berlin betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass es weltweit einen großen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte gebe. Deshalb müsse Deutschland vor allem "als ein weltoffenes, ein interessiertes Land rüberkommen." Einig war man sich, dass Visaverfahren beschleunigt, fremde Berufsabschlüsse anerkannt und die Möglichkeit, dass Fachkräfte Deutsch lernen können, verbessert werden müssen. Ist das der Weg?

Was meinen Sie: Wie lässt sich der Fachkräftemangel beheben? Ist es sinnvoll, aus fremden Ländern Pflegepersonal anzuwerben? Welche Kriterien würden Sie da anlegen? Wie wichtig ist gerade in diesem Bereich die Sprache? Haben Sie schon Erfahrungen mit Pflegepersonal aus fremden Ländern gemacht?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland

Redaktion: Dirk Müller und Valentina Dobrosavljevic

Pflegekräfte willkommen?

WDR 5 Tagesgespräch 17.12.2019 45:56 Min. Verfügbar bis 16.12.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

128 Kommentare

  • 128 THINK BIG & BGE ! 17.12.2019, 13:59 Uhr

    Wer wie die Groko-Regierung meinte, all die aufgelaufenen und schon lange Zeit vorher absehbaren Probleme in einer BGE-losen Gesellschaft gelöst zu bekommen, der steht längst vor dem Scherbenhaufen seiner Unpolitik, zu dem auch der Pflegenotstand heute dramatischer denn je gehört. Und die Verursacher dieses Pflegenotstandes haben somit keinerlei Rechtfertigung mehr, den Bürgern dieses Landes das BGE noch länger zu verweigern als Menschenrecht Nr. 1 und Voraussetzung zur Realisierung der Verfassung, zu der schließlich auch das Recht auf ein Leben in Gesundheit, Würde und Selbstbestimmung gehört und niemand, so auch keine von wem auch immer gewählte Groko-Regierung, das Recht hat, Menschen wie heute an der Tagesordnung sehenden Auges und in finanzieller Mittellosigkeit gehalten in Krankheit und Pflegebedürftigkeit hinein zu treiben.

  • 127 Dirk 17.12.2019, 13:59 Uhr

    Weil die rot-grüne Schröder-Regierung nicht nur v. Pflegeausbildungen abriet, sondern mit der Ausweitung geringfügiger Beschäftigungen u. des Niedriglohnsektors für einen Aufschub bzw. Verzicht vieler Deutscher auf Familiengründung sorgte u. mit der von den 68ern (den „Grünen“ Stammeltern) geforderten legalisierten Abtreibung (= gesetzliche Erlaubnis zur Ermordung ungeborener Kinder) für e. Verschärfung d. demografischen Schieflage sorgte, stellen dieselben Politiker(innen) e. ungehinderte Zuwanderung als „alternativlos“ dar! „Es geht…darum, sind wir ein Land, was f. Migrantinnen u. Migranten offen ist, was Leute anzieht. Die wir übrigens dringend brauchen. Nicht nur die Fachkräfte, sondern weil wir auch Menschen hier brauchen, die in unseren Sozialsystemen zu Hause sind u. sich auch zu Hause fühlen können”, so Katrin Göring-Eckhardt am 9.10.2013 zum Thema Flüchtlingspolitik – die u.a. mit ihrer Partei den §218 abschaffen will, um Abtreibung (= Kindstötung) bis zur Geburt zu erlauben!

  • 126 MarcoM 17.12.2019, 13:59 Uhr

    4/4: ... Gleichzeitig warnt Herr Fitzenberger dringend vor einer Erhöhung des viel zu niedrigen Mindestlohns, was doch bei einem tatsächlichen Arbeitskräftemangel das Normalste von der Welt wäre. Kann es sein, daß der Herr von der IAB einfach nur ein Arbeitgeberlobbyist ist und das Arbeitgeberinteresse an einer möglichst hohen Arbeitslosenzahl und möglichst niedrigen Löhnen propagiert? Gleichzeitig – mitten in der Rezession – wirbt Angela Merkel in Indien um noch mehr Arbeitskräftezuwanderung in einen schrumpfenden Arbeitsmarkt. Was soll das?"

  • 125 Gerd Voss 17.12.2019, 13:59 Uhr

    Groko-Unpolitik gegen den Pflegenotstand ist ungefähr so, als wenn man sich aus China eine künstliche Elektro-Sonne anliefern lassen würde, aber vergißt, daß die damit bestrahlte Pflanze noch vieles mehr für ihr gesundes Gedeihen benötigt.

  • 124 Klartext Wuppert/ Krefeld 17.12.2019, 13:59 Uhr

    Fachkräfte jeder Art sind mehr als willkommen bei unserer Vergreisung . Einen ausführlichen Bericht über die Situation bei uns zeigte gestern das niederländische Fernsehen , ausführlicher , als Berichte bei uns ! Ich gehe bewusst kurz auf das Thema < Sprache > ein . Deutsch im deutschsprachigen Raum ist unverzichtbar für Zuwanderer und uns selbst . Die Aussage eines Politikers aus NRW , Englischkenntnisse der Patienten in Krankenhäusern wären vom Vorteil ist nicht akzeptabel . Es reicht schon wenn in einem Hochtechnologieland - auf das das Ausland schaut - Vorlesungen an UNI´s nur noch auf Englisch erfolgen oder Arbeitssprache Englisch an Produktionsstätten . Deutsch am Katzentisch in Europa und der Welt ?

