Was soll aus Moria werden?

Neue Zelte für Flüchtlinge auf Lesbos

Was soll aus Moria werden?

Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist weiterhin unklar, wie es für die obdachlosen Migranten weitergehen soll. Was müsste jetzt passieren? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Wie sollen wir den Migranten aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria helfen? Über diese Frage streiten Politiker seit Tagen. SPD-Chefin Saskia Esken etwa forderte, umgehend eine hohe vierstellige Zahl von Migranten aufzunehmen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wies das zurück – mit den Worten: "Ultimative Forderungen sind nie gut in einer Koalition." Es gehe um eine humanitäre Frage und eine Gesamtlösung. Das lasse sich nicht in drei- oder vierstelligen Zahlen messen.

Die Bundesregierung hat inzwischen ihre Bereitschaft signalisiert: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) planen, zusätzlich rund 1.500 weitere Migranten von den griechischen Inseln aufzunehmen.

Die griechische Regierung hingegen hat bereits klargestellt: Sie will die Flüchtlinge nicht aufs Festland holen. Auf Lesbos wurde in den vergangenen Tagen bereits ein neues, provisorisches Lager errichtet. Das soll in den kommenden Tagen weiter ausgebaut werden – so dass dort künftig alle 12.000 Migranten untergebracht werden könnten. Viele von ihnen aber weigern sich, in das neue Lager zu gehen.

Wie beobachten Sie die aktuellen Entwicklungen? Sollte Deutschland mehr Migranten aus Lesbos aufnehmen? Oder halten Sie das für ein falsches Signal? Wie sollten Deutschland und die EU jetzt reagieren? Ist es eine gute Idee, ein neues Flüchtlingslager auf Lesbos zu errichten?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Dr. Marcus Engler, Migrationsforscher

Redaktion: Ulrich Horstmann und Regina Tanne

Was soll aus Moria werden?

WDR 5 Tagesgespräch 15.09.2020 45:59 Min. Verfügbar bis 15.09.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

236 Kommentare

  • 236 @Martin Weidner .... 15.09.2020, 13:59 Uhr

    . . . wo waren die "Flüchtling" lange sicherer vor Covid-19, als auf LESBOS oder sogar in diesem Lager -- ein angeblicher "Ausbruch",- real Rektionen auf den fragwürdigen RKI-Test, der auch auf allemöglichen anderen CoronaViren-Reste reagiert; aber das nur nebenbei-- e r s t nach sovielen Monaten und Toten in anderen Ländern, inkl. EU und Deutschlands ! Und dann wollen SIE mit-verantworten, daß diese "SCHUTZSUCHENDEN" ausgerechnet in die virulenten dEUtschen Gefahrengebiete überstellt werden, - mit all den geschwächten Kindern und Frauen ?! Das ist mehr als z y n i s c h, - ein Masseneinwanderungs-Brecheisen unter der Fahne der "Menschlichkeit", der "Rettung", die allen Seiten schadet. Vor allem aber jenen, die naiv u. keine Gegenwehr gegenüber jenen "Gästen" haben, die sie als Forderungs-Objekt oder BEUTE betrachten

  • 235 Dirk 15.09.2020, 13:59 Uhr

    Einige Aussagen der „Grünen“ (übrigens auch die Farbe des Islam): z.B. der ehem. EU-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit, Erfinder des Begriffs „multikulturelle Gesellschaft“: „Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.“ Katrin Göring-Eckhardt: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“ Zum Thema Flüchtlingspolitik sagte sie am 9.10.2013: „Es geht…darum, sind wir ein Land, was für Migrant(innen) offen ist, was Leute anzieht …weil wir auch Menschen hier brauchen, die in unseren Sozialsystemen zu Hause sind und sich auch zu Hause fühlen können.” Cem Özdemir am 8.9.98 im „Hürriyet“, übersetzt im „Focus“ am 14.9.98: „Was unsere Urväter vor den Toren Wiens nicht geschafft haben, werden wir mit unserem Verstand schaffen!”

  • 234 Athene Logos 15.09.2020, 13:59 Uhr

    Die Deutschen fühlen sich unmittelbar zuständig für die Migranten auf Lesbos. Die anderen Europäer nicht. Punkt. Der deutsche Tugendstolz, sieht sich moralisch höherstehend und berechtigt ihren Willen allen Europäern falsch deutsch auf-zu-oktroyieren.Jawoll! Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, wie immer. Ihr Humanismus ist in Wirklichkeit verantwortungslose Gefallsucht, weshalb auf ihren Kirchentagen sogar Ex US Präsidenten bejubelt werden, die mit ihren Dronenkriegen die Massenmigration und das Elend hauptsächlich ausgelöst haben. Die bigotten Kirchenfürsten und angeschlossene Sozialarbeiter verdienen und profitieren als Immobilienbesitzer groß daran.

  • 233 Anonym 15.09.2020, 13:59 Uhr

    Moria ist nicht nur ein Symbol der EU-Inkompetenz hinsichtlich der Bewältigung des ständig steigenden Migrationsproblems, sondern es ist auch ein deutliches Zeichen der Hegemonie der populistischen Anhänger eines menschenverachtenden Neoliberalismus in der EU, für die nur zählt, was für sie dabei hinten herauskommt. Jetzt kann also jeder, der seine Augen und Ohren mit Fleiß verschließt, deutlich sehen, was dabei bereits herausgekommen ist. Und der alte Geist der 68er RAF(fgier) meldet sich nun auch wieder zu Wort, um mit seinem zwar alten, aber gut etablierten faschistoiden Antifaschismus das gesellschaftliche Chaos noch weiter zu verschärfen, indem sie unter dem Vorwand ihrer einschlägigen Vorstellung von Humanismus noch schneller und noch mehr Migranten nach Deutschland einschleusen wollen, damit es hier sowohl dem Rechtspopulismus als auch dem auf dem Rücken der Unterschicht nach grenzenloser Rendite strebenden Neoliberalismus noch besser geht.

