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Mit dem Fahrrad durch die Krise?

Aktion zum Bürgerbegehren 'Radentscheid Nürnberg 2020: für ein sicheres Miteinander' auf dem Volksfestplatz. Nürnberg, 21.05.2020.

Mit dem Fahrrad durch die Krise?

Freie Fahrt auf neuen Radwegen, lange Schlangen vor Radgeschäften. In der Corona-Krise haben die Deutschen das Radfahren für sich entdeckt. Bleibt es auch so? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Umweltfreundlich, leise, gesund. In diesen drei Kategorien ist das Fahrrad als Verkehrsmittel unschlagbar, und seit der Corona-Krise steigen auch immer mehr Menschen in die Pedale, mal mit, mal ohne Elektroantrieb. Die Fahrradläden boomen, die Reparaturwerkstätten sind ausgebucht und für manche Modelle gibt es gar schon Lieferengpässe. Werden wir jetzt ein Volk der Velozipedisten?

Laut einer Umfrage fährt jeder fünfte Deutsche jetzt häufiger Fahrrad, besonders wenn er oder sie noch relativ jung ist und in der Stadt wohnt. Dort gab es auf einmal viel Raum für Radfahrer: freie Straßen und neu geschaffene Radwege, auch als Pop-up-Varianten, die jederzeit wieder abgebaut werden können.

In den Überlegungen zur Mobilität in der Zukunft steht das Rad schon lange ganz oben auf der Liste und mit ihm der Wunsch nach dem Ausbau von Stellplätzen und Radschnellwegen, die den Drahtesel besonders in Städten zu einer echten Alternative zum Auto machen könnten.

Aber es gibt auch warnende Stimmen, denn ob sich wirklich jeder und jede nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei Wind und Wetter auf den Sattel schwingt, scheint höchst fraglich. Zudem ist auch die Sicherheit ein großes Problem. Während die Unfallzahlen bei Autos zurückgehen, steigen sie bei Radfahrern deutlich an.

Sind Sie auf das Rad umgestiegen? Welche Erfahrungen haben Sie da gemacht? Ist der Drahtesel eine wirkliche Alternative für Sie, oder nur ein Notbehelf? Was wünschen Sie sich als Radfahrer*in? Sollten Autos mehr Platz für Räder machen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Dr. Ute Symanski, Vorsitzende von RADKOMM e.V.

Redaktion: Dirk Müller und Heiko Hillebrand

Mit dem Fahrrad durch die Krise?

WDR 5 Tagesgespräch 29.05.2020 45:39 Min. Verfügbar bis 29.05.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

70 Kommentare

  • 70 Beasty 29.05.2020, 13:59 Uhr

    Die vorbildlichen Radler auf Ihrem Foto : Maske vorm Mund aber kein Helm auf dem Kopf. Es ist schon fast ein Fetisch der Maskenwahn, den der WDR seit Corona zelebriert. Maulkörbe, überall in Ihrem Foto „Bürgerbegehren Radentscheid Nürnberg 2020“ fehlt noch das Plexiglas-visier ähnlich einem Trichter den kranke Hunde um bekommen um sich nicht zu lecken. So ausgerüstet wird mich niemand aufs Fahrrad bekommen. Dann doch lieber meine sicheren 4 Wände zu Hause oder im Auto.

  • 69 MarcoM 29.05.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 68 Straßenverkehr 29.05.2020, 13:31 Uhr

    Es muss Jemand den Beschäftigten von Ordnungsamt und Polizei erklären, dass Radweg und Gehweg Straße ist, und das Radfahrer und Fußgänger Straßenverkehr sind, §§ 2.4 und 25 StVO. Die Polizei ist für die Überwachung des Straßenverkehrs zuständig, also auch bei Behinderungen von Radfahrern und Fußgängern. Sie werden falsch ausgebildet, weil die Dozenten aus dem Polizeidienst kommen, "Wir haben das immer so gemacht." In § 2.1 steht, dass Fahrzeuge die Fahrbahn benutzen. Das lesen, und vor allem verstehen, ist Lesekompetenz. Auch was Parken am Fahrbahnrand, §12.4 heißt. Bei Behinderungen von Fußgängern, zwei Fußgänger müssen aneinander vorbei kommen können, und Radfahrern kann, sollte, abgeschleppt werden. Das gilt auch an den Einmündungen von Straßen. Fußgänger und Radfahrer sind eigene Rechtssubjekte im Straßenverkehr. Sie haben die gleichen Rechte wie Autofahrerinnen.

