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Hambacher Forst: Wie geht es weiter?

Eine Hütte aus Holz im Hambacher Forst, die sehr hoch gebaut ist.

Hambacher Forst: Wie geht es weiter?

Ein Jahr ist die Räumung des Waldes her. Heute steht ein Großteil der Hütten wieder – und es gibt neue Vorwürfe gegen die Landesregierung. Was soll jetzt passieren? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Am 13. September 2018 beginnt einer der größten und umstrittensten Polizeieinsätze in Nordrhein-Westfalen: Tausende Beamte räumen 86 Baumhäuser im Hambacher Forst. Zehntausende Braunkohlegegner gehen aus Protest auf die Straße – auch, um die Rodung zu stoppen.

Nachdem die schwarz-gelbe Landesregierung jetzt alle für die Räumung betreffenden Dokumente offengelegt hat, gibt es neue Vorwürfe: Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) habe sich im Vorfeld mit dem Energiekonzern RWE abgestimmt. Hauptgrund für die Räumung des Waldes soll demnach die geplante Rodung gewesen sein. Und nicht die Beseitigung von Bau- und Brandschutzmängeln an den Baumhäusern.

Reul hat inzwischen Gespräche mit der Spitze des Energiekonzerns RWE vor der Räumung eingeräumt. Er sehe darin aber kein Problem. Braunkohlegegner hingegen fordern nun einen Untersuchungsausschuss.

Wie soll es weitergehen mit dem Hambacher Forst? Wie blicken Sie auf die Vorwürfe gegen die Landesregierung? Sollen die Baumhütten geräumt werden oder haben Sie Verständnis für die Braunkohlegegner? Hat sich Ihre Sichtweise seit der Räumung letztes Jahr verändert? Für was steht der Hambacher Forst in Ihren Augen: für die Region und ihre Arbeitsplätze, für die Regierung, für die Umwelt?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Thomas Wenkert, WDR-Berichterstatter Studio Aachen

Redaktion: Julia Lührs und Heiko Hillebrand

Hambacher Forst: Wie geht es weiter?

WDR 5 Tagesgespräch 13.09.2019 45:32 Min. Verfügbar bis 12.09.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

138 Kommentare

  • 138 Dirk 13.09.2019, 13:59 Uhr

    Ähnlich wie das hier viel diskutierte BGE – das nach Hartz IV und der wegen Verstoßes gegen Art.16a GG verfassungswidrigen allg. Asyl- u. Bleiberechtsgewährung ein weiterer Anreiz für Sozialflüchtlinge wäre (Zitat von Katrin Göring-Eckhardt vom 9.10.2013: „Es geht…darum, sind wir ein Land, was für Migrantinnen und Migranten offen ist, was Leute anzieht. Die wir übrigens dringend brauchen. Nicht nur die Fachkräfte, sondern weil wir auch Menschen hier brauchen, die in unseren Sozialsystemen zu Hause sind und sich auch zu Hause fühlen können.”) – sind schon die RWE-Arbeitsplätze so hochsubventioniert, dass die Steuerzahler(innen) die Braunkohleförderung zwangsweise finanzieren und Hartz IV für arbeitslos würdende RWE-Arbeiter bei Beendigung der Braunkohleförderung sie weniger kostete! Und hätten die v.a. SPD-geführten Ruhrgebietsstädte ihre RWE-Anteile rechtzeitig verkauft, wäre nicht nur Duisburg längst schuldenfrei geworden!

  • 137 Beasty 13.09.2019, 13:59 Uhr

    Ich fürchte, dass bei uns bald die Lichter ausgehen werden, wenn weiterhin die Energieversorung auf so wackeligen Beinen steht, so das wir uns nur durch Importe retten können . Ich habe vorgesorgt und mir einen Notstom Generator gekauft

  • 136 Karina 13.09.2019, 13:59 Uhr

    ich bin traurig, dass so viele Anrufer Law und Order hochhielten und den Aktivisten ihre erenwertene Ziele absprachen. Aber vielen Dank den Anrufern, die sich mit den Baumschützern solidarisierten!

