Explosion in Beirut: Wie dem Libanon helfen?

Der zerstörte Hafen in Beirut

Explosion in Beirut: Wie dem Libanon helfen?

Eine Explosion erschüttert am Dienstagabend Beirut. Mindestens hundert Menschen sterben, mehrere Tausend sind verletzt. Libanons Hauptstadt ein Katastrophengebiet. Wie haben Sie die Bilder erlebt? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

"Das war wie eine Atomexplosion", berichten Augenzeugen. Im Hafenviertel der Küstenstadt soll eine Ladung mit 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert sein. Das Mittel kann als Dünger aber auch als Sprengstoff gebraucht werden. Das Material sei seit über sechs Jahren im Hafen gelagert worden sein, berichtet ein libanesischer Fernsehsender.

Die Lage in Beirut ist unübersichtlich, überall rund um den Hafen herrscht Chaos. Zahlreiche Menschen werden noch in den Trümmern vermisst. Die Explosion war so gewaltig, dass sie im ganzen Land und noch im hunderte Kilometer entfernten Zypern zu hören war.

Dienstagabend: Zuerst sieht man auf den Bildern nur eine große graue Rauchsäule und ein Feuer, in dem mehrere kleine Explosionen zu beobachten sind – wie bei einem Feuerwerk. Dann folgt die zweite Explosion: Eine rot-braune Rauchsäule steigt auf und eine kugelrunde Druckwelle walzt in Sekunden alles um, fegt Gebäude, Autos und Menschen hinweg. Tausende Menschen sind verletzt. Die Krankenhäuser in der Stadt sind überlastet.

Das Mittelmeerland Libanon leidet seit Jahren unter schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen. Die Inflation ist im letzten Jahr rasant angestiegen, die Hälfte der Libanes*innen kann sich kaum noch Lebensmittel leisten. Eine Hungersnot droht. Hinzu kommen Millionen Geflüchtete aus Syrien und Palästina, die in dem kleinen Land leben, das gerade mal halb so groß ist wie Hessen.

Wie haben Sie die Bilder aus Beirut wahrgenommen? Wie soll das angeschlagene Land die Hauptstadt wiederaufbauen? Wer kann und muss jetzt helfen? Haben Sie Verwandte und Freunde im Libanon? Was können wir tun, um den Libanon zu unterstützen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Kristof Kleemann, Libanon-Experte bei der Friedrich-Naumann-Stiftung in Beirut

Redaktion: Dirk Müller, Regina Tanne und Moritz Folk

Explosion in Beirut: Wie den Libanon unterstützen?

WDR 5 Tagesgespräch 06.08.2020 44:49 Min. Verfügbar bis 06.08.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

127 Kommentare

  • 127 Ignaz-Denket um ! 06.08.2020, 13:59 Uhr

    Solange es in der Menschheit mehr unanständige Menschen, als anständige Menschen haben, wird auch dieses grauenvolle Libanon Unglück nicht anständig gelöst werden.

  • 126 Beasty 06.08.2020, 13:59 Uhr

    Ihr Bild am Anfang zeigte m.E. Alleppo vor 2 Jahren und nich Beirut

  • 125 Knolli 06.08.2020, 13:59 Uhr

    Wer kann und muß jetzt helfen ?: Keine Frau Merkel und kein schon mehr als genug durch die islamischen Flüchtlingsströme gebeuteltes Deutschland, sondern die Anrainerstaaten des Libanon aus dem selben islamischen Kulturkreis stehen jetzt in der Pflicht zur Hilfe. Oder ist es mit der islamischen Brüderlichkeit da doch nicht so weit her wie immer behauptet ?

  • 124 (Un)Koordinierte Hilfe? 06.08.2020, 13:59 Uhr

    Leider liegt das Gewaltmonopol im Libanon nicht bei der Landesregierung, sondern bei vielen religiös, ideologisch oder auch einfach nur mafiös motivierten Terrorgruppen, wobei die stärkten dieser offenbar militärisch gut organisierten Milizen wahrscheinlich aus Saudi Arabien und aus dem Iran ferngesteuert werden. Aber natürlich verfolgen auch die EU, Russland und die direkten Nachbarstaaten des Libanon dort ihre jeweils spezifischen Interessen. Um also zu vermeiden, dass die Hilfsmittel zur Linderung der Not der Bevölkerung in falsche Hände geraten und damit den Helfern vor Ort entzogen werden, müssten die Hilfsmaßnahmen eigentlich international koordiniert werden, damit der größte Teil der Kosten im Verhältnis zu ihrem terroristischen Engagement im Libanon dann Saudi Arabien und dem Iran in Rechnung gestellt werden können. Aber leider befindet sich auch die UN in einem ähnlich chaotischen Zustand wie die Regierung des Libanon. Also sollte Frankreich für die EU die Hilfe koordinieren!

  • 123 ard zdf 06.08.2020, 13:54 Uhr

    Es wäre hilfreich wenn ÖR bei Themen mehr Fingerspitzengefühl zeigen würden,oder einfach Professionalität.Siehe Nachrichtensendungen.Was Moderatorin kritisiert ist schlichtweg Realität.dieser Staat ist durch und durch korrupt und Hilfe wäre es nicht religiöse Opposition zu stärken und nicht wie Herr Steinmeier Regime in Teheran zur Revolution zu gratulieren!!!!!!!!

