Live hören
Jetzt läuft: Put On, Cologne von Donovan Woods

US-Wahlkampf: Debatte ohne Kultur?

Donald Trump und Joe Biden im TV-Duell während der Präsidentschaftswahl 2020

US-Wahlkampf: Debatte ohne Kultur?

Steuerskandal, mehr als 200.000 Corona-Tote und Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Der Demokrat Biden führt in den Umfragen zur Wahl, aber Trump setzt auf seine Stammwähler. Alles offen und alle zerstritten. Wie sehen Sie den US Wahlkampf? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die USA, ein zerrissenes Land, geführt von einem Präsidenten, der gern Öl ins Feuer gießt, wenn es Zustimmung verspricht. Sein Herausforderer, Joe Biden, will die Nation wieder einen. Er hielt sich im Wahlkampf bisher allerdings ziemlich zurück, gab nur wenige Interviews, zeigte sich selten vor Publikum. Bisher sprechen die Umfragen für Joe Biden als Sieger der Wahl. Ob Trump so ein Wahlergebnis überhaupt anerkennen würde, ist aber offen.

Nichts ist sicher in diesem Wahlkampf. Auch die Standards der Debattenkultur nicht. Und der Ausgang der Wahl schon gar nicht. Viele fürchten und andere hoffen, dass Donald Trump, trotz allem die Wiederwahl gewinnen wird, auch weil Joe Biden, den Trump gerne "Sleepy Joe" nennt, bisher wenig begeistern und mitreißen kann. Was ist seine politische Agenda und hat er mehr zu bieten als nur "der Gute" im Vergleich zu "dem Bösen" zu sein?

Gestern Abend lief das erste Fernsehduell der Kontrahenten. Eine Schlacht, in der selbst der Moderator unterging. Anschuldigungen, Vorwürfe, Eigenlob – von einer geordneten Debatte, von einer Auseinandersetzung über Inhalte, konnte keine Rede sein. Von einem Chaos schrieb die New York Times, von einem feurigen Geschwafel die Washington Post. Dennoch schauten weltweit über 100 Millionen Menschen zu. Sie auch?

Wie bewegt Sie der Wahlkampf in den USA? Verfolgen Sie ihn? Ändert er Ihren Blick auf die US-Amerikaner*innen? Was verbinden Sie mit Joe Biden, was mit Donald Trump? Haben Sie Befürchtungen oder Hoffnungen? Wie wichtig ist für Sie der Ausgang der Wahl?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Tyson Barker, Programmdirektor Transatlantik Programm Aspen Institute

Redaktion: Willi Schlichting und Regina Tanne

US-Wahlkampf: Debatte ohne Kultur?

WDR 5 Tagesgespräch 30.09.2020 45:39 Min. Verfügbar bis 30.09.2021 WDR 5

Download

Kommentare zum Thema

180 Kommentare

  • 180 E. Auer 30.09.2020, 13:59 Uhr

    Laut gewinnt: Von den ersten gut 150 Beiträgen sind fast zwei Drittel von zehn Teilnehmern: 23 Weidner, 14 Alex, 13 Pföhringer, 10 Denzer, 9 Liminski, 8 Hilde, 7 P und S, 4 White Power... So ähnlich funktioniert der Wahlkampf auch, nur dass dort keine Beiträge wegen mangelnder Nettiquette gesperrt werden. Was man oft genug wiederholt, wird automatisch wahr? DW hat aktuell einen Beitrag auf Englisch über Cambridge Analytica und wie man elegant Schwache radikalisieren kann, das passt.

  • 179 Annie Price 30.09.2020, 13:59 Uhr

    Auf RT deutsch gibt es einen guten (Trumpkritischen!) Kommentar von Graham Hryce, australischer Journalist Sechs Gründe, warum die USA kurz vor dem politischen und sozialen Zusammenbruch stehen Fazi: Es gibt keine win-win Situation, egal ob Trump bestätigt, oder der greise Biden inauguriert werden sollte. IMO, die USA haben ein zwei Parteiensystem, welches in Realität nur zwei Seiten einer Münze sind. Die Coronapandemie, die in Realität nur der Katalysator des Zusammenbruchs ist, ist der Brandbeschleuniger. Einwanderungsland und Sozialsystem schließen sich aus.aus. Die Oligarchen -weit reicher als Trump-sind die Gewinner die die Shops und Häuser des Mittelstandes jetzt billig aufkaufen werden. Die hardcore Basis der jeweils anderen Seite, wird darauf mit Bürgerkriegsähnlichen Ausbrüchen reagieren Trump-mit „proud Boys“ Militzen und Biden mit militanten Antifamobs

  • 178 WDR-KULTUR geg. USA 30.09.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 177 Traudel Wimmer 30.09.2020, 13:59 Uhr

    Unterhaltsam war das Rentner-Duell allemal, auch wenn´s nix gebracht hat, außer einen Moderator im Posttrauma.

