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Mit Windkraft Kohle machen?

Windräder drehen sich hinter Wohnhäusern.

Mit Windkraft Kohle machen?

Die SPD will eine Windrad-Prämie für Anwohner. Sollten Widerständler bezahlt werden, damit Klimaschutz klappt? Was halten Sie von einem sogenannten "Windbürgergeld"? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Der Ausbau der Windkraft stockt. Die SPD schlägt nun vor, Anwohnern eine Prämie zu zahlen, wenn sie Windräder vor der eigenen Haustür akzeptieren.

In einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe würden derzeit mehrere Konzepte geprüft, sagte SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch: "Das reicht von der Beteiligung der Kommunen am Umsatz von Windparks bis zu einem 'Windbürgergeld', also direkten Geldflüssen für alle betroffenen Anwohner."

Gleichzeitig will die SPD die Möglichkeiten der Bürger begrenzen, Windräder und den Bau neuer Stromleitungen auf dem Klageweg zu verhindern. Miersch kündigte an, über eine Reform des Planungsrechts reden zu wollen.

Für viel Diskussion hatte zuletzt der Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum Abstand von Windrädern zu Wohnsiedlungen gesorgt. Demnach sollen bundesweit 1000 Meter Abstand schon bei Siedlungen ab sechs Wohngebäuden gelten – das hält die SPD aber für zu streng, auch aus den Bundesländern gab es viel Widerspruch.

Haben Sie Windräder in der Nachbarschaft und stören Sie sich daran? Würden Sie ein Windrad vor der Haustür akzeptieren, wenn Sie dafür eine Prämie bekommen würden? Klappt Klimaschutz besser mit finanziellen Anreizen als mit moralischen Appellen? Was wiegt mehr: die Interessen des Einzelnen oder die Energiewende?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Patrick Graichen, Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende

Redaktion: Dirk Müller und Gundi Große

Mit Windkraft Kohle machen?

WDR 5 Tagesgespräch 03.01.2020 50:04 Min. Verfügbar bis 02.01.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

114 Kommentare

  • 114 Gerd SR-71/ Typisch 03.01.2020, 13:59 Uhr

    W D R ! Seit Monaten und Jahren werden diese Sendungen immer gleich aufgezogen und dabei der immer gleiche Gegensatz von "guten" Ökostrom7 Windkraft-haben-Wollenden zu den darunter leidenden verschärft . . s t a t t worüber ich dem Sender schon seit Jahren schreibe solche/ andere längst funktionierende WINDKRAFT-GENERATOREN vorzustellen und zu debattieren , die die üblen Folgen der Groß-ROTOREN eben nicht haben !

  • 113 Wo ist meine Antwort auf 03.01.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 112 1.400 EUR BGE für Alle 03.01.2020, 13:59 Uhr

    Da schon heute Deutschland eine große Menge Windstrom-Überschuß aufweist und ins Ausland abverkauft, ist das SPD-Ansinnen nur wieder mal ein Götzendienst am Wachstumswahn und an einer "Hauptsache Arbeit"-Politik und hat nichts mehr mit einer Strombedarfssicherung zu tun. Und wenn die für die Windräder-Herstellung nötige Aluminium-Industrie einen weitaus höheren Strombedarf aufweist als je mit den Windrädern produziert werden kann, so ist das alles nur noch eine SPD-Schildbürgerpolitik fernab des gesunden Menschenverstands. Im Interesse von Umwelt-, Erdressourcen-, Natur- und Klimaschutz sollte so eine Unpolitik im 21. Jhd. ihr Ende finden.

  • 111 Autark ist stark 03.01.2020, 13:58 Uhr

    Ein autarkes Volk ist ein starkes. Demokratische Energieversorgung bedeutet: jedem Haus seine eigene Energieversorgung! Je selbstständiger die Bevölkerung ihre Energie gewinnt umso besser. Im Großen wie im Kleinen. Je kleinteiliger umso unabhängiger von anderen und umso weniger störanfällig insgesamt. Auch gegen (kriegerische) Sabotage. Je selbstständiger jede einzelne umso demokratischer werden die Lebensverhältnisse. Sofern man Demokratie als Herrschaft des Volkes und nicht über das Volk versteht. Übrigens: weshalb sollten wir nicht die vorhandenen Großanlagen zu Kunstobjekten machen. Sicherlich gibt es kreative Kräfte, die das können.

