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Maria 2.0 – verändern Frauen die Kirche?

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger (l) spricht vor dem Münster mit Frauen der Initiative Maria 2.0 der Katholische Frauengemeinschaft in der Erzdiözese Freiburg

Maria 2.0 – verändern Frauen die Kirche?

Wir bleiben draußen! Eine Woche die Kirche nicht betreten und keine ehrenamtlichen Dienste leisten. So protestieren katholische Frauen gegen die starren Strukturen. Ist das der richtige Weg? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

"Wir Frauen glauben, Jesus von Nazareth hat Männern UND Frauen seine befreiende Frohe Botschaft der Liebe verkündet und uns alle zur Nachfolge aufgerufen." So beginnt der offene Brief, den Maria 2.0, eine freie Initiative katholischer Frauen, im Februar an Papst Franziskus schickte.

Sie beklagen die Missbrauchsfälle und deren Vertuschungen, verlangen Amtsenthebungen der Täter und derjenigen, die sie gedeckt haben, sowie deren Überstellung an weltliche Gerichte. Sie fordern zudem den Zugang für Frauen zu allen Ämtern der Kirche, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine kirchliche Sexualmoral, die sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen ausrichtet.

Ihre Forderungen unterstreichen sie mit einer bundesweiten Aktionswoche, die am 12. Mai mit einer Mahnwache und einem Gottesdienst unter freiem Himmel in Münster begann. Eine Woche wollen die Frauen keine Kirchen betreten und keinen ehrenamtlichen Dienst tun.

Die Protestaktion wird bundesweit unterstützt, mehrere hundert Initiativen wollen sich beteiligen. Rückhalt gibt es auch von der KFD, der Katholischen Frauengemeinschaft und vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) – was das konservative Forum Deutscher Katholiken empört. Es ruft Frauen zum Austritt aus dem KDFB auf.

Was meinen Sie? Sind die Proteste und Forderungen gerechtfertigt? Glauben Sie, dass die Frauen Aussicht auf Erfolg haben? Sollen solche Probleme innerkirchlich diskutiert werden oder auch wie jetzt öffentlich? Glauben Sie, dass der Protest der Frauen der katholischen Kirche schadet? Oder sehen Sie ihn als Chance, die Kirche zu verändern?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.


Gast: Elisabeth Kötter, Mitinitiatorin der Aktion Maria 2.0

Redaktion: Felix Ohmes und Beate Wolff

Maria 2.0 - verändern Frauen die Kirche?

WDR 5 Tagesgespräch 13.05.2019 46:21 Min. Verfügbar bis 12.05.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

108 Kommentare

  • 108 brygyt 13.05.2019, 13:59 Uhr

    Adam das hebräische Wort für Mensch. Die Menschheit besteht zur Hälfte aus Männern und Frauen. Wenn ein Teil davon unterdrückt wird, kann kein Fieden entstehen. Jede Unterdrückung zieht ungutes nach sich. Es ist schon so lange überfällig das Frauen ihren angemessenen Platz in der Welt und dazu zählt auch die Kirche, erhalten.

  • 107 Dirk 13.05.2019, 13:59 Uhr

    Das Zölibat ist nach 1.Tim.3:2-5.12; 4:3 eine unbiblische, damit auch unchristliche Lehre, und somit nicht Gottes Gebot! Und in Matth.15:9 sagt Jesus Christus: „Vergebens dienen sie Mir, wenn sie lehren solche Gebote, die nichts als Menschengebote sind.“ Nach 1.Tim.2:12a soll Frauen allerdings das Predigtamt verwehrt bleiben!

  • 106 Gerd SR-71 A/ Die WDR-In- 13.05.2019, 13:59 Uhr

    ...tention wurde direkt klar, als schon als erste ANRUFERiN nicht die KATH. KIRCHE kritisiert, sondern den ganzen christlichen Glauben quasi-rassistisch verunglimpft wurde als Sache "alter (weißer?) Männer", - wie es zunehmend rassistisch von den (feminist.) Linksideologen inallen möglichen Auseinandersetzungen heißt. - Doch JESUS auf Erden wurde gerade mal 3 3 Jahre alt . . . Und ich habe so über die Zeit und am Rande meines Lebens schon sehr viele JUNGE und SCHWARZE christliche Leute erlebt. -- -- Viele werden durch Verekelungs-Propaganda,die oft die Ursachen übler Erscheinungen in der Kirche verdeckt, wie von der SED- und Nazi-Nachwirkung, wie vom pro-islamisierenden "Multi"-KULTUR-RELATIVISMUS davon abgehalten, sich analytisch wie positiv mit dem Christentum zu beschäftigen . . .