    Antworten (2)
    • @Straßenverkehr 29.05.2020, 13:39 Uhr

      "Fußgänger und Radfahrer sind eigene Rechtssubjekte im Straßenverkehr. Sie haben die gleichen Rechte wie Autofahrerinnen." Was ist mit den Fußgängerinnen, den Radfahrerinnen und den Autofahrern? ;)

    • @@Straßenverkehr 29.05.2020, 13:52 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 67 Jérôme 29.05.2020, 13:25 Uhr

    Wenn man die Infrastruktur weiter ausbaut, werden die Menschen, die wegen Corona aufs Fahrrad umgestiegen sind, dabei bleiben. Dann kommen sich die Verkehrsteilnehmer auch nicht mehr in die Quere.

    Antworten (1)
    • Jan 29.05.2020, 13:41 Uhr

      Sehe ich auch so!

  • 66 Unterm Strich 29.05.2020, 13:20 Uhr

    muss klar mehr für Fahrradfahrer gemacht werden also Radschnellwege nebst Infrastruktur. Das sollte zwingend bei allen Neubaumaßnahmen vorgeschrieben sein. Aber man darf auf keinen Fall die einen Verkehrsteilnehmer gegen die anderen ausspielen. Auch das Auto wird immer seine Berechtigung haben, es sind übrigens ganz oft LKWs die schlimme Unfälle mit Radfahrern haben. LKWs kann man nicht abschaffen.... Aber man kann durchaus dem Fahrrad mehr Raum einräumen und wie wäre es das Jahreszeitenabhänig zu regeln in den 4 Wintermonate fahren doch kaum Fahrräder.

  • 65 Kritischer Betrachter 29.05.2020, 13:12 Uhr

    Die Protagonisten für das Radfahren sind meist jung oder Mittelalter und glauben, dass alle Menschen auf dem Rad ausreichend reaktionsschnell und beweglich sind. Aber Radfahrer sind oft im Verkehr unsicher und beachten aus Überforderung vielfach die Verkehrsregeln nicht. Soeben erlebt, trotz Radweg auf beiden Seiten wird auf der Straße gefahren bzw. auf der falschen Seite. Die ältere Generation der Fußgänger wird bei allen Planungen vergessen, weil auch Fußwege zunehmend als Radwege benutzt werden. Das Ganze wird als größeres Chaos enden als heute auf der Straße. Der überwiegende Teil der Motorisierten halten sich an die Regeln, Radfahrer meist nicht. Kleinste Lücken werden fürs Durchkommen genutzt, egal ob andere behindert werden. Vor Corona als Wanderer im "Radfahrer-Paradies Darß/Ostsee" (Werbung) erlebt, Fuß-/Radwege wurden von Radfahrern überwiegend als ihr Revier beansprucht, Fußgänger hatten zur Seite zu gehen.

    Antworten (2)
    • Baka Cirno 29.05.2020, 13:19 Uhr

      Ein Zeichen dafür, dass mehr Radwege gebraucht werden. Was für ein Glück, dass die "verwirrten Radfahrer" nicht auch noch Auto fahren ... Sarkasmus aus ... : )

    • Mangelnde Kultur 29.05.2020, 13:43 Uhr

      Es ist die überall vorherrschende mangelnde Kultur mit niedrigem Niveau. Es werden die eigene Bequemlichkeit und der eigene Vorteil genommen. Gefördert durch Selbstbestimmtheit, progressiv, unangepasst, hipp, liberal etc.. Übrigens, Es ist die Fahrbahn von der Sie schreiben. Gehweg und Radweg sind auch Straße. Das Motorisierte besser seien, ist Glauben. Das Zuparken von Einmündungen von Straßen, Behinderungen von Fußgängern und Radfahrern, machen Autofahrerinnen. Ebenso das Abstellen von Autos auf Gehwegen. Es heißt Parken am Fahrbahnrand. Dann bitte nicht aufregen, wenn Radfahrer und Fußgänger auch die Fahrbahn benutzten. Solange in Krankenwagen vorbeikommt ist es keine Behinderung, nicht war.

