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Dreck weg! Erziehung zur Sauberkeit?

Wilder Müll auf einer Grünfläche an der Straße

Dreck weg! Erziehung zur Sauberkeit?

Gelbe Karte für Müllsünder. So beginnt in Bonn das neue Jahr. Ab Februar wird dann nicht nur ermahnt, sondern auch abkassiert. Richtig so? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Zigarettenkippen, Kaugummis, Hundekot, Abfall, fein säuberlich neben der Tonne abgelegt. Ein Ärgernis für viele und für die Stadt Bonn der Grund, die Ordnungsgelder für derlei Vergehen in diesem Jahr deutlich anzuheben. 25 Euro für eine Zigarettenkippe, das Kaugummi kostet doppelt so viel und der Hundehaufen auch. Zuvor allerdings sollen die Bürger erzogen werden. Eine gelbe Karte, die ihnen aufzeigt, was ihnen blüht, wenn sie sich nicht um ihren Dreck scheren. Ein Experiment, das auch schon andere Städte wagten, mit wechselndem Erfolg.

Dennoch stinkt vielen die Vermüllung der Städte, und ebenso viele wollen, dass es bei ihnen sauberer wird. Bereits in den 60er Jahren ersann sich so manche Stadt Erziehungs- und Aktionsprogramme für ihre BürgerInnen, um den "Nunkis", den "Nacht- und Nebelkippern" den Kampf anzusagen. Nachhaltig scheint das aber nicht gewesen zu sein, denn alle Jahrzehnte wieder, steht das Müllproblem auf dem Plan der Städte und Kommunen.

Woran liegt das, wenn doch so viele eigentlich sauberere Städte wollen? Kann man Ordnung und Sauberkeit wirklich mit Strafen und Bußgeldern erzwingen oder müsste es nicht ganz andere Konzepte geben? Wie könnte eine Erziehung zur Sauberkeit aussehen? Fehlen vielleicht vielerorts schlicht auch Mülleimer, Aschenbecher oder Beutel für den Hundekot und ist eine zu saubere Stadt nicht auch eine ungemütliche? Sind Sie für mehr Kontrollen, oder ist das für Sie zu viel Überwachung?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Oberbürgermeister Ashok Sridharan
Redaktion: Gundi Große und Beate Wolff

Dreck weg! Erziehung zur Sauberkeit?

WDR 5 Tagesgespräch 03.01.2019 45:34 Min. Verfügbar bis 03.01.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

99 Kommentare

  • 99 Jürgen Kruse 03.01.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 98 Jürgen Kruse 03.01.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 97 Jürgen Kruse 03.01.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 96 J 03.01.2019, 13:58 Uhr

    Das Herr Sridharan dass Problem auch mit Bußgeldern angehen will, halte ich für sinnvoll. Diese sollte überall geschehen, nicht nur in Bonn. Kontrolldruck und Bußgeldhöhe sind aber für viele Verursacher nicht ausreichend, um ein geändertes Verhalten zu erzielen. Nur an die gute Erziehung zu appellieren bringt bei vielen Tätern (bewusste gewählte Bezeichnung) gar nichts, die gute Erziehung haben einige Personen nicht mitbekommen. Selbst erlebte Beispiele: Im Nationalpark Königssee wirft eine Frau ihren Müll in den See und fordert ihren Sohn ebenfalls dazu auf. An der roten Ampel hält vor mir ein Auto, der Fahrer öffnet die Tür und entleert seinen Aschenbecher. In öffentliche Grüncontainer wird Müll eingefüllt, der angesprochene Verursacher nimmt eine bedrohliche Haltung ein. Oft finde ich im Wald Bauschutt oder Autoreifen. Hier meine ich zudem, dass die ordnungsgemäße Entsorgung kostenlos sein sollte. Die Kosten sollten schon beim Erwerb aufgeschlagen werden.

  • 95 Ignaz-Denket um! 03.01.2019, 13:55 Uhr

    Der Müll auf den Straßen, spiegelt nur den Müll wieder, den wir Menschen in uns schaffen, den Müll von den schlechten Werten in uns, Charakterlosigkeit, Gewissenlosigkeit, usw.. Sorgen wir für die guten Werte in uns, wie ordentliches Verhalten, so sieht die Umwelt gleich besser aus. Nicht Bußgeld macht die Welt sauberer, nur ein Umdenken für das Gute im Menschen ändert etwas. Nicht ich kann die Welt sauberer machen, sondern mein Ich-Selbst hat die Fähigkeit dafür, ich mache immer selbst den Dreck weg.

  • 94 Anonym 03.01.2019, 13:52 Uhr

    Nachdem es ja schon Adventskalender für Tiere gibt, sollte eine Windelpflicht für Hunde eingeführt werden.

