Der Gesellschaft dienen?

Junger Mann im grünen T-Shirt reicht alter Frau Glas Wasser

Der Gesellschaft dienen?

Die CDU schlägt ein verpflichtendes "Gesellschaftsjahr" für junge Menschen vor. Was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Debatte um eine allgemeine Dienstpflicht für junge Leute angestoßen. Die Idee dahinter ist, nicht einfach die Wehrpflicht zu reanimieren, sondern eine verpflichtende Zeit einzuführen, die junge Leute entweder bei der Bundeswehr oder bei einer zivilen Einrichtung ableisten können.

Die Reaktionen darauf fielen quer durch die Parteien sehr unterschiedlich aus. Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, meint, ein Gesellschaftsjahr gebe die Möglichkeit, den Zusammenhalt im Land zu stärken. Auch Karl Lauterbach von der SPD hält den Gedanken nicht für grundsätzlich falsch, während sein Parteigenosse Ralf Stegner wettert, die Union wolle den Personalnotstand in der Pflege und bei der Bundeswehr auf dem Rücken der jungen Generation bekämpfen. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, vertritt die Ansicht, eine allgemeine Dienstpflicht sei verfassungsrechtlich nicht möglich. Sie falle unter das Verbot der "Zwangsarbeit".

Wie denken Sie über eine allgemeine Dienstpflicht? Könnte sie das staatsbürgerliche Bewusstsein junger Menschen stärken? Würde sie helfen, die Herausforderungen im Sozialwesen zu bewältigen? Kann man gesellschaftliches Engagement überhaupt per Pflicht verordnen und darf der Staat derart in das Leben seiner Bürger eingreifen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Patrick Sensburg, CDU-Bundestagsabgeordneter

Redaktion: Gundi Große und Jessica Eisermann

Der Gesellschaft dienen?

WDR 5 Tagesgespräch | 07.08.2018 | 47:42 Min.

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Kommentare zum Thema

130 Kommentare

  • Gesellschaftsdiener 07.08.2018, 13:59 Uhr

    . . . lehrt soziale Kompentenzen! Latürnich wieder keine Wort davon. In der Sendung davor stellte der "Alien" Paula Schwarz ihr "World Emotional Competence Forum" vor. Da wäre doch ein DenkAnstoß gewesen für die Frage und Antwort: "Was lehrt uns das?" Vor Wochen schlug in einer Tageszeitung Günther Wallraf vor ,eine Dienstpflicht wieder einzuführen, damit die diversen Gesllschaftsschichten wieder in Berührung kommen, z.B. in Pflegediensten wie z.B. im Technischen Hilfsdienst. Nix Diskussion im WDR. Sehr poko.

  • A. Müller 07.08.2018, 13:59 Uhr

    Zurück zu militaristischer Vergangenheit! Der Gast im Studio begründete seine Sympathie für Wehrpflicht u.a. mit der nicht ganz überschaubaren Entwicklung der Welt in den nächsten Jahren. Das ist eine klare Verlogenheit. Wie kann ich die Zukunft mit Instrumenten der Vergangenheit meistern? Haben nicht viele auf der Seite des großen Staatsmanns Michael Gorbatschow von einer anderen Welt geträumt? Eine Welt ohne NATO, ohne Warschauer Pakt und ohne Krieg? Herr Gorbatschow und nicht er als großer Friedens-und Freiheitskämpfer ist entsetzt darüber, dass NATO immer noch existiert und Meter für Meter sich dem Russland nähert und vor hat Russland komplett einzukreisen. Es ist schockierend, dass das Merkel-Regime in Berlin diese Entwicklung mit vorantreibt und alles tut, dass Russland in die Ecke getrieben wird. Wir Bürger verachten diese Entwicklung und lehnen jeden weiteren militaristischen Schritt einschließlich der Wiedereinführung vom Wehrdienst ab. Zeigt dem Merkel-Regime rote Karte!

  • Gerd Speller 07.08.2018, 13:58 Uhr

    Deutschland braucht keine Bundeswehr. Deutschland braucht Befreier von der Merkel-Diktatur ! Und das können auch Franzosen oder Amis leisten.

