Klimawandel - Sind wir noch zu retten?

Weltkugel mit CO2-Aufschrift

Klimawandel - Sind wir noch zu retten?

Gestern hat im polnischen Kattowitz die UN-Klimakonferenz begonnen. Dort geht es darum, wie die Erderwärmung konkret auf unter zwei Grad begrenzt werden soll. Was ist zu tun? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz sind sich einig, dass die Erderwärmung gestoppt oder zumindest gebremst werden muss. Doch statt den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, bläst die Menschheit immer mehr davon in die Erdatmosphäre.

Im Jahr 2017 war die Konzentration an CO2 in der Erdatmosphäre so hoch wie noch nie, warnte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Gleichzeitig wies sie darauf hin, wir seien die erste Generation, die den Klimawandel vollauf versteht, und die letzte Generation, die in der Lage sei, etwas dagegen zu tun.

Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, müssten die Länder der Welt ihre Klimaschutzziele verdreifachen und für das 1,5-Grad-Ziel sogar verfünffachen. Stattdessen hinkt zum Beispiel Deutschland weit hinter den Pariser Klimaschutzzielen hinterher: die Kohlekommission hat noch keinen Plan für den Kohleausstieg, in mehreren deutschen Städten haben Gerichte Fahrverbote verhängt, und Umweltverbände klagen gegen die Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht wegen ihrer "völlig unzureichenden" Klimapolitik.

Welche Ängste verbinden Sie mit dem Klimawandel? Vertrauen Sie der Politik, dass sie geeignete Maßnahmen zum Klimaschutz einleitet? Welche Rolle spielt Deutschland? Was können wir selbst tun, um die Erderwärmung zu verlangsamen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Lorenz Beckhardt, Redakteur von "Quarks", WDR-Wissenschaftsredaktion

Redaktion: Regina Tanne und Heiko Hillebrand

Klimawandel - Sind wir noch zu retten?

WDR 5 Tagesgespräch | 03.12.2018 | 45:39 Min.

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Kommentare zum Thema

146 Kommentare

  • 146 MarcoM 03.12.2018, 13:59 Uhr

    "Vielleicht erfindet oder entdeckt DichterundDenker-Deutschland ja eine Trägersubstanz, die CO2 kompakt bindet und dann ab in die Sonne damit per Rakete...." ~~~ Es gibt sogar eine Technik, die CO2 (+ Gedöns) in O2 (+ Gedöns) umwandelt. Nennt sich oxygene Photosynthese. Der Regenwald beherrscht diese Technik in Perfektion. Aber heutezutage wird im Namen des Klimawandels riesige Flächen Regenwald zerstört (+ dort - und teilweise nur dort - lebende Tierarten), um irgendwelche CO2 sparende Kraftwerke zu bauen... und/oder Speicheranlagen. Siehe "Climate Crimes" von Ulrich Eichelmann.

  • 145 Werner Enke 03.12.2018, 13:59 Uhr

    Nein, wir sind nicht mehr zu retten! Vor allem nicht,wenn so junge Linke (nicht-ökos!) wie Ralf Hübelmeinen ihre Kinder wird es wohl nicht erwischen! Dabei nennen wir und "die Medien"(die er letzte Woche noch verunglimpft hat) sie nicht umsonst "GenerationZ"! - Hallo Medien,hab Ihr keine Ehre im Leib? Würde?

  • 144 Georg Heinrichs 03.12.2018, 13:59 Uhr

    Auch diese Konferenz wird – wie unzählige vor ihr – mit brühwarmen Zugeständnissen enden, die vor allem eins sind: nicht verpflichtend und nicht bindend. Es ist faktisch nichts anderes als eine Beruhigung des Weltgewissens, um doch einfach so weiter wirtschaften zu können wie bisher. Der einzig wahre Grund, um den es hier gehen soll und der auch die Ursache dafür ist, dass sich die Menschheit mit immer größerem Eifer dabei ist, sich selber abzuschaffen, ist unser auf materielles Wachstum und maximalen Profit ausgerichtetes Wirtschaftssystem. Wir kennen den Preis von allem, aber den Wert von nichts. Solange wir es nicht schaffen, diese suchtähnlliche Wachstums-Hybris zu ersetzen durch eine am Gemeinwohl orientierte, ökologische Kreislaufwirtschaft, wird sich kaum etwas ändern. Solange übermächtige Welt-Finanz-Eliten die globale Politik nach ihrem Gutdünken bestimmen, wird es – bis auf dieses kleine Grüppchen – stets nur Verlierer geben: die übrige Menschheit, die Lebensgrundlagen, unser

