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Wie verändern sich Wald und Bäume?

Vom Borkenkäfer zerstörte Fichten stehen und liegen im Nationalpark Harz

Wie verändern sich Wald und Bäume?

Die Klimakrise könnte zu einem neuen Waldsterben führen. Davor warnen Umweltexperten. Wie erleben Sie die Reaktion der Bäume auf die Hitze in Ihrem Ort oder im Wald? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Vor einem "Waldsterben 2.0" warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit deutlichen Worten: "Wir befinden uns im Wettlauf mit der Zeit. Wenn wir jetzt nicht die Ursachen bekämpfen, verlieren wir unsere heutigen Wälder", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Durch anhaltende Trockenheit werden die Bäume anfälliger für Schädlinge wie etwa den Borkenkäfer. Selbst robuste Arten wie die Buche sind davon betroffen. Der BUND fordert wieder mehr Laubmischwälder zu pflanzen, Forstpersonal einzustellen und Reh- und Rotwild stärker zu bejagen. Die hohen Rehwildbestände in den Wäldern gefährdeten die Wiederaufforstung, weil das Wild die Setzlinge und Triebe fresse.

Die Landesregierung hat jetzt versprochen, zehn Millionen Euro in die Aufforstung kranker Wälder zu investieren – doppelt so viel wie ursprünglich vorgesehen. "Aufforsten, mehr Bäume haben, ist das Ziel, das Gebot der Stunde", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag (25.07.2019). Auch in der Stadt leiden die Bäume: In vielen Orten in NRW haben Polizei oder Feuerwehr diese Woche Bäume bewässert, um sie vor dem Vertrocknen zu bewahren.

Was macht die Hitze mit den Bäumen – was beobachten Sie in Ihrem Ort, Ihrem Garten oder dem nächsten Wald? Tut die Politik genug gegen das Waldsterben? Wie kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass Bäume geschützt werden?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW

Redaktion: Beate Wolff und Jessica Eisermann

Wie verändern sich Wald und Bäume?

WDR 5 Tagesgespräch 26.07.2019 49:22 Min. Verfügbar bis 25.07.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

159 Kommentare

  • 159 Gerd SR-71A 26.07.2019, 13:59 Uhr

    Hallo, wie ich in Ihrer bisher, zeitaufwendigen Sendungen zum WALD-NOTSTAND und Bäumesterben erlebte, wurde noch innerhalb des breitgetretenen Beitrages die Lage und Schlussfolgerung verwirrt und zerredet : Bspw. Noch während der GAST-Förster richtig d r e i m a l vom ( Haupt-)Problem der TROCKENHEIT spricht, redet der Moderator ( "Klima-"ideologisch oder "Klima"-konditioniert) von der großen W ä r m e. Aber wir hatten auch mehrere Wochen ziemlich bis stark bewölkten Himmel mit fast ohne Regen ! -- Es geht deshalb und auch wg. der D ü r r e voriges Jahr um die Trockenheit, - den Wassermangel ! - - Dann irrwitzigerweise wurde vom Gast-Förster schon im Ansatz die Möglichkeit der Wald-Bewässerung rundweg geleugnet. Und der Zuschauer-Vorschlag des Bewässerns mit Wasserwerfern ebenso, - dummerweise, als könnte man diesen nicht auf "Beregnen" einstellen! -- Wenigstens stellten Sie dieser erst akzeptierten Dummheit des Försters das VIERSENER Beispiel entgegen, - dieses und noch v

  • 158 Gerd Voss 26.07.2019, 13:59 Uhr

    Den Wald und den Förster kann nur das Bedingungslose Grundeinkommen retten. Denn so braucht der Förster nicht mehr länger des Geldes wegen mit Bagger, Axt und Karcher Jagd auf das Wald-Unterholz machen, sodaß der Wald dann wieder mitsamt seinem Unterholz von all dem einstigen Krank-Gerödel und Wald-Leergefege gesunden kann.

  • 157 Martin R. 26.07.2019, 13:58 Uhr

    Die Natur wird nur geschützt, wenn man damit Profit erwirtschaften kann. Ansonsten wird Insolvenz angemeldet und Schluss!