  • 110 Karina 03.01.2020, 13:58 Uhr

    vielen Dank für das wichtige Thema ! ich stimme vor allem dem vorletzten Anrufer zu, aber auch dem SPD-Vorschlag. Ich wünsche mir auf jeder geeigneten Fläche ein Windkraftwerk und finde den Anblick viel schöner als z.B. Atom- und Kohlekraftwerke! Die Anwohner sollten an den Gewinnen beteiligt werden, am besten: sich selbst an det Investition beteiligen, es gibt z.Zt. kaum eine bessere Geldanlage! Ich wünsche mir aber auch auf jedem geeigneten Hausdach Sonnenenergie ! Selbst habe seit jetzt 5 Jahren eine Solaranlage auf dem Dach, die sich vor allem durch den Eigenverbrauch rentiert. Leider wird diese Form der erneuerbaren Energie ja kaum noch gefördert, die Kohlelobby hat sich da durchgesetzt.

  • 109 P und S 03.01.2020, 13:57 Uhr

    Wollen wir jetzt jedes Wetterphänomen welches es seit je her gibt ,am Klimawandel fest machen ! Eiszeiten Trockenzeiten ,Regenzeiten , Tsunamis Tornados , Meeresströmungen Veränderungen ! Im 13 und 14 Jahrhundert gab es , Orte die in der Nordsee ,verschwunden sind ,oder Hochwasser und Ernteausfälle . ich sage nur ein großer Teil unser Klimapropheten nebst den Medien sind Scharlatane ,die mit ihren Prognosen ,den Politiker ,einen Freifahrtschein geben den Bürger weiter aus zusaugen !

  • 108 Karl Theodor 03.01.2020, 13:52 Uhr

    Ich glaube ja nicht an den Weihnachtsmann und somit auch nicht an den Klimawandel. Dennoch sollte Energie so effizient und sauber wie möglich produziert werden und auch sollten alle Maßnahmen zur Energieeinsparung ausgeschöpft werden. Wer allerdings das Thema Energie diskutiert ohne die Überbevölkerung anzusprechen macht sich für mich absolut unglaubwürdig.

    Antworten (2)
    • Beasty 03.01.2020, 13:59 Uhr

      Lieber Karl-Theodor . Sie sprechen mir aus der Seele. weiter Verschwendung vonn ressourcen nur für den angeblichen Klimaschutz sind ein Umweltverbrechen.

    • Anonym 03.01.2020, 13:59 Uhr

      Sie gehören also zu den ewig Gestrigen Klimaleugnern !

  • 107 E. Sonnen, 77 J 03.01.2020, 13:50 Uhr

    Was spricht eigentlich gegen Windturbinen? Die Weiterentwicklungen dieser Leicht- bzw. Lautlos- dabei unstoerenden luftbetriebenen Stromerzeuger fuer Jedermann hat unheimlich auf leisen Sohlen richtig Fahrt aufgenommen - und wird versteckt bzw. weggeschlossen. Der Schlüssel liegt im Stahlsafe der Lobbyisten. Die Sauerstofflanze knackt Safes, leider fehlt das Handbuch, Sauerstoff, Mut und - WILLE.

  • 106 BGE geht anders 03.01.2020, 13:50 Uhr

    Die Energiewende führt zu nichts und überholt sich so wie die Autoproduktion nur selber im Sinn und Unsinn von noch mehr Schadstoffen, wenn auch diese Energiewende dem Wachstum angedient wird. Und so haben auch moderne schadstoffabgasärmere Autos nichts gebracht, die heute summa summarum wegen ihrer Produktionswachstumssteigerung weit mehr Luftschadstoffe weltweit verursachen als die geringere Autozahl der 90er Jahre.

  • 105 Facel 03.01.2020, 13:45 Uhr

    Wieso sollen nur die Kohle machen, die diesen Windkraft-Gigantismus voranpeitschen, und nicht auch die, die darunter zu leiden haben werden??? Wieso müssen die Dinger immer höher werden, angeblich haben die früheren doch auch schon Energiegewinne geliefert. Es ist die kapitalistische Gier, die die Dinger größer als der Kölner Dom werden lässt und erst die bescheren doch nur die übergroßen Probleme. Da statische Probleme mit der Höhe mehr als nur linear zunehmen, so kann die Wirtschaftlichkeit und Klimaneutralität nicht grenzenlos zulegen. Es gab mal den Öko-Slogan: Small Is Beautiful. Die Ökos sollten mal Zwischen-Billanz machen und Ideologie durch Logik ersetzen!!!

  • 104 P und S 03.01.2020, 13:43 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)