  • 143 Frischzellenkur des Populismus durch CO2 03.12.2018, 13:58 Uhr

    Die Verringerung der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre behindert nicht nur die Migration, die doch das neoliberale Ideal der totalen Mobilität billiger Arbeitskräfte verwirklicht, sondern sie entzieht dem Populismus aller Couleur auch fruchtbaren Boden, ignoriert die Sorgen der um ihre Rendite besorgten Bürger und verzögert am Ende sogar unbillig die Wiederauferstehung des Führerprinzips aus den Ruinen seiner erfolgreichen Wirkungsmacht durch alternativen Fakten. Außerdem schwächt eine nachhaltige Verringerung des CO2 das internationale Konfliktpotenzial und gefährdet sowohl den Absatz von Rüstungsgütern als auch viele hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Und nicht zuletzt behindert die von der UN-Klimakonferenz geplante Reduzierung der Treibhausgase nach dem überwunden geglaubten Irrweg der Zentralverwaltungswirtschaft die freie Fahrt für freie Bürger im SUV mit der hoch intelligenten Software von der optimalen Bedürfnisbefriedigung durch den Marktfetischismus.

  • 142 „Klimapolitik“ Marke AfD 03.12.2018, 13:58 Uhr

    Man wundert sich (oder auch nicht), wie viele Leute hier einer „Klimapolitik“ Marke AfD (also überhaupt keiner) nach dem Mund reden - diametral entgegengesetzt dem Tenor der Anrufer der Sendung. Gibt es da irgendeinen Zusammenhang zu einer Untersuchung des NDR vom Januar? Sie „wertete Hunderte Diskussionen auf Facebook zu Beiträgen von Bild, Focus-Online, Kronen-Zeitung, Spiegel-Online, tagesschau.de, Welt sowie ZDF heute aus. Zentrale Ergebnisse: Lediglich fünf Prozent der Accounts waren im Januar für 50 Prozent der Likes bei Hass-Kommentaren verantwortlich … Diese Profile agieren oft gemeinsam und sind generell deutlich aktiver als 'normale' Nutzer. Das gilt allerdings nur für Diskussionen, in denen Hass-Inhalte auffallen - bei anderen Themen seien diese Accounts weitestgehend passiv ... Die meisten der bei Hass-Inhalten hochaktiven Accounts ließen sich als Anhänger von AfD und 'Identitären' identifizieren.“

  • 141 Skeptischer Betrachter 03.12.2018, 13:57 Uhr

    Sehr wahrscheinlich retten uns die per Business-Class oder 1. Klasse mit dem Flugzeug angereisten Granden wie Prof. Latif nicht. Viele Reden, die dem Zeitgeist Klimawandel entsprechen müssen, damit der eigene meist durch Steuerzahler finanzierte Job nicht verloren geht. Studien, die nur das zulassen, was raus kommen soll. Aber so will das die Welt.

  • 140 Alles Fake 03.12.2018, 13:56 Uhr

    Ich habe schon x-mal zu diesem Thema die Studio-Experten gebeten, quantitative Angaben zur globalen CO2-Bilanz der Atmosphäre zu äussern, aber nie etwas erhalten. Der Anteil von Wasserdampf hinsichtlich der Erwärmung des Klimas ist größer als der von CO2. Der ganze Prozess der Klimaänderung ist nicht monokausal, wie uns politisch und wirtschaftlich interessierte Kreise weismachen wollen. Ich bin durchaus für Umweltschutz auch mit meinem persönlichen Verhalten, halte aber die Reduktion alleine der CO2-Emission für Unsinn. Grönland beispielsweise hat seinen Namen daher, daß es vor einigen Hundert Jahren dort wesentlich wärmer und weitgehend grün war. Zu der Zeit gab es noch keine Menschen-gemachte massive CO2-Emissionen.

