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Zwei Wochen ohne Schule: Wie läuft's?

Ein Vater hilft seiner Tochter bei den Hauaaufgaben

Zwei Wochen ohne Schule: Wie läuft's?

Seit fast zwei Wochen sind die Schulen wegen der Corono-Pandemie geschlossen. Ein Stresstest für viele Familien. Die Schulen gehen unterschiedlich mit dem Unterricht für zuhause um. Wie erleben Sie die Situation? Diskutieren Sie mit im WDR5-Tagesgespräch.

Seit dem 16. März sind die Schulen in NRW geschlossen. Der größte Teil der 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler lernt seitdem zuhause. Das stellt viele Familien vor große Herausforderungen: Berufstätige Eltern müssen oft neben dem eigenen Homeoffice-Job versuchen, ihre Kinder beim Lernen zuhause zu begleiten. In manchen Familien fehlt es an Rechnern oder Tablets, in kleinen Wohnungen droht "Lagerkoller". Und so manche Eltern stoßen an ihre fachlichen und pädagogischen Grenzen, wenn sie auf einmal die Lehrer ersetzen sollen.

Dabei gehen die Schulen sehr unterschiedlich mit der "Schule zuhause" um. Das reicht vom Unterrichtsmaterial per Post, über Whatsapp-Gruppen bis hin zu speziellen digitalen Lernplattformen, auf denen sich Lehrer und Schüler auch direkt austauschen können.

Dass Schulen in Deutschland beim Thema digitales Lernen im internationalen Vergleich weit hinterher hinken, ist kein Geheimnis. Jetzt wird das Problem nur besonders deutlich. Vor einem Jahr, im Februar 2019, haben Bund und Länder den "Digitalpakt Schule" verabschiedet. Mit fünf Milliarden Euro sollen Schulen für die Digitalisierung fit gemacht werden. Bislang wurde aber nur ein Bruchteil der Mittel abgerufen.

Hinzu kommt bei Abschlussjahrgängen die Unsicherheit, wann und wie die Prüfungen stattfinden sollen. Ein "Abi ohne Prüfung", wie es Schleswig-Holstein vorgeschlagen hatte, ist nach der Entscheidung der Kultusministerkonferenz wohl vom Tisch. Die Unsicherheit bleibt trotzdem. In NRW will das Schulministerium an diesem Freitag entscheiden, wie die Abschlussprüfungen laufen sollen.

Wie erleben Sie als Schüler*innen, Lehrer*innen oder Eltern die "Schule zuhause"? Welche Erfahrungen machen Sie mit Ihrer Schule? Wo hakt es? Was klappt gut? Was sind Ihre Tipps? Stärkt das vielleicht den Familiensinn? Und könnte das der Durchbruch für das digitale Lernen sein?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Armin Himmelrath, Bildungs- und Wissenschaftsjournalist

Redaktion: Ulrich Horstmann und Chris Hulin

Zwei Wochen ohne Schule: Wie läuft's?

WDR 5 Tagesgespräch 26.03.2020 47:04 Min. Verfügbar bis 26.03.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

41 Kommentare

  • 41 Eulenspiegelei 26.03.2020, 13:59 Uhr

    Jetzt lernen unsere Schüler nicht nur ausschließlich für die Prestige-Pflege der Prüfungskommissionen des Bildungswesens, sondern auch für das eigene Überleben in einer außerordentlichen Stresstest-Situation für die eigene Solidarität und Sozialkompetenz bzw. für die glaubhafte virtuelle Simulation und Auslagerung derselben in die Cloud, die nun als Wolkenatlas der Zivilisation dient. Immerhin könnten solche Ausnahmezustände aufgrund der globalen wirtschaftlichen Verflechtung nach der Wiederaufnahme des Genusses exotischer Leckereien und der touristischen Globetrotter-Bewegung als Massenspektakel zu einem Normalzustand werden, der zunehmend mehr Ähnlichkeiten mit einem Schildbürgerstreich hat. "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt."

