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Gesellschaft – was hält uns zusammen?

Menschen versammeln sich vor der Frankfurter Paulskirche

Gesellschaft – was hält uns zusammen?

Nach der mutmaßlich rechtsextrem motivierten Gewalttat von Hanau stellt sich die Frage: Was führt zu so viel Hass? Und was hält unsere Gesellschaft zusammen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch.

"Rassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag (20.02.2020) nach der schrecklichen Gewalttat in Hanau, der neun junge Menschen zumeist mit Migrationshintergrund zum Opfer fielen. "Unsere Gesellschaft ist wehrhaft und stark", erklärte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). Aber wie stark ist sie wirklich und vor allem, wie stark ist der Zusammenhalt von allen, die unsere Gesellschaft ausmachen?

In letzter Zeit wird oft darüber gesprochen, wer denn alles zu unserer Gesellschaft gehört und wer etwa nicht. Jüdische Gemeinden und auch muslimische Vertreter*innen mahnen immer häufiger an, dass sie sich ausgestoßen fühlen. Dass sie weniger Chancen bei Bildung und Beruf haben und auch regelrecht bedroht werden. Auch der Anschlag in Hanau hatte, nach allem was man bisher weiß, einen rassistischen Hintergrund.

Wie empfinden Sie das? Wie wichtig sind für Sie Zusammenhalt und Solidarität? Glauben Sie, dass die Politik da in der Pflicht ist, oder müssen alle mit anpacken und aufeinander zugehen? Was fördert einen Zusammenhalt und gibt es da etwas, was Sie selber tun?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Politikwissenschaftlerin Goethe-Universität Frankfurt

Redaktion: Dirk Müller und Valentina Dobrosavljevic

Gesellschaft – was hält uns zusammen?

WDR 5 Tagesgespräch 21.02.2020 45:06 Min. Verfügbar bis 20.02.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

185 Kommentare

  • 185 T. Roll 21.02.2020, 13:59 Uhr

    Was die Gesellschaft zusammenhält? All jenes, was die Neoliberalen, die Globalisten und die grünen Postmodernisten zu zerstören trachten! Was aber die Gesellschaft NICHT zusammenhält - das haben die schrecklichen terroristischen Anschläge in Frankreich, Belgien und Berlin, also auch die bedauerlichen Taten des verwirrten und psychisch gestörten Einzeltäters von Hanau: Multikulti.

  • 184 BGE geht anders 21.02.2020, 13:59 Uhr

    Das was der Staat säht, das erntet er. Und so durchzieht auch die AGENDA 2010 abgrundtiefes staatliches Mißtrauen, Kontrollwahn, Intoleranz und Argwohn gegen die Bürger. Was will dafür also der Staat von den Bürgern ernten ? Von all dem das ganze Gegenteil ? Also Toleranz und Vertrauen ? Nein, das funktioniert nicht, wie man an all der Intoleranz, all dem Hass, Extremismus usw. sehen kann. Will der Staat das ernten, was er sich wünscht an Vertrauen, Toleranz usw., dann muß er in Vorleistung gehen und das BGE für Alle einführen. Wäre es anders, dann hätte der Staat ja längst andere Wege gefunden, mit all dem zunehmenden Hass und Intoleranz fertig zu werden. Mit der Strafverschärfungskeule auf all das drauf zu hauen, ist der denkbar schlechteste Weg und wird an all diesen Problemen nichts ändern, sondern wird den Staat selbst in den Zerfall bringen.

  • 183 GerdSR: Red.lügt! 21.02.2020, 13:59 Uhr

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  • 182 Anonym 21.02.2020, 13:58 Uhr

    Demokratie schützen, Gesellschaft zusammenhalten sind die heutigen Forderungen der demokratischen Parteien. Die Verantwortung für diesen menschenverachtetem Terroranschlag schieben sie der AFD zu. Sind AFD Wähler alle Nazis? Warum lässt man die Hetzer und Verfassungsfeinde um Herrn Höcke in der AFD, den sie die Verantwortung, Wegbereiter und Schuld an Terror und Rechten Radikalismus anlasten, noch frei agieren können, warum kommen diese nicht hinter Schloss und Riegel? Aber warum wählen überhaupt so viele überhaupt die AFD? Demokratie heißt für diese Gut-Politiker, wählen solange bis es passt; Rückgängig ist sonst angesagt. CDU blockiert den Wählerwillen, EU setzt gewählten Kandidaten ab und, und … Schaut selber erst in euern Spiegel…

  • 181 JoLa 21.02.2020, 13:58 Uhr

    Das Verbrechen eines abgedrehten und pathologischen Menschen mit Verschwörungsfantasien und rechtem Gedankengut darf m.E. nicht dazu führen, dass jetzt- wie leider in allen Medien praktiziert- nur noch das böseRechteals Ursache allen Übels dargestellt wird. Wie seit Tagen wird auch heute im TG vom objektiven und der ach so neutralen , nur der Wissenschaft verpflichteten Professorin , auf subtile und direkte Weise die Rechten und speziell die AfD und ihre Sympatisanten als geistige Mittäter dargestellt. Eine demokratisch legitimierte Partei, die erst durch das politische Versagen der etablierten Parteien auf dem Feld des € , der Flüchtlingspolitik u.a.m., seit 2015 dank Merkel groß wurde, wird erneut ausgegrenzt.So stigmatisiert man erneut große Teile der Bevölkerung . Seltsam ist für mich auch, dass beim Hanau- Mörder gleich ein Bezug nach Rechts erfolgt, bei Terror der Islamisten ,z.B. Breitscheider Platz, vermeidet man den Bezug zum Islam. Doppelmoral überall u. Versagen der Medien

  • 180 GerdSR/Statt Aufklä- 21.02.2020, 13:58 Uhr

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  • 179 Birgitt Kruse 21.02.2020, 13:57 Uhr

    Der neoliberale Kapitalismus spaltet uznd zerstört die Gesellschaft!

  • 178 Augstein 21.02.2020, 13:57 Uhr

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  • 177 Jürgen Kruse 21.02.2020, 13:56 Uhr

    Schlimm, dass die "Expertin" im Studio jede systemische Kritik abbügeln durfte aus einer neoliberalen Sicht der Wirtschaft und Gesellschaft!

  • 176 Gerd/ Zensur ohne Ende! 21.02.2020, 13:56 Uhr

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  • 175 Gerechtigkeit fehlt 21.02.2020, 13:55 Uhr

    Was hält die Gesellschaft zusammen? Die Gesellschaft wird zusammen gehalten, wenn so etwas wie Gerechtigkeit unter ALLEN Bürgern fühlbar und erfahrbar ist. Fangen wir mit Politik an: Herr Scheuer und sein Millionenverlust, Frau von der Leyen und die dubiosen Beraterfirmen, Flughafen BER, der immer teurer wird usw. usw., dann die Konzerne: große Firmen, die kaum Steuern zahlen, Cum-Ex, Panama-Papiere, Diesel-Skandal, Mehrwertsteuer-Verschiebung usw., usw. Dann die Probleme mit Osteuropäern, mit Clans, mit Migranten usw. Überall spürt der Bürger, dass sein mühsam verdientes Geld vom Staat verschleudert, bzw. ungerecht ausgegeben wird. Der Staat könnte mit wenig Handlung für viel mehr Gerechtigkeit sorgen. Und dann steigert sich einen Attentäter mit seinen verschwurbelten Gedanken in die Idee hinein, dass er mit seinem Attentat für Gerechtigkeit sorgen will.