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Kommt jetzt die Bahn?

Fahrgäste der Deutschen Bahn am Berliner Hauptbahnhof.

Kommt jetzt die Bahn?

Pünktlicher, schneller, häufiger – Politik und Wirtschaft wollen die Bahn mit einem sogenannten Schienenpakt attraktiver machen. Ist das der Startschuss für die Verkehrswende? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die Schiene könne der Verkehrsträger Nummer eins in Deutschland werden: Das sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bei der Unterzeichnung des sogenannten Schienenpakts in Berlin. Rund zwei Jahre haben Verbände, Verkehrsunternehmen und die Politik darüber diskutiert.

Ein Kernpunkt ist der "Deutschlandtakt": Demnach sollen künftig auf den Bahn-Hauptachsen halbstündig Züge fahren. Los gehen soll es ab Dezember mit der Verbindung zwischen Berlin und Hamburg. Bis allerdings die ersten NRW-Verbindungen im Deutschlandtakt fahren, wird es wohl noch dauern.

Außerdem soll die Zahl der Fahrgäste im Personenverkehr bis 2030 verdoppelt werden und der Marktanteil im Güterverkehr auf mindestens 25 Prozent steigen. Und schließlich solle die Schiene flexibler, wettbewerbsfähiger, leiser und klimafreundlicher werden, so Scheuer.

Erreichen will die Bahn das unter anderem durch einen Ausbau der Infrastruktur: Bis 2030 sollen fast 90 Milliarden Euro in das Schienennetz investiert werden. Kritiker hingegen haben Zweifel, dass sich der Schienenpakt wirklich umsetzen lässt. Anderen gehen die Pläne nicht weit genug.

Was halten Sie von den Bahn-Plänen? Sind sie ein wichtiger Schritt in Richtung Verkehrswende? Oder gehen sie Ihnen nicht weit genug? Denken Sie, dass die Pläne am Ende vielleicht gar nicht umgesetzt werden? Finden Sie es richtig, jetzt in den Ausbau der Bahn zu investieren? Was müsste geschehen, damit Sie künftig gern und regelmäßig mit der Bahn fahren?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Andreas Schröder, Fahrgastverband Pro Bahn

Redaktion: Ulrich Horstmann und Heiko Hillebrand

Kommt jetzt die Bahn?

WDR 5 Tagesgespräch 01.07.2020 45:17 Min. Verfügbar bis 01.07.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

93 Kommentare

  • 93 Ich 01.07.2020, 13:59 Uhr

    Eilmeldung: In Deutschland wurde ein ICE gesichtet, der pünktlich, sauber und in der richtigen Wagenreihung von Düsseldorf Richtung Hamburg den Bahnhof verließ. Wäre auf halber Strecke nicht das auf die Schienen herabkrachende Blatt gewesen, hätte dies eine historische Fahrt werden können!

  • 92 BGE for Future 01.07.2020, 13:59 Uhr

    Es hängen so viele positiven Dinge an der eigentlich erforderlichen Verkehrsreduzierung, wie u.a. Gesundheit, Wohn- und Lebensqualität, Schutz von Umwelt, Natur, Kindern, Zukunft, Erdressourcen und Klima. Das alles könnte man mit dem zu all dem entgegengerichteten Schienenpakt vergessen und nicht erreichen. Offenbar ist die Groko-Politik noch immer gefangen in ihrem alten, nicht mehr mit Umwelt, Mensch und Klima vereinbaren, wachstumsabhängigen Sozial- und Rentensystem und kann daher nicht die eigentlich notwendige, zukunftsweisende Politik des 21. Jhd. hin zur Verkehrsreduzierung und zum Wachstumssystemausstieg machen.

  • 91 Mikea 01.07.2020, 13:53 Uhr

    Nachdem der letzte deutschen Hersteller für Schienen seinen Betrieb wegen mangelnder Rentabilität vor mehr als einem Jahr schon eingestellt hat, kann der Ausbau der Bahn mit Material aus China ausgebaut werden. Dort wird dann die Konjunktur angekurbelt. Das erhöht vielleicht die Nachfrage nach Pappnasen aus Deutschland, aber natürlich machen wir uns unnötig wieder einmal vollkommen vom Ausland abhängig. Als Soforthilfe wäre es tatsächlich zielführend, wenn die Bahn ihre Fahrpläne einhalten könnte und nicht, während man schon alternativlos in der S-Bahn sitzt mit der Auskunft beglückt wird, daß der Zug, um seine Verspätung für die nächste Fahrt auszugleichen, schon einmal ein paar Stationen vor dem Reiseziel endet. Es macht einfach keinen Spaß, ohne wirklichen Anschluß auf irgendeinem Bahnhof, wie die Haltepunkte gerne hochtrabend genannt werden herumstehen zu müssen, bis sich die Bahn vielleicht erbarmt, einen der folgenden Züge bis zum fahrplanmäßigen Ziel zu senden.

  • 90 Herr schmeiß Hirn von obe 01.07.2020, 13:52 Uhr

    Die bisherige Ausbreitungsgeschwindigkeit der Corona-Pandemie über´s derzeit vorhandene Schienennetz reicht wohl der Groko noch nicht aus ? Also dann erstmal das Schienennetz verdichten, um danach dann wiederum das Schienennetz im Lock down zukünftiger Pandemien zu sperren ?

