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Sitzen das neue Rauchen?

Das Bild zeigt die Silhouette einer Frau die am Schreibtisch sitzt.

Sitzen das neue Rauchen?

Ob am Arbeitsplatz, in der Bahn oder auf dem Sofa, jeden Tag verbringen wir viel Zeit im Sitzen. Das schadet aber der Gesundheit, warnen Mediziner. Wie sitze ich richtig und gut? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Kommentare (43)

Wer rund 30 Sekunden lang einmal ganz bewusst krumm vor dem Bildschirm sitzt, merkt schnell: Das kann nicht gut sein. Diese bewusste körperliche Erfahrung und die daraus folgende Erkenntnis helfe dabei, eine schlechte Sitzhaltung zu vermeiden - und im Idealfall längerfristig zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam aus den Niederlanden und den USA um Erik Peper von der San Francisco State University. Die Forscher baten dafür zunächst 87 Studenten, in einer aufrechten Sitzposition den Kopf nach beiden Seiten zu drehen. Im Anschluss sollten sie ihren Kopf nach vorne neigen und das Ganze wiederholen - was 92 Prozent von ihnen daraufhin schwerer fiel. Im Anschluss sollten weitere 125 Probanden ihren Kopf nach vorne beugen und in dieser Haltung 30 Sekunden lang verharren. Fast alle klagten daraufhin über Schmerzen im Kopf, im Nacken oder im Bereich der Augen.

Die Forscher sind sich sicher, dass einem auf diese Weise wirklich bewusst wird, was eine schlechte Haltung insbesondere für den Rücken bedeutet. Dieses Vorgehen sei viel hilfreicher, als ständiges Ermahnen. "Das ist eine vernünftige Studie", sagt auch Bernd Kladny, der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Diese Auswirkungen seien auch schon bekannt vom "Handy-Nacken". Denn die Arbeit am Computer im Büro ist nur ein Teil des Problems. Ähnliche Folgen für den Körper ergeben sich auch durch das ständige Starren auf das Smartphone oder Tablet. Der menschliche Organismus ist für das ständige Sitzen wohl einfach nicht gemacht.

Wie sitzt man am besten, ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen? Gibt es Alternativen zum vielen Sitzen? Wie schütze ich mich vor den Folgen des ständigen Sitzens? Liegt es nur an jedem Einzelnen oder müssen sich auch soziale Rahmenbedingungen – etwa am Arbeitsplatz oder beim Reisen – grundlegend verändern?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Dr. Hans-Georg Predel, Leiter des Instituts für Sportmedizin an der Sporthochschule Köln

Redaktion: Jessica Eisermann und Gundi Große

Sitzen das neue Rauchen?

WDR 5 Tagesgespräch | 09.01.2019 | 45:51 Min.

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Kommentare zum Thema

43 Kommentare

  • 43 G. Heim 09.01.2019, 13:59 Uhr

    Und ich dachte, das Thema gebe nichts her … Soviel Humor im Kommentarbereich gab's noch nie. Und Lachen ist ja schließlich die beste Medizin. Mein Vorschlag für das nächste Gesundheitsthema: Regelmäßiges Atmen - ein völlig überschätztes Verhalten? "Wer rund 30 Minuten lang einmal ganz bewusst nicht atmet, merkt schnell: Das kann nicht gut sein. Diese bewusste körperliche Erfahrung und die daraus folgende Erkenntnis helfe dabei, eine zu seltene Atmung zu vermeiden - und im Idealfall längerfristig zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam aus Pusemuckel-Hintersdorf. Die Forscher baten zunächst 87 Studenten, 30 Minuten lang nicht zu atmen. Im Anschluss sollten sie wieder Luft holen - was 100 Prozent von ihnen daraufhin schwer fiel. Unsere Frage an die Hörer: Wie halten Sie es mit dem Atmen? Atmen Sie regelmäßig? Atmen Sie gerne? Oder halten Sie das Atmen allgemein für ein lästiges Übel? Wird regelmäßiges Atmen überbewertet? Diskutieren Sie mit!" Dank an die Red.!

  • 42 Rolf-Jürgen Römhild 09.01.2019, 13:55 Uhr

    Dass sitzen Gesundheitsschädlich sein soll, widerspricht sich doch. Schließlich sitzen Rollstuhlfahrer ja ewig.

  • 41 kleinesRädchen 09.01.2019, 13:54 Uhr

    Das Sitzen ruiniert komplett den Rücken, das ist leider nun mal so, das kann man überall nachlesen, ist nix Neues! Nach drei LWS OP kann ich das nur bestätigen. Also habe ich jetzt ein pc-Tisch für die couch, also im Liegen surfen bzw. arbeiten. Es gibt sogar aufwendige Konstruktionen, die ich mir aber leider nicht leisten kann. Die Arbeitswelt möge mal ausloten, wie die bessere Ergonomie, also das ps-Arbeiten im Liegen sich auswirkt auf z.B. Ausfallzeiten, ganz zu schweigen hinsichtlich der Schmerzen und deren Folgen... Was sonst kann man machen, Ausgleichssport wohl auch, aber das lange Sitzen taugt nichts!!!? Nicht lachen, aber die zwei S (also das Sitzen und Stehen) sind sehr schlecht , und die zwei L (Liegen und Laufen) sind sehr gut für den Rücken!

