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Wofür engagieren Sie sich?

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Wofür engagieren Sie sich?

In NRW setzen sich rund sechs Millionen Menschen in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung für andere ein. Am Tag des Ehrenamtes fragen wir: Wie wichtig sind diese Ämter für unsere Gesellschaft? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Im Sportverein, in der Kinder- und Jugendarbeit oder bei Rettungseinsätzen: Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sind in Nordrhein-Westfalen nicht mehr wegzudenken. Ohne sie würde die Gemeinschaft gar nicht gelingen. Dazu zählt die Arbeit mit Senioren genauso wie der Einsatz für Kultur und Umwelt oder der Einkauf für die Nachbarin. Oft helfen Menschen dort mit, wo sie leben. Das Warum ist dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst; einige möchten etwas zurückgeben oder ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Die meisten geben jedoch an, dass die Freude im Mittelpunkt stehe.

Dieser Spaß am Helfen zieht auch die neue Generation an: Fast jede*r Zweite zwischen 16 und 30 Jahren kann sich vorstellen, ehrenamtlich zu helfen – jede*r Fünfte macht das bereits, so die jüngsten Antworten einer Umfrage im Auftrag des Malteser Hilfsdienstes. Wer sich nicht freiwillig engagiert, dem fehlt meist die Zeit, heißt es. Andere wollen mehr öffentliche Unterstützung wie beispielsweise die Diakonie. Sie fordert für Ehrenamtliche günstigere Fahrten mit Bus und Bahn. Die Landesregierung würdigt die Helferinnen und Helfer regelmäßig mit Auszeichnungen oder Vergünstigungen durch die Ehrenamtskarte. Doch genügt das?

Wird Ehrenamtler*innen ausreichend Wertschätzung entgegengebracht? Wie wichtig sind sie? Was bewirkt die selbstlose Arbeit in unserer Gesellschaft? Erzählen Sie uns von Ihrem Engagement in Vereinen, im Dorf oder der Nachbarschaft? Und sollte der Staat die ehrenamtlichen Jobs Ihrer Meinung nach mehr fördern?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Albrecht Prinz von Croÿ, Vizepräsident des Malteser Hilfsdienstes

Redaktion: Ulrich Horstmann und Gerald Beyrodt

Wofür engagieren Sie sich?

WDR 5 Tagesgespräch 05.12.2019 45:15 Min. Verfügbar bis 04.12.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

70 Kommentare

  • 70 1.400 EUR BGE für Alle 05.12.2019, 13:59 Uhr

    Menschenwürde erlangt man nicht dadurch, indem man als Ehrenamtler sich für lau bis zur totalen Selbsterschöpfung zur Behebung von Mißständen einsetzt, die eigentlich die Aufgabe des Sozialstaates wären, aber nicht selten durch genau diesen Staat erst verursacht wurden. Und auch für die Nutzer und Almosenempfänger hat das alles nichts mit Menschenwürde etwas zu tun, all diese geleistete Ehrenamtler-Arbeit, wie z.B. in Tafeln, Kleiderkammern und Obdachlosenheimen, ohne Gegenleistung und Entlohnung notgedrungen wegen eigener Mittellosigkeit jahrein jahraus annehmen zu müssen. Derart skandalöse Zustände schlimmer als in einem Dritte Welt- oder Nachkriegsland sollten im laut Groko ach so reichen Deutschland alsbald ein Ende finden. Auch deshalb ist es höchste Zeit für ein BGE für Alle.

  • 69 Simone 05.12.2019, 13:58 Uhr

    Für private gemeinnützige Tätigkeit passt der Ausdruck "Ehrenamt" nicht gut. Amter werden von Höheren vergeben. Die auch heute wieder feudale Tradition des Gastes in spiegelt den Gegensatz zwischen gutdotierten Funktionären der NGOs und den von ihnen in Dienst genommenen wohlwollenden. Bürgern. Soviel zum "Amt". "Ehre" als Dank mag mancher Rentner als Witz empfinden, der nur deshalb reichlich Zeit hat, weil er die beim Arztbesuch spart, den er sich finanziell nicht leisten kann.

