Ende der Kohle – gut für NRW?

Kohlebagger vor Windrädern

Ende der Kohle – gut für NRW?

Bund und Länder haben sich auf einen Zeitplan für den Kohleausstieg geeinigt. Was bedeutet das für Nordrhein-Westfalen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Bis spätestens 2038 sollen alle Braunkohle-Kraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden, möglicherweise schon früher – das haben die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der betroffenen Länder vereinbart. Der Gesetzentwurf für den Kohleausstieg soll demnach noch im Januar auf den Weg gebracht werden. Bis Mitte des Jahres soll er verabschiedet sein.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass der Hambacher Forst erhalten bleiben soll. Der Tagebau dort wird nicht erweitert. Das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln IV in NRW hingegen soll offenbar trotzdem ans Netz gehen. Zudem sollen die Länder für den Strukturwandel Hilfen in Höhe von 40 Milliarden Euro erhalten. Auch die Kraftwerksbetreiber können mit Entschädigungen in Milliardenhöhe rechnen. Den Beschäftigten in Braunkohle-Kraftwerken und Tagebauen sowie in Steinkohle-Kraftwerken wird ein Anpassungsgeld in Aussicht gestellt.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begrüßte die Einigung als großen Erfolg. Man habe sich auf "ein Paket der Vernunft" geeinigt – welches die verschiedenen Anliegen von Wirtschaft, Gewerkschaften und Umweltverbänden zusammenbringe.

Ist der Kompromiss Ihrer Meinung nach gelungen? Kann NRW den Strukturwandel so schaffen? Was finden Sie gut an der Vereinbarung, welche Punkte kritisieren Sie? Ist der Fahrplan für den Kohleausstieg wirklich gut für den Klimaschutz und die Wirtschaft?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Jens Südekum, Ökonom, Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie

Redaktion: Dirk Müller und Jessica Eisermann

Ende der Kohle - gut für NRW?

WDR 5 Tagesgespräch 16.01.2020 45:52 Min. Verfügbar bis 15.01.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

87 Kommentare

  • 87 Hörer 16.01.2020, 13:59 Uhr

    Die Hysterie scheint kein Ende zu kennen!

  • 86 Beasty 16.01.2020, 13:59 Uhr

    Zu der Ökomenisch quatsch Öknomische Ökologische Windkraftwerke kann es nicht geben. Nebenan läuft immer Grundlast mit. Wenn wir in EU die Kohle stoppen, wird sich der Preis für Kohle auf dem Weltmarkt veringern, da ja Europa ausfällt. Dann wird die geförderte Kohle anderswo verbrannt und wir haben außer Kosten und Naturverschandelung nichts. Ein Rückbau der Betonsockel in Erde ist auch nahezu unmöglich. RWE rekultiviert die Aubbaugebiete. Was passiert midt dem Rückbau der alten Windmühlen ? Wohl nichts. Das erledigt dfann wieder der Steuerzahler nicht die grün*innen Spinner.

  • 85 JohannesKraut 16.01.2020, 13:56 Uhr

    Ach ja, wieder ein typisches Tagesgespräch im Saustall WDR. Ideologisch (links-grün) aufladbares Thema und inder Mehrheit framing-tauglicher Gast und zugeschaltete Zuhörer. Macht nur alle so weiter - ich hab`s aufgegeben, faktenbasiert und vernunftgesteuert all die Themen zu diskutieren. Bald schneiden wir uns gegenseitig die Haare und mixen uns das Biomüsli in die laktosefreie Biomilch.... Deutschland ist auf der Rutsche......... gute Nacht..........!

  • 84 Udo FLintenberg 16.01.2020, 13:54 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 83 E. Sonnen, 77 J 16.01.2020, 13:48 Uhr

    Die von den Medien und der Industrie gehypte Energiesucht in allen Lebenslagen muß gebremst werden; der Anfang beginnt bei einem Bewerbungsstopp z.B. aller elektrifizierten Neugeräte begonnen von der E-Zahnbürste bis zum E-Laubpuster uva.