  • 105 Zeugin der Auferstehung 13.05.2019, 13:59 Uhr

    Die Frauen, die mit ihrer Arbeit für den größeren Teil des karitativen Ansehens der Kirche sorgen, sollten ihr Schicksal endlich in die eigene Hand nehmen. Denn die Kirche hält sich nicht an das überlieferte Vorbild des jüdischen Wanderpredigers aus Galiläa, sondern sie bevorzugt noch immer das Andenken des frauenfeindlichen Dreimalleugners, auf dessen Fels sie errichtet wurde. Und die Kirche pflegt die alte Pracht und die patriarchale Rechtswirklichkeit des römischen Kaiserreichs, indem sie Frauen generell in ihrem Status oft bis zur Rechtsunfähigkeit erniedrigt und ihre Sphäre auf Dienste im Haushalt und auf Kindererziehung beschränkt. Nur Frauen aus "gutem" Hause können sich aus dieser Unterdrückung freikaufen, um mithilfe dieser kirchlichen Begünstigung von monetärer Potenz mit Fleiß bei Intrigen und Betrügereien mitzumischen. Fleiß an sich ist zwar lobenswert, aber Geldgier ist das schlechteste Vorbild für eine Kirche, ganz gleich, ob diese von Frauen oder Männern ausgeht!

  • 104 Dirk 13.05.2019, 13:58 Uhr

    Selbstverständlich hat „Jesus von Nazareth Männer UND Frauen seine befreiende Frohe Botschaft der Liebe verkündet und uns alle zur Nachfolge aufgerufen“, aber Er hat Seine Gemeinde in Form Seiner damaligen Jünger in Matth.23:9 vor dem zukünftigen Papsttum gewarnt: „Nennt auch niemanden auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.“ So stellt die Bezeichnung „Heiliger Vater“ für einen Menschen Gotteslästerung und einen Bruch des 1. Gebotes dar, worauf auch Paulus in diesem Zusammenhang in 2.Thess.2:4 hinwies! Somit hat der sogenannte „Papst“ auch kein Recht, sich mit der Aufschrift auf seiner Tiara als „VICARIUS FILII DEI“ (= Stellvertreter des Sohnes Gottes) zu bezeichnen; und wenn man die Zahlenwerte der als Römische Zahlen verwendbaren Buchstaben (U = V) zusammenzählt, erhält man einen kennzeichnenden Zusammenhang mit dem Bibelvers Offenbarung 13:18!

  • 103 Dirk 13.05.2019, 13:57 Uhr

    „Glauben Sie, dass der Protest der Frauen d. katholischen Kirche schadet? Oder…als Chance, die Kirche zu verändern?“ Seitdem die Kath. Kirche die biblischen Zehn Gebote im 4.Jhd. gegen Gottes Willen (Vgl. u.a. Lk.16:16f.) veränderte u. weitere Irrlehren wie z.B. die Anrufung Marias u. a. als Fürsprecher(in) (vgl. Joh.14:6; 1.Tim.2:5; Lk.1:47; 1.Joh.2:1) usw. ins Christentum einführte – um zwecks Machtausbau zur Staatsreligion u. weiterer politischer Macht (wozu auch d. Beichte (vgl. Mt.6:6) dient(e)) auch unbekehrte Heiden in die Gemeinde zu integrieren, die ihre Ahnen u. d. Sonne verehrten u. ihr einen Tag weihten, indem die Kirche d. Lehre v. d. unsterblichen Seele (1.Tim.6:16; Mt.7:13-14.21; Joh.3:36) einbrachte u. die Heiligung d. 7. Wochentages nach dem 4. Gebot auf d. 1. Wochentag übertrug u. ihn „Sonntag“ nannte – hat die Kirche nach 1.Tim.3:15 sowieso ihre Daseinsberechtigung verloren, weil sie nicht mehr „die Kirche des lebendigen Gottes ist, Säule u. Fundament der Wahrheit.“

