Gerechte Renten – wie kann das gelingen?

Par penzionera sedi na klupi

Gerechte Renten – wie kann das gelingen?

Gerechte Renten für alle Generationen! Dieser Forderung wird wohl kaum jemand widersprechen. Aber wie kann sie praktisch erreicht, umgesetzt und finanziert werden? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Heute (6.5.) startet der VdK, Deutschlands größter Sozialverband, seine Kampagne #Rentefüralle. Keiner soll Angst vor Altersarmut haben – nicht die heutigen Rentner und auch nicht die künftigen Rentnergenerationen. Aus Sicht des VdK muss das einstige Versprechen von der gesetzlichen Rente, die den Lebensstandard im Alter sichert, weiter gelten.

In vielen Fällen ist das schon heute nicht mehr gegeben. Immer mehr ältere Menschen können sich ihre Miete nicht mehr leisten, können Rechnungen nicht mehr bezahlen, müssen sich bei den Tafeln mit Lebensmitteln versorgen. Schon jetzt gilt fast jeder fünfte Rentner als armutsgefährdet. Und die Zukunft verheißt wenig Besserung: Mehr als elf Millionen Arbeitnehmern in Deutschland droht im Alter eine Mini-Rente.

Das wissen auch die politischen Parteien. Heute (6.5.) wird es im Bundestag eine Anhörung zur Bekämpfung von Altersarmut geben. Die FDP-Fraktion will beispielsweise mit einer "Basis-Rente" Altersarmut zielgenau bekämpfen, die Grünen machen sich stark für eine "Garantierente" und die Linken setzen auf die Einführung einer solidarischen Mindestrente.

Sind das die Rentenkonzepte für die Zukunft? Was wünschen Sie sich? Wie sieht für Sie eine gerechte Rente aus? Wie können die Interessen von Älteren und Jüngeren unter einen Hut gebracht werden? Haben auch Sie Angst vor Altersarmut? Sind Sie vielleicht selbst betroffen? Oder sehen Sie optimistisch in die Zukunft?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Dr. Samuel Beuttler-Bohn, Rentenexperte im VdK

Redaktion: Felix Ohmes und Beate Wolff

Gerechte Renten - wie kann das gelingen?

WDR 5 Tagesgespräch 06.05.2019 46:01 Min. WDR 5

Download

Kommentare zum Thema

106 Kommentare

  • 106 brygyt 06.05.2019, 13:59 Uhr

    Wir brauchen eine bedingungslose Basisrente noch besser ein bedingungsloses Grundeinkommen Wir brauchen in unserer Gesellschaft mehr Entspannung statt Wettlauf der die Reichen reicher macht. Wir müssen uns ernsthafte Gedanken machen die Welt zu retten. Dafür brauchen wir Kreativität in entspannten freien Köpfen, ohne Existenzdruck, sondern aus tiefster Einsicht die Welt zu verbessern.

  • 105 Mal ehrlich... 06.05.2019, 13:56 Uhr

    ...das gesamte System hier ist doch nur noch unrealistisch und vor allem völlig überholt. Es herrschen völlig andere Zeiten als noch vor 30 Jahren und man hat total verpasst das zu registrieren. Wo die aber Weltmeister sind ist, alles zu zerreden und wenn man dann endlich einen Konsens gefunden hat, ist die ganze Chose schon wieder auf einem völlig anderen Niveau unterwegs. Was versäumt wurde, ist nur schwer wieder aufzuholen und wenn es denn gelingen sollte, wird es sehr, sehr teuer für alle. Dabei ist es völlig egal, um was es gerade geht: Senioren, Kindesmissbrauch, Agrarpolitik, Umweltpolitik, Sozialpolitik, Gesundheitssystem, Asylanten, illegale Einwanderer - kein Thema, dass nicht schon mindestens einmal völlig in den Sand gesetzt wurde und in völlig unverantwortlicher Weise angegangen werden. Aber, der deutsche Steuerzahler wird's schon richten - denn der darf ja alle Idiotien der Politik ausbügeln!

  • 104 Winterwind 06.05.2019, 13:53 Uhr

    Ungerecht ist, dass mein Vater in meinem Alter bereits mehrere Jahre in Rente war während ich noch mehrere Jahre arbeiten muss. Da hat sich die Industrie ganz kräftig auf Kosten der Rentenkasse gesund gestoßen. Wo wir grade beim Thema sind, in welchem Alter gehen eigentlich Bergleute in Rente und zu welchen Konditionen? Wird da aktuell mal wieder die Arbeitslosenversicherung auf Kosten der Rentenversicherung sarniert?

  • 103 brygyt 06.05.2019, 13:51 Uhr

    Wir brauchen eine bedingungslose Basisrente noch besser ein bedingungsloses Grundeinkommen.

    Antworten (2)
    • Ei, 06.05.2019, 13:53 Uhr

      da isser ja wieder ;-))

    • Unfassbar... 06.05.2019, 13:58 Uhr

      ...dass es immer noch Leute gibt, die so naiv sind an dieses Märchen glauben. Aber das sind wahrscheinlich auch die, die das Kreuz bei den Wahlen immer da machen, wo sich garantiert nichts ändert!