  • 89 Anonym 01.07.2020, 13:50 Uhr

    Die Bundesregierung sollte Die Bahn nehmen und eine weite Reise machen.

  • 88 BGE geht anders 01.07.2020, 13:48 Uhr

    Das Schienenpaket, dessen Schienen schon bald ganz nach altem Vorbild im Nirgendwo enden und versanden werden, ist wieder mal ein toller Groko-Schildbürgerstreich. Und zur Erinnerung: Die Bahn konnte schon die bisherigen Jahre nicht ihr Schienennetz vor den Auswirkungen des Klimawandels schützen. Bei einer Erweiterung des Schienennetzes wäre das dann der komplette Supergau an gesperrten Bahnstrecken nach jeder Windböhe oder Schneeflocke.

  • 87 Che 01.07.2020, 13:44 Uhr

    Ich fahre gerne mit Bus und Bahn. Seit meiner Studentenzeit habe ich den ÖPNV zu schätzen gelernt. Natürlich ist das nicht immer perfekt, aber welches Verkehrsmittel ist das schon? Die angekündigten Maßnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Sie werden nicht auf einen Schlag alle Probleme lösen können, aber ein Anfang ist gemacht. In dieser Sendung aber auch in unserer Diskussionsrunde wurden viele interessante Vorschläge gemacht und Kritikpunkte vorgetragen, die von Herrn Schröder aufgenommen und in weitere Diskussionen eingebracht werden könnten. Ich hoffe, dass dies geschieht. Ansonsten braucht alles seine Zeit.

    Antworten (1)
    • BGE geht anders 01.07.2020, 13:57 Uhr

      Für Bus & Bahn muß man top fit und kern gesund sein. Bereits mit einem Rollator ist beim ÖPNV mit all seinen Barrieren Endstation. Und Krankheiten gibt es unendlich viele, bei denen der ÖPNV nicht in Frage kommt oder zusätzlich die Gesundheit durch Infektionen, Stürze, gewalttätige rücksichtslose Fahrgäste usw. gefährdet.

  • 86 Franziska Weber 01.07.2020, 13:43 Uhr

    Im Hbf. Mannheim sah ich einen Bahnmitarbeiter in einer Unterführung stehen, der mit dem Fahrer eines ICE Blick- und Rufkontakt hatte und verspätet angekommene Fahrgäste eines anderen ICE zu diesem Zug gelotst hat - das möchte ich mal im Rheinland oder Ruhrgebiet erleben! Statt des üblichen: da kann man nix maaache ...

  • 85 Kommt 01.07.2020, 13:38 Uhr

    jetzt die Bahn? Und wie die kommen wird! Vor allem mit den Preisen. Nichts ist bei der Bahn so kontinuierlich wie das. Wäre das doch nur mal mit der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit so. Kaum ist der Ausbau auf einer vielbefahrenen Strecke gemacht werden Preiserhöhungen das erste sein, was die Bahn sofort umsetzt, denn das Ganze muss ja irgendwie finanziert werden. Und wer sollte das dann bezahlen, wenn nicht bei all den Pendlern und anderen Fahrgästen, besonders auf den Kurzstrecken mal wieder kräftig abkassiert wird?

  • 84 Plausi Controlletti 01.07.2020, 13:30 Uhr

    Natürlich muss wieder in die Bahn investiert werden. Aber ob sich die Träumereien, was die Bahn in kürzester Zeit können und leisten müsste, sich bei dem Investitionsstau und dem notwendigen Zeitaufwand realisieren lässt, steht doch sehr weit in den Sternen. Fritzchen Politiker stellt sich das wohl so vor: man geht zu einer Firma, bestellt Züge und Schienen und ein halbes Jahr später hat man mehr Schienenverkehr. Da geht es um Jahrzehnte, insbesondere wenn Erneuerungen und Ausbauten bei laufenden Betrieb stattfinden müssen. Vergesst schnelle Verbesserungen in den nächsten Jahren.

    Antworten (1)
    • Hans-Norbert Bähr 01.07.2020, 13:54 Uhr

      Ist das das Ergebnis von 15 Jahren Merkel?

  • 83 Klaus 01.07.2020, 13:26 Uhr

    Bahnfahren?   War einmal. Für mich. Als es noch Service gab und nicht so viele unterschiedliche Bahnbetreiber. Schade...Heute stehe ich vor Automaten unterschiedlicher Anbieter, verstehe die nicht. Züge fahren ab, bevor ich irgendwie eine Fahrkarte ziehen kann. Kein Mensch der hilft, Karten verkauft, auch noch in der SBahn. Ich möchte Service, Hilfe, Toiletten, Sauberkeit, Sicherheit. Kameras und sofortige individuelle Ansprache über Lautsprecher an die Chaoten, die sich nicht benehmen, laut Musik machen, mit Essen krümeln... und manchmal bedrohlich wirken oder sind...da fühle ich mich im Auto sicherer. Vielleicht sollte ein Kleinbusverkehr im Nahverkehr gefördert werden. Dort fühlt man sich durch den Fahrer sicherer, und es gäbe mehr Haltestellen. Für Fernverkehr nutzte ich gerne Liege- oder Schlafwagen im Nachtzug. Gibt es nicht mehr bei der DB. Lösung: individuell Auto