  • 40 Schelm aus Schwelm 26.03.2020, 13:54 Uhr

    Es gibt auch gute Nachrichten: In der Nacht zum Sonntag wird auf Sommerzeit umgestellt - das bedeutet: eine Stunde weiniger Krise!! - Allen alles Gute - vergessen Sie nicht Ihren Humor!

  • 39 gerdSR/ Endlich ... 26.03.2020, 13:54 Uhr

    . . . etwas mehr vom (Nat)urzustand: ELTERN müssen (lernen) sich wieder direkt um die Aus-Bildung ihrer Kinder zu kümmern ! - Und viele FAMILIEN werden endlich wieder als solche r e a l, und nicht nur Unterfunktion einer real krankmachenden (Selbstunterwerfungs-)Produktions-Gesellschaft . . . - also einer Art Kapitalimus, der immer Näher dem sozialistisch-kommunistischem Ideal mit zer-/gestörter Familie und dem Staat als Über-Mutter nahekommt. - Und was die Globalisierungs-, CO2-KLIMA- & Digitalisierungs-Ideologen aktuell mithilfe der jetztigen Katastrophen-Erfahrung sogar noch steigern wollen .. ( - ja, ich höre das seit Tagen ( trivial- & kultur-marxistisch), wie bspw. heut morgen auf 3sat/"Kultur"zeit oder gestern hier oder aus dem Studio . . . .

  • 38 Anna Elisa 26.03.2020, 13:26 Uhr

    Ich kann nur darüber schreiben, was die Tochter und Schwiegertochter vermelden. Die Tochter hat mir erklärt, dass ihre Kinder 10 + 12 Jahre morgens sehr gut beschäftigt sind mit Aufgaben, die von der Schule ins Internet gestellt werden. Wenn die Kinder etwas nicht verstanden haben, muss unsere Tochter es erklären oder selbst im Internet nachschauen und dann erklären. Sie arbeitet von Zuhause im Home-Office. Bis 13.30 Uhr wird gearbeitet, dann Mittagessen und danach beschäftigen die Kinder sich selbst. Schwiegertochter hat erzählt, dass die beiden Töchter 13 + 15 Jahre, die Aufgaben, die von der Schule digital geschickt werden, ausdrucken müssen und dann bearbeiten. Die Jüngere schludert ein wenig. Die letzte Anruferin, die Realschullehrerin Barbara Sauer, hat mir gefallen. So sieht motivierter, digitaler, zeitgemäßer Unterricht aus. Daumen hoch für soviel Einsatz. Auch müsste jedes Kind wenigstens ein Tablet zur Verfügung haben. Dafür muss bei finanzschwachen Eltern die Schule sorgen.

  • 37 Jörg Bensch 26.03.2020, 13:14 Uhr

    Wer sich meine Lernvideos zum Thema „Wirtschaft“ einmal ansehen möchte, kann gerne bei YouTube mal vorbeischauen. Der Kanal heißt „WI learn easy“ oder meinen Namen „Jörg Bensch“ eingeben. Ist nicht so professionell, aber vielleicht hilft es ja. Und es kommen jeden Tag neue Themen hinzu. Ich freue mich über jeden, der meinen Kanal abonniert. Und wer fragen zu den Themen hat, kann sich gerne auch melden. Auch als Lehrer lerne ich gerne, wo bei euch, den Schülern/innen „der Schuh drückt“! Bleibt gesund und denkt dran: Jede Krise geht auch mal vorbei :-)

    Antworten (1)
    • Gerd SR/Lieber Lehrer! 26.03.2020, 13:59 Uhr

      - Ginge denn diese schöne Initiative auch endlich mal o h n e diesen krankhaften ZWANG zum Englischen, - vor allem bei Namen und Bezeichnungen ?! Bisher dachte ich immer, das wären die zwanghaften "Highlights" nur von Managern, Journalisten und anderen Angebern, die meine damit ihre psychologischen uftmarken setzen zu müssen. - Nun aber auch Sie/(sie ?) als Lehrer selber, die doch selbstverständlich auch außerhalb des DEUTSCH-UNTERRICHTES vor allem die deutsche Sprache vermitteln sollten !?!?

