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Frauenfußball-WM: Warum guckt keiner?

Die deutschen Fußball-Nationalspielerinnen Dzsenifer Marozsan und Svenja Huth auf dem Feld vor einem Freistoß im Spiel gegen China am 8.6.2019

Frauenfußball-WM: Warum guckt keiner?

Die deutsche Frauen-Elf hat ihr Auftaktspiel bei der WM in Frankreich gewonnen, doch die Begeisterung der deutschen Fans ist verhalten. Wie stehen Sie zum Frauenfußball? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die Fußballnationalmannschaft der Frauen geht in die Offensive. "Wir brauchen keine Eier – wir haben Pferdeschwänze", heißt es provokant. Mit einem frechen Werbespot haben die Spielerinnen des deutschen Nationalteams auf die WM aufmerksam gemacht und spielen selbstironisch mit Klischees. Denn trotz acht Europameister- und zwei Weltmeistertiteln schenken die Deutschen ihren Fußballerinnen längst nicht so viel Aufmerksamkeit wie den männlichen Kollegen. Dabei war FIFA-Präsident Gianni Infantino vorab von einer "neuen Ära" der Frauen-WM überzeugt und versprach eine "Explosion des Frauenfußballs".

In Deutschland ist so gut wie kein Biergarten mit Flaggen geschmückt, kaum einer spricht über die Sportlerinnen. Selbst das EM-Qualifikationsspiel der Männer am Abend (11.06.2019) scheint wichtiger zu sein als die WM-Spielerinnen. Und auch Vermarktung, Gehälter und Prämien unterscheiden sich gravierend, genauso wie die auseinanderklaffenden Zuschauerzahlen. Die Fans, die bleiben, erleben zwar guten Kombinationsfußball, aber Spannung und Nervenkitzel könnten mehr sein. Fußballerin Guiolia Gwinn, die gegen China am Samstag das einzige Tor erzielte, räumte im ARD-Interview ein: "Wir sind gut ins Spiel gestartet, hatten dann Höhen und Tiefen. Doch am Ende zählt der Sieg."

Was ist dran an den Vorurteilen gegenüber Frauenfußball? Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass die weiblichen Teams im Schatten der männlichen stehen? Oder fiebern Sie bei dieser WM mit? Was trauen Sie der weiblichen Nationalmannschaft zu? Den Titel? Und spielt für Sie die Gleichberechtigung auf dem Fußballfeld mit?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Sabine Hartelt, WDR-Sportjournalistin und Fernsehmoderatorin

Redaktion: Beate Wolff und Julia Lührs

Frauenfußball-WM: Warum guckt keiner?

WDR 5 Tagesgespräch 11.06.2019 45:18 Min. WDR 5

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Kommentare zum Thema

150 Kommentare

  • 150 Beasty 11.06.2019, 13:59 Uhr

    Eben war von Ihrer Expertin zu hören: „Frauen laufen 1 Sekunde langsamer als die Männer. Sie sind auch nicht so durchsetzungsfähig….“ Das dann das Interesse klein wird, die Zuschauerzahlen sinken wegen der kleineren Leistung. Die heute propagierte Meinung, Frauenfußball und Männerfußball wären im vielen äquivalent und daraus eine Gleichwertigkeit beim Zuschauer erzwingen zu wollen,- Holt die Fähnchen raus, jubelt und frohlockt - entstammt dem idealen Wunschdenken des WDR 5. Was folgt nenne ich eine Abstimmung mit den Füßen.

  • 149 Imman Mohammed Salif 11.06.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 148 MarcoM 11.06.2019, 13:59 Uhr

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  • 147 Bert Wollersheim 11.06.2019, 13:55 Uhr

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  • 145 Auch der WDR 5 11.06.2019, 13:53 Uhr

    sollte keine Klischees verbreiten. Frauen sind von Haus aus teamfähiger? Totaler Unfug. Denn es gibt nicht ohne Grund das Wort "Zickenkrieg", das das Gegenteil beweist. Und der kann die Hölle auf Erden sein. Das sind berufliche Rangeleien unter Männern vergleichsweise harmlos.

    Antworten (1)
    • Da schau her 11.06.2019, 13:56 Uhr

      Hahahahahahaha, so schaut´s aus !

  • 144 Bert Wollersheim 11.06.2019, 13:50 Uhr

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  • 143 Eva & Adi 11.06.2019, 13:49 Uhr

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  • 142 Bert Wollersheim 11.06.2019, 13:45 Uhr

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  • 141 Kein Wunder! 11.06.2019, 13:44 Uhr

    Die diesjährige Frauenfußball-WM kommt bei den Männern nicht an. Wen wundert´s, wenn die "Damen" einen derart männerfeindlichen Werbe-Spruch ablassen? Und das sage ich hier wohlgemerkt nicht als Mann.

    Antworten (1)
    • Laura 11.06.2019, 13:56 Uhr

      Was ist daran männerfeindlich? Ironie scheint nicht Ihre Stärke zu sein.

  • 140 Obersalzberger Jong 11.06.2019, 13:44 Uhr

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  • 139 Bert Wollersheim 11.06.2019, 13:41 Uhr

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