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Wie geht gute Schule?

Schülerin meldet sich im Unterricht, vor einer grünen Tafel steht eine Lehrerin

Wie geht gute Schule?

Schulbeginn für rund 158 400 I-Dötzchen in NRW. Bessere Ausstattung und Unterstützung, mehr Lehrer und Lehrerinnen, renovierte Bauten, das wünschen sich die Eltern für ihre Kinder. Und Sie? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Mit der Einschulung beginnt der Ernst des Lebens, heißt es. Und da ist durchaus viel dran. Schon vor der Grundschule entscheidet sich oft, wie fit Kinder für die Schule sind, welche Voraussetzungen sie mitbringen, wie leicht ihnen der Gang auf dem Bildungsweg später fallen wird. Und der fällt durchaus unterschiedlich aus: Besonders Kinder aus ärmeren Familien haben es schwer, sich in der Schule zu behaupten und einen höheren Schulabschluss zu erreichen. Das ist wissenschaftlich belegt und das sieht auch die Mehrheit der Deutschen so, wie gestern (28.08.) das Ifo-Bildungsbarometer 2019 zeigte. Die meisten Befragten sprechen sich für höhere Ausgaben für Kita, Schule und Uni aus. Mehr als zwei Drittel sind allerdings gegen spezielle Maßnahmen für benachteiligte Kinder – zusätzliche Finanzmittel sollten lieber gleichmäßig verteilt werden und allen Kindern zu Gute kommen.

Was braucht es, um eine gute Schule zu werden, um allen Kindern wirklich eine Chance zu geben? Mehr Zuwendung, mehr Lehrpersonal, mehr Geld oder auch eine andere Form von Unterricht? Welche Ideen haben Sie?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, stellv. Vorsitzender Gesellschaft Bildung und Wissen

Redaktion: Beate Wolff und Valentina Dobrosavljevic

Wie geht gute Schule?

WDR 5 Tagesgespräch 29.08.2019 44:48 Min. Verfügbar bis 28.08.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

122 Kommentare

  • 122 Anonym 29.08.2019, 13:59 Uhr

    Die Frage im Titel verdrängt, dass in diesem Land zumindest offiziell noch der demokratische Pluralismus gilt und daher in dieser Gesellschaft sehr unterschiedliche bis gegensätzliche Interessen vorhanden sind und angeblich auch sein sollen. Also muss bis zur offiziell von den Gesetzgebern verkündeten Aufwertung eines Einzelinteresses bestimmter Populisten und ihrer Amigos zum totalen staatlichen Einheitsinteresse auch danach gefragt werden, für wessen Interesse Schule in Deutschland gut sein soll. Augenblicklich läuft es nämlich einerseits unbestreitbar gut für jene Interessen, die davon profitieren, dass die Nachkommen des Prekariats von der Verführungskunst des Menschenrechts und dem Verständnis des Rechtsstaats verschont bleiben. Und andererseits bekommen heute andere Interessenten besonders viele Likes in den „sozialen“ Netzwerken, die mit Stolz ihre hoch gebildete Verachtung des Menschenrechts und Rechtsstaats ins Netz stellen und dies durch eigene Mobbing-Aktionen dokumentieren.

  • 121 Albert Dreistein 29.08.2019, 13:59 Uhr

    Alles, was wir heute vorfinden in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, nimmt in der Schule seinen Anfang. Was also läuft da schief ? Schief läuft, daß zu all dem der Grundbaustein fehlt. Ein Grundbaustein, wie ihn die Chemie und Physik mit den Atomen als Grundbaustein aller Materie lehrt. Ein Grundbaustein, wie ihn die Biologie mit der DNA aller Fauna und Flora lehrt. Und ein Grundbaustein, wie ihn die Informatik mit den binären Zahlen 1 und 0 lehrt, ohne die es weder Digitalisierung noch Internet gäbe. Fazit: Ohne Grundbaustein kann auch das Komplexe nicht funktionieren. Und für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft heißt dieser Grundbaustein: BGE. Soviel Grundlagenwissen sollte künftig jeder Schüler in der Schule gelehrt bekommen, damit er nicht für sein restliches Leben auf dem Schlauch steht wie heute so mancher Politiker.

  • 120 Es bleibt wie es bleibt 29.08.2019, 13:59 Uhr

    Gedicht : Warum in die Schule gehen , wo so schönes Wetter ist ? Wozu immer lernen , was man später doch vergisst ? So woll`n wir das heute mal abschließen . Schönen Tag !

