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Wer ist arm?

Symbolbild Altersarmut: Seniorin holt wenige Euromünzen aus einem Geldbeutel

Wer ist arm?

Statistisch gilt als armutsgefährdet, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Aber wo fängt Armut an? Bei zu wenig Geld für Lebensmittel? Oder bei fehlender Teilhabe am sozialen Leben? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Deutschland ist ein reiches Land. Der Beschäftigungsstand ist auf Rekordhoch. Trotzdem geht das Statistische Bundesamt für 2018 davon aus, dass jeder sechste Mensch in Deutschland armutsgefährdet ist, das sind rund 13 Millionen Menschen. Und das trifft nicht nur Menschen ohne Job. Der Paritätische Wohlfahrtsverband schätzt, dass ein Drittel der erwachsenen Armen in Deutschland erwerbstätig ist.

Je nachdem, welcher Definition man folgt, lassen sich unterschiedliche Zahlen dazu finden, wie viele Menschen in Deutschland in Armut leben. Klar ist aber, das Problem besteht. Aktuell wird darüber auf dem 14. Treffen von Menschen mit Armutserfahrung diskutiert (18. Und 19. November). Organisiert wird das Treffen von der Nationalen Armutskonferenz. Motto in diesem Jahr ist: „Anspruch und Wirklichkeit. Wie gelingt Teilhabe für alle?“

Wo und wie erleben Sie Armut? Wo sind die Grenzen von Armut? Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Warum ist das Thema so schambehaftet? Menschen beispielsweise, die im Niedriglohnsektor arbeiten, strampeln sich ab und kommen trotzdem auf keinen grünen Zweig. Wie lässt sich das ändern? Wie lässt sich Teilhabe verbessern? Warum ist die so wichtig?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Redaktion: Julia Lührs und Dirk Müller

Studiogast: Anna Droste-Franke, Geschäftsfüherin Nationale Armutskonferenz

Wer ist arm?

WDR 5 Tagesgespräch 19.11.2019 45:38 Min. Verfügbar bis 18.11.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

138 Kommentare

  • 138 Kurt Ranft 19.11.2019, 13:59 Uhr

    Das Steuersystem wird erst dann zu einer echten Solidargemeinschaft, wenn vorrangig vor allem anderen ein BGE für Alle daraus bezahlt wird. Das würde auch die Steuermoral der Reichen wesentlich verbessern und kein Uli Hoeneß bräuchte mehr selber soziale Gerechtigkeit privat nach seinen Gutdünken in die Hand nehmen und realisieren. Und vom BGE hätten schließlich auch die Reichen etwas davon, indem sie es auch bekommen und das BGE ihnen soziale Sicherheit vermittelt, was sie im heutigen existenzvernichtenden Hartz4-Abgrund nicht finden und daher immer noch Vermögen ins Unermeßliche anhäufen nach dem Motto "Man kann ja nicht wissen, wieviel Geld man mal im Alter brauchen wird". Braucht man nicht mehr zu wissen, wenn auch im Alter das BGE ein menschenwürdiges Leben sicherstellt. Mehr zum Thema u.a. in den Gästebuch-Kommentaren Nr, 53, 62, 71, 85, 105, 112, 114 und 116.

  • 137 Elmar 19.11.2019, 13:59 Uhr

    Ich denke, es wird nicht mehr besser werden - im Gegenteil!

