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Fridays for Future – Utopie oder Motor?

Die Klima-Aktiven Svenja Kannt, Sebastian Grieme, Linus Steinmetz und Sana Strahinjic (v.l.n.r.) stehen an einem Rednerpult.

Fridays for Future – Utopie oder Motor?

Netto-Null-Emissionen, CO2-Steuer, keine Subventionen für fossile Energieträger: Die Jugendlichen von "Fridays for Future" haben ihre Forderungen an die Politik formuliert. Unrealistisch? Ober machbar? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Sie wollen streiken, "bis erste Schritte sichtbar sind". Kämpferisch gaben sich gestern in Berlin (08.04.) die Schülerinnen und Schüler der "Fridays for Future"-Bewegung, als sie ihre Forderungen an die Politik vorstellten: Kohleausstieg bis 2030, das Ende der Subventionen für fossile Energieträger bereits Ende diesen Jahres, eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen und die Abschaltung eines Viertels der Kohlekraftwerke.

Weder abwarten noch verschieben, keine Arbeitsgruppen bilden! Die Jugendlichen ermahnen die Regierungen in Kommunen, Land und Bund, die Klimakrise als solche zu benennen und sofort auf allen Ebenen zu handeln. Den geeignetesten Weg zu finden, sei jetzt nicht ihre Aufgabe, sondern die der Politik in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, erklärten sie.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak kündigte an, Vertreter von "Fridays for Future" zu einem Gespräch in die Parteizentrale einzuladen. Der klimapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Lorenz Gösta Beutin, sprach von einem "notwendigen Weckruf an die tatenlose Bundesregierung". Renommierte Wissenschaftler geben den Schülern und Studentinnen weitgehend Recht und unterstützen ihre Proteste.

Was meinen Sie? Halten Sie die Forderung der Bewegung für utopisch und unrealistisch oder glauben Sie, dass jetzt die Zeit ist, um endlich zu handeln? Sollten sich die Politiker auf die jungen Leuten einlassen oder wissen die Volksvertreter nicht viel besser, was notwendig und machbar ist? Hat sich Ihre Meinung durch die Proteste geändert?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.


Gast: Stefan Krischer, Aktivist Fridays for future

Redaktion: Regina Tanne und Gundi Große

Fridays for Future – Utopie oder Motor?

WDR 5 Tagesgespräch 09.04.2019 45:06 Min. Verfügbar bis 08.04.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

193 Kommentare

  • 193 Martin Weidner 09.04.2019, 13:59 Uhr

    Ganz einfahc: Den Fakten nicht ausweichen, die Zukunft sichern, Vertäge einhsalten, kurz: Forderungen von f4f umsetzen!

  • 192 JoLa 09.04.2019, 13:59 Uhr

    Ich halte die Forderungen der jungen Leute für richtig und nachvollziehbar aber völlig inkonsequent .Beteits ich n den 70 er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden von vielen Umweltaktivisten die Endlichkeit unserer Erde und damit die Grenzen des Wachstums aufgezeigt. Der Club of Rom hat noch weit davor die aufndie Menschheit zukommenden Probleme mit der Erdzerstörung prognostiziert. Unsere Medien stürzen sich natürlich anbiedernd auf den neuen Hype, die Politiker loben das Engagement, die ökologische Versagerin Merkel voran, aber es passiert nichts. Eins wird leider total vergessen, nämlich das ungebremste Bevölkerungswachstum. Das muß primär gestoppt werden,sonst ist alles zu spät!

  • 191 Dirk 09.04.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 190 Werner Sodan 09.04.2019, 13:59 Uhr

    Das Bedingungslose Grundeinkommen ist auch für´s Klima gut.

  • 189 Jürgen Kruse 09.04.2019, 13:58 Uhr

    Auf keinen Fall sollten sich die aktiven SchülerInnen von Parteien verängstigen und vereinnahmen lassen! Partner können nur Nichtregierungs-Organisationen sein wie attac oder greenpeace! attac hat seit längerer Zeit genau diese Themen und Forderungen, die nun im Zusammenhang mit der Bewegung Fridays for Future endlich breiter diskutiert werden! attac wurde bislang häufig (von den Medien) einfach nicht beachtet oder diskriminiert!

  • 188 Eine Jugend 09.04.2019, 13:58 Uhr

    , die wie rund um die Uhr besessen auf den hoch umweltschädlichen und Kinderarbeit erzeugenden Handys daddelt, überzeugt mich nicht. Im Gegenteil.

  • 187 Jürgen Kruse 09.04.2019, 13:57 Uhr

    Auf keinen Fall sollten sich die aktiven SchülerInnen von Parteien verängstigen und vereinnahmen lassen! Partrner können nur Nichtregierungs-Organisationen sein wie "attac" oder "greenpeace"! attac hat seit längerer Zeit genau diese Themen und Forderungen, die nun im Zusammenhang mit der Bewegung "Fridays for Future" endlich breiter diskutiert werden! attac wurde bislang häufig (von den Medien) einfach nicht beachtet oder diskriminiert!

  • 186 Hänsel & Greta 09.04.2019, 13:57 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 185 Mich 09.04.2019, 13:56 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 184 Nur mal so nebenbei 09.04.2019, 13:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 183 DeSoto 09.04.2019, 13:54 Uhr

    Jede Verhinderung einer Abholzung von alten Bäumen ist ein Gewinn im Vergleich von zig Neupflanzungen kleinster Bäumlein. Holzverbrauch kann nur klimaneutral sein für langlebige Baumaterialien oder sehr lang benutzte Möbel etc., wenn gleichzeitig soviel Kronenvolumen angepflanzt wird, wie verbraucht wurde. Für kurzzeitig genutzte Produkte ist Holz klimaschädigender als Plastik, weil für Plastik kein klimawirksames Baumvolumen vernichtet wird. Der umweltschädigende Aspekt von Plastik ist natürlich eine andere Sache.

    Antworten (1)
    • Baumpate Ben Wagin 09.04.2019, 13:57 Uhr

      Verbrauchen nicht kleine Bäume mehr CO2, weil sie noch wachsen müssen???