  • 102 Karina 06.05.2019, 13:50 Uhr

    Vielen Dank für die hochinteressante Diskussion zu einem meiner Lieblingsthemen und für den hervorragenden Rentenexperten !! Für mich schät sich nach dem Anhören heraus, dass vom Experten und von den meisten Arufern folgende Punkte gefordert werden, um gerechtere Renten zu erzielen: 1. Einbeziehung ALLER Einkommen in die Rentenversicherungspflicht. 2. Abschaffung der Beitragsmessungsgrenze, die ja praktisch einen Freibetrag oben bedeutet, gleichzeitig eine Deckelung der maximalen Rentenhöhe bei ca 2500 € analog zu Österreich und Schweiz 3. Einen Freibetrag unten: d.h. die ersten ca 450 € des gesamten Monatseinkommens werden nicht der Renten (und Kranken) Versicherungspflicht unterworfen. 4. Änderung der ständig steigenden Besteuerung der Renten!

  • 101 Gerechtigkeit ist relativ 06.05.2019, 13:48 Uhr

    Es soll ja gerecht werden, das wird immer wieder betont. Wir können dieses System nicht ändern. Es beruht darauf, dass Einzahlungen sich im Laufe der Zeit in Rente wandeln. Wer nix einzahlt, bekommt auch nix - so einfach und gerecht ist das. Für Menschen, die zu kleine Renten erhalten, weil sie nicht genug eingezahlt haben, müssen andere Geldquellen aufgetan werden. Das kann man nicht aus der Rentenkasse nehmen, da wären Steuergelder nötig. Außerdem gibt es Menschen, die mit wenig Geld gut auskommen und andere tun sich schwer - alles Veranlagung. Da bekommt ein Hartz 4 Empfänger 200 000 Euro und in zwei Jahren ist nix mehr da. Alles schon erlebt.

    Antworten (2)
    • Karina 06.05.2019, 13:53 Uhr

      Natürlich önnte man das System jederzeit ändern! Z.B. die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze und der Bevorzugung der Beamten wären Themen fürs BVG

    • Winterwind 06.05.2019, 13:57 Uhr

      Der letzte, der gegen solche "Ungerchtigkeiten" geklagt hat, damals war der Klagegrund die Versteuerung der Pensionen, hat erreicht, dass Rentner jetzt auch Steuern zahlen müssen, weil der heutige Rentner auch nur noch ein Pensionär ist. Letztlich bekommt er viel mehr raus, als er eingezahlt hat und dieser Mehrwert wird halt versteuert.

  • 100 Der Chronist 06.05.2019, 13:46 Uhr

    Blümelein 1986: "Die Rente sind sicher" seine Rente! Die anderen fragen: in welcher Höhe? Und die Besorgten fluchen jetzt schon: das ist ja wohl die Höhe!

    Antworten (1)
    • MarcoM 06.05.2019, 13:59 Uhr

      Blüm hatte halt nicht mit der PIEEEEEEP seiner eigenen Partei und die der anderen - insbesondere von Rot und GRÜn - gerechnet und die gewollte, die gezielte Zerstörung der Gesetzlichen Rente durch die Politik nicht vorhergesehen.

  • 99 Zufriedener Rentner 06.05.2019, 13:46 Uhr

    Ich lese hier fast nur Genöle. Vielleicht liegt die Ursache für Armut im Alter auch zum guten Teil im eigenen Handeln.

  • 98 Bernwald Kamp 06.05.2019, 13:28 Uhr

    Zu dem ganzen Rentenproblem kommt jetzt noch, wie aus den neuen Nachrichten zu erfahren, der Skandal der Kinderarmut. Ich frage mich was muss denn noch alles passieren bevor der Wähler als mitverantwortlicher der Misere einfach mit seinem Wahlzettel ein Signal sendet an abgehobene Politikerkaste und statt dieser Parteiendiktatur einfach andere Parteien wählt auch wenn sie keine Macht Option bekommt.Und wenn die Rentner immer wieder ihre geliebte SPD oder CDU/CSU wählen dann wählen sie ihren eigenen Schlächter und sollten es nicht wagen die Verhältnisse in denen sie leben müssen zu kritisieren.

  • 97 Grete Holzmann 06.05.2019, 13:26 Uhr

    So schützen Sie sich vor Altersarmut: Einen Lottoschein ausfüllen !Wir müssen uns damit auseinandersetzen, dass sich die Lücken in den Erwerbsbiografien in der Rentenhöhe bemerkbar machen, sich Minijobs ebenso auswirken werden, wie der Niedriglohnsektor und die Leiharbeit. Der jetzige Mindestlohn ist kaum ausreichend, um privat für die Rente vorzusorgen. Er reicht gerade mal, um den Lebensunterhalt zu decken. Und seit die Zinsen am Boden liegen, lohnt sich eine private Rentenvorsorge kaum.

    Antworten (1)
    • Zufriedener Rentner 06.05.2019, 13:50 Uhr

      Private Vorsorge sollte nicht in Rentenpapieren geschehen, sondern in Dividendenpapieren, wenn es nicht eine selbstgenutzte Immobilie sein soll.

  • 96 Breslein 06.05.2019, 13:26 Uhr

    Felix Austria. Glückwunsch Österreich. Es geht doch wenn der Staat will. Alle einzahlen lassen und nur die auch eingezahlt haben bekommen auch eine Rente. H

    Antworten (2)
    • Helmut S. 06.05.2019, 13:49 Uhr

      Diese logische, vernünftige Forderung wird aber von unserer Politkaste abgelehnt.In Deutschland gilt: Die, die nie durch Ansparen fürs Alter vorgesorgt haben ( Beamte und Politiker ), erhalten die höheren Bezüge im Alter und leiden nicht an Altersarmut wie heute viele Rentner und in Zukunft die Geringverdiener!

    • Breslein 06.05.2019, 13:52 Uhr

      Private Rentenversicherungen wie Riester gehören sofort verboten wegen Nepp am Bürger. Alle bisherige Zahlungen gehört in die staatliche Rente, dafür gibt es es dann Rentenpunkte.