Themenwoche Bildung: Wer hat Sie geprägt?

Schauspieler Robin Williams sitzt als Lehrer zwischen Schülern

Themenwoche Bildung: Wer hat Sie geprägt?

Ein Lehrer, die Ausbilderin, die Großeltern – Vorbilder können ganz unterschiedliche Rollen haben und unsere Entwicklung prägen. Welche Person hat Sie in Ihrer Bildung beeinflusst? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen im WDR Tagesgespräch!

Ein 15-jähriger Kriegsflüchtling schreibt Gedichte auf Deutsch und zeigt sie seinem Deutschlehrer. Der ist beeindruckt und ermutigt seinen Schüler, weiterzuschreiben. Das ist die Geschichte von Autor Saša Stanišić, der gerade den Deutschen Buchpreis gewonnen hat. Ohne seinen Deutschlehrer wäre er nicht zum Schriftsteller geworden, sagt er.

Nicht selten sind persönliche Begegnungen entscheidend für ganze Werdegänge. Egal, ob unkonventionelle Lehrerfiguren wie John Keating, der seine Schüler im "Club der toten Dichter" zu selbstständig denkenden Menschen machen will. Oder Eltern, die ihr Kind ermutigen, als Erster in der Familie eine akademische Laufbahn einzuschlagen.

Im Rahmen der ARD-Themenwoche Bildung stellen wir die Frage, welchen Einfluss andere Menschen auf die eigene Entwicklung haben. Denn Lernen passiert selten isoliert, sondern häufig am Modell. Vorbilder und Mentoren können hier Orientierung leisten.

Was bedeuten Ihnen persönliche Vorbilder? Gibt es eine Person, die Ihren Bildungsweg geprägt hat oder immer noch prägt? Wie wichtig sind persönliche Beziehungen in der Bildung? Geben Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen selbst an andere weiter?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Redaktion: Dirk Müller und Jessica Eisermann

Themenwoche Bildung: Wer hat Sie geprägt?

WDR 5 Tagesgespräch 11.11.2019 45:51 Min. Verfügbar bis 10.11.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

76 Kommentare

  • 76 Bildungsdefizite 11.11.2019, 13:58 Uhr

    wirken sich besonders fatal im Bereich der politischen Entscheidungsträger aus. Entsprechend sind die Ergebnise ihrer politischen Entscheidungen. Es liegt aber an uns, wen wir wählen. Solange wir jemanden in den Bundestag oder einen Landtag wählen, über den wir nur informiert werden, daß er beispielsweise verheiratet ist, Kinder hat und der Familienhund Fiffi heißt, wird sich nicht viel ändern. Es liegt also an uns selber, das Heft in die Hand zu nehmen und Persönlichkeiten mit den richtigen Bildungen und Kenntnissen als unsere Repräsentanten zu wählen. Dann kommt hoffentlich auch mehr Expertise in das politische Geschehen.

  • 75 THINK BIG & BGE ! 11.11.2019, 13:54 Uhr

    Wer ist da noch wessen Vorbild, wenn Schüler wie Greta Thunberg ihre Lehrer bereits an Erkenntnis und Weitblick übertreffen ?

  • 74 Meine Schulzeit 11.11.2019, 13:53 Uhr

    war vor allem von Ignoranz, sehr viel Willkür, Spießbürgertum, engen moralischen Vorstellungen und viel Fehlbildung geprägt. Das Elternhaus hat noch seins dazu getan. Vorbilder habe ich dabei keine gehabt und auch keine gefunden. Es hat mich nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch unglaublich viel Kraft und Energie gekostet, mich aus diesem Korsett später zu befreien. Ich habe das als Frau durch drei sich ergänzende Berufsausbildungen, viel Fleiß und viele Hürden geschafft und könnte da sehr stolz darauf sein. Meine Erkenntnis ist nur leider die, dass all das nichts wert ist, wenn man darüber Krank wird und ich bin leider so krank geworden, dass ich nun in allen Berufen nun gar nicht mehr arbeiten kann. Das bringt mich mit der Rente in eine blöde Lage, denn ich konnte gar nicht genug arbeiten; bei einer Grundrente würde ich durch das bisher vorgegebene Raster fallen. Ich weiß, ich bin nicht alleine damit - es gibt noch viele mehr. Diese Leute werden von der Regierung völlig ignoriert!