  • 82 Breslein 16.01.2020, 13:45 Uhr

    Heute Ausstieg aus der Kohle weil angeblich Klimaschädlich, Warum nur angeblich? Mit heutiger Filter und Verbrenntechnik gibt es nichts besseres für Klima wie Braunkohle Verstromung. Die Australier wissen das und bauen neue Kohle Kraftwerke und stellen somit günstig und guten Strom her. Vor ideologischer Verblendung vernebelt sind wir in Deutschland auf einen totalen Irrweg.Bin Gespannt win in einigen Jahrzehnten Solar Wind und Batterie Energie wegen giftiger Baustoffe auf die Abschluss Liste der Klimaschützer kommt. Gegen irgendwas muss man sein. Was wird uns dann als Energie der Zukunft verkauft werden? Wahrscheinlich Luft und Liebe.

  • 81 Birgitt Kruse 16.01.2020, 13:37 Uhr

    Eine Unverschämtheit, dass einige Anrufer auch noch -unwidersprochen- Lügen über die Klimafreundlichkeit der Atomenergie verbreiten konnten. Wie kann man nach Tschernobyl und Fukushima noch solche Beiträge bringen, zumal die sogenannte "Endlagerung" des Atommülls (für mindestens 1 Million Jahre!) in keinem Land der Erde bislang überzeugend geplant werden konnte. Dazu kommt dann auch noch, dass die Kommunikationsprobleme über die tödlichen Müllmengen in der Erde wohl nie zu lösen sind! Einzige Hoffnung der Wissenschaft bislang: eine "Priesterschaft" des Atommülls, die für die gesamte Zeit der Endlagerung bestehen und aktiv tätig sein müsste! Im Atomwiderstand hat sich so eine Priesterschaft (symbolisch) gegründet: Die "Atomianer" !!

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    • Tatsache ist, 16.01.2020, 13:52 Uhr

      daß Kernkraftwerke bei ihrem Betrieb kaum bis kein CO2 emittieren, ebenso wenig wie Elektroautos im Betrieb. Insofern sind beide klimafreundlich in Bezug auf denTreibhauseffekt durch Kohlendioxid. Die Probleme liegen woanders.

    • Harald Möller 16.01.2020, 13:59 Uhr

      Das nennt sich Meinungsfreiheit. Zudem kann es ja sein, dass man in den nächsten 1 Million Jahren eine Lösung für das Endlagerproblem findet. Vielleicht gibt es irgendwann Möglichkeiten, den Atommüll wieder zu verwerten. Dann wird aus dem Müll Wertstoff.

  • 80 Beasty 16.01.2020, 13:37 Uhr

    Totgesagte leben länger. Spätestens wenn mal bei uns 14 Tage der Strom ausfällt und leider tausende Tote zu beklagen sind, werden die Grün*innen wohl verjagt werden. Am 10.10.2020 um 20.02 Uhr kam es wieder zu Lastabschaltungen und Hinzu Schaltung von 1500 Megawatt Turbinen Leistung. Bei 2500 Megawatt ist Schluss. Dann geht ein Kraftwerk nach dem anderen wie ein Dominostein erst in die Überlast daraus folgt die weitere Abschaltung Kraftwerk für Kraftwerk. - Dann werden die Spinner wohl sagen, Putin oder Trump haben unser Elektronetz sabotiert, um nicht selbst in der Verantwortung zu stehen. Übrigens. Die eigene Solaranlage auf dem Dach oder ein Windkraftwerk vor der Tür hilft auch in den meisten Fällen nicht weiter. Diese Anlagen brauchen ein Stabiles Netz um ihren Zappelstrom einzubringen. d.h. Jedes dieser Kraftwerke braucht ein weiteres Kohle Kraftwerk daneben oder in Polen oder ein Kernkraftwerk in Frankreich oder Belgien. Dazu noch die 100000 Arbeitslose mehr die Eltern von FFF

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    • Beasty 16.01.2020, 13:42 Uhr

      Ich meine natürlich den 10 Januar 2020

    • Arnold 16.01.2020, 13:53 Uhr

      Zwar alles richtig, was Sie schreiben, aber der unerschütterliche Glaube der Grünen, nebst Anhänger-/Wählerschaft, an das Perpetuum mobile (Stromerzeugung und -speicherung auf Abruf), lässt sämtliche Fakten im Freudentaumel der bald geschafften Energiewende untergehen - bis es eben mal richtig "knallt", wie in Ihrem Szenario beschrieben. Zum Glück haben wir ja, und für die gröbsten Notfälle aufzufangen, immer noch den guten Strom aus der Steckdose.