  • 40 Dr. Christine Pfeifle 09.01.2019, 13:51 Uhr

    Sehr geehrter Herr Erdenberger, wie in der Fragestellung erwähnt, möchten Sie wissen, wie man richtig sitzt. Dieser Punkt wurde in Ihrem Tagesgespräch überhaupt nicht erwähnt. Es wurde hauptsächlich über Bewegung als Ausgleich für vieles Sitzen gesprochen. Obwohl das sicher richtig ist, muss man doch zugeben , dass Sitzen im Beruf unerlässlich ist!!, Ich hatte angerufen, weil ich als Zahnärztin einen sehr schweren "Sitzberuf " hatte. Ich hatte auch wie viele andere Menschen wenig Zeit für einen Ausgleich. Daher machte ich ab meinem 40. Lebensjahr einen Yogakurs, nur 1 1/2 Stunden pro Woche. Ich habe bis heute keine Rückenschmerzen. Warum? Es liegt an der HALTUNG im Sitzen. Unsere Yogalehrerin hatte uns den besten Hinweis gegeben: Mit geradem Rücken nach vorne gehen , und zwar nur in der "Bikinizone" abknicken! Im Tagesgespräch wurde Yoga erwähnt, aber nicht die wesentliche Seite, nämlich : Ein Bewusstsein für seinen Körper zu entwickeln!!Schade!!!!MFG Ch.Pfeifle

  • 39 Hein Blöd 09.01.2019, 13:42 Uhr

    Leider bin ich erblich vorbelastet und "Rücken, bzw. Knochen zu haben" ist daher vorprogrammierter Standard. Ich erinnere mich noch sehr genau, was es für ein Kampf für mich war mir damals im öffentl. Dienst geeignete Möbel zu bekommen, die mir ein gutes Arbeiten ohne Schmerzen ermöglichten. Da musste erst der Betriebsarzt eingeschaltet werden. Inzwischen bin ich in Rente, arbeite aber noch viel als freier Künstler und sitze daher auch viel. Dafür besitze ich einen sehr guten Stuhl, der im Lumbalbereich nicht statisch ist, sondern mit geht. Mein Tag fängt zudem mit Yoga an. Ich erledige meine Gänge immer zu Fuß oder per Rad und gehe wenigstens eine halbe Stunde täglich spazieren - bei jedem Wetter. Im Sommer stehen Radtouren und Schwimmen im Focus. Mit tut das gut. Fazit: Wenn man eine gewisse Balance hält, sportlich etwas aktiv ist und sich vernünftig ernährt, geht das. Wer aber nur herum sitzt, sich einredet keine Zeit zu haben und viel Fast-Food isst, muss sich nicht wundern.

  • 38 Wolfgang Minge 09.01.2019, 13:36 Uhr

    Wofúr hat der Mensch Gelenke?Mússen wir uns die jetzt entfernen lassen?

  • 37 Sitting Bull 09.01.2019, 13:21 Uhr

    Bitte korrigieren Sie mich: Hat der Studiogast wirklich gegen Ende gesagt, daß in der strahlenden Zukunft das Sitzen für das KOLLEKTIV kein Problem mehr darstellt? Dafür werden dann wohl linientreue Kader sorgen und feindliche Elemente nachhaltig aufklären...

  • 36 Wolfgang Minge 09.01.2019, 13:19 Uhr

    Die Behauptung das Leben wúrde verkürzt bei zu langem Sitzen,empfinde ich als Quatsch,wofür hat der Mensch Gelenke im Húftbecken***

  • 35 Breslein 09.01.2019, 13:16 Uhr

    Genau heute steht im Mondkalender das heute die Waden geschont werden sollen und es wird empfohlen viel zu sitzen. Was soll ich bloß machen? Vielleicht fange ich das Rauchen an und denke darüber nach..

    Antworten (1)
    • G. Heim 09.01.2019, 13:43 Uhr

      @Breslein. Ich dachte, Sie sind fleißig mit den Selbstversuchen beschäftigt? Und dabei blättern Sie im Mondkalender. So wird das nix mit der Studie ...

  • 34 Sabine 09.01.2019, 13:05 Uhr

    Höhenverstellbare Tische zum Sitzen und zum stehen müssen zur Pflicht werden.

  • 33 Lalalalala 09.01.2019, 12:59 Uhr

    Wäre doch ein Drama die Menschen würden durch vernünftige Lebensweise nicht mehr krank werden. Was sollen denn die Ärzte Krankenpfleger KrankenMobile Installateure die die Krankenhäuser warten scheibenreiniger die die Scheiben putzen reinigungstrupps die die Flure pflegen Bauunternehmer die die Krankenhäuser bauen bettenhersteller für die Betten dann die ganze Gerätschaften. Es wäre wirklich das Drama, wir hätten mit einem Schlag 15 Millionen allein in Deutschland mehr Arbeitslose. also sind wir vernünftig belassen alles wie es ist und jeder hat sein Auskommen, der eine halt mit etwas aua aua, der andere ohne, der hat aber den Stress das Geld auszugeben was er durch all die Kranken einnimmt, ausgleichende Gerechtigkeit. Ist doch irgendwie lustig?

    Antworten (1)
    • G. Heim 09.01.2019, 13:22 Uhr

      In der Tat wäre der wirtschaftliche Schaden immens. Gesunde Bevölkerung durch vernünftige Lebensweise = Niedergang der Pharmazeutischen Industrie, Verelendung von Ärzten und Apothekern, etc. Das kann doch keiner wollen!