  • 68 Facel 05.12.2019, 13:58 Uhr

    Ehrenämter sind der Reparaturbetrieb für das, was die Neo-Libs im Gesellschaftzusammenhang zerstören. z. B. die Tafeln kümmern sich um das, was der Sozialstaat an sich sicherstellen müsste, damit sie nicht notwendig wären, oder die Naturschützer, die sich um das kümmern, was die Wirtschaftenden ohne reelle Preisschilder vom Staat zu ihrem alleinigen Vorteil zerstören dürfen. Es sind hauptsächlich die Älteren, mit einem großen Teil derer, die die Wirtschaft trotz Rüstigkeit und praktischer Kompetenz schon vorzeitig aussortiert hat. ---- Ich engagiere mich im Roten Kreuz, für Baudenkmal- und Naturschutz.

  • 67 JoLa 05.12.2019, 13:57 Uhr

    Die Wertschätzung der Ehrenamtlichen durch die Politik ist erbärmlich, allen Sonntagsreden und gelegentlichen Auszeichnungen zum Trotz.Ich engagiere mich im Sportbereich und im Umweltschutz als Ehrenamtler und verbringe viel Lebenszeit mit der Hilfestellung für andere, die dies leider auch oft nicht anerkennen. Wir haben heute verstärkt eine egoistische Einstellung nach dem Motto:Habe meine Rechte, verschone mich von Pflichten. Deutlich gesagt ist der Ehrenamtler für die Politik und Ihre meist gut saturierten Protagonisten nur ein billiger Helfer, der die Gesellschaft am Laufen hält oder sogar die von Politkern durch miserable, weltfremde Gesetze initiierten gesellschaftlichen Probleme lösen soll. Dazu gehört z.B. die unsägliche Flüchtlings- und Migrationspolitik von Kanzlerin Merkel und Co., die ohne die 100tausende Ehrenamtler zum totalen Chaos in D geführt hätte. Wenn die Politik es ernst meint, könnte sie ja zumindest einen pauschalen Steuerfreibetrag einführen. Passiert nicht!

  • 66 P und S 05.12.2019, 13:56 Uhr

    Mein Ehrenamt ,galt immer dem Naturschutz und dem Umweltschutz ,wie ich schon öfters erwähnt im TG .Unser Angelverein betreibt seit über 50 Jahren diesen auf freiwilliger Basis .3 x im Jahr , Ufer (Flüsse ) und Seen Reinigungen .Dazu kommt der Nistkastenbau und Aufhängungen ,dieser Nistkästen .

    Antworten (1)
    • Facel 05.12.2019, 13:59 Uhr

      Super!

  • 65 Schade 05.12.2019, 13:51 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 64 Breslein 05.12.2019, 13:42 Uhr

    Ich engagiere mich hier beim Tagesgespräch. Mit meinen Kommentaren versuche ich den Blick über den Tellerrand zu fördern und um nicht nur den Mainstream nach zulaufen. Es ist mir eine Ehre aus der Herde der Lemminge auszubrechen. Meist werden meine Kommentare leider nicht richtig gewürdigt, weil missverstanden. Den Ironie versteht der Leser nie.

    Antworten (1)
    • Karl Theodor 05.12.2019, 13:58 Uhr

      Wir sind alle Lemminge lieber Herr Breslein, wer glaubt kein Lemming zu sein ist es vielleicht mehr als er denkt, dennoch so mancher Ihrer Kommentare hat mich geärgert, mancher belustigt, manchmal amüsiert, so soll es sein ohne gedanklichen Austausch funktioniert keine Gesellschaft. Danke für Ihre Engagement.

  • 63 Martin Weidner 05.12.2019, 13:41 Uhr

    Wer regelmäßig einsame Menschen besucht oder anruft - ist das schon Ehrenamt? Oder erst, wenn er Mitglied in einem Besuchsdienst oder telefonischem Besuchsdienst ist? Zwischen allgemeiner Mitmenschlichkeit und Ehrenamt gibt es keine so klare Grenze. IN vielen Kommentaren hier wird das Ehrenamt als solches in Frage gestellt. Damit wird m. E. gegen Mitmenschlichkeit als solches gewettert.