  • 122 Hilfe für die Katz 06.08.2020, 13:51 Uhr

    Deutschland konnte anders als Polen und Ungarn noch keinen Muselmanischen vom Islam abbringen, weder als Asylland noch mit derlei Hilfsgeldern an islamische Staaten. Doch genau das wäre erforderlich, damit in diesen mittelalterlichen islamischen Staaten Menschenrechte und Demokratie einziehen und dadurch auch ein solcher sich über ganze 6 staatskorrupte Jahre angebahnte Supergau sich verhindern ließe.

  • 121 Jean-Claude 06.08.2020, 13:50 Uhr

    Zerbrochene Staaten kennen eben keine strengen, deutschen Gefahrgutrichtlinien und haben sowieso kein Personal, das solche Missstände kontrollieren und aufdecken könnte. Die UN täten gut daran, Gefahrgutexperten in den Libanon zu entsenden: wer weiß schon, was dort noch im Vergessenen/Verborgenen an "Pulverfässern" irgendwo rumliegt?

  • 120 Moschee-Beobachter 06.08.2020, 13:46 Uhr

    Und wer garantiert uns in Deutschland, daß nicht auch diese Libanon-Hilfe uns wieder mit islamischen Bombenterror um die Ohren fliegt ? Denn ein Blick in den Koran genügt, um zu wissen, daß Christen und Ungläubige niemals von Muslimen wirklich und in ihrem Existenzrecht toleriert und akzeptiert werden, ganz egal, was sie den Muslimen an Hilfe vom Geld bis zum Asylland angedeihen lassen. Denn der Koran weist den Islam als die einzig wahre und weltweit zulässige Religion aus und drängt die Muslime in all seiner Gehirnwäsche auf Vernichtung der Kufar.

  • 119 Kein Weltsozialamt ! 06.08.2020, 13:39 Uhr

    Sozialstaat, Flüchtlingshilfe, Weltentwicklungshilfe, Coronahilfe, Milliarden Staatssubventionen an Lufthansa und andere Großkonzerne ...... und nun auch noch Wiederaufbauhilfe für ein selbstverschuldetes Beirut in Trümmern ? Wo kommen eigentlich all diese Milliarden her ? Von einem zauberhaften Goldesel ? Oder läuft für all das die Notenpresse der Bundesbank seit 2015 auf Hochtouren ?

    Antworten (1)
    • Hörer 06.08.2020, 13:58 Uhr

      Zur Ihrer Frage: Auch Sie werden später als Renter mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit Flaschen sammeln müssen. Die Spenden an Italien, Frankreich etc. und die Missetaten der EZB kommen ja noch dazu!

  • 118 Aloisius 06.08.2020, 13:38 Uhr

    Auf keinen Fall mit Spenden.Lt. M. Pott, langjähriger Korrespondent in Beirut heute im DLF.Den Staat Libanon gibt es faktisch nicht,er ist ein Hort abgesprochener Korruption zwischen Hisbollah, Schiiten, Suniten und Christen. Bisher sind alle Mittel in diese Kanäle geflossen ---- mit Wissen der Weltgemeinschaft. Auch Israel hat dem Libanon stets erbarmungslos zugesetzt. Hinter dem Ganzen stehen auch die großen Staaten dieser Erde, vor allem aber der Iran, der die Hisbollah gegründet hat und an der Korruption beteiligt ist. Arme Menschen, arme syrische Flüchtlinge, ich sehe außer Hilfe vor Ort keine Möglichkeiten Euch zu helfen!

  • 117 Yingyang 06.08.2020, 13:35 Uhr

    Ich fand die Mitleid-und künstliche Verzweiflung heischende Anmoderation zum Speien!! Und freue mich sehr darüber, dass hier bei den Kommentaren die Meinungen zu lesen sind, für die der asoziale Teil unserer libanesischen"Clan-Mitbürger" und der kriecherische deutsche Wegschauapparat zuständig sind, klasse!!! Nur komisch,dass die Stimmung hier in den Kommentaren so diametral der gefühlsduseligen Moderation des WDR5 Tagesgedprächs von heute widerspricht. Ich nehme es dem Sender übel so eine billige Betroffenheitsmoderation zu senden,schlecht vorbereitet war die Dame noch dazu- mieser Journalusmus.

    Antworten (5)
    • Ben 06.08.2020, 13:46 Uhr

      Es geht um dringend notwendige Hilfe für die Zivilbevölkerung. Denen gilt das Mitleid. Mit Betroffenheitsmoderation hat das nichts zu tun.

    • Cordula Franke 06.08.2020, 13:47 Uhr

      Ich finde eher Ihre Kaltschnäuzigkeit zum Speien.

    • otto 06.08.2020, 13:56 Uhr

      @yingyang. Sind Sie neu hier? Ist Ihnen nicht aufgefallen, das seit längerem Rechtsextreme und afD-Beifallklatscher hier das Forum mit Kommentaren fluten? Es sind wenige, aber mit vielen Nicks. In Deutschland gibt es natürlich eine große Hilfbereitschaft für Menschen in Notsituationen. Deshalb ist es richtig das wir als sehr reiches Land da helfen wo es nötig ist.

    • Alexandra Y. 06.08.2020, 13:58 Uhr

      Ja -es gibt Clans. Aber die stellen nicht die Mehrheit dar! Es gibt in Deutschland zahlreiche deutsche pädophile weiße Männer, die unzählige Kinder mißbrauchen - kein Grund mit keinem weißen deutschen Mann mehr Kontakt haben zu wollen. Ihr Kommentar ist zum Speien

    • Löscher 06.08.2020, 13:59 Uhr

      Ist doch bei diesem Sender nichts Neues!