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20.04 - 21.00 Uhr WDR 5 spezial

FPÖ-Absturz – nur ein Einzelfall?

FPÖ-Absturz – nur ein Einzelfall?

Bei der Nationalratswahl in Österreich sind die Rechtspopulisten der FPÖ abgestürzt. Ist das ein Zeichen dafür, dass der Populismus an Popularität verliert? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Ein Minus von zehn Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2017 – die Österreicher haben die Rechtspopulisten der FPÖ bei der diesjährigen Parlamentswahl abgestraft. Im Gegensatz zu den Erfolgen der vergangenen Jahre ist die Partei auf rund 16 Prozent abgestürzt. Als einer der Gründe dafür gelten die jüngsten Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen des Verdachts der Untreue. Ihm wird vorgeworfen, einen üppigen Lebensstil auf Kosten der Partei geführt zu haben.

Der ÖVP-Politiker Othmar Karas, Vizepräsident des Europaparlaments, hat den Ausgang der Wahl in Österreich als Erfolg für die proeuropäischen und integrationsfreundlichen Parteien bezeichnet. Im Deutschlandfunk sagte er, die FPÖ sei für ihren europakritischen Kurs abgestraft worden.

Ist der Ausgang der Wahl in Österreich eine Chance für die EU? Geraten Populisten Ihrer Meinung nach mehr unter Druck? Oder betrifft das nur Österreich? Glauben Sie, dass die FPÖ wieder mehr Stimmen bekommen wird, sobald die Affären um Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in Vergessenheit geraten sind? Oder zeigt das Ergebnis, dass die von Populisten präsentierten vermeintlich einfachen Lösungen nicht mehr greifen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Srdjan Govedarica, ARD-Korrespondent im Studio Wien

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic und Lioba Werrelmann

FPÖ-Absturz - nur ein Einzelfall?

WDR 5 Tagesgespräch 30.09.2019 44:24 Min. Verfügbar bis 29.09.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

110 Kommentare

  • 110 Wenn's ums Geld geht 30.09.2019, 13:58 Uhr

    Wenn einige Eliten einer Partei, die vorrangig mit nationalistischer und artverwandter Gesinnungstreue wirbt, für ihre persönliche Karriere bereit sind, die soziale Infrastruktur nicht nur an Ausländer, sondern sogar an Russen zu verkaufen, dann ist offenbar sogar für den Ösi-Rechtspopulisten das erträgliche Maß der persönlichen Vorteilsnahme überschritten. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass mehr als nur einige FPÖ-Wähler gemerkt haben, dass Österreich sehr stark von der Tourismus-Branche abhängt und daher viel mehr Niedriglöhner mit Fremdsprachenkenntnissen benötigt als derzeit aus dem Ausland einwandern, sodass sich der hauptsächliche und womöglich einzige Quotenbringer dieser Partei, nämlich die Ausländerfeindlichkeit, als Renditebremse für die Nationalökonomie auswirkt. Denn wenn es ums Geld geht, dann sind politische Gesinnungen bekanntlich stets sehr flexibel, damit die Wirtschaft für die Leistungselite wie geschmiert und damit immer besser läuft.

  • 109 Österreich... 30.09.2019, 13:58 Uhr

    hat mal eben KURZ entschieden. Ich würde mir wünschen, dass auch wir mal wieder Politiker bekommen könnten, die wenigstens ein bisschen versuchen sich an das zu halten, was sie vor Wahlen versprechen. Aber da leiden die irgendwie alle unter plötzlichen Gedächtnisstörungen... Würde das aber mal Tatsache, wäre wohl auch wieder mit dem vielen Populismusgelabere schluss.

  • 108 Tanja Koller 30.09.2019, 13:57 Uhr

    Der Versuch der Einflussnahme auf die Politik eines anderen EU-Landes konnte man gestern in den ZDF-Nachrichtensendung verfolgen. Klaus Kleber sagte mit Nachdruck zum wiederholten mal, Herr Kurz dürfe auf keinen Fall mit der FPÖ koalieren! Bemerkenswert und sehr befremdlich!

  • 107 Undichte Parteipropaganda 30.09.2019, 13:57 Uhr

    Die FPÖ konnte anscheinend die neoliberalen Punkte ihres Parteiprogramms nicht so geheim halten wie etwa die AfD in Deutschland, die hier offen mit nationalistischer Hetze wirbt und gleichzeitig verdeckt eine Abschaffung des staatlichen Rentensystems und der sozialen Infrastruktur anstrebt.