  • 36 Skeptikerin: 26.03.2020, 13:06 Uhr

    Ich kann nur Mutmaßen, da ich nicht betroffen bin. Aber ich könnte mir vorstellen, dass einige Schüler zu Hause viel entspannter und möglicherweise auch besser lernen können, weil sie weder dem ständigen Wettbewerb ausgesetzt sind, noch sich anderem Stress (Mobbing) zu stellen haben, den der tägliche Schulgang auf die ein oder andere Weise immer mit sich bringen kann. Das heimische Umfeld kann sich da eventuell als wohltuender erweisen, je nach Familienstruktur aber auch das Gegenteil bewirken. Ich glaube auch, dass der dahinter stehende Zwang eine Rolle spielt und irgendwann zu Gegenwehr führen wird. Es ist eben nicht leicht, ständig so dicht beieinander zu sein. Mich erinnert das an meine Zeit, wo alle mit Masern o. ä. daheim bleiben mussten. Bei 5 Kindern konnte das dann auch schneller schon mal ausarten. Mutter war nicht zu beneiden, hat es aber zu den damaligen Zeiten trotzdem gut hin bekommen!

  • 35 Renate Meile 26.03.2020, 13:01 Uhr

    @Kommentar 23: Ach wenn wir das Virus doch auch im realen Leben so leicht los würden. Bleibt alle gesund und wohl. Und auch noch ein Dankeschön an alle Moderatoren, die weitermachen. Ich motze oft über euch und werde das wohl auch in Zukunft tun, trotzdem danke ich euch. Bis neulich Renate Meile

    Antworten (1)
    • Klaus Denzer 26.03.2020, 13:18 Uhr

      Schließe mich Renates Gruß an: Bleibt gesund! Und bitte, nicht immer so negativ über die heutige Schüler*innengeneration denken. Sie leben in der Jetzt-Zeit und die ist nun mal anders als die 1960er, 1970er und 1980er et cetera.

  • 34 Klaus Denzer 26.03.2020, 12:59 Uhr

    Aktuell keine 30 Kommentare im Forum! Wie kommt es? Liegt es daran, dass man bei diesem Thema nicht gegen Flüchtlinge/Migranten schreiben kann und das Bildung kein AfD-Thema ist (Oh, böser Kommentar!)? Die seit 2015/16 in Dtl. lebenden Migranten haben wohl Kinder, die aktuell Abitur machen. Ich kann aber schreiben, dass sehr sehr viele jüngere Schüler*innen aus Migrantenfamilien erpischt darafu sind, gut Deutsch sprechen zu können und entsprechend büffeln. Und sie sind stolz darauf, dass sie ihren Eltern die neue Sprache beibringen, es stärkt das Selbstvertrauen. Der Nachteil der Schulpause ist daher, dass, auch wenn es nur drei bis sechs Wochen sind, diesen Schüler*innen die Lernzeit in der Schule fehlt und: die gehen gerne in die Schule!

    Antworten (4)
    • Klaus Denzer 26.03.2020, 13:10 Uhr

      Zu meinem eigenen Kommentar: Ich meinte, die Migranten, die seit 2015/16 in Dtl. sind, wohl noch keine Kinder haben, die aktuell Abitur machen. Sorry.

    • Harald Möller 26.03.2020, 13:17 Uhr

      Liegt wahrscheinlich daran, dass viele genug haben vom ewigen Thema "Corona" und sich bestenfalls noch wiederholen würden bei ihren Kommentaren.

    • Claudia B. 26.03.2020, 13:19 Uhr

      Was wollen sie denn mit jetzt Ihrem Kommentar bezwecken? Schreiben "Afd-ler" hier, ist es Ihnen nicht recht - schreiben sie nicht hier, ist es es Ihnen auch nicht recht? Was denn nun? Ist doch völlig egal, wer hier was schreibt - Hauptsache, man hält sich an die Netiquette, oder?

