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Corona – Chance fürs Klima?

Ungewöhnlich viele Radfahrer auf dem Radschnellweg Ruhr im April 2020 in Mülheim, Nordrhein-Westfalen

Corona – Chance fürs Klima?

In der Coronakrise ist der CO2-Ausstoß stark zurück gegangen. Auch die Natur hat vielerorts von der Krise profitiert. Was bleibt davon? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Kohlendioxidemissionen drastisch gesenkt. In Deutschland wurden Anfang April 26 Prozent weniger CO2 als üblich ausgestoßen.

Auch abgesehen vom Klima hat die Natur vielerorts davon profitiert, dass das Leben während der Coronakrise ruhiger war: In vielen Städten waren Wildtiere zu sehen. Auch die Luft war besser: Die Stickstoffdioxid-Belastung in Deutschland ist im April um mehr als 30 Prozent gesunken, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Das Radfahren in der Corona-Krise boomt. Berlin hat als erste Stadt in Deutschland Pop-up-Radwege eingerichtet. Anlässlich des internationalen Tags der Umwelt am 5. Juni plädieren Umweltexperten dafür, beim Neustart der Wirtschaft verstärkt auf Nachhaltigkeit zu setzen.

Das Deutsche Klima Konsortium warnt: Obwohl der CO2-Ausstoß im April zurückgegangen ist, ist er immer noch so groß, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre auf neue Rekordwerte angestiegen ist. In den kommenden Jahrzehnten müsse der CO2-Ausstoß so stark reduziert werden wie während des Shutdowns. Nur dann könne der Klimawandel abgebremst werden.

Was denken Sie – kann die Corona-Krise eine Chance sein für den Klimaschutz? Wie kann die Wirtschaft wieder in Gang kommen und trotzdem klimafreundlich sein? Oder sind Sie der Meinung, die Corona-Krise war nur eine Ausnahmesituation und Umweltschutz wird danach keine große Rolle mehr spielen? Wie haben Sie die Natur in den letzten Wochen erlebt?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Wolfgang Lucht, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Redaktion: Ulrich Horstmann und Heiko Hillebrand

Corona – Chance fürs Klima?

WDR 5 Tagesgespräch 05.06.2020 45:29 Min. Verfügbar bis 05.06.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

137 Kommentare

  • 137 Albert Dreistein 05.06.2020, 13:59 Uhr

    Bezeichnen wir das Ganze nicht als Gott, sondern als Evolution, die diesen grünen Planeten mit Selbstregulierungs- und Selbstheilungskräften seit Jahrmillionen am Leben erhält und so auch schon viele Fehlentwicklungen der Menschheit in der Vergangenheit mit Pandemien beantwortet und korrigiert hat. Wer solche Pandemien in Zukunft nicht mehr möchte, der sollte einfach mit der Evolution mitdenken, anstatt wie die Groko-Regierung gegen die Evolution zu handeln. Denn die Evolution ist stets der Stärkere bei diesem Kräftemessen. Daran ändern auch Millionen dagegen aufgewandte und staatssubventionierte Masken eines Gesundheits(?)ministers Spahn nichts.

  • 136 Martin Weidner 05.06.2020, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 135 Boni 05.06.2020, 13:57 Uhr

    Danke: ab ca. Min 24 der Hörerbeitrag mit Fakten! - Und einfach köstlich danach die Entgegnung des Gastes. Man wunderte sich, dass er eine ganze philosophiegeschichtliche Vorlesung anzuknüpfen wusste, zu der die Moderatorin höflich schwieg. Aber wozu der Aufwand? 'Gegen Fakten nützen keine Argumente!'

