Neuer Anlauf für den Klimaschutz?

Greta Thunberg und Luisa Neubauer stehen im Garten

Neuer Anlauf für den Klimaschutz?

Vor zwei Jahren begann die Erfolgs-Geschichte von Fridays for Future. Dann kam Corona. Zum Jubiläum war Greta Thunberg nun zu Besuch bei Angela Merkel. Kommt der Klimaschutz wieder ins Rollen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Am 20. August 2018 protestierte Greta Thunberg zum ersten Mal vor dem schwedischen Parlament für mehr Klimaschutz: die Geburtsstunde der Fridays-for-Future-Bewegung. Seitdem schlossen sich ihr immer mehr Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt an. Dann kam Corona und bremste auch die Fridays-for-Future-Bewegung aus. Doch die Pandemie hatte offenbar auch positive Folgen für den Klimaschutz: 

So ist der globale Erdüberlastungstag in diesem Jahr am Samstag, 22. August – und damit drei Wochen später als 2019. Ab diesem Tag hat die Menschheit nach Berechnungen des Global Footprint Network alle Ressourcen verbraucht, die ihr bei nachhaltiger Nutzung für das gesamte Jahr zur Verfügung gestanden hätten. Zudem ist der weltweite CO2-Ausstoß durch die Pandemie stark gesunken.

Aber Corona könnte auch negative Folgen fürs Klima haben. Der Hotel- und Gaststättenverband fordert, Heizpilze, die in vielen Kommunen verboten sind, in diesem Herbst und Winter wieder zuzulassen, damit Gaststätten ihre Gäste auch draußen platzieren können. So sollen die Einbußen der Gastronomie in Grenzen gehalten werden.

Nach dem jetzigen Treffen von Angela Merkel und Greta Thunberg in Berlin sagte Regierungssprecher Steffen Seibert: Beide Seiten seien sich einig gewesen, dass die Bekämpfung der Erderwärmung eine globale Herausforderung sei und dass den Industriestaaten bei der Bewältigung dieser Aufgabe eine besondere Verantwortung zukomme.

Wie blicken Sie derzeit auf den Klimaschutz? Finden Sie es gut, dass das Thema wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt? Sehen Sie in der aktuellen Situation eine Chance für den Klimaschutz? Oder sind Sie der Meinung, dass wir derzeit drängendere Probleme lösen müssen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Niklas Höhne, Leiter des New Climate Institute

Redaktion: Willi Schlichting, Lioba Werrelmann und Jessica Eisermann

Neuer Anlauf für den Klimaschutz?

WDR 5 Tagesgespräch 21.08.2020 46:16 Min. Verfügbar bis 21.08.2021 WDR 5


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Kommentare zum Thema

178 Kommentare

  • 178 Martin Weidner 21.08.2020, 13:59 Uhr

    Hier shceint es einigen egal zu sein, dass wir unsere lebensgrundlagen zerstören. Unsere Urenkel sollen Staub essen, oder was? Und dann kommt nur. die anderen müssen aberauch! und Schlammwerfen auf eizelpersonen. sachlich haben die, die gegen di Öko-wende sind, hie nichts geschrieben, wie auch - da gibt es knie sachargumente!

  • 177 gerdSR:2."Verbrechen an 21.08.2020, 13:59 Uhr

    . . . den jungen Menschen", wurde betont: Zur erneuten "Corona"-Anfeuerung der Weltuntergangs-ANGST angefeuerte F4F-"Klimaschutz"-Bewegung werden nicht nur alle anderen Gründe für eine eventuelle Welt-Durchschnitts-Temperaturanhebung a u s g e b l e n d e t, sondern auch alle bestehnden Möglichkeiten die Erde abzukühlen ohne auf dem xxx-Milliarden-teuren/ profitablen CO2-Zusammenhang abzuzielen. Also wird komplett die unmittelbare Bedeutung der/ Erhaltung der WÄLDER und fruchtbaren BÖDEN ausgeblendet, - also völlig die längst bestehenden Möglichkeiten, jetzt Wasser dorthin zu leiten, Regenwolken zu erzeugen u. die massenhaft vorhandenen zum Regnen zu bringen, - wie es andere Nationen längst tun.

  • 176 Gratia 21.08.2020, 13:59 Uhr

    Die Moderation von Herrn Schmitz-Forte erinnerte teilweise an ein bloßes Abfragen, wie durch einen Lehrer in der Schule, ohne jeglichen Kommentar. Eine jeweils kurze Rückmeldung von ihm, zum Verständnis und auch zur Einordnung der jeweiligen Positionen, wäre m. E. zumindest höflicher gewesen. Schmitz-Forte beweist bei anderer Gelegenheit Auffassungsgabe und Analysefähigkeit. Hier überlässt er alles dem eingeladenen Experten. - Man wünscht ja keine Bevormundung, aber zwischen Zensur und Gleichgültigkeit gibt es viele Nuancen.

  • 175 Albert Dreistein 21.08.2020, 13:59 Uhr

    Die menschheits-fabrizierte Erderwärmung ist der Katalysator für die Corona-Pandemie. Und um die Erderwärmung und damit auch die Corona-Pandemie zu stoppen und Umwelt, Natur und Klima zu regenerieren, bedarf es etwas mehr als nur Merkels oberflächliches Klimaschutz-Päckchen, das schon wegen seines Wachstumsbeigeschmacks zur Pharse gerät. Wieviel mehr notwendig ist, das zeigt bereits mein Kommentar Nr. 129 auf.