  • 93 GEZ hier zur Müllhalde ? 03.01.2019, 13:52 Uhr

    ZITAT:"Ich bin Lehrerin an der Grundschule und die Kinder haben schon die Einstellung: Dafür sind doch die Putzfrauen da.." tja, als ich als Angestellter Gymn. Lehrer, die Jahrelange "Pendelei" von AC bis hinter K, gesundheitlich nicht mehr bewältigre, ließ ich mich versetzen; und landete "Implementierung" ) beliebt(er) machen, wenn man die sog. "Mittagsspeisung" überwachte. Ein Chaos von übereinandergetürmten, halbgegessenen Spaghettie?delauflauf-Reste-Tellern, mit auf den Boden geworfenen, zermatschten Fritten..alles in Majonaise+Tomatenmark getunkten Plastikbesteck --ÄCHZZZ.. als ich mich vor d. zum Chillen "abrauschende" Schülerschar stellte u. aufforderte, d. Essenreste in die dafür aufgestellten Tonnen zu werfen.. mußte ich weg. FREIHEITSBERAUBUNG z. Direx

  • 92 Der Plastikplanet 03.01.2019, 13:32 Uhr

    Wenn die Astronauten in 20 Jahren vom All auf unsere Erde sehen , wird aus dem " Blauen Planeten " ein " Plastikplanet " geworden sein . Unser deutscher Astronaut hat sich ja schon entsprechend geäußert . Wir schaffen das !

  • 91 Fußmatten der Gesellschaft ? 03.01.2019, 13:15 Uhr

    Ja , ja , die von den " fortschrittlichen , mündigen Bürgern " verlachten preußischen Tugenden verlieren eigentlich nie ihre Bedeutung , wenn wir alle mit einander zurecht kommen wollen : Pünktlichkeit , Zuverlässigkeit , Sauberkeit , Pflichtbewusstsein , Respekt vor dem Andern ; Respekt alle denjenigen , die unser System am Laufen halten , wie z. B. Polizei , Müllmänner , Wasserversorgung , Rettungskräfte , Feuerwehr , Nachtdienste , Pflegekräfte usw. Alles selbstverständlich , oder was ? Sind diese Menschen etwa durch schlechte Bezahlung , Bespucken , Beleidigen bereits zur Fußmatte der Gesellschaft geworden ? Es sind nicht immer die anderen , sondern jeder von uns sollte mal seine eigene Einstellung überprüfen , sich an die eigene Nase fassen ...........Dieter Nuhr hat absolut recht : Die gerade noch einsichtig Beifall klatschten , sind , sobald sie wieder auf die Straße treten eben Teil dieser unserer Gesellschaft .

  • 90 Breslein 03.01.2019, 13:14 Uhr

    Die Nase der Hundebesitzer sollte sofort in die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner gedrückt werden, wenn diese nicht mitgenommen wird. Mit dieser Methode hat meine Oma alle Katzen stubenrein bekommen.

    Antworten (1)
    • Hein Blöd 03.01.2019, 13:32 Uhr

      Echt miese Methode ein Tier zur Sauberkeit zu erziehen - aber Ihre Oma wusste es wahrscheinlich nicht besser. Ich nenne das Tierquälerei. Wer mit Tieren keine Geduld hat, sollte keine besitzen dürfen. Gilt auch für Kinder. Hat man Sie als Kleinkind auf diese Art und Weise auch davon abgehalten die Hosen weiterhin voll zu machen?

  • 89 GEZapp-za-rapp-te Einkaufswagen 03.01.2019, 13:12 Uhr

    türmen sich in hier in der Kleinstadt - i. Umkreis von ca. 1500m um EDExx&ALxxBILLIGKx&NORMx usf. zu eigenständig surreal anmutenden "Einkaufswagenburgen" auf. In einer, leicht zu lokalisierenden Gegend, NÖ - "manche-von-denen-welche-schon-länger-hier-wohnen" (Merkel-Zitat LOL) haben auch daran "mitgeWerkelt" .Weist man als Kunde, der den Einkaufswagen"klau"..letztendlich über die Einkaufspreise der davon betroffenen Filialen, mit-be-zahlt (!), die Geschäftsleitung auf solche "Abstellhalden" hin- muß man sich nicht darüber wundern, (un)gehörig"frisch-fromm-jugendfrei" abgefertigt zu werden. Da DAS die Zentrale sowieso schon in die Gesamtkalkulation "miteingerechnet" hat, freut es letztendlich nur noch die "osteuropäisch- bzw. türkischstämmigen Schrottsammler". Womit sich dann der Kreis der "Meistbegünstigten"schließt ! ICH - mit demnächst 74 J., werde mich hüten, die Muttis mit den hochbepackten Einkaufswagen, daran zu erinnern, daß DIE d. Geraffel nicht m.d. 1 € Stück gekauft haben..