    Antworten (1)
    • Martin Weidner 05.06.2020, 13:59 Uhr

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  • 134 Herbert G. wie Grölemeier 05.06.2020, 13:56 Uhr

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  • 133 Das Ding aus dem Urwald 05.06.2020, 13:56 Uhr

    Der verringerte Ausstoß an Treibhausgasen durch die Billigflieger wird viel zu kurz andauern, um das relativ träg reagierende Klima für die Bedürfnisse der Menschen und vieler anderer Kreaturen günstig zu beeinflussen. Durch weniger Schmutzpartikel und Kondensstreifen in großer Höhe wird sich die Bodentemperatur durch die ungehinderte Sonneneinstrahlung vielleicht zeitweise erhöhen und die Niederschläge wegen fehlender künstlicher Wolkenbildung verringern. Aber dieses Problem kann durch die normative Kraft des wiederaufgenommenen Billigflugverkehrs sicher leicht behoben werden. So sind globale klimapolitische Kursänderungen gegen die Rendite aus der Monokultur und für das Leben nicht zu erwarten, weil die Artenvielfalt keine zahlungsfähige Lobby hat. Dafür wird es mehr Dschungelcamps für Holzaktionen in den letzten Resten der unrentablen Urwälder geben, um die Kosten der Corona-Pandemie finanzieren zu können. Angeblich kam der ursprüngliche Corona-Überträger auch aus dem Urwald.

  • 132 JoLa 05.06.2020, 13:55 Uhr

    Jetzt führen die Öko- Ideologen das große Wort in Richtung totale Veränderung unseres Wirtschaftssystems. Diese Leute, die meist in saturierter Position im öffentlichen Dienst bei Vollversorgung bis zur Bahre leben, haben natürlich die tollen Vorschläge für die Normalos, die im industriellen, handwerklichen oder selbständigen Arbeitsprozess stehen. Wasser predigen und Wein saufen, das ist die versteckte Parole der Links- Grünen Ideologen, die leider immer mehr unser Leben bestimmen. Demnächst steht uns von der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, der Tourismusindustrie, dem Gastronomiegewerbe und dem Einzelhandel eine gewaltige Massenarbeitslosigkeit ins Haus. Die sozialen Folgen sind nicht absehbar, die Verteilungskämpfe ,auch gegen die Forderungen vieler Migranten und Neubürger, werden häßlich. Auch die 100te Milliarden unseres Steuergelds, das die Groko fröhlich verteilt, wird den Absturz nicht retten können. Klimaschutz bringt nur eine Begrenzung der Bevölkerung auf der Erde!

  • 131 Udo Hustenberg 05.06.2020, 13:54 Uhr

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  • 130 Udo Hustenberg 05.06.2020, 13:50 Uhr

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  • 129 Anonym 05.06.2020, 13:49 Uhr

    Vielleicht erledigt sich das Thema ja von selbst, wenn wir in eine Rezession kommen sollten. Die Milliarden, die man jetzt so großzügig ausschüttet, müssen alle zurück gezahlt werden. Das geht nicht ohne Steuererhöhungen und Belastung von jedem Einzelnen, außer Pensionären, Beamten, Politikern und sonstigen Auserwählten. Es könnte sein, dass der normale Bürger kein Geld haben wird für zweimal im Jahr Urlaub, für jeden Tag Fleisch, für ein großes SUV-Auto, für mehr als ein Kind, für Joghurts, Bonbons, Schokolade, Chips usw. Vielleicht ist dann nur noch Geld für Grundnahrungsmittel da, mehr kann sie sich die breite Masse nicht leisten. Radfahren, nicht um der Umwelt zuliebe, sondern um Sprit zu sparen. Ja, das Virus könnte die Erde verändern, anders als wir denken.

    Antworten (1)
    • Rainer 05.06.2020, 13:59 Uhr

      Die Rezession ist doch schon längst da: alles läuft quasi nur noch "auf Pump". Geld drucken geht immer: 750 Milliarden für die EU, eine Billion für's Klima etc.

  • 128 Maik G. 05.06.2020, 13:47 Uhr

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  • 127 Traudel Wimmer 05.06.2020, 13:46 Uhr

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