  • 73 New BGE-Greta 11.11.2019, 13:52 Uhr

    Was bleibt von Vorbildern noch übrig, wenn es einerseits heißt: Nach der Erkenntnis ist vor der Erkenntnis, die nicht selten die vorherige Erkenntnis revidiert ? Was lernt man denn da in der Schule überhaupt noch bestandssicher und frei von den jeweiligen Machthaberinteressen ? Und während das Dritte Reich seine Schüler auf den 2. Weltkrieg schulte und vorbereitete und die meisten Schüler dies erst im Nachhinein kapierten, so könnte sich alsbald auch unser heutiges Schulsystem machthaber-gesteuert als Vorbereiter und Ausbilder auf einen weitaus größeren 3. Weltkrieg herausstellen, der mit all seiner Zerstörungskraft gegen Umwelt, Natur, Mensch, Zukunft und Klima ein Weltkrieg eines noch nie dagewesenen Ausmaßes darstellt und anders als der 2. Weltkrieg der Menschheit danach keinen Wiederaufbau mehr ermöglicht, weil sämtliche Existenzgrundlagen zerstört wurden .

  • 72 was hat mich geprägt 11.11.2019, 13:47 Uhr

    nur was man selber lernen will lernt man. Das hat mioch geprägt. Vorbilder .... braucht man nicht ergeben sich sowieso temporär. Vorbilder werden beim genauen hinschauen oft enttarnt.

  • 71 Anna Elisa 11.11.2019, 13:47 Uhr

    Ich arbeitete auf einer Verwaltung. Mein Kollege, ein junger Oberinspektor, brachte öfter seine Bibel zur Arbeit mit und las uns daraus vor. Ja, er animierte uns, das Leben an Jesus Christus auszurichten. Es hat mich beeindruckt, dass nicht nur meine Eltern, Verwandten und Bekannten, ganz normale traditionelle Christen an Gott glaubten, sondern auch dieser, in meinen Augen etwa bessere junge Mann. Er hat mir meine erste Bibel besorgt, für 10 DM bei Karstadt im Angebot, eine evang. Lutherbibel, für mich als Katholikin. Und später, wenn in meiner Einheitsübersetzung vom NT der Bibel etwas unklar war, habe ich in die Lutherbibel geschaut. Luther verstand es in seiner verschwurbelten Ausdrucksweise, Aussagen auf den Punkt zu bringen und plötzlich verstand ich z.B. was Jesus oder auch Paulus gesagt hatten. Ich bin durch meinen Kollegen ein suchender und fragender Mensch in Sachen Religion geworden. Und ich habe immer wieder Menschen und Bücher getroffen, die Antwort gaben. Aha - Erlebnisse.

  • 70 New BGE-Greta 11.11.2019, 13:45 Uhr

    Wer schützt vor falschen Vorbildern ? Und wer bestimmt, wer falsche Vorbilder sind ?

  • 69 JoLa 11.11.2019, 13:42 Uhr

    Für die soziale Bildung aber auch das Erlernen von praktischen Fähigkeiten in Haus und Garten, bin ich meinen Eltern und älteren Geschwistern dankbar. Sie haben mich unterstützt, ermutigt und dienten immer als Vorbild, manchmal auch als schlechtes. Während der Schulzeit hatte ich das Glück auf viele engagierte und neugierig machende Lehrer zu treffen. Dies sogar bei Frontalunterricht und Bestrafung bei frechdreistem Verhalten in der Schule. In den Klassen war aber auch ein ruhiges Arbeitsklima, ganz wenige verhaltensauffällige Schüler und eine zu über 90% deutschsprachige Schülerschaft. Die damaligen Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen,sogar aus der Türkei oder arabischen Ländern, haben sich sehr schnell sprachlich und kulturell eingegliedert, so dass wenig Reibungsflächen mit der deutschen Gesellschaft entstanden. Heute ist das leider völlig anders, wenn man das wachsen der Parallelgesellschaften , Schüler ohne Deutschkenntnisse und Klassen mit über 90% Migranten sieht. Tolle Groko.