  • 123 MarcoM 17.12.2019, 13:59 Uhr

    3/4: So forderte z.B. IAB-Direktor Bernd Fitzenberger jährlich 400.000 Zuwandere für den Deutschen Arbeitsmarkt (Interview in der Welt). Ich zitiere erneut einen NDS-Leser: "Die Arbeitslosenzahl liegt offiziell über 3 Millionen und real sicher über 4 Millionen; die Löhne in Deutschland sind viel zu niedrig; die deutsche Wirtschaft befindet sich seit einem Jahr in der Rezession, die Kurzarbeiterzahl steigt monatlich und alle paar Tage kündigt ein Großunternehmen den Abbau von Tausenden Fachkräften an; und trotzdem fordert das IAB ungerührt eine jährliche Nettozuwanderung von 400.000 (!!) ausländischen Arbeitskräften, für die es keine Jobs gibt? ...

  • 122 so geht das nicht 17.12.2019, 13:59 Uhr

    Die Arbeitsbedingungen sind so schlecht das diese Pflegekräfte selber in Gefahr sind, krank zu werden. Man muss sich sowieso die Frage stellen wieso trotz sogenannten technischen und medizinischen Fortschritt die Menschen zwar länger leben, aber die Lebensqualität wird durch fürchterliche chronische Krankheiten verleidet. Lebensqualität ist auch eine Frage von Geld vor allem Gesundheit zu erlangen braucht man Geld Die Arbeitskräfte in der Pflege verdienen viel zu wenig. und es müssen viel mehr Pflegekräfte eingesetzt werden

  • 121 Gerd SR/Wenn ich 17.12.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 120 MarcoM 17.12.2019, 13:58 Uhr

    2/4: Ein weiterer Aspekt des "Fachkräftemangels" in D-Land: Die deutschen Unternehmen wollen hochqualifizierte Mitarbeiter, die aber nichts kosten dürfen und in deren Einarbeitung bzw. Weiterbildung man auch nichts investieren will. Stattdessen fordert man lieber "offene Grenzen" in der Hoffnung auf billige Fachkräfte (siehe auch Kommentare 96 - 98). Kräftig unterstützt von unseren kosmopolitischen Lifestyle-Neulinken, Hipstern, Bobos, dem grünbürgerlichen Juste Milieu. Und dank der Abwanderung von Akademikern herrscht stellenweise in IT- und naturwissenschaftlichen Berufen ein wirklicher Magel, der sich dann auch in erhöhten Stress ausdrückt. (Siehe "Die erschöpfte deutsche Arbeitswelt", Telepolis.) Weil die Löhne für die Arbeitgeberseite und ihrer Lobby aber immer noch viel zu hoch sind, fordert man regelmäßig den Zuzug von Ausländern.

  • 119 MarcoM 17.12.2019, 13:58 Uhr

    1/4: "Innerhalb des letzten Jahrzehnts haben im Durchschnitt pro Jahr rund 180000 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit Deutschland verlassen, und 129000 deutsche Auswanderer sind zurückgekehrt. Netto hat das Land somit jedes Jahr durchschnittlich 50000 Bürger «verloren». Da über die Auswanderer wenig bekannt ist, hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden in Kooperation mit dem Institut für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen über 10000 deutsche Staatsbürger im Alter zwischen 20 und 70 Jahren befragt, die zwischen Juli 2017 und Juni 2018 ins Ausland gezogen oder nach Deutschland zurückgekehrt sind. Erste Ergebnisse sind letzte Woche veröffentlicht worden und haben der Braindrain-Debatte neue Nahrung verschafft." (NZZ: "Laufen Deutschland die Akademiker davon?"; René Höltschi, 09.12.2019)

  • 118 1.400 EUR BGE für Alle 17.12.2019, 13:57 Uhr

    Wer nicht dazu bereit ist, die längst in ausreichender Zahl vorhandenen ausgebildeten deutschen Pflegekräfte anständig und menschenwürdig zu entlohnen und diese stattdessen mit miserablen Arbeitsbedingungen aus ihrem Beruf vergrault, der kann erst recht nicht den Pflegenotstand mit ausländischen Pflegekräften beheben. Und auch daran wird wieder deutlich: Wenn schon für Groko-Regierung und Pflegeheimbetreiber die Verfassung und Wahrung der Menschenwürde nur hohle Phrasen sind, so würde zumindest ein BGE vor derlei Menschenrechtsrechtsverletzungen schützen und den Bürgern die Möglichkeit verschaffen, diese Menschenrechtsverletzer vor BVerfG und EuGH zu verklagen. Soviel BGE sollte uns der Rechtsstaat wert sein, damit nicht nur diejenigen sich Menschenrechte und Menschenwürde leisten können, die das nötige Geld dafür besitzen.