Live hören
Jetzt läuft: Sunrise Moment von AKMusique
12.00 - 12.10 Uhr Der Tag um zwölf

EU-Machtpoker: Ihre Meinung!

Belgien, Brüssel: Flaggen der Europäischen Union wehen im Wind vor dem Berlaymont-Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel

EU-Machtpoker: Ihre Meinung!

Überraschungscoup beim EU-Sondergipfel: Ursula von der Leyen soll neue EU-Kommissionspräsidentin werden. Wie finden Sie das? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Tagelang haben die Staats- und Regierungschefs der EU gefeilscht, nun gibt es eine Einigung: Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll neue EU-Kommissionspräsidentin werden. Es wäre das erste Mal, dass eine Frau der EU-Kommission vorsteht.

Die Personalie überrascht – und erzürnt viele Kritiker. Eigentlich gab es zwei Spitzenkandidaten für das höchste Amt in der EU, den Deutschen Manfred Weber und den Niederländer Frans Timmermans. Von der Leyen hatte sich nicht beworben.

Die SPD lehnt von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin ab. Dass eine Politikerin zum Zuge komme, "die überhaupt nicht zur Wahl gestanden hat, kann nicht überzeugen", erklärten die komissarischen Vorsitzenden Dreyer, Schwesig und Schäfer-Gümbel. "Es ist bitter, dass die Demokratie verloren und das Hinterzimmer gewonnen hat", sagte CSU-Chef Markus Söder.

Auch im EU-Parlament hagelt es Kritik. Die Co-Vorsitzende der Grünen im Europaparlament, Ska Keller, sprach von einem jener "alten Deals, wo der Rat einfach jemanden aus der Schublade herausholt, den vorher niemand im Wahlkampf gesehen hat."

Von der Leyen muss noch vom EU-Parlament gewählt werden. In Berlin beschäftigt sich gerade ein Untersuchungsausschuss mit der Berateraffäre im von ihr geführten Verteidigungsministerium.

Ist Ursula von der Leyen die Richtige für das höchste europäische Amt? Hat sie sich in ihren Ämtern als deutsche Ministerin dafür qualifiziert? Und wie bewerten Sie den Machtpoker der vergangenen Tage in Brüssel? Die EU möchte bürgernaher und transparenter werden - kann das noch gelingen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Ralph Sina, Leiter des WDR-Studios in Brüssel
Redaktion: Lioba Werrelmann und Valentina Dobrosavljevic

EU-Machtpoker: Ihre Meinung!

WDR 5 Tagesgespräch 03.07.2019 46:30 Min. Verfügbar bis 02.07.2020 WDR 5

Download

Kommentare zum Thema

180 Kommentare

  • 180 Knobel-Gunnar 03.07.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 179 Miss Piggy 03.07.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 178 Aufbaukurs Heimleuchten 03.07.2019, 13:57 Uhr

    Der EU-(Geheim-)Rat bittet zum neusten Mode-Tanz, und zwar jetzt ganz neu auch mit Damenwahl, damit es nicht nur jenen besser geht, denen es durch den Matthäus-Effekt bereits gut geht, sondern damit der bereits erfolgreiche Plan zur Steigerung der Politikverdrossenheit zugunsten des Populismus sogar noch weiter gesteigert werden kann: Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

  • 177 Gonzo 03.07.2019, 13:57 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 176 Reffke 03.07.2019, 13:56 Uhr

    "Mit Christine Lagarde als EZB-Chefin wird der Bock zum Gärtner gemacht." Aller Voraussicht nach soll mit Christine Lagarde nun im Herbst 2019 die ehemalige französische Finanzministerin und heutige Chefin des IWF Nachfolgerin von EZB-Chef Draghi als Präsidentin der Europäischen Zentralbank werden. Nach dem Demokratie-unwürdigen Brüsseler Basarhandel von Merkel, Macron und anderen, soll nun ausgerechnet die Frau, die schon vor zehn Jahren die Herrschaft des Rechts der Erhaltung des Euro untergeordnet hat und dies 2010 auch ganz offen zugab, zur EZB-Präsidentin gekürt werden. Zur Erinnerung: Christine Lagarde sagte 2010: ‚Wir mussten die Verträge brechen, um den Euro zu retten.‘ Damit wird unter Stabilitätsaspekten ebenso wie unter denen des Rechtsstaats der Bock zum Gärtner gemacht.

  • 175 Gonzo 03.07.2019, 13:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 174 Kennt ihr schon den ? 03.07.2019, 13:54 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 172 Für mich... 03.07.2019, 13:51 Uhr

    ist das bei weitestem Erschreckendste an diesem ganzen Szenario, dass das gesamte VOLK das was sich hier Regierung schimpft einfach so weitermachen lässt wie bisher, immer brav alles schluckt OHNE MAL ECHT AUF DIE BARRIKADEN zu gehen! Was muss hier eigentlich noch alles passieren, bevor die Deutschen ihren Parteien mal richtig eins vor den Bug geben? Man kann in diesem Land ungestraft einfach Volksverrat begehen und es scheint auch niemanden besonders zu stören, dass das bisschen, das hier noch von wirklicher Demokratie übrig ist mit Füßen getreten wird. GEHT NOCH MEHR? ABER SICHER - WIR SCHAFFEN DAS!!! Man kann sich eigentlich für alle EU-Staaten nur noch schämen - am meisten aber für Deutschland und seine "Politiker". Wenn die irgendwann mal irgendwas hinkriegen, ist es immer für die Tonne geeignet!

  • 171 Kennt ihr schon den ? 03.07.2019, 13:51 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 170 Gonzo Alonzo 03.07.2019, 13:45 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 169 Plausi Controletti 03.07.2019, 13:45 Uhr

    Besser kann man kein Wachstumshormon für EU-Skeptiker erzeugen, indem man die EU-Wahl nachträglich zur Farce erklärt. Das ist die Rache von Macron für vorherige Nichtbeachtung seiner Vorschläge aus Berlin: Lagarde an die EU-Bank, damit noch mehr Geld für die Südländer gedruckt wird und die Vermögen des Nord-West-europäischen Mittelstandes und selbstvorsorgenden Rentner durch Mickerzinsen enteignet werden. Grandios gemacht, Frau Kanzlerin, "den Nutzen Deutschlands zu mehren". Von von der Leyen, als langgeprüfte ideenlose Konformistin, wird man als nötigen Preis schon wissen, wie sie auszusitzen ist.