  • 68 kleinesRädchen 11.11.2019, 13:35 Uhr

    Mathe, Deutsch, Physik, Chemie, mancher denkt, er lernt es nie! Aber mancher, der das dachte, später noch Karriere machte ! ( Verf. unbek.) * Lerne, spare, leiste was, dann kannste,haste, biste was!* Eigentlich einfach, oder? Unsere Politiker, die von ihren Arbeitsgebieten teilweise null Ahnung haben, müssten verpflichtet werden erst einmal zu lernen, worum es überhaupt geht außerhalb ihrer Parteiengeisterbahn! Sie setzen nach dem WKII heute sage und schreibe wieder Menschenleben ein für ihre obsolete Natobuckelei in einem end- und sinnlosen islamistischen Richtungskrieg. Sie haben versäumt zu lernen, was zu Kriegen geführt hat und sind dermaßen ungeschult, dass sie noch nicht einmal auf dem Schirm haben, dass ein Osmane eine gewisse Gleichschaltung kopiert und versucht Europa unter Druck zu setzen..... Noch nicht einmal learning by doing!

  • 67 Ignaz-Denket um! 11.11.2019, 13:25 Uhr

    Die Forderung des Spruches "Erkenne dich selbst" nach mehr rechter Einsicht (Innensicht), um dadurch seinen Charakter zu veredeln, ist für mich ein Vorbild, für eine gute Bildung. Eine Weisheits-Idee für eine bessere Bildung, ist für mich ein gutes Vorbild. Ideologische Bildung ist immer dogmatisch ausgerichtet, für eine Machtausübung, ist für mich ein schlechtes Vorbild, es ist eine Schreckensbildung für mich.

    Antworten (2)
    • Mit der 11.11.2019, 13:38 Uhr

      Selbsterkenntnis haben viele Leute nicht nur ein deutliches Problem vor dem Spiegel - das bekomme ich im täglichen Leben ständig mit. Auch mit der Selbstreflexion hapert es für gewöhnlich erheblich. Beides wird gewöhnlich zwar vom anderen erwartet, oft selbst aber gar nicht, bzw. nur unzureichend praktiziert. Da kann man auch nehmen was und wen man will. Generell sollte man jedoch nichts von anderen erwarten, was man selbst nicht tun will. Da geht es schon mal los... Bedenkt man das immer, veredelt sich der Charakter fast spielerisch wie von selbst.

    • Ignaz-Denket um! 11.11.2019, 13:57 Uhr

      In der Selbsterkenntnis . die ich meine, findet die Veredelung des Menschen automatisch statt. Mit der Ich-Erkenntnis und dem Ich-Bewußtsein finden die Probleme mit sich und den anderen Menschen statt, durch Egoismus. Ich und Selbst sind getrennt eine Zweiheit, vereint sind sie eine Einheit, nur dadurch findet die wahre, wirkliche Bildung des Menschen statt.

  • 66 Ungerechtigkeit 11.11.2019, 13:23 Uhr

    Leider kann ich nur schlechtes von meiner Schulzeit erzählen. Meine Geschwister und ich waren Vertriebenen- Kinder aus Schlesien Breslau, nach dem zweiten Weltkrieg. In der Hauptschule wurden wir weder wahrgenommen noch gefördert. Wahrscheinlich waren wir sehr eingeschüchtert und brav und haben nicht den Unterricht gestört. In dieser Schule gab es so viel Ungerechtigkeit das mir schon als Kind klar wurde die Welt ist ungerecht. Die sogenannten einheimischen Kinder wurden bevorzugt. Kinder haben ein sehr feines Gespür für Gerechtigkeit. Kriegsschuld haben nicht alle Deutsche tragen müssen. Mein Vater war Kriegsversehrter und meine Mutter war traumatisiert. Sie haben Haus und Hof verloren. Die Familie wurde auseinandergerissen und in ganz Deutschland verteilt. Meine Eltern haben nie wieder ihre Heimat gesehen. Wir sind jetzt um die 70 Jahre und die Renten sehen spärlich aus.

    Antworten (1)
    • Alles vergessen ? 11.11.2019, 13:59 Uhr

      Genau solche Hintergründe zur Bildungschance damals und heute gehören mit ins Gesamtbild und als Vergleich zu dem , womit sich unsere Wohlstandsgesellschaft heute herumschlägt : angefangen von der Play - Station bis zum Abi - Ball im 1000 .- € Abendkleid . Danke für den Kommentar .