  • 106 Friedrich Dahl 30.09.2019, 13:57 Uhr

    Der Fall Strache als einer von vielen alljährlichen Skandalen in der Politik sollte statt einer "Weiter so"-Politik endlich mal die erforderlichen Konsequenzen nach sich ziehen, sowohl in Österreich wie auch in Deutschland. Mehr dazu kann man hier im Gästebuch u.a. in den Kommentaren Nr. 12, 19, 20e, 30, 46, 61, 64, 80 und 87 lesen und all das ist sicherlich auch für eine bessere Politik als heute sehr hilfreich.

  • 105 Leute 30.09.2019, 13:57 Uhr

    , die früher in Deutschland die CDU/CSU gewählt hätten, einfach nur weil sie eher konservativ und traditionell denken, wählen heute aus Ratlosigkeit die AfD. Und nur das macht diese Partei, ähnlich wie die FPÖ in Österreich, so stark. Es ist mitnichten dumpfer Populismus, der diese Leute antreibt, sondern fast immer nur die politische Heimatlosigkeit. Wir brauchen wieder politische Parteien der Mitte und keine Extreme. Aber heute kann man nur noch zwischen Träumern oder Radikalen wählen. Und Beides ist gleichermaßen fatal.

  • 104 WOW 30.09.2019, 13:50 Uhr

    Die Kommentare hier zeigen mir überwiegend sehr eindrucksvoll, warum die Dinge so sind wie sie sind und warum sich daran nichts ändern wird. Es sind nur ganz wenige, die wirklich konstruktiv sind - Nr. 61 ist ein gutes Beispiel, wie man dem allgemeinen Rummel, der sich Politik schimpft nicht auf dem Leim geht und einigermaßen gerade durch die heutigen Landschaften kommen kann. Der allgemeine und sehr fragwürdige Trend, den ich schon lange beobachte. macht mir nicht nur zunehmend Probleme, die für mich ähnliche Fragen aufwerfen - und, diese rasante Negativ-Entwicklung macht mir auch in gewisser Weise Angst. Und komischerweise ist es weniger der Populismus, der mir Angst macht als mehr die Trotzhaltung, mit der die Politik darauf reagiert und die Unvernunft mit der sie agiert. Man misst sich in Worten, statt in Taten und hält nie, was versprochen wird - dabei sollte es genau umgekehrt sein. Und so ganz nebenbei fährt man das eigene Land auch noch komplett an die Wand!

  • 103 A. Voelker 30.09.2019, 13:47 Uhr

    Nun gut, Österreich hat seinen Strache-Skandal mit all den bekannten Folgen. In Deutschland kann man nach einer veritablen Spendenaffäre immer noch Finanzminister und Bundestagspräsident werden.

  • 102 Wer in Deutschland 30.09.2019, 13:47 Uhr

    heute die unbequeme Wahrheit über politische Fehlentscheidungen sagt, wird automatisch medial in die rechte Ecke abgeschoben. Also verhalten sich die Leute dementsprechend: Die Einen resignieren, beschweren sich hinter dem Rücken und schwimmen zähneknirschend mit dem Strom und die Anderen machen Krawall. Oder laufen tatsächlich den Falschen in die Arme. Eine Gesellschaft, die politisch zu korrekt ist, droht irgendwann zu explodieren. Die Weimarer Zeit war dafür das beste Beispiel. Unsere Politiker sollten endlich wieder für das notleidende Volk da sein, dann verschwindet auch der Spuk der Rechten.

  • 101 Objektiv 30.09.2019, 13:43 Uhr

    Das müsste dem WDR die Schamesröte ins Gesicht treiben: ausgerechnet ein Mitglied der Partei DIE LINKE muss als Anrufer darauf hinweisen, dass Gesellschaft und (ÖR-)Medien es endlich unterlassen sollten, die AfD und ihre WählerInnen zu stigmatisieren und dämonisieren. Diese eigentlich selbstverständliche Forderung, objektiv zu berichten und keine linke Meinungsmache zu betreiben, stieß beim WDR-Moderator geradezu auf Verblüffung.

    Antworten (2)
    • Sendungsbewusstsein 30.09.2019, 13:54 Uhr

      Medienschafende habe eine hohes Selbstbild und ein Sendungsbewusstsein. Ebenso wie sozial Arbeiter/innen.

    • P und S 30.09.2019, 13:56 Uhr

      Solange wie alle Medien nur eine Marschrichtung kennen und wollen ,machen sich diese für mich unglaub würdig ! Schluss mit der verordneten Staatspropaganda ,ich dachte immer Demokratie geht anders .

  • 100 Werner Lohausen 30.09.2019, 13:42 Uhr

    Da wurden wieder mal eine Menge Intrigen aufgeboten, um der FPÖ viel Schaden zuzufügen. Auch so schaut Wahlmanipulation aus.

    Antworten (1)
    • Harald Möller 30.09.2019, 13:58 Uhr

      Als ob die Rechten vor solchen Intrigen gefeit wären. Jeder macht es so gut er kann.