Was wäre Ihr Masterplan für Menschen auf der Flucht?

Rettungsschiff Aquarius

Was wäre Ihr Masterplan für Menschen auf der Flucht?

Europaweit streiten sich Politiker über die Asylpolitik. Wird das Ringen um einen "Masterplan" auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer streiten sich - eigentlich wollte der CSUler Seehofer seinen "Masterplan Migration" bereits am Dienstag (12.06.2018) vorstellen, um damit die Asylpolitik zu reformieren. Doch die Kanzlerin geht nicht in allen Punkten mit, vor allem die Abweisung von Menschen direkt an der Grenze ist ein Knackpunkt. Der Innenminister hat seine Teilnahme am heutigen Integrationsgipfel der Bundesregierung abgesagt; stattdessen möchte sich Seehofer mit dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz austauschen - der ist für eine scharfe Migrationspolitik bekannt.

Unterschiedliche Haltungen in Deutschland, Italien, Ungarn oder Polen: Fehlt in Europa ein klarer Kurs, während die eigentlich Betroffenen um ihr Leben kämpfen? Viele Flüchtlinge machen sich – angelockt von Menschenhändlern – auf zu teils lebensgefährlichen Reisen. Am Ende sind es meist Hilfsorganisationen, die versuchen ihr Leben zu retten. Jüngstes Beispiel ist das Rettungsschiff "Aquarius", auf dem mehr als 600 Frauen, Männer und Kinder nun ausharren. Weder Italien mit einer neuen, rechten Regierung noch Malta sehen sich allerdings in der Verantwortung zu helfen, sodass nun Spanien einspringt – aus humanitären Gründen.

Wie blicken Sie auf die Asylpolitik in Deutschland und Europa? Kann eine Einigung auf Bundesebene Ihrer Meinung nach gelingen? Oder sollte, wie Merkel sagt, EU-Recht vor nationalem Recht gelten? Werden Betroffene aus Ihrer Sicht zum Spielball der Politiker in Europa? Was wäre Ihr Masterplan für den Umgang mit Menschen mit Not?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Isabel Schayani leitet die Redaktion WDRforyou, ein viersprachiges Online-Angebot für Flüchtlinge

Redaktion: Heiko Hillebrand und Gundi Große

Was wäre Ihr Masterplan für Menschen auf der Flucht?

WDR 5 Tagesgespräch | 13.06.2018 | 45:01 Min.

Download

Kommentare zum Thema

157 Kommentare

  • Dirk 13.06.2018, 13:59 Uhr

    Nach Art.16a GG haben über 99,9% der Asylbewerber überhaupt kein Asylrecht- und Bleiberecht, und wegen der Einreise über sichere Drittstaaten sowieso nicht in Deutschland! Damit begeht das BamF bei fast jeder Asylanerkennung Verfassungsbruch! Und aus welchem Grund und mit welchem Recht erhalten sogar Muslime, die u. a. in Flüchtlingsheimen Christen und andere Nichtmuslime verfolgen, dennoch bei uns Asyl- und Bleiberecht? Das OLG Koblenz urteilte zu einem bestimmten Fall (13 UF 32/17 v. 14.02.2017): „Zwar hat sich der Betroffene durch seine unerlaubte Einreise in d. Bundesrepublik n. §§ 95 Abs. 1 Nr.3, 14 Abs. 1 Nr. 1, 2 AufenthG strafbar gemacht. Denn er kann sich weder auf § 15 Abs. 4 Satz 2 AufenthG noch auf § 95 Abs. 5 AufenthG i.V.m. Art.31 Abs. 1 GFK berufen. Die rechtsstaatliche Ordnung in d. Bundesrepublik ist in diesem Bereich jedoch seit rund 1½ Jahren außer Kraft gesetzt u. die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt.“

  • E. Sonnen, 75 J 13.06.2018, 13:59 Uhr

    Einen Masterplan gibt es nicht, das hat Frau Merkel versemmelt. Solange sich die BKin A. Merkel gegen eine gesetzesmäßig geordnete Einwanderungspolitik sträubt, wird sich die Unlustigkeit einiger EU-Länder noch steigern, von DE eingeladene Flüchtlinge aufzunehmen. Zumal es noch den Schein eines Aufnahmezwangs eines Deutschen Landes handelt.

  • Anonym 13.06.2018, 13:58 Uhr

    @Oder sollte, wie Merkel sagt, EU-Recht vor nationalem Recht gelten? Total verlogen! Was ist mit den Schadstoffwerten der EU?!

  • Max 13.06.2018, 13:57 Uhr

    Wir brauchen keinen Integrtionsgipfel, wir brauchen einen Grenzschutzgipfel! Politiker ,Hilfsorganisationen, Kirchen müssen für die angricjteten Kosten selbst aufkommen . Es kann doch nicht sein ,dass da Tatsachen am Wähler vorbei geschaffen werden. Die zwingen mich doch so eine Alternative Partei zu wählen.