  • Empörter 07.08.2018, 13:52 Uhr

    [zum dritten Mal???]Der 'Rot-Funk' macht mit einem 'Grün-Schnabel' eine Sendung. Fragen Sie doch Ihren Studiogast, welche Kriegserfahrungen er als Kriegs-Kind/-enkel? gemacht hat? Die Verweigerung von bestimmten Begriffen ist ein UNVERSCHÄMTHEIT! Wer seine Geschichte nicht kennt, sollte nicht in die Sendung eingeladen werden!!! Diese Sendung macht mich über diese geschichtliche Blindheit sooo zornig! Diesem Studiogast, den ich als sehr rechtsl-ä-stig sehe, sollte als sein 'soziales' Arrangement mal ein Jahr in einer miefigen Fabrikhalle am Fließband arbeiten, in einer 50-Stunden-Schicht! Sozial-Dienst mit Wehrdienst zu verknüpfen ist pervers, pervers, pervers! Zielführend ist nur Friedensarbeit! Im Studio sitzt ein nationalistischer Kriegstreiber wie Trump! Pfui! ... Und wer weiß, was in 20 Jahren in Deutschland für politisches Personal am Werk ist ... ?! Aber hatten wird das nicht schon einmal: LKW-Fahrer als Pflegekräfte … Aber es werden qualifizierte LKW-Fahrer gesucht …

  • Miss Piggy 07.08.2018, 13:51 Uhr

    Man sollte das C im Parteinamen der CDU vor´m Bundesverfassungsgericht aberkennen lassen !

  • anonym 07.08.2018, 13:47 Uhr

    Wenn jeder Bürger, und damit meine ich auch unsere Politiker, sich verpflichten müssten, z.B. pro Woche zwei Stunden egal wie ehrenamtlich zu betätigen, wäre das für mich in Ordnung. Weil sich Alle gleichermaßen beteiligen und dem Gemeinwohl dienen würden. Aber der Vorschlag von Kramp-Karrenbauer ist Zwangsarbeit für wehrlose Bürger, und das geht gar nicht.

  • anonym 07.08.2018, 13:40 Uhr

    Super, Frau Kramp-Karrenbauer, dann fangen Sie doch schon mal an. Na, wie wär´s? Säbelrasseln oder Vorlagen wechseln? Beides sicher irre cool und megaleicht. Das Leben soll ja schließlich "Spassss" machen...

  • Jochen Schmidt 07.08.2018, 13:34 Uhr

    Ein Staat, der mehr benötigt als nur diesen lächerlichen Schießbudenverein von Uschi´s Bundeswehr, der sich bisher immer selbst genügte und mit all seinem einsatzuntauglichen Militärschrott immer gut unterhalten war, ein solcher Staat wäre mit einer Zwangsrekrutierung sowieso am Ende und Aus die Maus.

  • Zeuner 07.08.2018, 13:32 Uhr

    ..........ein neues Sommerloch hat sich aufgetan und es werden nutzlose Debatten geführt, die nicht zielführend sind. Die Bewertungen und Meinungen von dem Studiogast sollte man nicht zu eigen machen. Das war reine CDU-Verteidigungstrategie, als Stützungmaßnahme für seine Generalsekretärin.

  • Helmut Schmidt 07.08.2018, 13:27 Uhr

    Ich war bei der Bundeswehr und es hat mir nicht geschadet , Ordnung ,Disziplin und vieles mehr . Februar 1962 war ich bei der Flutkatastrophe mit der Bundeswehr im Ensatz und haben dort gute Arbeit geleistet , die ohne die Bundeswehr so nicht möglich gewesen wäre . Ein Dienstjahr beim Bund oder im Sozialdienst schadet junge Leute nicht . Die Feuerwehr wird auch nicht erst aufgebaut wenn es schon brennt .

    • Herbert Wehner 07.08.2018, 13:45 Uhr

      Der Herr Bundeskanzler badet gerne lau!

  • anonym 07.08.2018, 13:26 Uhr

    Das ist wieder mal typisch: Frau Kramp-Karrenbauer hat bestimmt kein soziales Jahr absolviert oder als Frau (!) an der Waffe gedient, sonst hätte sie bestimmt nie so eine bescheuerte (Verzeihung!) Idee verzapft.