  • 156 GerdSR/ Bewässerung! 26.07.2019, 13:58 Uhr

    Maßnahmen zur z u r D ü r r e n u n t e r b r e c h u n g werden konsequent verheimlicht ! Darf ich annehmen, nach Jahren negativer Erfahrung, daß Sie auch weiterhin nicht an einer großflächigen Lösung des Wassermangels interessiert sind, - aber aus Prinzip will ich es nochmal anführen: a ) Meist gibt es generell, oft auch in Dürre- und Wüstengebieten, g e n u g W a s s e r, jedoch in Form von Feuchtigkeit, die biophysikalisch nicht fähig ist Wolken zu bilden oder in Form von Wolken, die biophysikalisch (noch nicht) zum Abregnen befähigt sind; aktuell auch in Deutschland. b ) Wie diese zur Wolkenbildung & zum Abregnen befähigt werden -- und wo das schon erfolgreich geschehen ist - können auch Sie online auf verschiedenen Seiten nachvollziehen, u. a.hier & so -> bei Metereologe James de Meo mit Einsatzerfahrungen aus verschiedenen Ländern > orgonelab org ResearchSummary oder Projekt OROP ISRAEL 1991 & das Projekt desert-greening in der ALGERISCHEN WÜSTE mit Prof.Senf

  • 155 Ignaz-Denket um! 26.07.2019, 13:57 Uhr

    Es wird sich nichts ändern, solange unsere Politiker/innen dem totalen Wachstum um jeden Preis verfallen sind. Aber man kann ja ganz plakativ und dabei völlig wirkungslos den "Klimanotstand" ausrufen. Statt Bäume werden immer mehr versiegelte Flächen. Ganz egal ob in Städten oder auf dem Land. Ich weiß nicht, ob es irgendwo in Deutschland weniger Wald gibt, als am Niederrhein, geschweige den einen Kraftort im Wald, wo man sich erholen und aufladen kann. Vor kurzem war ich in meinem Heimatort auf dem Schloßberg, der ganze Berg ist mit seinen uralten Bäumen und den vielen Wildtieren ein Kraftort, ein Naturerlebnis. Ein Wald wegen des noch guten Klimas, es ist noch nicht die aggressive Sonne, wie hier am Niederrhein.

  • 154 Karina 26.07.2019, 13:57 Uhr

    wird das denn reichen, was Herr Laschet verspricht? Ich fürchte, es ist viel zu wenig. Er hofft lediglich, ein paar Umweltbewusste Menschen zu beschwichtigen und die GRÜNEN für SCHWARZ-GRÜN weichzuklopfen.

  • 153 Anonym 26.07.2019, 13:55 Uhr

    "[...] heißeste Sommer seit 100 Jahren" ~~~ So oder so ähnlich hört man es von den Hysterikern und den Medien, die bewußt die Hysterie schüren. Aber da wir bis jetzt einige sehr heiße Tage hatten, aber auch sehr viele Tage die kühl bis deutlich zu kühl für dcen Sommer waren (und laut Wetterfrösche soll kommende Woche eher wieder kühl bis zu kühl werden), wage ich es doch einmal zu bezweifeln, dass dieser Sommer heißer sei als der Sommer von 1976 (siehe "Hitzewelle - 'Wie Plagen aus alter Zeit'", Der Spiegel, 05.07.1976). Wie dem aber auch sei, so ist das Wetter in Mitteleuropa nicht identisch mit dem globalen Klimajahresdurchschnitt. Wenn selbst schon die eingefleischten Klimaschwindlerexperten abwinken und darauf hinweisen, dass solch heiße Tage schonmal durchaus vorkommen können ohne dass man daraus Schlüsse ziehen dürfe (und man nicht Äpfeln mit Birnen verwechseln solle), so sagt das schon einiges aus: Nämlich das einige Hysteriker es dann doch mit der Hysterie zu sehr übertreiben.

    Antworten (1)
    • Karina 26.07.2019, 13:58 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 152 Papier-Verbrauch 26.07.2019, 13:53 Uhr

    und Überproduktion von Möbeln aller (Holz-)arten und das weltweit sinnlos und seit Jahrzehnten machen sich jetzt unangenehm bemerkbar. Auch Wälder sind endlich und nicht von heute auf morgen ersetzbar. Stichwort: IKEA, auch bei den Deutschen mehr als beliebt. Baum-Schlussverkauf zu Schleuderpreisen: Billy-Regal, Kommode Astrid oder Schreibtisch Kerstin hinterlassen irgendwann nun einmal Mondlandschaften. Und Heute ist erst der Anfang! Leider!

  • 151 Demo-Traudel 26.07.2019, 13:53 Uhr

    Mehr Bäume statt Zäune !

  • 150 GerdSR/Skandal-Sendung... 26.07.2019, 13:53 Uhr

    Fremder Link

  • 149 Freddy F. 26.07.2019, 13:51 Uhr

    Zur Rettung unserer Wälder sollten viel mehr Leute Autor werden. So konnte auch ich aus einer 500-jährigen Buche ein Buch fabrizieren. Das hält einfach länger und ist pflegeleichter als so ein Laubkarcher-Baum, wenn man es schön kühl und lichtgeschützt weit weg vom Kölner Stadtarchiv gesund lagert.