Wie erleben Sie den Wirtschaftseinbruch?

Hochgeklappte Containerbrücken stehen unter einem dunklen, wolkenverhangenen Himmel am Containerterminal Hamburg Altenwerder.

Wie erleben Sie den Wirtschaftseinbruch?

Die deutsche Wirtschaft ist wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie nie zuvor. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel um 10,1 Prozent. Wie spüren Sie persönlich die Wirtschaftslage? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Einen solchen ökonomischen Absturz hat die deutsche Wirtschaft seit Beginn der vierteljährlichen Konjunktur-Berechnungen im Jahr 1970 noch nicht erlebt. Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres schrumpfte das BIP, also die Summe aller in Deutschland produzierten Waren und Dienstleistungen, von April bis Juni um mehr als zehn Prozent und damit stärker als während der Finanzkrise 2009.

Die Aussichten für die kommenden Monate sind dagegen besser, vorausgesetzt es gibt keinen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen. Nach der Einschätzung von Claus Michelsen, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stehen die Zeichen "eindeutig auf Erholung". Es werde aber wohl trotz kräftiger Zuwächse zwei Jahre dauern bis der historische Einbruch aus dem Frühjahr wettgemacht werden könne.

Konsumforschern zufolge zeigen die Konjunktur-Maßnahmen der Bundesregierung erste Effekte. Hoffnung macht zudem der Blick auf den Arbeitsmarkt. So hat sich die Zahl der Arbeitslosen leicht stabilisiert und liegt nun bei 2,9 Millionen. Allerdings verhindert vor allem der massive Einsatz von Kurzarbeit einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Obwohl sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befinde, stehe der Arbeitsmarkt nach wie vor unter Druck, sagte Daniel Terzenbach von der Bundesagentur für Arbeit.

Wie erleben Sie die aktuelle Wirtschaftslage? Wie stark sind Sie persönlich von dem Konjunktureinbruch betroffen? Sind Sie vielleicht selbst in Kurzarbeit? Worüber machen Sie sich Sorgen? Was macht Ihnen aber auch Hoffnung?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung

Redaktion: Dirk Müller und Jessica Eisermann

Wie erleben Sie den Wirtschaftseinbruch?

WDR 5 Tagesgespräch 31.07.2020 45:42 Min. Verfügbar bis 31.07.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

122 Kommentare

  • 122 Freddy 31.07.2020, 13:59 Uhr

    Jetzt wird das bittere Realität, was Herr Laschet noch im März (Maischberger - die Woche) ansprach:, [Zitat] "... Ich hab' das oft gesagt: Unsere Gesellschaft ist so aggressiv im Moment, mit 2,3 Millionen Arbeitslosen und viel Wohlstand, gibt's eine Aggressivität, Rechtsradikale, Mordtaten und-und-und. Was ist eigentlich bei uns los, wenn wir mal 5 oder 6 Millionen Arbeitslose haben? ..."

  • 121 Das moralische Opfer 31.07.2020, 13:58 Uhr

    Früher brauchte man für die Sanierung des Glaubens an ein ewiges Wirtschaftswachstum noch eine zyklische militärische Mobilmachung durch ein Ermächtigungsgesetz, doch heute reicht dafür wahrscheinlich schon ein Finanzierungsvorbehalt durch die bloße Verkündung eines Wirtschaftseinbruchs. Doch um auch die Kritiker dieser Wirtschaftspolitik zumindest vorläufig wieder einmal endgültig zum Schweigen bringen zu können, bedarf es natürlich noch einer massiven zweiten Corona-Welle, weil es dann für noch mehr Menschen ums nackte Überleben geht und im Shitstorm der "sozialen" Netzwerke nur noch mit einer Parole Follower, Anhänger und Mitläufer rekrutiert werden können: "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral." Wenn also die Bildungselite, die wir ständig im Lichte ihres Home-Office sehen, zur Ich-Findung künftig weniger arbeiten will, dann müssen natürlich die anonymen Leiharbeiter im Dunkeln ihre Ärmel auch bei geringerem Lohnausgleich noch etwas mehr aufkrempeln, denn von nix kommt nix!

