Schule und Corona: Was haben wir gelernt?

Ein voller Schulbus mit dicht gedrängten Kindern, die Masken tragen

Schule und Corona: Was haben wir gelernt?

Die Herbstferien in NRW sind zu Ende – und die Schule beginnt. Angesichts der stark steigenden Zahl an Neuinfektionen ist die Verunsicherung bei vielen groß. Wie blicken Sie auf den Schulstart? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Regelmäßiges Lüften und Maskenpflicht im Klassenzimmer – so will die Landesregierung den Schulbetrieb trotz steigender Corona-Infektionszahlen sicherstellen. Das Lüften sei eine einfache und sehr wirkungsvolle Maßnahme, um das Infektionsrisiko zu senken, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer.

Opposition, Lehrerverbänden und vielen Eltern reicht das nicht: "Maskenpflicht und Stoßlüften als einzige Antwort?", fragte die Lehrergewerkschaft Bildung und Erziehung. Und auch die Landeselternschaft der Gymnasien äußerte sich empört: "Zwiebellook, Stoßlüften, Maskenpflicht zum Ende der Herbstferien – man hätte es vor einem Jahr nicht für möglich gehalten, was einem hoch bezahlten Ministerium so alles an Banalem einfällt."

SPD und Grüne forderten vorausschauende Konzepte. "Es gibt also weiterhin keinen Plan B", hieß es vonseiten der Grünen. Der Philologenverband sagte, es müsse klare Definitionen geben, wann ein Regelbetrieb nicht mehr zu verantworten sei. Gebauer hingegen sieht dafür keinen Anlass. Es werde kein Schwellenwert festgesetzt, ab welcher Infektionslage Schulen vor Ort schließen müssen. Und bekräftigte: "Die Schulen sind sichere Orte."

Wie blicken Sie auf den Schulstart? Was müsste Ihrer Meinung nach passieren, damit Schule trotz Corona gelingen kann? Was sagen Sie zur Maskenpflicht im Unterricht? Lässt sich das Problem durch regelmäßiges Lüften in den Griff bekommen? Werden die Schulen Ihrer Meinung nach von der Politik alleingelassen? Was sind Ihre Erfahrungen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Mathias Richter, Staatssekretär im Schulministerium NRW

Redaktion: Ulrich Horstmann und Lioba Werrelmann

Schule und Corona: Was haben wir gelernt?

WDR 5 Tagesgespräch 26.10.2020 46:46 Min. Verfügbar bis 26.10.2021 WDR 5


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Kommentare zum Thema

150 Kommentare

  • 150 Appell für freie Debatten 26.10.2020, 13:59 Uhr

    2/3: Christian Drosten, wohl der tonangebende Experte in Deutschland, hielt Masken bis vor ein paar Monaten selbst noch für unwirksam. Ein Stück Stoff halte das Virus nicht auf. Inzwischen meint er, es werde bis Ende 2021 eine Maskenpflicht brauchen, selbst wenn es bis dahin einen Impfstoff gibt. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, war Mitte letzter Woche ebenfalls der Ansicht, dass es keine wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von Alltagsmasken gäbe. Er sprach von einem „Vermummungsgebot“. Daraufhin setzte der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, ihm auf Twitter quasi ein Ultimatum. „Aus meiner Sicht ein Rücktrittsgrund, wenn er das nicht sofort zurücknimmt.“ Am gestrigen Freitag ruderte Klaus Reinhardt dann zurück. Er bedauert jetzt seine Aussage und findet: „Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes“.

  • 149 lotta 26.10.2020, 13:59 Uhr

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  • 148 Appell für freie Debatten 26.10.2020, 13:59 Uhr

    1/3: "Was sagen Sie zur Maskenpflicht im Unterricht?" ~~~ Ein eindeutiger wissenschaftlicher Beweis für ie Effektivität von Masken ­­­­­bei der Eindämmung des Virus fehlt. Politiker werden trotzdem nicht müde, die Effektivität von Masken zu behaupten. Die Maske ist heute also sehr opportun, sehr korrekt. Sie ist ein Zeichen von Corona-Tugendhaftigkeit, ein Stück Stoff gewordenes „Virtue Signalling“. Und die Korrektesten tragen sie sogar allein im Auto und vermutlich auch im Schlaf. Um dem Denken erst richtig die Spur zu stellen, sind Experten unerlässlich. Die „richtigen Experten“ haben dabei übrigens immer Recht, auch wenn Sie sich selbst widersprechen (solange sie grob auf Kurs bleiben). Die „falschen Experten“ hingegen können kein noch so gutes, evidenzbasiertes Argument bringen, welches die diskursleitende Corona-Nomenklatura als ausreichend gelten lassen würde. Es herrscht eine bedenkliche Asymmetrie. Beispiel gefällig?

