Überrascht Sie die große Hilfsbereitschaft?

Freiwillige Helfer tragen in Bad Neuenahr-Ahrweiler zerstörte Möbel auf eine mit Sperrmüll übersehene Straße

Überrascht Sie die große Hilfsbereitschaft?

Nach der Überflutung gibt es vor allem eins: Hilfe für die Betroffenen. Haben Sie mit dieser Solidarität und Hilfsbereitschaft gerechnet, weil sie selbstverständlich ist? Oder sind Sie überrascht? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Aus Ahrweiler, Erftstadt oder der Eifel kommt mittlerweile die Meldung: Bitte nichts mehr vorbeibringen. "Wir ersticken momentan in Sachspenden", sagt der Verbandsbürgermeister von Adenau/Schuld. Wer weiterhin helfen wolle, solle besser Geld spenden, zum Beispiel an den Zusammenschluss von Hilfsorganisationen unter dem Namen "Aktion Deutschland Hilft".

In den Tagen seit den Starkregenfällen sind überall helfende Hände zu finden, die Menschen kommen aus dem ganzen Land: Helfer:innen vom Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr und zahlreicher anderer Institutionen unterstützen die Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. In Bonn haben Anwohner:innen Hilfesuchende aus der Region im Ahrtal aufgenommen, die ihr Haus oder ihre Wohnung verloren haben. Viele Menschen packen an, räumen auf und transportieren mit großen Maschinen den Müll und Schutt von den Straßen ab. Auch die deutschen Bäcker:innen helfen aus: etwa die Bäckerinnung Düsseldorf. Dort wird das "Flutbrot" verkauft, vom Erlös geht jeweils ein Euro an ein Spendenkonto.

In Zeiten von Katastrophen rücken wir offensichtlich zusammen, viele werden zu Helfer:innen. Überrascht Sie diese Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität? Oder ist es für Sie selbstverständlich, in solchen Zeiten mit anzupacken, zu spenden und Hilfe anzubieten? Berührt Sie diese Welle der Hilfsbereitschaft?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Pater Dr. Jürgen Langer, katholischer Pfarrer, Leitungsteam Notfallseelsorge Bonn Rhein-Sieg.

Redaktion: Ulrich Horstmann und Jessica Eisermann