  • 119 Nostradamus 29.08.2019, 13:58 Uhr

    Ich glaube, ich hatte noch richtig viel Dusel, dass ich in diesem Land 1959 geboren wurde und meine Schulzeit noch mit Mitschülern verbringen konnte die ein überwiegend gutes Benehmen an den Tag legten. Da gab es allerdings auch mehr Willkür auf Lehrerseite und Autorität wurde je nach dem schon sehr ausgeübt. Ich kann nicht beurteilen, wie das heute ist, jedoch nach dem, was ich so höre scheint heute durchweg ein generelles Problem mit Autorität und Respekt zu geben - so oder so. Auch scheint gutes Benehmen heute eher Glücksache zu sein. Wie auch immer. Ich denke, dass der Staat sich keinen Gefallen damit tut, das Bildungssystem sowie die Bildungsstätten nebst Materialien und Personal wie Stiefkinder zu behandeln und da an der falschen Stelle zu sparen, wie bisher. Bildung ist mit das kostbarste, was ein Land zu bieten hat und sollte entsprechend behandelt werden. Alles andere baut auf ihr auf. Sie mittels Migration einfach zu importieren kann nicht die Lösung sein!

  • 118 Didaktiker 29.08.2019, 13:58 Uhr

    Dringend notwendig ist eine pragmatische Vorgehensweise. Zuerst über die Inhalte reden und sich verständigen und anschließend Rahmenbedingungen darauf ausrichten. Konkret: nur das im Pflichtunterricht vermitteln, was unbedingt gebraucht wird. Lieber das Wichtige gründlich als chaotische Fülle. Lieber solide Kopfrechnen als höhere Mathematik. Besser präzise sprechen und verstehen als Literaturstudium zu betreiben. Und so weiter. Es ist dringend erforderlich, die Hobbypflege der Lehrkräfte aus dem Pflichtunterricht fernzuhalten und dafür in den Neigungsunterricht zu verlagern.

  • 117 Frau Erdmann 29.08.2019, 13:58 Uhr

    hatte völlig recht: In jeder Schule sollte heute Ethik-Unterricht stattfinden, damit unsere Kinder wieder alte (heute uncoole) Tugenden lernen. Wie Fleiß, Disziplin und Ausdauer für sich selbst und Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Güte für Andere. Ein großes Danke an die Anruferin. Ich wünschte, Herr Wiebicke und Herr Dammer wären viel mehr auf diese gute Idee eingegangen. Sehr schade darum!

  • 116 Ulf Lindermann 29.08.2019, 13:58 Uhr

    Warum haben wir denn all diese Probleme ? Weil das wichtigste Schulfach nicht gelehrt wird: SOZIALE BILDUNG. Kein Wunder, denn wir haben ja noch kein BGE.

  • 115 Dirk 29.08.2019, 13:57 Uhr

    In einer guten Schule werden Kinder und Jugendliche nach dem „Kopf-, Herz- und Hand-Prinzip“ wobei eben ihre unterschiedlichen geistigen, moralischen, körperlichen und praktischen Fähigkeiten ausgewogen entwickelt werden, wobei auf eine gute Charakterbildung und Vorbereitung auf eine verantwortliche, selbstständige Lebensführung Wert gelegt wird. In weltweit 6000 unter Aufsicht der ICCE stehenden Schulen (davon 400 in Europa) verfügen die Kinder über ihren eigenen Lernbereich, in dem sie nach der ACE-Methode in ihrem eigenen Lerntempo entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten lernen. in großen Klassen mit ihren immer vielfältigeren Störungen und der immer negativerer Sozialisation verlieren Kinder oft schon (auch in Kitas) bald nach der Einschulung ihre natürliche Lust am Lernen. In diesen großen Klassen können Lehrer(innen) kaum auf die einzelnen Schüler(innen) eingehen, wodurch ihre Begabungen oft brachliegen, Stärken kaum gefördert und Schwächen kaum behoben werden.

  • 114 Eigenverantwortung oder ? 29.08.2019, 13:51 Uhr

    Das A und O der ersten Bildungsschritte ist und bleibt das Elternhaus mit Vorlesen , Sprechen , Beschäftigen . Da dieses alles oft gar nicht mehr praktiziert wird , Stichworte : überlastete Alleinerziehung ohne Unterhalt oder Doppelverdiener mit Verantwortungsweitergabe an Kita und Schulen werden diese jungen Menschen dann mit 6 der unausgegorenen Bildungs- politik der Länder überlassen - das nennt man föderale Bildungsstruktur . Die Versuchskaninchen von heute sind die Erwachsenen von morgen . Wen wundert es , dass verantwortungsbewusste Eltern - mit Bildungshintergrund von früher - nach anderen Lösungen suchen , z. B. Privatschule ?Unser Bildungssystem ist ein Spiegelbild unserer zerrissenen Gesellschaft .

  • 113 Wollten Sie 29.08.2019, 13:51 Uhr

    heute noch Lehrer sein? Also ich nicht. Wenn man heute nicht über eine sog. natürliche Autorität verfügt und sich in jeder Situation durchsetzen kann, ist man verloren. Denn Freundlichkeit und Güte wird heute (nicht nur an Schulen) leider als Schwäche gewertet. Das ist das eigentlich Furchtbare!

  • 112 Martin R. 29.08.2019, 13:47 Uhr

    Die Schule bringt den Schülern Lesen, Rechnen, Schreiben bei. Und etwas Sozialkunde. Die Schüler haben es in der Hand. Auch für den ärmsten Schüler ist der Besuch der Bibliothek kostenlos.