  • 139 Beasty 03.12.2018, 13:55 Uhr

    Beasty @ Martin Weidner , geschrieben am 03.12.2018, 12:31 Uhr : Laut Wikipedia atmet ein Mensch ca. 15 Kg / Tag. Davon 5 % sind nicht 7 kg sondern 750 g (bzw. ca. 1 kg weil O2 leichter als CO2 ist) Und 1,5 Liter Benzin ergibt nciht 2,5 kg CO2, sondern ca. das Doppelte. Auto ### Ihre Zahlen konnte ich in Wikipedia nicht finden sind auch unsubstanbtiiert, wie vioele Ihrer Einlassungen hier im TG. Aber Ihr Einwand in Ehren . Sie sprechen von15 Kg warscheinlich vom reinen Sauerstoff ich vom Atemvolumen und anschließender molarer Berechnung. Wenn Sie meinen Beitrag richtig verstanden hätten, habe ich etwa 2,5 kg CO2 / Liter Benzin angesetzt.

  • 138 Ignaz-Denket um! 03.12.2018, 13:54 Uhr

    Die Erde ward Untertan. Durch die falsche Deutung der Kirche hat die Erde keine Chance mehr gegen den Menschen. So wie die Erde Untertan des Himmels ist, so ist der Körper (Erde)Untertan des Geistes (Himmel), das ist für mich die richtige Deutung des Bibelverses. Solange der Himmel im Menschen verkümmert, verkümmert auch die Erde .

  • 137 Dirk 03.12.2018, 13:52 Uhr

    Das CO2 wird verteufelt, obwohl es seit Jahrtausenden von Pflanzen zuverlässig abgebaut und in Sauerstoff umgewandelt wird! Leider unternimmt auch die Bundesregierung nichts gegen fortschreitende (Regen)waldrodungen, v.a. durch Landnahmen internationaler Konzerne, die auch von korrupten Regierungen gedeckt, Kleinbauern ihr Land und damit ganzen Dörfern ihre Existenzgrundlage nehmen; als Beispiel seien nur die zunehmenden Plantagen zur Palmölgewinnung genannt, welches man als Verbraucher(in) boykottieren sollte (Keine Palmfett oder -öl enthaltenen Lebensmittel kaufen!). Eines der wirkungsvollsten Treibhausgase ist jedoch Methan, welches bei der politisch geförderten Massentierhaltung massenweise freigesetzt wird! Zudem verseucht die Massentierhaltung mit ihrer nitratbelasteten Gülle das Trinkwasser, das deshalb aufwendig gereinigt werden muss, wofür laut Gesetzesbeschluss alle Trinkwassernutzer(innen) zahlen müssen, statt nur die Verursacher (Billigfleischproduzenten und -konsumenten)!

    Antworten (1)
    • Ehemaliger Hörer 03.12.2018, 13:59 Uhr

      Wenn Sie von Palmfett(produkten) abraten, welches Fett nehmen Sie denn? Soweit ich weiß, ist der Öl-pro-Fläche-Ertrag bei Ölpalmen am höchsten. M.a.W.: Für alle anderen Öle/Fette (Kokos, Soja, Raps, Sonnenblumen...) benötigen Sie noch mehr Anbaufläche. Wo kommt die denn dann her?

  • 136 CO2 nicht einziger und größter Faktor bei der Klimaänderung 03.12.2018, 13:52 Uhr

    Ich habe schon häufigl zu diesem Thema die Studio-Experten gebeten, quantitative Angaben zur globalen CO2-Bilanz der Atmosphäre zu äussern, aber nie etwas erhalten. Der Anteil von Wasserdampf hinsichtlich der Erwärmung des Klimas ist größer als der von CO2. Der ganze Prozess der Klimaänderung ist nicht monokausal, wie uns politisch und wirtschaftlich interessierte Kreise weismachen wollen. Ich bin durchaus für Umweltschutz, auch mit meinem persönlichen Verhalten, halte aber die Reduktion alleine der CO2-Emission für Unsinn. Grönland beispielsweise hat seinen Namen vermutlich daher, daß es vor einigen Hundert Jahren dort wesentlich wärmer und weitgehend grün war. Zu der Zeit gab es noch keine Menschen-gemachte massive CO2-Emissionen.