  • 136 @redaktion: Das ist HOHN 19.11.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 133 EinANdererAnonymus 19.11.2019, 13:56 Uhr

    In der Liste der Länder nach Gesamtvermögen steht Deutschland aktuell auf dem 4. Platz (Wikipedia)

  • 132 MarcoM 19.11.2019, 13:56 Uhr

    1/3: Die üblichen Relativierungen seitens gewisser Vertreter des bürgerlichen Spektrums - die Leute, denen es anscheinend reicht, dass ihnen durchs brave Männchenmachen genügend Krume vom großen Kuchen zuteil werden - verdecken nur die beiden zentralen Punkte hinter der Diskussion um die (relative) Armut in einer "reichen" Gesellschaft: Die Verteilungs- und damit auch die Machtfrage. Wer die asssoziale Profitmaximierung gutheißt, solange er selber gut leben kann - zwar politisch MACHTLOS - der stellt diese Fragen nicht sondern verteidigt die bestehende Ordnung. Er verkennt dammit aber folgendes: Nicht Marx wird Recht behalten, sondern Spengler:

  • 131 Seligpreisung der Armen 19.11.2019, 13:56 Uhr

    Arm sind in Deutschland traditionell alle Menschen, die durch den stillschweigend geduldeten und nun durch den politischen Populismus mithilfe völkischer Verschleierung sogar wieder mit Nachdruck geförderten sozialen Dünkel ihre Grund- und Menschenrechte nicht durchsetzen können, weil sie sich keine kompetente Rechtsvertretung leisten können und auf gerichtlich gestellte, meist unwillige oder unfähige Anwälte angewiesen sind. Und natürlich sind auch alle jene Menschen arm dran, die weder die erforderlichen Mittel für die sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (Zitat IGeL: Ich bin schon da!) noch für die vom Bildungswesen geforderten Schul- und Lehrmittel aufbringen können. Denn offenbar gilt hier bis heute eine marktwirtschaftlich befreite Auslegung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung: Ist der von staatlichen Regeln befreite Markt für dich zu stark, dann bist du zu schwach. Doch eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, ... und darum, gelobt sei die schlanke Linie!

  • 130 Gerd SR/@Lisa & Dirk 19.11.2019, 13:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 129 Anonym 19.11.2019, 13:54 Uhr

    Als begeisteter Hörer von WDR 5 fühle ich mich als einer kleinen Elite zugehörig . Hören ja nur ca. 804000 Leute in diesem Land . Und wir beschäftigen uns mit dem Problem von 13 Millionen Armen. Habe mir so vorgestellt, da sitzt jetzt eine Bettler- in mit ihrem Wau Wau in der Fußgängerzone, hört am Transistorradio wdr 5 und ruft mal eben im Studio an und schildert ihr Problem. ABER : Die kleine Elite diskutiert, die Betroffenen, also die ca. 12 Millionen kriegen gar nix davon mit, und die grossen Eliten interressiert das nicht . Falsch, sorry, entscheiden nichts Entcheidendes dagegen. Alles ist gesagt, die Sache wird vertagt . So isset doch

  • 128 Vielfalt macht`s 19.11.2019, 13:53 Uhr

    Wer sein Geld für Piercing, Tattoo , Alkohol , Nikotin , Drogen , Hundefutter und teures Fastfood ausgibt , statt für gesunde Ernährung , Sport und Bewegung , Volkshochschule u.ä. kann nicht arm sein .

  • 127 Traudel Wimmer 19.11.2019, 13:53 Uhr

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  • 126 William Pratt 19.11.2019, 13:51 Uhr

    Die Lage der Lehrkräfte an Volkshochschulen in Deutschland, fast 200.000 insgesamt, ist im Laufe von vielen Jahren immer prekärer geworden. Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass die VHS Lehrkräfte im Laufe der letzten vier Jahrzehnten mit fadenscheinigen Ausreden, regelrecht gerupft worden sind. Die Honorierung der Lehrkräfte unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten war vor 50 Jahren ein saftiges Mehrfaches von dem, was es heute ist. Es kommt hinzu, dass diese Lehrkräfte keine Möglichkeit finden konnten, sich effektiv gegen diese ausufernde Ausbeutung zu verteidigen. Unisono äußern sich Politiker, Wissenschaftler, VHS Verwaltungen und Gewerkschaften besorgt über die Situation, aber unter dem Strich ging es mit der Versorgung der Lehrkräfte nur abwärts.