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Heizpilze verbieten fürs Klima?

Besucher eines Strassencafes sitzen unter einem Heizpilz

Heizpilze verbieten fürs Klima?

Nun will auch Warendorf Heizpilze und Heizstrahler in der Außengastronomie verbieten, weil sie dem Klima schaden. Was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Wohlige Wärme lockt Kundschaft an. Deshalb stellen Gastronomen und Café-Besitzer gern Heizpilze auf ihre Terrassen. Aber diese Wärmespender sind echte Klimakiller. Bei maximaler Leistung pusten sie bis zu 3,5 Kilogramm CO2 pro Stunde in die Atmosphäre. Über das Jahr gesehen sind sie etwa so schädlich wie ein Auto, das 12.000 Kilometer zurückgelegt hat. Auch die Kosten sind nicht zu unterschätzen. Die Energieagentur Nordrhein-Westfalen hat errechnet, dass bei einem Gas-Heizpilz sechs Stunden Wärme rund 15 Euro kosten.

Infrarotstrahler sind auch nicht besser. Ihr CO2-Ausstoß ist laut Energieagentur NRW fast viermal so hoch wie die Propangas-Variante. Klimabewusste Gastronomen verzichten inzwischen freiwillig auf die Heizpilze und -strahler. Sie bieten dafür Decken an. Münster zum Beispiel hat – gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband – die Aktion "Kuscheln fürs Klima" gestartet.

Wie denken Sie über Heizpilze und -strahler? Wie wichtig ist es Ihnen, auch im Herbst oder Winter ein Gefühl von südlicher Lebensart zu genießen? Sollten Raucher es draußen warm haben? Was halten Sie davon, Heizpilze aus Klimaschutzgründen zu verbieten? Geht das überhaupt? Was sollten Kommunen tun?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Reinhard Loch, Energieeffizienzexperte, Verbraucherzentrale NRW

Redaktion: Ulrich Horstmann und Julia Lührs

Heizpilze verbieten fürs Klima?

WDR 5 Tagesgespräch 03.12.2019 45:31 Min. Verfügbar bis 02.12.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

128 Kommentare

  • 128 New BGE-Greta 03.12.2019, 13:59 Uhr

    Es freut natürlich die Wachstumsindustrie, daß die deutschlandweite Nachfrage nach klima-schädlichen Heizpilzen weiter steigt. Doch so wie Kettenraucher der eigentliche Grund für Heizpilze sind, so ist es auch kein Zufall, daß dieselbe Kettenraucherei die Voraussetzung und Triebfeder des Arbeits- und Wachstumswahns ist, der u.a. Heizpilze in Massen herstellt. Und so ganz nebenbei beweist sich daran auch die Homöopathie, die bei so manchem NO THINK BIG-Denker immer noch nur eine Scharlatanerie darstellt. Nein, die Homöopathie hat mit Placebo-Effekt nichts zu tun. Und so steht bereits im Repetitorium der DHU die allopathisch giftige Wirkung von Nicotin als rast- und ruhelos machend und damit der Workoholismus drin beschrieben. Setzt man hiergegen dann das Homöopathikum Nicotin D 12 ein, so gesundet der Mensch von all dem zuvor nicotin-getriebenen Arbeits- und Wachstumswahn.

  • 127 Gerd SR/ Merkt... 03.12.2019, 13:58 Uhr

    ... ihr eigentlich, daß selbst wenn das Heizpilz-CO2- oder das der PKW-Geschwindigkeitssenkung oder . . . einen echten E f f e k t auf das KLIMA hätte, es eine lächerliche Größe nicht nur wegen des geringen deutschen Anteils ausmachen würde, - sondern im Verhältnis dazu, was ich hier in verschiedenen Beiträgen unten & an div. Tagen beschrieben habe -- oder was auch in diesem Jahr durch N i c h t-Baum- & Waldrettung und durch N i c h t-DÜRRENunterbrechung und daher auch Nicht (schnelle) Waldbrand-Löschung versäumt bzw. sabotiert wurde, -- unter Mitverantwortung der Massenmedien, die durchaus die hilfreichen Beispiele aus unserer Welt, speziell aus AFRIKA, aber auch aus VIERSEN, und durch die seit 70 Jahren erprobter biophysikalischen Technologie kennen/ könnten. ( Näheres/ Grundlagenwissen >> auch unter James de Meo, Prof. Senf, Joachim Trettin Nürnbrecht ....- nachfolgend der Forscher u. Entdecker Dr. W. Reich; Viktor Schauberger, Jürgen Fischer; oder www "Lets dig it!"