    • anonym 26.03.2020, 13:57 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 33 Schul-Medienkonferenz 26.03.2020, 12:59 Uhr

    Können alle Schüler daran teilnehmen? Man braucht mindestens ein Smartfone und eine Flatrate. Das hat eventuell nicht jeder.

    Antworten (2)
    • Harald Möller 26.03.2020, 13:15 Uhr

      Vor einigen Monaten gab es die Meldung, dass angeblich 99% der Kinder und Jugendlichen ein Smartphone hätten. Sollte die Meldung stimmen, wäre das alles kein Problem.

    • Mich 26.03.2020, 13:17 Uhr

      stört daran vor allem, dass VORAUSGESETZT wird, dass jeder so etwas hat! Ich erlebe das selbst ständig, dass ich doof angeglotzt werde, wenn ich sage, dass ich kein Smartphone oder anderes Handy habe. Ich finde auch, es kann nicht sein, dass eine Gesellschaft sich immer mehr voll darauf abstimmt dass wirklich JEDER so etwas zwanghaft benutzen muss, um gewisse Vorteile überhaupt nutzen zu können, bzw. um keine erheblichen Nachteile hinnehmen zu müssen. Für mich ist das eine wirtschaftliche Fehlplanung, bei der viele einfach auf der Strecke bleiben, denn nicht jeder kann sich so etwas leisten! Und dann höre ich immer was von Teilhabe und keiner soll vergessen werden und somit auf der Strecke bleiben. Das funktioniert doch nie im Leben und es stellt dazu noch ein Stigmata dar!

  • 32 Burk 26.03.2020, 12:58 Uhr

    Oft hört man beim Thema Corona von Homeoffice und davon, dass Lieferdienste nicht wie sonst funktionieren. Für viele Menschen in Deutschland sind das aber Luxusprobleme.Kinder, die in armen Verhältnissen aufwachsen, leben oft in sehr beengten Wohnverhältnissen", sagt Kamp, "teilen sich ihr Zimmer vielleicht auch noch mit einem oder zwei Geschwistern." An ein konzentriertes Lernen ist dort kaum zu denken. Ein eigener Schreibtisch, ein Computer, Internetzugang - viele Familien können sich diese Dinge nicht leisten. Damit haben die Kinder ungleich schlechtere Lernbedingungen, je länger sie zu Hause bleiben.

    Antworten (1)
    • Harald Möller 26.03.2020, 13:18 Uhr

      Und wie sieht die Alternative aus?

  • 31 Burckart Klier 26.03.2020, 12:56 Uhr

    Der gewohnte Unterricht findet nicht mehr statt.Stattdessen soll nun zuhause gearbeitet werden. Die Jungen und Mädchen brauchen dafür Computer und Internetverbindung. Dass es beides gibt, wurde als gegeben vorausgesetzt. Welch ein Irrtum !Denn nicht jeder Schüler hat zuhause die entsprechende Ausrüstung.Das jetzt notwendige E-Learning nur für den reichen, verwöhnten Nachwuchs. Viele Kinder sind abgehängt.Corona-Krise legt Defizite an Deutschlands Schulen schonungslos offenBesonders für arme Familien wird die Coronakrise zur Belastungsprobe. Das Geld reicht sonst auch kaum. Und die Tafeln, von denen sie viele Lebensmittel beziehen, schließen.

    Antworten (2)
    • Lotta 26.03.2020, 13:13 Uhr

      Soso, nur verwöhnte reiche Kinder haben Internet. Sie sollten dringend an Ihrem Menschenbild arbeiten. Zeit gibt es ja jetzt genug.

    • Maria E. 26.03.2020, 13:48 Uhr

      Lotta: Und vielleicht sollten SIE mal einen anderen Ton Ihren Mit-Kommentatoren gegenüber anschlagen und sich in Liebenswürdigkeit üben, denn Zeit genug werden Sie dafür momentan haben. - Man kann seine Meinung auch konzilianter ausdrücken.