    Antworten (1)
    • Harald Möller 05.12.2019, 13:56 Uhr

      Dem kann ich nur zustimmen. Ein Ehrenamtler muss sich nicht unbedingt bei einem Verein engagieren. Jede Hilfsbereitschaft, die nicht entlohnt wird, ist ein Ehrenamt, auch wenn man sich nicht regelmäßig engagiert.

  • 62 Bernhard Erkelenz 05.12.2019, 13:34 Uhr

    Die negativen Erfahrungen einer Hörerin (zwischen 12.40 und 12.48 Uhr) in einer Amnesty-Gruppe vor ca. 40 (!) Jahren kann ich nicht bestätigen. Ich arbeite seit 46 (!) Jahren in einer Amnesty-Gruppe. Niemand war oder ist gezwungen, Briefe zu schreiben, wenn das sie/ihn zu sehr belastet. Und in der Regel kümmern übrigens sich mehrere Mitglieder um einen Gefangenen, sodass sich jede*r entsprechend einbringen kann. Neben der sogenannten "Fallarbeit" (Engagement für die Freilassung eines politischen Gefangenen) spielte schon vor über 40 Jahren Öffentlichkeitsarbeit eine große und wichtige Rolle.

    Antworten (1)
    • Martin Weidner 05.12.2019, 13:48 Uhr

      Nicht wenige setzen sich selbst unter einen Druck, teils ist es Helfersyndrom, teil Perfektionismus oder andere Antreiber wie das Vergleichen mit Anderen oder der Wunsch, gut dazustehen. Da sollten aber andere diesen Druck wahrnehmen und das aufarbeiten helfen. Einige sind aber kaum zu stoppen und arbeiten bis zum Zusammenbruch. Über die Anruferin kann ich natürlich nichts sagen. Aber merkwürdig ist es schon, etwas jahrzehntelang mit sich herum zu tragen.

  • 61 otto 05.12.2019, 13:32 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 60 otto 05.12.2019, 13:30 Uhr

    Nach dem Willen der AfD-Fraktion sollen in den Kommunen Ehrenamtskarten mit bundes- und landesweit gültigen Vergünstigungen ausgegeben werden können. In einem Antrag (19/14346) fordert sie die Bundesregierung auf, die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Die Regierung soll zudem Partner bei den Energieversorgern, im öffentlichen Personennahverkehr und im klassischen Konsumbereich für Vergünstigungen für ehrenamtlich aktive Bürger akquirieren. Ehrenamtskarten seien ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes für das ehrenamtliche Engagement, schreibt die AfD in ihrem Antrag . In vielen Bundesländern und Kommunen existierten bereits solche Karten mit unterschiedlichen Angeboten. Diese seien jedoch regional begrenzt. Deshalb müssten deutschlandweit gültige Vergünstigungen geschaffen werden. Nach dem Willen der AfD soll auch eine Ehrenamtskarte für im Ausland lebende Deutsche, die sich dort ehrenamtlich mit Bezug auf Deutschland engagieren, eingeführt werden.

    Antworten (2)
    • otto 05.12.2019, 13:48 Uhr

      Wie der falsche "otto" schon schrieb: Die Ehrenamtskarte gibt es schon lange und wird auch genutzt. Wieder ein sinnloser, weil überflüssiger Antrag der AFd. Aber wenn er dann nicht auf Unterstützung stösst, kann man ja wieder laut jammern das man nicht ernst genommen wird!

    • Martin Weidner 05.12.2019, 13:52 Uhr

      Ich bin gegen die Aushöhlung des Föderalismus. Es ist doch bereits Länderweit geregelt, zumindest von NRW weiß ich das. Darüber hinaus wäre es eine Absprache auf der Innenministerkonferenz.