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Wie blicken Sie auf die Tat in Frankfurt?

Ein ICE steht am Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs, nachdem es bei der Einfahrt des Zuges zu einem Zwischenfall mit einem Kind kam. Das Kind sei nach ersten Erkenntnissen auf die Gleise geraten und offenbar von einem einfahrenden Zug überrollt worden

Wie blicken Sie auf die Tat in Frankfurt?

Ein Mann stößt einen achtjährigen Jungen vor einen einfahrenden ICE in den Tod. Die zweite tödliche Tat dieser Art an einem Bahngleis in nur zehn Tagen. Was sind Ihre Gedanken dazu? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Entsetzen, Unverständnis, Angst und der Ruf nach mehr Sicherheit. Der Angriff im Frankfurter Bahnhof lässt viele ratlos, hilflos und am Ende auch wütend zurück. Nicht allein die Grausamkeit der Tat, sondern vor allem auch die Zufälligkeit der Opfer macht fassungslos. Wenn jeder Opfer werden kann, fühlt sich auch jeder bedroht und viele fühlen sich jetzt tatsächlich unsicher, wenn sie am Gleis stehen.

Wie mit dieser Angst umgehen und wohin führt sie uns? Neben Trauer und Anteilnahme, verbreitet sich auch Hass und Hetze vor allem über das Internet. Der mutmaßliche Täter ist ein 40-jähriger Eritreer aus der Schweiz, das reicht vielen als Erklärung für die Untat, und als willkommener Anlass, um Hass gegen alle Fremden zu schüren.

Auf der anderen Seite löst die Attacke im Frankfurter Hauptbahnhof auch eine Debatte über die Sicherheit an Bahnhöfen aus. Schon gestern meldeten sich erste Politiker zu Wort, Bundesinnenminister Seehofer hat seinen Urlaub unterbrochen und will sich heute (30.7.) in Berlin mit den Chefs der Sicherheitsbehörden beraten. Dabei soll es aber nicht nur um die Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof gehen, sondern auch um Angriffe und Drohungen gegen Vertreter der Linkspartei, um Bombendrohungen gegen Moscheen sowie den rassistisch motivierten Angriff auf einen Eritreer im hessischen Wächtersbach.

Wie gehen Sie mit der schrecklichen Tat um? Wie reden Sie darüber? Fühlen Sie sich jetzt unsicherer, haben Sie mehr Angst, wenn Sie unterwegs sind, ändern Sie ihr Verhalten? Haben Sie Forderungen an die Politik und die Sicherheitskräfte und wie stehen Sie zu den Reaktionen auf das Verbrechen, auf die Hetze von Rechts im Netz?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Dr. Christian Lüdke, Psychotherapeut und Kriminalpsychologe

Redaktion: Beate Wolff und Julia Lührs

Wie blicken Sie auf die Tat in Frankfurt?

WDR 5 Tagesgespräch 30.07.2019 45:14 Min. Verfügbar bis 29.07.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

280 Kommentare

  • 280 neuer AfD-Wähler 30.07.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 279 Dirk 30.07.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 278 Viktor 30.07.2019, 13:59 Uhr

    Was werden all die neuen, geplanten Sicherheitsvorkehrungen in Summe wohl kosten? Und wer "darf" dieselben wohl wieder bezahlen?

  • 277 Carl Wilhelm Cassel 30.07.2019, 13:59 Uhr

    Aufgabe der rechtsstaatlichen Verantwortungsträger und der Polizeibeamten ist es nicht, der Bevölkerung zu erzählen, dass es keine einhundertprozentige Sicherheit geben kann, sondern vornehmste Aufgabe von Legislative, Exekutive und Judikative ist die Risikominimierung! Dazu gehört auch die sozialkommunikative Verständlichmachung und Durchsetzung Sozialer Spielregeln in Bahnhöfen, nebst eventueller Tichketschleusen vor Bahnsteigen und Geländersicherungen an Bahnsteigkanten, wie es in japanischen Fernreisebahnhöfen beispielhaft vorgeführt wird.

