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Jetzt läuft: Fast forward von Nils Wülker
14.00 - 14.04 Uhr WDR aktuell

Wie blicken Sie auf die USA?

Protestierende gegen Rassismus und Polizeigewalt knien auf dem Hollywood Boulevard in Hollywood (CA), USA, am 1. Juni 2020 und heben ihre Fäuste. Alle tragen Mundschutz.

Wie blicken Sie auf die USA?

Die Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA dauern an. Jetzt droht Präsident Trump mit dem Einsatz der US-Streitkräfte. Was denken Sie über die aktuelle Lage in den USA? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Es war der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz im US-Staat Minnesota, der die Protestwelle ins Rollen brachte. Im ganzen Land gehen seitdem Hunderttausende gegen den systematischen Rassismus auf die Straße. Viele demonstrieren friedlich, doch nachts kommt es immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen und Plünderungen.

Anstatt zu beruhigen, ruft Trump die Bundesstaaten seit Tagen zu einem härteren Durchgreifen auf. Nun droht er: Sollten die Gouverneure und Bürgermeister sich weigern, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, werde er das Militär einsetzen. Politische Kommentatoren sehen in Trumps Verhalten eine Strategie, sich vor der Präsidentschaftswahl im Herbst als Hardliner zu präsentieren.

Doch es gibt auch viele Solidaritätsbekundungen mit den Massenprotesten. Bilder zeigen, dass einige Polizisten im Einsatz auf die Knie gegangen sind, um ihre Solidarität zu zeigen. Und auch in Deutschland drücken viele bei Demonstrationen und bei Aktionen in den sozialen Netzwerken ihre Unterstützung für die Bewegung aus.

Die Corona-Pandemie macht die sozialen Unterschiede in den USA sichtbar und verstärkt sie noch. Denn die schwarze Bevölkerung ist besonders von der Krise betroffen. Erhebungen zeigen, dass Afroamerikaner überproportional häufiger an dem Virus erkranken und sterben als die Weißen in den USA. Die Gründe liegen in Armut, gesellschaftlicher Benachteiligung und einer schlechteren Gesundheitsversorgung.

Wie verfolgen Sie die Ereignisse in den USA? Wie erklären Sie sich den Rassismus? Welche Strategie vermuten Sie hinter Trumps Verhalten? Haben Sie die Hoffnung, dass sich durch die Proteste etwas ändert?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Katrin Brand, Korrespondentin ARD-Washington

Redaktion: Ulrich Horstmann und Gundi Große

Wie blicken Sie auf die USA?

WDR 5 Tagesgespräch 03.06.2020 45:39 Min. Verfügbar bis 03.06.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

191 Kommentare

  • 191 Rudi H. 03.06.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 190 Anonym 03.06.2020, 13:59 Uhr

    Corona hat sich zwar nicht nur in den USA ein herausragendes Potenzial als gesellschaftlicher Katalysator gezeigt, aber hier gibt oder zumindest gab es bisher eine überdurchschnittlich starke Bürgerrechtsbewegung, die von der Elite gefürchtet wurde und daher immer mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln diskreditiert worden ist.

  • 189 Übelst : Das wurde.... 03.06.2020, 13:59 Uhr

    . . . aber ganz dringend Zeit, daß sich auch die WDR-Tg.-Deutschen in den (WDR-Zitat) "wie im Bürgerkrieg" einmischen und den Amis, spe. im Weißen Haus mal so richtig beibiegen, wie "Demokratie" geht: Mit "Antirassismus" - der nach den Nazis und Stalinisten am schlimmsten verdrehten BEGRIFF, brauchen wir dei REPUBLIK -- die mit Deutschland gemeinsame Staatsform -- dann nicht mehr verteidigen . . - Und die entsprechende "Schlussfolgerung" steht schon von vorneherein fest, wie seit Jahren - - und von den kriminellen Linken & Schwaren in den USA: Der PRÄSIDENT ist schuld -- weil er beschädigt und gestürzt werden soll s e i t seiner Wahl

  • 188 Plausi Controlletti 03.06.2020, 13:58 Uhr

    Randale bringt nur etwas, wenn man die politische und wirtschaftliche Macht hat, andernfalls (wie auch wahrscheinlich diesmals) geht es regelmäßig nach hinten los!

  • 187 JoLa 03.06.2020, 13:58 Uhr

    Ich verfolge mit großer Sorge die Aufstände in den USA nach dem Tod des Afroamerikaners Floyd infolge von Polizeigewalt. Es ist und war aber nicht der erste Fall dieser Art, sondern auch beim farbigen Präsidenten Obama hat sich nichts an der strukturellen Gewalt gegen Schwarze geändert. Diese offenbar systemimmanente Feindschaft zwischen vielen Weißen und Schwarzen gibt es seit der Sklaverei in den USA. Das hat nichts mit Trump zu tun, dieser Präsident geht nur anders, nämlich härter mit den leider immer wieder nachfolgenden Gewalttaten, Plünderungen und sogar Morden an weißen Polizisten um. Was mich an unserer Berichterstattung stört,gerade von den " Qualitätsmedien" des ÖR, ist die Bagatellisierung der gewalttätigen Ausschreitungen. Sie wird oft mit Rechts in Verbindung gebracht,was so die brutalen Kriminellen, die Anarchie wollen um ihr anarchistisches Süppchen zu kochen, ausblendet. Die Medien sollten ihre starke Kurzsichtigkeit auf dem linken Auge beseitigen. Objektivität !

  • 186 Recht für Alle 03.06.2020, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 185 Beate Zschäpe 03.06.2020, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 184 Anna Elisa 03.06.2020, 13:56 Uhr

    Als Obama an die Regierung kam, hatte ich Hoffnung, dass sich an der Situation der Dunkelhäutigen in Amerika etwas ändern würde. Aber nichts hat sich geändert. Vielleicht hat Obama resigniert, weil Afro-Amerikaner und Latinos es kaum in die Mittelschicht schaffen. Floyd war nur der Auslöser für eine schwelende Unzufriedenheit über die Zustände. Arbeitslosigkeit, fehlende Bildung, keine Chancen, Armut, Krankheit betreffen oft die Dunkelhäutigen. Für Trump ist die Ermordung von Floyd eine gute Ablenkung von den Problemen im Land.

  • 183 Plausi Controlletti 03.06.2020, 13:55 Uhr

    In den USA sieht man, wo eine ungezügelte NeoLiberale Wirtschaftspolitik ohne wesentliche Regeln und Schranken landet. Die alteingesessenen Familien werden immer reicher und die Habenichtse und Sklaven von damals bleiben in der Mehrzahl da, wo sie damals auch waren, - am unteren Ende der Gesellschaft. Und Präsident kann nur der werden, der Verbindungen zum großen Geld hat oder es selbst besitzt. Es ist lächerlich wenn es nicht so traurig wär, wie sich so eine Nation anmaßen kann, "Weltpolizist" zu sein, wenn sie nicht einmal die eigene Polizei rechtstaatlich organisieren kann. Friedensrendite für die Armen gab es nie, weil man immer wieder eine Weltgegend fand, wo man kriegerisch eingreifen musste. Was soll man erwarten, von einer Nation, die ihren Reichtum durch Mord und Raub auf Indianerterritorium gründete und mit afrikanischen Sklaven ausbaute? Diese permanente Gewaltbereitschaft zeigt sich auch wieder in den jetzigen Protesten sowie stetig im Waffentragen + Hollywood-Machwerken

  • 182 Berechenbarkeit 03.06.2020, 13:54 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 181 Love-Scamming 03.06.2020, 13:54 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)