E-Bikes - Fahrradfahren mit mehr Spaß?

Elektrofahrrad

E-Bikes - Fahrradfahren mit mehr Spaß?

Mit weniger Anstrengung um den See oder staufrei durch die Stadt fahren - Elektrofahrräder sind bei Jung und Alt beliebt. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

In dieser Woche zeigt der Frühling in NRW, was er kann - und diese warmen Temperaturen locken viele Fahrradfahrer auf die Straßen. Auffällig dabei ist, dass immer mehr E-Bikes darunter sind. Egal ob Mountainbike oder Trekking-Rad: Die neue Antriebstechnik kommt bei den unterschiedlichen Altersgruppen gut an, so der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC). Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 720.000 Räder mit Motor verkauft, das belegen aktuelle Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbandes. Auf dem Fahrradkongress "Vivavelo" in Berlin sprechen Vertreter der Politik und Fahrradwirtschaft heute (17.04.2018) über die Entwicklung der E-Mobilität.

Mit bis zu 25 km/h über Stock, Stein und Straße - das kann auch seine Tücken haben. In NRW gibt es eine wachsende Zahl von Unfällen mit motorisierten Fahrrädern, vor allem bei älteren Fahrern, die sich auf die Geschwindigkeit erst noch einstellen müssen. Durch die höhere Geschwindigkeit wird klar: Die Infrastruktur in den Innenstädten hat aus Radfahrersicht viele Schwachstellen. Hier ist die Bordsteinkante zu hoch, da der Radweg unzureichend ausgebaut. Fans des Fahrrads ohne Motor kritisieren die hohen Kosten der E-Bikes, dazu kommen Wartungskosten, etwa für eine neue Batterie. E-Bikes entlasten die Umwelt, trotzdem sehen Umweltschützer die Akkus von E-Bikes als ökologisches Problem.

Fahren Sie ein E-Bike oder würden Sie Ihr Rad umrüsten lassen? Hat ein Fahrrad ohne Motor für Sie mehr Charme? Sind die Radwege in NRW bereit für schnelleres Fahren? Schlummert in dem E-Bike-Boom eine kleine Mobilitätsrevolution? Wie erleben Sie als Autofahrer Elektro-Fahrräder?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Martin Gent, WDR Wissenschaftsredakteur

Redaktion: Claudia Dammann/Mark vom Hofe

E-Bike - Fahrradfahren mit mehr Spaß?

WDR 5 Tagesgespräch | 17.04.2018 | 46:24 Min.

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Kommentare zum Thema

51 Kommentare

  • Jupiter 17.04.2018, 13:59 Uhr

    Es könnte eine lockere Sendung werden - dachte ich mir, doch schon der 1. Beitrag war zum Wütend werden. Immer diese Bedenkenträger!! Deutschland - ein Volk von Angsthasen und Vorschriften-Hervorbringer!! Wenn alle Bedenkenträger zu Hause bleiben, dann hätte ich (natürlich ICH) freie Bahn auf Radwegen, Ex-Bahntrassen, Radschnellwegen, Fernradwegen. Die Verbindung von Ökostrom + E-Bike war auch zu hochgehängt. Das Recycling von Akkus muß überarbeitet werden, und gäbe es eine Standardisierung der Akku-Kontakte - mein Gott - das wäre ein Ökobeitrag. Dann könnte man sogar über ein Pfandsystem Nachdenken. Bei großen Entfernungen wäre das eine komfortable Möglichkeit an einen vollen Akku zu kommen.

  • JoLa 17.04.2018, 13:59 Uhr

    Ich fahre aus Umweltgründen kein E-Bike ,denn es sollte doch allen Befürwortern dieses teuren Fahrzeuges klar sein, dass die Herstellung des Akkus, dessen spätere Entsorgung und die vielen Ladestationen mit ihrem Stromverbrauch gegen eine ökologische Fortbewegung gerichtet ist. Hier spielt sich die gleiche Volksverdummung ab, wie bei dem zukünftig politisch so hochfavorisierten Elektroauto . Diese Entwicklung, alle Fahrzeuge mit Elekroenergie auszurüsten, ist bei Betrachtung der Gesamt- Ökobilanz und der heute praktizierten Stromerzeugung absoluter ökologischer Wahnsinn und der Spitzenreiter in der zukünftigen Naturzerstörung. Dazu kommt beim E-Bike die von vielen Radfanatikern praktizierte hohe Geschwindigkeit auch im Stadtbereich. Als Fußgänger muß man heute extrem auf der Hut sein, um Unfällen mit Radfahrern auszuweichen. Dazu kommt meist noch die Uneinsichtigkeit und das rechthaberische Verhalten vieler Schnellfahrer, die die Schuld beim Füßgänger suchen. Ein dämliches Verhalten!

  • Ernst Mahfeld 17.04.2018, 13:57 Uhr

    Bei der Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) könnten sich viel mehr Menschen E-Bikes leisten und einen Beitrag zum Umweltschutz und für ihre Gesundheit leisten.