  • Dirk 13.06.2018, 13:57 Uhr

    Beim gewollten „Familiennachzug u. Integration“ bleibt laut der Soziologin Necla Kelek außer Acht, dass es bei „orientalisch-muslimischen Familien nicht um die bei uns in Europa übliche Kleinfamilie“ gehe, „in der Vater, Mutter u. Kinder zusammenleben, sondern um Großfamilien u. Sippen, die patriarchalisch organisiert sind.“(„Welt.de“) Wenn nun die syrischen Großfamilien herkommen „und ihre Tradition der Kinderehe, des Gebärzwangs u. der Frauenapartheid weiterleben“, wird all das weitergehen, befürchtet Kelek. Zudem ist nach syrischem Personalstatutgesetz Art.6 d. Ehe „formfrei“, erklärt Kelek. Sie könne also auch am Telefon geschlossen werden. Da müsse nichts registriert werden, sondern nur v. zwei muslimischen Männern bezeugt werden. Somit könne jeder Flüchtling behaupten, „mit vier Frauen verheiratet zu sein u. 20 Kinder zu haben. Überprüfen kann man dies alles nicht, weil eine Registrierung auch nachträglich vorgenommen werden kann. Eine Variante der ,Ehe für alle' auf islamisch.“

  • Keine Sorge 13.06.2018, 13:53 Uhr

    Die Spätnachlese erfolgt auf den Booten im Mittelmeer, wo versehentlich mitgenommene echte Kriegsflüchtlinge und Christen von den syrischen EU-Invasoren kurzerhand im Mittelmeer entsorgt werden. Wir haben es daher hier in Deutschland nicht wirklich mit Kriegsflüchtlingen zu tun. Einfach mal bei Oberbürgermeister Schostok in Hannover nachfragen, mit wem er da aus Syrien so seine Millionen-Geschäfte machert.

  • Martin Weidner 13.06.2018, 13:52 Uhr

    Dass viele Menschen nach Deutschland kommen, hat viele komplexe Ursachen. Aber hier sind viele, die sehen nur einen Grund: Angela Merkel. Solche primitiven Vereinfachungen entlarven sich schon dadurch als Verschwörungstheorien. Wer nicht differenziert argumentieren will, agitiert und hetzt auf. Das unterhöhlt unsere FDGO. Hie muss man wachsam bleiben.

    • Alexandra Y. 13.06.2018, 13:57 Uhr

      Volle Zustimmung!! Leider: der Schoß ist fruchtbar noch....

    • Rudi 13.06.2018, 13:59 Uhr

      "Verschwörungstheorie" ist das abgedroschene Totschlagargument jener, die selbst keine gescheite Argumentation parat haben und ihre eigene Ideologie verschleiern wollen.

  • Dirk 13.06.2018, 13:51 Uhr

    Am 9.11.2006 erlaubte der Bundestag unter der ersten Merkel-GroKo Muslimen ab dem 1.1.2009 ihre üblichen Zwangsheiraten u. Vielehen! Und unter Bruch ihres Amtseides („Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen…werde.“) wurde (und wird) auf Merkels Anweisung (auch lt. der ZDF-Dokumentation „Polizei in Not – Überlastet und kaputtgespart?“ vom Januar 2016) mit den illegalen, weil unkontrollierten Grenzübertritten der zumeist ohne Papiere, dafür aber mit Handy eingereisten, zur Erzeugung von Mitleid und Aufnahmebereitschaft als „schutzbedürftige (Kriegs)flüchtlinge“ bezeichneten v.a. islamischen Sozialflüchtlinge millionenfacher absichtlicher Rechtsbruch betrieben! Bassam Tibi (Basler Zeitung): „Über das Asylrecht zugewanderte Muslime bringen die Probleme ihrer Länder mit nach Europa, und die Europäer verbieten sich eine offene Diskussion hierüber.“

  • Ignaz-Denket um! 13.06.2018, 13:51 Uhr

    Die EU ist zwecks Frieden am eigenen Kontinent geplant und gegründet worden und nicht zur Rettung Afrikas und der ganzen Welt. Das kann und wird erst klappen, wenn alles richtig läuft, wenn alles eitel Wonne und Sonnenschein ist. Europa hat aber selbst größte Probleme untereinander. Europa besteht nur aus Egoisten-Nationen. Die EU ist für mich un-Selbst-ständig, nur ein Ich und kein Selbst ist vorhanden, es ist nur ein unanständiges Gebilde.

  • Hofnarr 13.06.2018, 13:50 Uhr

    Ich frage mal ganz blöd: Wieso müssen sich in Deutschland a l l e Einheimischen bei Behörden selbstverständlich sinnbildlich "nackig machen", aber Zuwanderer nicht, ja noch nicht einmal an unserer Grenze? Das verstehe ich nicht. Und sicher nicht nur ich nicht.

  • Kurze Frage zur Politik, 13.06.2018, 13:49 Uhr

    Geht es hier ums Wettsaufen und das "wieviel verträgst Du noch ?"