  • 276 Ch. 30.07.2019, 13:58 Uhr

    Auch wenn vielleicht zur Beruhigung der Bevölkerung behauptet wird, dass Deutschland sicher ist und Gewalttaten in den letzten Jahren abgenommen haben, hat man doch das Gefühl, dass seit 2015/16 die Anschläge, Gewalttaten, Vergewaltigungen, Messerstechereien etc. zugenommen haben. Der IS hat doch dazu aufgerufen, Anschläge mit "kleinen" Mitteln durchzuführen. Sind wir schon so weit, dass man nun ständig damit rechnen muss. Die Bevölkerung immer nur zu beruhigen, bringt deshalb nichts, weil sie das nicht glaubt und anders fühlt. Mit falschen Versprechungen wird man nicht zu einem friedlichen Miteinander kommen. Anders als manche behaupten haben sich viele um die Zugewanderten bemüht, von denen dann doch einige ausgerastet sind und gewalttätg wurden. Nicht nur der Islamismus sondern auch unterschiedliche Kulturen und Entwicklungsstadien können Ursachen für die Gewalt sein. Für Zuwanderer sind die offene und liberale Lebensweise hier sicherlich schwer zu verkraften, wenn man sieht, wie

  • 275 kleinesRädchen 30.07.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 274 nochn AfD-Wähler 30.07.2019, 13:57 Uhr

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  • 273 Dirk 30.07.2019, 13:56 Uhr

    Es geht nicht darum, „Hass gegen alle Fremden zu schüren“, sondern um aufzuzeigen, dass diese Menschen gar nicht erst zu uns hätten gelassen werden dürfen, weil diese fremden Völker und Kulturen gar nicht nach (Mittel-)Europa gehören! Dennoch sollen diese von Menschenhändlern in zwangsläufige Seenot gebrachten, von unseren Politiker(inne)n u. Medien sofort als „Migranten“=„Zuwanderer“ bezeichneten Sozialflüchtlinge, die von europäischen Rettungsschiffen wie von den Schleusern geplant in die EU weitertransportiert und bei uns verteilt werden, obwohl sie in ihrem Kulturkreis besser aufgehoben wären! Natürlich sind nicht alle Muslime, Afrikaner usw. kriminell, aber ohne deren Aufnahme hätten wir weder diese Morde noch irgendeine Terrorgefahr durch Islamisten! Und ordneten Kriminalstatistiken eingebürgerte Ausländer nicht fälschlicherweise als „Deutsche“ ein, ergäbe sich v.a. bei Raub- u. Gewalttaten ein eindeutiges Bild, sofern diese überhaupt aufgenommen geschweige denn geahndet würden!

  • 272 Junker Jörg 30.07.2019, 13:55 Uhr

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  • 271 Martin R. 30.07.2019, 13:53 Uhr

    Vielleicht sollte man Straftaten von Kriminellen jeweils mit Gerichtsbarkeit und Bestrafung des Herkunftslandes ahnden. Das wäre doch mal eine Reform.

  • 270 Wahrscheinlich... 30.07.2019, 13:51 Uhr

    muss hier erst mal das ganz dicke Ding passieren, bevor unsere Regierungs-Schnarchnasen mal merken, was eigentlich wirklich in ihrem Land los ist und dass die Stimmung gerade dabei ist sich radikal zu ändern - und das betrifft besonders weitere Migranten. Das Maß ist schon längst übervoll, jedoch penetriert man uns weiterhin damit noch mehr Leute, die sich selbst in Not gebracht haben, aufzunehmen. Die Bilder, die in Nachrichten und Presse hier immer generiert werden und an die menschliche Empathie appellieren sind da völlig kontraproduktiv. Bei mir bewegen die deshalb auch gar nichts mehr, außer Unverständnis und Ablehnung. Mit dem Geld, dass die Schleuser für die Fahrt bekommen haben, hätten die Fliehenden in ihrem eigenen Land mit etwas Verstand vermutlich ein besseres Leben aufbauen können. Statt dessen setzt man alles auf eine Karte um es dann bequem haben zu können, denn es ist ja bekannt, was die Leute hier erwartet. Die Tatsachen unterscheiden sich aber von Spekulationen.