  • 64 H. Nguyen 29.05.2020, 13:08 Uhr

    Wir fahren seit Coronazeit viel mehr Fahrrad. Da meine Kinder zur Zeit nicht regelmäßig Schule haben, nutzen wir das Fahrrad als Sportaktivität und als Freizeitaktivität. Da wir Bahn- und Busfahren vermeiden, nutzen wir Fahrrad, um zur Schule oder zum privaten Unterricht wie Klavier zu fahren. Das Fahrradfahren ist sehr schön und meine Kinder lieben es. IMeine tochter ist in der 4. Klasse und macht gerade Radführerschein. Ich als Mutter bin froh darüber, dass die Schule Radfahren fordert und die Verkehrsregeln den Kindern beibringt, die die Kinder ihr ganzes Leben lang beherrschen müssen. Ich halte diesen Radführerschein in der 4. Klasse als sehr notwendig. MfG

  • 63 Anonym 29.05.2020, 13:07 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 62 Der letzte 29.05.2020, 13:06 Uhr

    Anrufer war wieder so ein typischer Radikaler.... so ein Quatsch Auto und Radfahrer gleich zu stellen, Überholverbot für Autos von Radfahrern und weiterer Blödsinn. Liebe Leute es geht nur zusammen und nicht immer sich über andere stellen! Nur so wird es gehen. Weder radikal nur Auto noch radikal nur Fahrrad. Und an den guten Mann wenn Fahrradfahrer gleich den Autofahrern seinen sollen so wie sie träumen, ja dann haben Radfahrer auch die gleichen Kosten zu tragen, Versicherung(en) und Kennzeichenpflicht wären unumgänglich. Warum, ja warum sind so viele begeisterte Radfahrer so radikal und egoman? Das wichtigste ist doch das in die Zukunft geschaut wird und Radfahrer eigene Wege bekommen wo gar keine Autos fahren. So wie ein Radschnellweg zwischen einzelnen Orten auf alten Bahntrassen ist doch Ideal. Auch im Urbanen kann man sicherlich Wege finden gemeinsam mobil zu sein. Vielfältigkeit ist auch bei der Mobilität die einzige Lösung!

    Antworten (3)
    • K.B. 29.05.2020, 13:14 Uhr

      Ich meine auch, es geht nicht um eine Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Es ist wünschenswert, dass mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Gar keine Frage. Aber es bringt überhaupt nichts, Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Die Verkehrspolitik der Zukunft wird verschiedene Arten der Mobilität berücksichtigen müssen.

    • S. Spieker 29.05.2020, 13:47 Uhr

      Nein, da Radfahrer auch Steuerzahler sind und damit auch ihren Beitrag zur staedtischen Verkehrsinfrastruktur beitragen, aber pro Rad nur ein Bruchteil des Platzes benoetigen im Vergleich zu einem Pkw,wobei die Pkws in den letzten 30 Jahren auch noch laenger und vor auch noch viel breiter geworden sind und auch nur einen minimalen Abrieb der Reifen "emittieren"waehrend Verbrenner-Autos sowohl Abgase UND Reifenabrieb absondern und in der Masse und ihrem steigenden Gewicht auch den Zustand der Strassen im laufe der Jahre verschlechtern-Alles das trifft nicht auf Fahrraeder zu! Daher gibt es keine Rechtfertigung, Radfahrer speziell an den Kosten der Strassen ind Verkehrsinfrastruktur zu beteiligen! Wenn rein theorothisch.nur noch Radfahrer auf den Strassen fahren wuerden, gingen die Kosten fuer die Erhaltung der Strassen drastisch runter!

    • Fahrrad und Auto gleich 29.05.2020, 13:47 Uhr

      Radfahrer und Autofahrerinnen haben die gleichen Rechte, und Pflichten, § 2 StVO. Es sind beides Fahrzeuge.

  • 61 Schämt euch WDR 29.05.2020, 13:05 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 60 B. Köhler 29.05.2020, 12:59 Uhr

    Ich finde, dass jeder Radfahrer nicht nur ein Sicherheitstraining machen sollte sondern auch wichtig ist die Schulung von Verkehrsschildern/-regeln. Das hört sich sehr einfach, aber so ist es leider. Stoppschilder, Rotlicht, Rechts vor links, Vorfahrt achten werden teilweise nur als Option betrachtet. Radfahrer - Erwachsene und älteren Jugendliche - fahren auf dem Fußweg und einfach diagonal über die Fahrbahn. Ich fahre selbst in Köln nur Fahrrad und wenn man sich an die Verkehrsregeln hält die es bereits schon gibt kommt man normalerweise immer problemlos durch die Stadt. Und wenn sich alle daran halten würden hätten wir überhaupt keine Probleme. Natürlich muss man vorausschauend fahren. Aber das gilt für alle Verkehrsteilnehmer.