  • 1 Geisterfahrer? Etliche ... 17.04.2018, 13:46 Uhr

    Das Fahrräder in Städten gegen die Einbahnstraße fahren dürfen, war noch nie eine gute Idee. Wenn nun auch noch ih-beiks mit satt 25 km/h entgegengebrettert kommen, macht das die Situation nicht sicherer.

  • anonym 17.04.2018, 13:39 Uhr

    Zu viele Fahrrad-Fahrer tummeln sich auf unseren Trottoirs. Wenn nun auch noch die E-Biker dazukommen. wird es für die nostalgischen Fußgänger echt schwierig. Denn sie haben noch nicht einmal eine Klingel.

  • Georg Nowak 17.04.2018, 13:32 Uhr

    Selber setze ich einen Helm auf, als verpflichtend würde ich das nicht machen - egal, ob Pedelec oder motorloses Rad. Eltern achten aber schon jetzt darauf, daß ihre Kinder das machen. Gut so! Empfehlung aus langjähriger Pedelec-Praxis: Mit MINIMAL möglicher Motorzuschaltung fahren (nicht mit maximaler, weil das Rad dann so schön locker läuft). Akku laden maximal bis ca. 80 - 90% und entladen bis 10 - 20% (0% und 100% machen den Akku frühzeitig kaputt). Dazu einmal 100% aufladen und bis nahe 0% entladen (dabei auf die Akku-Ladeanzeige achten). Herrn Gents Aussage, daß man die Reichweite, die der Hersteller angibt, getrost halbieren kann, ist völlig richtig - die Reichweitenangabe bezieht sich auf ziemlich unrealistische Spezialfälle. Ökologisch optimal: nur zu Fuß laufen, weil dann auch der Feinstaub von Reifen und Bremsen wegfallen. Auch da schneidet der nie infragegestellte Autoverkehr absolut katastrophal ab. Was nun? Auto oder Rad mit/ohne Hilfsmotor?

  • Regelwut 17.04.2018, 13:28 Uhr

    Die Lust auf die Mobilitätsrevolution wird wohl bald der deutschen Regulierungswut zum Opfer fallen. Freiheit einschränken, Geld abkassieren, das ist die gängige Formel.Fahren ohne Führerschein? Ohne Versicherung? Ohne vorgeschriebene Schutzkleidung? Unmöglich. Und wo bleibt eigentlich die ebike steuer als Ersatz für die schwindende KFZ Steuer. Und auch Fahräder bitte jährlich zum Tüv .... am besten gleich mit Fahrer Gesundheitscheck. Fahrschulen und Komunen aufgepasst: Hier gibts noch viel zu verdienen, nicht nur für ebikeHersteller. Schade, dass wir guten zukunftsweisenden Ideen erstmal mit einem großen "Aber" begegnen. Warum soll der S Pedelec Fahrer nicht auf dem Radweg fahren, wenn er dies rücksichtsvoll und verantwortungsvoll macht. Lasst dem mündigen Bürger doch ein bisschen Freiheit.

  • anonym 17.04.2018, 13:26 Uhr

    Der Fußgänger gehört schon jetzt unter Artenschutz wie das Panzernashorn. Denn in fünf Jahren werden wir vielleicht über fliegende Untertassen für Berufspendler diskutieren. Schöne neue Welt!

  • Bruno Gohlis 17.04.2018, 13:16 Uhr

    @ Anonym, 12:.51 Uhr: Wir sind auch als Kinder viel Rad und ohne Helm gefahren und hatten keinen einzigen Unfall mit Kopfverletzung. Heute hingegen benehmen sich die Radler mit Helm wie die Chaoten und gefährden andere Verkehrsteilnehmer. Das ist wie mit der Hochrüstung der Sicherheitstechnik im Auto: Je mehr davon aufgerüstet wurde, um so unmöglicher rasen die Leute im Vertrauen auf diese Sicherheitstechnik und sind dann im Fall eines Unfalls erstaunt, wenn diese Sicherheitstechnik versagt. Ich habe von all der modernen Sicherheitstechnik nichts in meiner alten Gurke und hab´s auch nie gebraucht, weil ich dementsprechend vorsichtiger fahre.

  • Wer bestimmt unseren Lebenstakt ? 17.04.2018, 13:15 Uhr

    Toller Kommentar um 12.44 Uhr . Guckt Euch in Fußgängerzonen die vielen Dicken , von Klein bis Groß an . Falsche Ernährung , fast keine Bewegung und wie heute im Forum schon erwähnt , durch eine weiter Ergänzung : das e - bike . Dazu noch Kopfhörer auf die Ohren , der " Naturbesuch " ist fertig und die Vögel singen umsonst ! Leben < w i r > eigentlich , oder werden wir gelebt ?

  • anonym 17.04.2018, 13:12 Uhr

    Herr Erdenberger hätte darüber stolpern müssen, dass Herr Gent sich gegen eine Pflicht für Helme aussprach. Und das auch monieren müssen. Zumal er m. W. selbst Kinder hat. Da darf man nicht schweigen. Frau Brandi hätte nachgehakt, da bin ich mir sicher. Ein Moderator muss sich auch einmal trauen, Radio-Gästen zu widersprechen.