  • 147 Lisa Eckhart 26.10.2020, 13:59 Uhr

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  • 146 Symptombehandlung 26.10.2020, 13:59 Uhr

    Corona und die damit gerechtfertigten Einschränkungen im Schulbetrieb sind wie die marode Bausubstanz der Schulen auch nur ein Symptom. Und auch wenn die Gegner einer allgemein guten Schulbildung und insbesondere einer gleichberechtigten Chance auf eine höhere Schulbildung auch für die Kinder aus der Unterschicht hier eine besonders starke Lobby haben, sollte sich die Politik, d.h. die gewählten Volksvertreter bei ihren populistischen Äußerungen nicht so wie bisher an dieser verfassungsfeindlichen Lobby orientieren oder gar bei der Formulierung der Gesetzestexte von diesen Leuten bevormunden oder in die Irre führen lassen wie etwa der Großteil der Medien bei ihrer nicht immer durch verfassungskonforme Auswahl im Sinne dieser Lobbys bereinigten Berichterstattung.

  • 145 Sophia Vermeeren 26.10.2020, 13:59 Uhr

    "Daniela Jung , geschrieben am 26.10.2020, 13:45 Uhr : Die WHO bezeichnet Covid-19 definitiv NICHT als Grippe" Im Gegenteil, die WHO hat die gleiche Sterblichkeit(0,14%)von Covid-19 und der Grippe vermeldet. Informieren Sie sich!

  • 144 Anonym 26.10.2020, 13:57 Uhr

    Statt Schulen mit kaum einzuhaltenden Abstandsregeln, dafür u.a. als Erkältungs- und Ablenkungsherde zu öffnen, wodurch Kinder u. Jugendliche tatsächlich Covid-19-Viren nach Hause bringen können, sollte die zwangsweise Schulschließung ein Anlass zur Heimschuleinrichtungsmöglichkeit gewesen sein, wo Schüler(innen) bei ausreichender Digitalisierung bzw. Ausstattung mit gutem Lehrmaterial in verhältnismäßig ungestörter Atmosphäre entsprechend eigenem Lerntempo lernen können. In den meisten Schulen mit ihren viel zu großen Klassen werden Begabungen kaum berücksichtigt oder individuell gefördert! Weil sich das Lerntempo der Klasse an Langsameren orientiert, leidet besonders durch die zu vielen Zuwanderer auch das Sprachvermögen deutscher Schüler(innen), wobei die Schulen sowieso kaum noch Wert auf Grammatik, Rechtschreibung u. den reichhaltigen deutschen Wortschatzes legen. V.a. deutsche Schüler(innen) werden heutzutage v. Mitschülern aus (eingebürgerten) muslimischen Familien gemobbt.

  • 143 Lisa Eckhart 26.10.2020, 13:55 Uhr

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  • 142 Sophia Vermeeren 26.10.2020, 13:55 Uhr

    Traurigkeit schreibt am heute, "12:57 Uhr Herzlichen Glückwunsch an die Medien und Politiker, die in den letzten Monaten erfolgreich das ANGST-Virus verbreitet haben und nun zur kollektiven Traumatisierung unserer Kinder beitragen. " Eltern tragen die Hauptverantwortung für das Wohl ihrer Kinder. Sie haben richtig erkannt, das die Virenpanik in unverantwortlicher Weise 24/7 über alle unsere Leitmedien verbreitet wird. Kinder werden über Apps und Lehrer auf massiv gestiegene Infektionzahlen hingewiesen und das sie Masken tragen müssten um Omas nicht zu "gefährden" Dauerpropaganda wirkt, bar jeder Wissenschaftlichkeit. Steigende Infektionszahlen bei Massentests, durchgeführt an gesunden , symtomfreien Menschen, sagt auch bei positiven Laborbefunden nichts über eine mögliche Ansteckungsgefahr dieser positiven Fälle aus. Zumal die PCR-Tests mathematisch falsch-positive Ergebnisse anzeigen, die expondentiel anwachsen, wenn man alle Bürger testen würde. Abstand halten bei Panikmedien!

  • 141 Contra Q-vidioten 26.10.2020, 13:54 Uhr

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  • 140 Lisa Eckhart 26.10.2020, 13:52 Uhr

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