Alles wird teurer – abwarten oder eingreifen?

Gas und Strom kosten mehr. Die Preise für Nahrungsmittel sind gestiegen. Wirtschaftsexperten beruhigen, aber Politik und Gewerkschaften fordern ein Gegensteuern. Wird es Zeit für eine Deckelung der Preise für Verbraucher? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

"Maßnahmen sind nötig", sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Montag in Luxemburg vor Beginn der Beratungen der Finanzminister aus der Euro-Zone. Die Corona-Pandemie hat auch das wirtschaftliche Geschehen verändert, Lebensmittel verteuerten sich innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 25 Prozent – so stark wie seit zehn Jahren nicht. Gleichzeitig hat die Inflation in Deutschland die Vier-Prozent- Marke überschritten und Erspartes bringt keine Zinsen mehr. Besonders Geringverdienende merken das im Portemonnaie.

Die Energiepreise haben sich durch einen Aufschwung der Wirtschaft vervielfacht und eine Preisspirale könnte sich entwickeln. Der Ausstieg aus fossilen Energien ist beschlossen, um das zu finanzieren werden höhere Abgaben auf Kohle, Gas und Öl erhoben. Nicht jeder kann sich das leisten und fragt: "Was nützt mir das bessere Klima von morgen, wenn heute mein Kühlschrank leer bleibt?"

Frankreich hat schon eine Deckelung der Tarife für Gas und Strom für die kommenden Wintermonate angekündigt, während manche Wirtschaftswissenschaftler:innen Entwarnung geben und meinen, die derzeitige Entwicklung sei kontrollierbar und werde sich entspannen.

Wird alles teurer? Merken Sie einen Preisanstieg im Geldbeutel? Brauchen wir einen Preisdeckel für Strom und Gas? Wie viel soll der Ausstieg aus fossilen Energien kosten? Befürchten Sie eine Inflation oder vertrauen Sie auf Beruhigung der Wirtschaft?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Dr. Silke Tober, Wirtschaftswissenschaftlerin (Hans-Böckler-Stiftung)

Redaktion: Willi Schlichting und Valentina Dobrosavljević