  • 176 MarcoM 30.09.2020, 13:59 Uhr

    2/2: *) Vor allem politisch korrekte Bessermenschen können Biden doch nicht als "den Guten" ansehen. Das würde ja sämtliche BLM-Beteuerungen konterkarieren. Im Jahr 1994 setzte Biden sich für eine Strafrechtsreform ein, die (direkt oder indirekt) dazu beitrug, dass die Zahl der afro-amerikanischen Gefängnisinsassen drastisch anstieg. Zu der Kritik an diesem Strafgesetz sagte er 94: "Mir doch egal; SPERRT SIE EIN." Und Bessermenschen, insbesondere aus dem antideutschen/antifantischen Milieu interpretieren doch bekanntlich überall Chiffres hinein. So muss man aber sagen: Die Wörter RAUBTIERE und SIE waren eine Chiffre für junge, schwarze Männer (um es politisch halbwegs korrekt zu sagen). Und "Raubtiere" fiel ebenfalls in Bidens Mit-aller-Härte-gegen-Kriminalität-Rede. - Das kann man ja alles gut finden, nur ist das ja gerade etwas, was das Anti-Trump-Lager Trump vorwirft.

  • 175 Martin R. 30.09.2020, 13:58 Uhr

    Bei diesen Rededuellen ist es doch gewollt, dass sich die Kontrhenden an die Gurgel gehen. Wer mit den miesesten Mitteln arbeitet, hauptsache, der Gegner wird zu Fall gebracht, der hat gewonnen. Kein Wunder, wenn sich dies die Gesellschaft zum Vorbild nimmt und auf bereits überwältigte Gegner noch weiter eindrischt.

  • 174 MarcoM 30.09.2020, 13:58 Uhr

    1/2: "Was ist seine politische Agenda" ~~~ Na die der Globalistenseken. ~~~ "[U]nd hat er mehr zu bieten als nur "der Gute" [...] zu sein?" ~~~ Zu bieten hat Biden gar nichts, und als "den Guten" kann doch Biden niemand ernsthaft bezeichnen.* ~~~ Wer "200.000 Corona-Tote" erwähnt - was man ja aus zwei Gründen tut: 1. Schaut her, was für ein Killervirus! 2. Trump ist schuld! - der sollte aber die weiteren Zahlen des CDCs nicht verschweigen: Davon sind 6% alleine am Virus gestorben, bei den restlichen 94% kommen im Schnitt 2,6 weitere Todesursachen bzw. Vorerkrankungen dazu. Der sollte auch nicht vrgessen das System der falschen Anreize zu erwähnen: Prämien auf die Diagnose Covid-19. Und noch höhere Prämien bei Intubation. Der sollte auch auf das Interview mit der New Yorker Krankenschwester Erin Marie Olszewski hinweisen, nach deren Schilderungen viele der Patienten nicht an COVID-19, sondern aufgrund einer falschen medizinischen Behandlung verstarben.

  • 173 Hinweigeber 30.09.2020, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 172 Viktoria 30.09.2020, 13:58 Uhr

    Mod. Erdenberger: In Deutschland würde D. Trump sicher nicht gewählt. Das ständige Medienfeuer gegen ihn ist mitverantwortlich dafür, dass die USA ihre Schutztruppen aus Deutschland abzieht! Seinem 'America first!' hat Merkel nur das von Obamas 'Yes, we can' abgekupferte 'Wir schaffen das' entgegenzusetzen. Präsident Trump pusht seine Wirtschaft, während unsere Staatsführer den Karren bewusst gegen die Wand gefahren haben. Trump, laut einer Hörerin mit der Intelligenz eines Zwölfjährigen..., durchschaut die WHO und strich ihr die Gelder. Er steht auf der Seite des Lebensrechts und bekämpft die internationalen Drahtzieher. - God save his life!

  • 171 Über den Tellerrand 30.09.2020, 13:57 Uhr

    Eines muss man Trump, dem 45st besten Präsidenten lassen: Er hat schwächen des politischen Systems offen gelegt. Wie konnte es sein, dass er Präsident wurde, obwohl Ms. Clinton deutlich mehr Stimmen bekommen hatte. Demokratisch gesinnte Nachfolger*innen werden daran arbeiten müssen, das electoral college zu reformieren. Es braucht ein eine Lösung, um zu verhindern, dass die Herrschaft eines Präsidenten über den Supreme Court noch Jahrzehnte nachwirkt. Die Aufgaben sind schwierig. Sollte Trump wiedergewählt werden, könnte seine destruktive Herrschaft die USA derart verändern, dass es dafür zu spät ist.

  • 170 Der Champagner 30.09.2020, 13:56 Uhr

    bei Trumps Wiederwahl steht schon bereit. Fünf Jahre unfairste Polemik der deutschen Medien müssen gefeiert werden. Liebe Grüße! G. Ermann

    Antworten (1)
    • Viktoria 30.09.2020, 13:59 Uhr

      Ich komme zur Party.