  • 135 Dirk 13.09.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 134 Albert Dreistein 13.09.2019, 13:58 Uhr

    Die Macht geht vom Volke aus ! In diesem Zeichen sollte auch der Erhalt des Hambacher Forstes stehen. Und in diesem Zeichen steht auch das BGE. Den Kommentaren Nr. 3, 24, 28, 64, 93, 112 und 121 kann ich daher nur zustimmen und wünsche allen auch hierzu ein besinnliches, schönes Wochenende. Denn wir haben nur diese eine Welt und wir sollten sie nicht länger durch Profit-, Arbeits- und Wachstumswahn zum Mars verwandeln. Euer Albert Dreistein.

  • 133 Klarblick 13.09.2019, 13:53 Uhr

    Bei immer mehr zahlungsunfähigen Haushalten und Stromsperrungen kann RWE nicht mal mehr die Hambacher Kohle zu Geld machen. Schon deshalb sollte der Hambacher Wald nicht dem RWE-Unfug zum Opfer fallen.

  • 131 Breslein 13.09.2019, 13:49 Uhr

    Mein Auto bzw SUV fährt auch ohne Hambacher Forst. Wegen den paar Bäumen wird ein Wirbel veranstaltet, doch das wirkliche Waldsterben findet durch den Borkenkäfer statt. Klar, gegen einen Käfer ist schlechtes protestieren. Diese selbsternannten Umweltschützer sollten lieber zur Bekämpfung des Borkenkäfers den Waldbauern zur Hand gehen. Doch Schadholz wegräumen ist mit Arbeit verbunden, und das haben mit allem Verlaub, diese Unruhe- Stifter sicher nicht erfunden.

  • 130 Sonja 13.09.2019, 13:49 Uhr

    Fordert alle Politiker, Staatsmänner, Regierende, Soldaten, Religionen auf - sich endlich zu vertragen, sich zu verzeihen, sich zu vergeben. Um dann gemeinsam diese eine WELT zu gestalten. „Eine Welt, eine Natur, eine Menschheit“ oder „Die Erde zuerst!“ Holt die Kinder, Künstler, die Kreativen, die Theaterschaffenden, die Heilberufe, die Wissenschaftler, die Ökonomen etc. mit an den Tisch. Die Proteste hören erst auf, wenn das konditionierte System und ihre Politiker, sowie die Wirtschaft sich vernünftig und menschlich verhalten! Jetzt ist es an der Zeit, die Systeme weltweit menschlicher zu machen und in Einklang mit der Natur zu bringen. Die Natur hat für uns alles vorbereitet. Die Tiere kommen auf die Welt und sind bis an ihr Lebensende durch die Natur "grundversorgt". ( Anregung: In seiner Verfassung hat der Staat "Bhutan" den Umweltschutz festgeschrieben...einfach mal nachlesen... )

  • 129 Albert Dreistein 13.09.2019, 13:48 Uhr

    Der Braunkohletagebau ist das Ergebnis der Arbeits- und Wachstumswahnpolitik dieser Groko-Bundesregierung und der restlichen Altparteien, die damit auch ihr wahres Gesicht gegenüber dem Schutz von Umwelt, Natur, Erdressorcen, Gesundheit und Klima zeigt. Auch deshalb ist es höchste Zeit, aus dieser Teufelsspirale des Wachstums auszusteigen und das Bedingungslose Grundeinkommen für Alle einzuführen. Denn auch, daß es überhaupt noch Befürworter der Nutzung von natürlichen Ressourcen gibt, zeigt, was da noch für ein Menschenbild von vorgestern in diesem Lande herrscht und man daher hiergegen nichts mit nur reinen Lippenbekenntnissen in der Politik ausrichtet. Nein, da muß sich etwas tiefgreifend ändern in diesem ganzen System.

  • 128 Anwalts Liebling 13.09.2019, 13:48 Uhr

    Bäume wachsen nicht von heute auf morgen und haben daher einen größeren Bestandsschutz als RWE. Zumal weltweit die Wälder schrumpfen und deshalb jeder Baum wertvoller ist als die kurzsichtigen und das Allgemeinwohl schädigenden Profitinteressen von RWE.

  • 127 @wdr5watch 13.09.2019, 13:48 Uhr

    Ich hätte gerne von dem jungen Mann mit Adresse „Baum 314 im Hambacher Forst“ gehört, wovon er lebt und ob er gedenkt, den von ihm besetzten Baum zu kaufen oder wieder auszuziehen. Die Moderatorin hat ihn ausführli h zu Wort kommen lassen, aber leider nicht nachgefragt.