  • 232 Gleiches Recht für Alle ! 15.09.2020, 13:59 Uhr

    Mal ganz abgesehen davon, daß derlei fremde Völker nicht in den Zuständigkeitsbereich der deutschen Staatsbürgerschaft und Bundesregierung gehören: Gleiches Recht für Alle ! Und das bedeutet: Wenn sich die Groko-Bundesregierung um tausende in anderen Ländern dieser Welt seit Jahren festsitzende, inhaftierte oder in sonstiger Not befindliche deutsche Staatsbürger nicht schert oder sogar ganz offenkundig Hilfe ablehnt, dann haben auch diese 12000 Migranten kein Recht auf Hilfe aus Deutschland !

  • 231 Netter m. Etiquette 15.09.2020, 13:58 Uhr

    ZITAT (WDR5):"Was soll aus Moria werden?" Ta,.. war da nicht mal was P so z.B. der Deutsche Architektentag (?) spieltze doch mal mit der Idee: "Neu- Damaskus" , allerdings hatten die mutmasslich linksdrehenden "Bessererdienenden" und GRÜNEN, solch Städtegründung von Flüchtlingen, mit Grundsteinlegung mit Hilfe Deutscher Steuergeld Mio, hier in Germopney angedacht. Wäre doch 'ne Idee für Lesbs ? Aaaber.. oob DA die Griechen mit"spielen" ? Wo doch die Griechische Regierung dtrikt ablehnt, "die Brandstifter noch zu belohnen" ?!!!

  • 230 P und S 15.09.2020, 13:54 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 229 Martin Weidner 15.09.2020, 13:52 Uhr

    Die Zustände in demLager sind seit langem katastrophal, 5- bis 6-fache Überbelegung war eine Schande. Dass die Pandemie so lange da nicht hinkam, war ein Wunder. Europa wollte das verschlafen Menschen wurden psychisch zermürbt, das war kaltes Kalkül.

  • 228 Dirk 15.09.2020, 13:52 Uhr

    Weshalb sprechen Politiker(innen) und Medien von „Migranten“ (Zuwanderer), wenn diese noch gar nicht in Europa bzw. in Deutschland sind? Erst müsste ihre Asylberechtigung geprüft werden, was Politik und Medien nicht an ihrer Willkommensformulierung hindert, vor allem weil über 99% der zwecks Erzeugung von Mitleid u. Aufnahmebereitschaft genannten „schutzbedürftigen Geflüchteten“ nach Art.16a GG gar nicht asylberechtigt sind. Zu einem bestimmten Fall (13 UF 32/17 v. 14.02.2017) urteilte das OLG Koblenz: „Zwar hat sich der Betroffene durch seine unerlaubte Einreise in d. Bundesrepublik nach §§ 95 Abs.1 Nr.3, 14 Abs.1 Nr. 1, 2 AufenthG strafbar gemacht. Denn er kann sich weder auf § 15 Abs.4 Satz 2 AufenthG noch auf § 95 Abs. 5 AufenthG i.V.m. Art.31 Abs.1 GFK berufen. Die rechtsstaatliche Ordnung in der Bundesrepublik ist in diesem Bereich jedoch seit rund 1½ Jahren außer Kraft gesetzt und die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt.“

  • 227 Jannes Wickert 15.09.2020, 13:50 Uhr

    Selbstverständlich wird die Bundesregierung alle Morianer aufnehmen. Sie sind ja nicht die ersten und sie werden auch nicht die letzten sein, mit denen unsere Regierung uns ihre nur noch als pathologisch zu bezeichnende Verachtung demonstriert. Ein auf stereotyp und medial gekennzeichnete Ziele angesetzter Menschenmassenmob als langfristig angelegte Waffe ins Land zu holen, ist eine alte Taktik. Sich aber mit dem Segen der deutschen Staatskirche dabei auch noch den Nimbus der Menschlichkeit zu verpassen, das ist unnachahmliches Neudeutsch. Von wegen, Kinder und Jugendliche. Nach 5 bitteren Jahren tausender Einzelfälle wissen wir sehr genau, dass auch die Kinder und Jugendlichen der in Moria und ähnlichen Gefilden Hockenden sehr wohl wissen, was sie bei uns zu tun haben. Moria gehört als ein Zeichen aufgelöst und alle zurückbefördert, woher sie gekommen sind. Aber was nützt der beste Rat, wenn 80% der Deutschen sich einen Heiligenschein verpassen wollen. Möge er kosten, was er wolle.

  • 226 Athene Logos 15.09.2020, 13:49 Uhr

    Der Tagesspiegel, verstieg sich dieser Tage sogar zu einem Lob der Brandstifter: „Recht so, zerstört die Camps!“   Die unverblümte Aufforderung die Schule machen und weltweit als Fanal für Masseneinwanderung in das deutsche Sozialsystem verstanden werden soll. Nicht nur die Griechen, befürchten in Folge überall brennende Aufnahmecamps. Unter den Reihen der von Milliärdären gesponserten sogenannten humanitären NGOs ist man* gewillt die Welt zu retten. Koste es was es wolle. Ein Schelm der Böses dabei denkt... Gerade ist wieder ein Schlepperboot gesunken und Menschen sind ertrunken, die von falschen Menschenrechtlern angelockt werden.

    Antworten (1)
    • Edmund W. 15.09.2020, 13:59 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)