  • 79 P und S 16.01.2020, 13:36 Uhr

    Jede neu angschürrte Panikmache ,ist ein Zuckerl für unsere Altparteienpolitiker ,irgendwie und irgendwo wird sich noch etwas finden, um ein neues Steuerpaket zu finden ! Der Strom plus Mieten sind für viele kaum noch zu stemmen ,daran denke unsere Politfürsten nicht ,nur der Wähler ,kann es ändern !

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    • Und was tun? 16.01.2020, 13:43 Uhr

      AFD wählen? Fdp wählen glauben SI edas würde irgendetwas ändern. Politiker sind nur sich selber verpflichtet und zerstört ist die Gesellschaft sowiso schon. also welche Partei würde etwas besser machen, keine!

  • 78 THINK BIG & FFF & BGE ! 16.01.2020, 13:35 Uhr

    Letztendlich ist keine Energieerzeugung in Massenanwendung umwelt- und klimaverträglich. Und so ist es auch Groko-Unsinn, die heutige Kohle-Verstromung durch immer mehr Windparks und Solaranlagen übertrumpfen zu wollen. Nur ein sparsamerer Energieverbrauch löst das Problem hinsichtlich Erderwärmung und Klimawandel. Und da ist die AGENDA 2010 mit ihrer Wachstums- und Energieverbrauchssteigerung völlig kontraproduktiv und sollte durch das BGE für Alle ersetzt werden. Auch wenn das BGE niemanden an Arbeit hindern will, so ermöglicht es dennoch eine Vielfalt an Lebensalternativen, die sich dann gegenseitig ausgleichen und so wie die Natur nicht länger Umwelt und Klima schädigen. In der Natur führt ja auch nicht eine Büffelherde zum Klimawandel, sondern nur die krank und uniform von Menschenhand konzentrierte Büffel-Farm führt zu solchen Klimaschäden.

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    • Harald Möller 16.01.2020, 13:43 Uhr

      Warum muss in jeden Kommentar die Große Koalition und die Agenda 2010 mit einfliessen? Andere Koalitionen würden es sicherlich nicht anders machen.

    • Sie schreiben Blödsinn 16.01.2020, 13:45 Uhr

      Das BGE fällt nicht vom Himmel. Vielleicht mal sinnvolles schreiben statt nach Geschenken zu lechzen....

    • BGE for Future 16.01.2020, 13:59 Uhr

      @ Harald Möller: Sie fragen immer Sachen, die mit THINK BIG leicht beantwortbar wären

  • 77 Claus Plantiko 16.01.2020, 13:35 Uhr

    Der Kohleausstieg ist natürlich ein Sieg der Unvernunft mit kleinen Beimengungen von Sinn. Der Klimawahn beherrscht die öffentliche Erörterung und die Politiker fürchten Stimmenverluste, wenn sie dem Wahn nicht gläubig folgen oder zumindest glaubwürdig so tun, als hielten sie den Schwindel für wahr. Warum schaffen es andere Länder, Vernunft zu bewahren und weiter Kohle zu verfeuern? Die BRD hat einfach zu viel Geld und schmeißt es dem erstbesten Schwachsinn hinterher, um mit solchem Aktionismus Tatkraft für die "richtigen " Ziele vorzutäuschen. Warum starben die Neandertaler aus? In der letzten warmen Zwischeneiszeit löschten sie, vermutlich auch erst nach rituellen Beschwörungen durch die mächtigsten Medizinmänner und gestützt auf die (insgeheim lächelnden) Auguren nach Vogelflug-/Sterndeutung, Leberschau pp., aus Angst vor der Erderwärmung sämtliche Herdfeuer und kriegten sie in der dadurch ausgelösten Eiszeit nicht wieder rechtzeitig an.