  • 120 Fetisch mit Immunschwäche 31.07.2020, 13:56 Uhr

    Der Einbruch des ewigen Wirtschaftswachstums gilt nicht für alle, denn nachdem immer mehr Fälle von Ausbeutung und Freiheitsberaubung durch unzulässige Quarantäne-Maßnahmen bei Niedriglöhnern bekannt werden, handelt es sich beim BIP-Einbruch wohl um die bisher aufgedeckten Fälle strafrechtlich relevanter Formen der Menschenrechtsverletzung. Die Verharmlosung der unerlaubten Ausbeutung von Menschen als Wirtschaftseinbruch schafft natürlich sehr günstige Voraussetzungen für eine weitere organisierte Abwälzung der Kosten der Corona-Pandemie auf die Unterschicht. Und da sich die Betroffenen seit der Agenda 2010 schon länger an ein Leben von der Hand in den Mund gewöhnen konnten und außerdem durch Kontingentierung ihrer Drogen- und Medikamentenzuteilung oder durch Mobbing oder sogar durch Morddrohungen gegen Anhänger des Rechtsstaats sehr erfolgreich eingeschüchtert werden, besteht kaum die Gefahr einer wirtschaftlich relevanten Klagewelle gegen diese sozial einseitige Lastenverteilung.

  • 119 Anna Elisa 31.07.2020, 13:53 Uhr

    Die Mwst-Senkung sollte ja die Wirtschaft ankurbeln und den Anreiz für Anschaffungen erhöhen. Der kleine normale Bürger hat davon kaum einen Profit, die wöchentlichen Einkäufe werden nur etwas billiger und für große Anschaffungen fehlt das Geld. Wer davon profitieren könnte, sind reiche Bürger, die große Investitionen tätigen, ein neues Auto, das statt 100 000 Euro, noch 97 000 Euro kostet. Und diese reichen Bürger hätten doch das Geld, um den normalen Mwst-Satz zu bezahlen. 20 Milliarden Euro soll dieses Geschenk dem Staat kosten, Geld, das für andere Investitionen fehlen wird. Und wer muss es eines Tages zurück zahlen, auch u.a. der kleine normale Bürger, der nie davon profitiert hat. Vielleicht hätte man dieses Geld besser in kleine Unternehmen investiert, es ist auch ein wirtschaftlicher Schaden, wenn das kleine Cafe, Pizzeria, Bücherladen usw. um die Ecke für immer verschwindet.

  • 118 Rosi 31.07.2020, 13:50 Uhr

    manchmal verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Das war doch klar, dass das passiert und jeder, der das nicht schon vor Wochen gemutmaßt hat, ist schlicht ein Träumer, oder hat keine Ahnung. Andrerseits kann es ja wohl auch wieder nicht soooo schlimm sein, wenn man mitverfolgt, wie unsere Kanzlerin in Brüssel mit wachsender Freude und mit tatkräftiger Hilfe von Euro-Uschi das Geld aus dem Fenster schaufelt...

  • 117 31.07.2020, 13:45 Uhr

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  • 116 Pimmel-Alarm 31.07.2020, 13:43 Uhr

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  • 115 Martin Weidner 31.07.2020, 13:41 Uhr

    Doie Politik hat bisher immer auf den PKW als Rückgrat der Wirtschaft gesetzt. Dies ist eine Sackgasse, denn Mobilität wird sich entscheidend ändern. Eine Konversion dieser Branche in zukunftsrelevante Techniken ist überfällig, Corona wäre ein guter Start dafür. aber das wird mal wieder vershlafen.

    Antworten (1)
    • Bran Dubh 31.07.2020, 13:51 Uhr

      @Martin Weidner In Beantwortung Ihren Einwandes: ach, wir wissen es doch mittlerweile. Ihre Aussagen rufen doch die Spatzen von den Dächern. Was ist so originell an Ihren Vorschlägen= Wir werden doch täglich mit Weltuntergangsfantasien und den grünen Vorschlagen bombardiert. Und so einfach ist es nicht, die Welt ins Mittelalter zurück zu katapultieren. Einige wollen das nämlich nicht.

  • 114 Barbara Klee-Reiter 31.07.2020, 13:41 Uhr

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  • 113 Traudel Wimmer 31.07.2020, 13:39 Uhr

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  • 112 Krümelmonster 31.07.2020, 13:36 Uhr

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