  • 102 Anna Elisa 13.05.2019, 13:56 Uhr

    Warum haben die geweihten Männer der Kirche solche Angst vor den Frauen? Frau Kötter hat erklärt, dass im ursprünglichen Christentum alle Gläubigen gleichwertig waren. Da gab es keine höher gestellten Persönlichkeiten. Jeder Getaufte war zum Priestertum berufen. Vielleicht hat unser Klerus Angst, dass er seine Vorrangstellung abgeben muss. Im alten Testament gab es noch Gott UND Mensch. Jesus sagt, dass er eins mit dem Vater ist und auch wir eins mit ihm sind. Und er spricht: "Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater. "Es war eine sehr gute Sendung, Herr Wiebicke hat oft nachgefragt und die Anrufer zu Aussagen animiert. Ich wünsche der Bewegung Maria 2.0 viel Erfolg.

  • 101 Maik G. 13.05.2019, 13:50 Uhr

    Nicht alle Frauen wurden von Priestern zu sexuellen Handlungen genötigt. Viele Frauen hatten jahrelange heimliche, freiwillige Beziehungen zu Priestern. Priester brauchen nur den Glauben, Disziplin sich selbst gegenüber und die göttliche Gnade. Welcher Mann kann das erleben? Wie viele junge Menschen sehnen sich nach einer Person, der sie vertrauen und der gegenüber sie sich unbeschwert öffnen können? Was sind das für Frauen, die solche Beziehungen eingehen ? Suchen die Frauen im Priester den Vater ?Dass Frauen bei Priestern all das suchen, was sie beim Ehepartner nicht bekommen ?

  • 100 kleinesRädchen 13.05.2019, 13:47 Uhr

    Die Menschenrechte werden durch die Kirche missachtet! Es ist ein hochbezahlter JOB und keiner hat das Recht, jedem das Recht auf Nachkommenschaft per Zwang abzusprechen. Würden die Kirchenmänner vor das Europäische Gericht für Menschenrechte ziehen gegen den erzwungenen Zölibat des Arbeitgebers Kirche, da sähe es aber übel aus für die Kirche! Die deutsche Kirche hängt am Staatstropf Kirchensteuer, die sie vom Fiskus einkassieren lässt, das allein schon ist genügend Tempelschmutz! Obendrein ein EIGENES Gesetz! Sogar eine Totenglocke klingelt nicht gratis! Umsonst habt ihr es erhalten und umsonst sollt ihr es geben! Die Kirche selber ohne Gottvertrauen? Selbst Pater Leppich hatte ein lebendigeres Wort!

  • 99 Gerd SR-71 A/ Leider... 13.05.2019, 13:43 Uhr

    .... ist auch den meisten Kirchenleuten, wie hier Kommentatoren immer noch nicht klar : Die BIBEL ist die Grundlage der menschlichen ZIVILITÄT/ Zivilisation ! - Denn das mosaische und jüdisch-christliche Menschenbild mit dem universalen Lebensrecht wurde so in die Welt gebracht, - das die Nazis und die radikaleren Sozialisten vernichten/ wollten ! Humanitäre "Menschlichkeit", Friedlichkeit entspringt eben nicht automatisch aus der Natur einer "intakten Familie", was auch immer, das bedeuten sollte, oder einfach aus der NATUR selber für fröhliche naturnah lebende und von der Natur ( in Äquatornähe) verwöhnte Völker ohne Staat, Bürokratie, Militär. "Recht" gilt/galt nur für den eigenen Stamm, - der Rest, die anderen Indianer, konnte versklavt, gefoltert oder gefressen werden.-- Hingegen haben K U L T U R hat jeder MENSCHENFRESSER, auch Mafiosi, Nazi, Stalinist und Djhadist . . .. Mal drüber nachdenken, "humanistische" Kulturrelatvisten !

  • 98 Keine Frau 13.05.2019, 13:41 Uhr

    der Welt hat es nötig, sich für ihr Geschlecht zu rechtfertigen. Ebenso auch kein Mann. Denn vor Gott sind alle Menschen gleich. Das hat Maria 2.0 begriffen, aber die Kirche leider noch nie.