Live hören
Jetzt läuft: The weight is gone von Albin Lee Meldau

Wer erfindet die "neue" Landwirtschaft?

Trockene Maispflanzen auf einem Maisfeld bei Schwetzingen in Baden. Der Sommer 2020 ist der dritte Dürresommer in Folge und zahlreiche Landwirte haben Ernteausfälle und Missernten zu beklagen.

Wer erfindet die "neue" Landwirtschaft?

Nach vielen Rekordsommern mit Hitze und Dürre nimmt heute eine Kommission ihre Arbeit auf, die bis zum nächsten Sommer Reformvorschläge für die deutsche Landwirtschaft entwickeln soll. Ist das der richtige Ansatz? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Es klingt ambitioniert: Lobbyisten aus der Landwirtschaft, aus Handel und Nahrungsmittelproduktion sollen gemeinsam mit Tier-, Verbraucherschützern und Wissenschaftlern einen breiten Konsens zur Zukunft der Landwirtschaft entwickeln. Nach jahrelangem Streit soll die Kommission im Herbst bereits einen Zwischenbericht und zum nächsten Sommer Ergebnisse und Empfehlungen vorlegen.

Die Aufgabe ist nicht neu. Mehr Tierwohl, Biodiversität erhalten, Klima- und Umweltschutz fördern und die landwirtschaftlichen Betriebe nicht in die Insolvenz treiben – all das gilt es unter einen Hut zu bringen. Für die Verbraucher heißt das unter Umständen höhere Preise für Lebensmittel. Andererseits steigt die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten stetig.

Wie kann das gelingen? Die Kommission versucht es am Verhandlungstisch. Zu verteilen gibt es eine Menge. Die Landwirtschaft in Europa ist hochsubventioniert. Auf den Feldern hat der Wandel indes längst begonnen. Bauern stellen auf ökologische Landwirtschaft um, vermarkten ihre Produkte direkt oder erfahren Unterstützung durch Modelle solidarischen Wirtschaftens. Gleichzeitig müssen immer mehr kleinere Betriebe dicht machen und Großbetriebe weiten ihre Marktanteile aus.

Wie sollte denn eine Landwirtschaft der Zukunft aussehen? Sehen Sie bereits Veränderungen in ihrer Umgebung? Muss der Staat stärker steuernd eingreifen? Oder gibt es spürbare Veränderungen nur mit Rücksicht auf alle Interessen? Haben wir überhaupt noch die Zeit, länger zu diskutieren?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Tanja Busse, Journalistin und Autorin

Redaktion: Willi Schlichting und Valentina Dobrosavljevic

Wer erfindet die "neue" Landwirtschaft?

WDR 5 Tagesgespräch 07.09.2020 46:17 Min. Verfügbar bis 07.09.2021 WDR 5


Download

Kommentare zum Thema

124 Kommentare

  • 124 Harry 07.09.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 123 gerdSR(4) Lösungen... 07.09.2020, 13:59 Uhr

    . . .- gibt es l ä n g s t, Herr Wiebicke, - und dafür müssten Sie docvh bitte PLATZ SCHAFFEN, _ auch wenn die Anrufer keine Idee dazu beitragen: - - Lösungen zur BEWÄSERUNG - - zur Brechung der Dürre, - angewebndet in div. Staaten - - Lösungen zur Rettung und Hebung der Bodenfruchtbarkeit o h n e Kunstdünger. Waru ehuet wieder nixchst davon ?

  • 122 Rückstandslose Befreiung 07.09.2020, 13:59 Uhr

    Wenn in dieser Kommission nur Lobbyisten der Landwirtschaft, des Handels und der Nahrungsmittelproduktion ihre Interessen abstimmen, dann wird der Schwarze Peter wohl vorwiegend wieder den Endverbrauchern untergeschoben. Solche Willkürakte wie die Zulassung von Glyphosat durch selbstgerechte Populisten mit Gefälligkeitsambitionen gegenüber ihrer bevorzugten Lobby werden dann zum vermeintlich runderneuerten gesellschaftlichen Konsens und die Letzten, also das "tote Humankapital ohne Rendite" oder das durch populistische Stigmata als lebensunwert eingestufte Leben, werden die Ersten sein, die durch die Anreicherung des Grundwassers mit abhärtenden Geschmacksverstärkern profitieren. So können den abgehärteten Endverbrauchern noch mehr solcher beliebten Unterhaltungsprogramme geliefert werden, in denen in Dschungelcamps nach den besonders zählebigen Superstars gesucht wird. Und die erfolgreichen Schnäppchenjäger können sich von der Last der Sozialkompetenz noch rückstandsloser befreien.