  • 174 WDR = Propaganda 21.08.2020, 13:58 Uhr

    Dass ein Teenager-Mädchen mit Asperger-Syndrom seine hysterischen Appelle den Mächtigen dieser Welt vortragen muss, um sie angeblich zum Handeln zu bewegen (wie voriges Jahr in New York dem verständnisvoll nickenden UNO-Generalsekretär Guterres), ist ein deutlicher Beweis, dass die Menschheit mit einem globalen Problem zu tun hat, nämlich der weltumspannenden Propaganda und nicht mit der menschenverursachten Klimaerwärmung. Ähnlich wie bei der Corona-Hysterie wird eine Gefahr, mit der die Menschheit seit Jahrhunderten zu leben gelernt hat (ob saisonale Grippewellen oder Klimaveränderung), durch Massenmedien zur apokalyptischen Dimension aufgeblasen. Die Hauptnutznießer sollen im Schatten bleiben, dafür sorgt glänzend auch der WDR durch mangelnde kritische Fragen und stattdessen alltägliche Gesellschaftserziehung.

  • 173 Elmar 21.08.2020, 13:57 Uhr

    Schön, dass dieses Tagesgespräch nicht Trump vs. Biden gewidmet wurde. Klimaschutz ist auch erheblich wichtiger, als einen 74-jährigen durch einen 77-jährigen zu ersetzen.

  • 172 @P und S: Bitte ... 21.08.2020, 13:54 Uhr

    .. den Klima- und UMWELTschutz: Denn "Schutz" des KLIMAs, so wie es völlig abstrakt mit einer Welt-Durchschnittstemperatur und komplett nicht-biophysikalisch definiert ist, ist in großem Umfange anti-ökologisch wie umweltschädlich im XX-Milliardenumfang ( für Ausführliches/ Grundlagenphysikalisches ist hier keine Zeit noch Platz), - Aber bspw. die "energetische Gebäudesanierung" ist nicht nur massiv Giftmüllproduzierend und tendenziell gebäudeschädlich, - sie amortisiert sich meisten weder finanziell noch energetisch. Und ist - daher auch CO2-kontraproduktiv. - Und wenn man bspw. nach 40 oder 30 Jahren ins Plus käme (womit es dann wg. Zerfall der Isostoffe nach 45 - 60 Jahren zu ende ginge), könnte man damit n i i e mals die sog. KlimaZIELE erreichen !

  • 171 Greta-Liker 21.08.2020, 13:54 Uhr

    Leute, die Kanzlerin ist doch nicht doooooooooooooooof! Sie hat das Thema für sich kassiert, nette Bilder produziert, und, und! ----- Und würgt es auf die Formel: Was politisch möglich ist, herunter! Mal so nur unter uns WDR 5 Hörer: Die Kanzlerin hat doch ABSOLUT keinen Sinn nach Umweltschutz: macht doch die Wirtschaft kaputt ------- Seit über fünfzig Jahren sehe ich die Bilder der stinkenden Schlote und Auspuffe in Nahaufnahme im WDR-Fernsehen ... Die Wissenschaftler haben seit JAHRZEHNTEN die Horror-Meldungen parat! ----- Will der Mensch wirklich als dummes Schaf der Politiker an die Schlachtbank geführt werden! Oder ein paar Morlocks klopfen sich gorillamäßig auf die Brust auf einer stinkenden Müllkippe! Wir brauchen keinen Atomkrieg! .....

  • 170 THINK BIG ! 21.08.2020, 13:47 Uhr

    Was nützen denn dem Gaststättenverband Heizpilze, wenn durch Corona ohnehin immer weniger Leute Gaststätten besuchen werden ?

    Antworten (2)
    • Renate Meile 21.08.2020, 13:56 Uhr

      Die Leute trauen sich nicht IN Gaststättenräume und sitzen lieber draußen. Der Gaststättenverband will die Außen-Saison verlängern. Ich bin gegen diese Pilze, Decken tun es auch.

    • Anonym 21.08.2020, 13:56 Uhr

      Es gibt auch Kommunen, die im Rahmen des Umweltschutzes diese 'Gift-Pilze' in der Außengastronomie verbieten ...

  • 169 @Dirk Weck, Nr.69... 21.08.2020, 13:43 Uhr

    [ es scheint heute mal wieder extreme "technische" Probleme zu geben, etwas Unangepasstes zu veröffentlichen, - oder liegt's nur am Browser ?? ] . . . konkreter werden bei solch gewichtig warnenden Zusammenhängen, bspw. dahingehend, welche Rolle die großen geschäftlichen Interessen und Zusammenhänge der GRETA-Firma und andere angebliche KLIMA-Schützer, wie bei al-Gore spielen ? > Oder evtl. wie ich, daß die argumentative völlige ( CO2-Treibhaus-Klima -> Weltdurchschnittstemperatur-Erhöhung"-) M o n o k a u s a l i t ä t bei diesem angeblichen Weltuntergangs-Rettungsthema -- die notwendig zu biophysikalisch/ ökologisch vernichtender Politik mit totalitärer Macht führen muss ?!

  • 168 Fließbandlandwirtschaft 21.08.2020, 13:41 Uhr

    Fließbandlandwirtschaft auf leergeräumten Flächen mit Monokulturen und nackten humusarmen Böden entziehen der Menschheit die Lebensgrundlagen, und den Landwirten die Existenzgrundlagen. Durch Mangelernten durch Trockenheit, und durch Bodenerosionen, mit gleichzeitigen Hochwässern. Gesetzliche Regelungen für ein umweltverträglicheres Land-Wirtschaften werden behindert, weil in Parlamenten viele Vertreter von Bauernverbänden und Agrarindustrie, oft in Personalunion, sitzen.