  • 126 karl sühl 03.12.2019, 13:58 Uhr

    interessant hierzu die ergebnisse der uni toronto! seit beginn der industriealisierung um 1850, ist die durchschnittliche temperatur stetig angestiegen. es hängt nun wohl doch mit dem wachstumswahn dieser gesellschaften zusammen.

  • 125 Unter der Decke halten 03.12.2019, 13:57 Uhr

    Für das Wohl einer standesgemäßen Verteilung der irdischen Ressourcen war das ökologische Gewissen in einer populistisch beherrschten Gesellschaft, in der Mülltrennung als rentable Beschäftigungstherapie betrieben wird, immer auf der Seite der Besseres verdienenden Reichen, der verschönbesserten Schönen und der so lange gesuchten und nun endlich im Dschungelcamp wiederentdeckten Superstars. Für ein sozial, politisch und nun auch wieder völkisch gesundes Volksempfinden sind Heizpilze mindestens ebenso nützlich wie alle anderen Spaltpilze, die ihre Fruchtbarkeit besonders im Klima der Ab- und Ausgrenzung mehren und alle Andersartigen untertan machen oder ausmerzen können (Management by Champignon). Und wenn fürs Klima unbedingt gekuschelt werden soll, dann muss auch standesgemäß gekungelt werden können, sonst könnte es mit dem Glanz und der Glitzerwelt, mit dem sich die Ebenbürtigen von den Unebenbürtigen mit so viel Hingabe und fundamentalem Eifer abgrenzen, ein unrühmliche Ende nehmen.

  • 124 Udo FLintenberg 03.12.2019, 13:57 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 123 Jürgen Kruse 03.12.2019, 13:55 Uhr

    Wie schafft man das, in so einer Diskusssion, wo es um die Beteiligung der Einzelnen geht, die massiven Klimaschäden durch die chemisch-industrielle Landwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung unbeachtet zu lassen? Das massive Artensterben können wir nicht stoppen, den bedrohlichen Klimawandel können wir nicht aufhalten mit belasteter Gülle, mit Kunstdünger und mit tödlichen Pestiziden. Ganz abgesehen von den sonstigen Schäden, die im Zuge der ökologischen Vielfachkatastrophe von der sogenannten "konventionellen" Landwirtschaft ausgehen, für die Gewässer, die Wälder und die Böden! --- Wir brauchen 100% BIO-Landwirtschaft, Fleischkonsum gegen Null, Agroforst und überall in der Landschaft neue Biotopverbundlinien (besonders Hecken) und ein wirkliches Bienen-Schutzprogramm!

  • 122 Traudel Wimmer 03.12.2019, 13:53 Uhr

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  • 121 Winterwind 03.12.2019, 13:49 Uhr

    Nachdem ich kürzlich mal bei knapp 4 Grad an der Weinstraße draußen sitzen musste kann ich mich nur pro Heizpilz äußern. Decken sind kein wirklicher Ersatz für externe Wärme. Die imaginäre Gefahr des MENSCHENGEMACHTEN Klimawandels ist eh weit geringer als die konkrete Gefahr sich zu erkälten. Und da ist mir das Hemd näher als die Jacke.

    Antworten (1)
    • Simone 03.12.2019, 13:58 Uhr

      Externe Wärme wird bestimmt noch ganz verboten. Dann kommt die Sonnensteuer...

  • 120 Udo FLintenberg 03.12.2019, 13:49 Uhr

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  • 119 Simone 03.12.2019, 13:48 Uhr

    Wenn überhaupt, dann müsste bereits die Herstellung verboten sein. Und wenn es sich wirklich bei der Benutzung um ein gravierend schädliches Verhalten handelte, könnte man mit Gegenwerbung und Aufklärung genug Einsicht fördern. Der Ruf nach neuen Verboten indessen ist viel gefährlicher für die Gesellschaft als neue Energiefresser. Da die Ordnungskräfte schon jetzt an ihren Leistungsgrenzen stehen, bliebe nur die gegenseitiger Überwachung. - Der Hörer, der persönliche Energiekonten vorschlug, weiß offenbar nicht, dass er das Muster der chinesischen Diktatur propagiert. - Es gibt wichtigere Güter zu schützen als Kalorienwerte! - Der Hörer, der dekretierte: "Wir haben alle Luxus und ein Dach überm Kopf und Nahrung", weiß wohl ebenfalls nicht, in welchem Land er lebt.

  • 118 P und S 03.12.2019, 13:47 Uhr

    ich Zweifel ob wir Menschen überhaupt das Klima oder den Klimawandel verstehen ! Millionen von Jahren gab es diesen auch ohne Menschlichen Eingriff ,die Natur ist mächtig der Mensch aber zu klein dafür .