  • 121 THINK BIG & FFF & BGE ! 07.09.2020, 13:59 Uhr

    Haben wir überhaupt noch die Zeit, länger zu diskutieren ? Unter diesem Motto sollte jede Tagesgesprächssendung stehen.

  • 120 Harry 07.09.2020, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 119 reelle Preise 07.09.2020, 13:58 Uhr

    Die öffentliche Bezahlung der Landwirtschaft muss aufhören. Sie muss ersetzt werden durch auskömmliche Erlöse für die Produkte. Dazu gehört natürlich Schutz vor Billigimporten aus dem Weltmarkt. P.S.: Subventioniertes Billigfleisch zur Exportförderung, mit Sojaimport aus Brasilien und riesigen Maiskulturen, ist eines kultivierten, hoch zivilisierten Landes von Denkern und Wissenschaft unwürdig. Dazu gehören auch Lebendexporte von Tieren über hunderte von Kilometern.

  • 118 gerdSR >Hr Wiebicke(3) 07.09.2020, 13:57 Uhr

    (3) . . . Die dann zT. von Anwesenden/ Hörern noch gespürte Widersprüchlichkeit ( grob zB. zwischen Bauern, Agrarindustrie, monopolist. Großhandel, Banken, "Bio"/ Konsumenten, Tierwohl) oder die rede-methodisch bis an dieser Stelle schon erzeugte, Unübersichtlichkeit (die die konkrete Problematik zum Verschi(nd)mmen bringt) wird dann, mit einer moralischen Fragestellung bzw. G r o ß i d e e getoppt bzw. niedergedrückt, wie mit einem großen (Welt-)"Lösungs"-Hebel : In den 80ern, nach dem NATO-Doppelbeschluss, war es die (auch KGB-) geschürte atomare WELTkriegs-Angst,- heute ist es die noch viel künstlicher geschürte KLIMA-WeltUNTERGANGs-Angst: So t o t a l(itär wirkend, wie offensiv die sozialistische Weltbeglückung) lässt sie dann erstrecht für ANALYSE oder längst bestehenden L ö s u n g smethoden k e i n e n Platz, - so auch heute außer Allgemeinplätzen, Schlagwörtern oder das schon genannte "es soll/ es muss doch" und "eigentlich ...": . . .

    Antworten (1)
    • Anonym 07.09.2020, 13:59 Uhr

      @Gerd: Meinen Sie, dass Sie aus dem wirren Buchstabensalat auch mal einen lesbaren Text machen könnten? Einfach mal versuchen!

  • 117 Facel 07.09.2020, 13:56 Uhr

    Freier Welthandel in der Landwirtschaft bedeutet Naturzerstörung rund um den Globus. Denn die Konzerne werden die "Heuschrecken"= internationale Lebensmittelkonzerne dann in die jeweiligen Gebiete mit den wenigsten Regeln leiten.

  • 116 DeSoto 07.09.2020, 13:52 Uhr

    wieder mal ne neue Landwirtschaft??? Vielleicht sollte man mal die ALTE Landwirtschaft der 50er und 60er Jahre zu Rate ziehen, wo man den Boden mehr geschützt und nicht so mit "Mais-Plantagen" ausgepowert hatte und die Bauern von 1/4 der Betriebsgrößen gut auskömmlich leben konnten, wo Fruchtwechsel und nicht Monokultur der Konigsweg war.

  • 115 Scherzkeks 07.09.2020, 13:52 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 114 Klöcknerin von notre Dame 07.09.2020, 13:48 Uhr

    Als Weinkönigin weiß man einfach, daß Wein mit viel Öchsle ganze Berge versetzen kann da in der Landwirtschaft. Auch wenn davon nüchtern betrachtet nur ein paar Gartenzwerge umgefallen sind.