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Privates Böllern verbieten?

 Feuerwerksraketen explodieren in der Silvesternacht 2018/2019 über der Münchner Innenstadt, alles liegt in dichtem Rauch.

Privates Böllern verbieten?

Feuerwerk ist Tradition und schön anzusehen. Sagen die einen. Andere hingegen sehen in den Raketen und Krachern lediglich eine unnötige Lärm- und Umweltbelastung. Was ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Bunte Raketen und laute Böller – sie gehören für viele zum Jahreswechsel wie Berliner Ballen oder das Glas Sekt. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ist das Feuerwerk für 57 Prozent der Befragten fester Bestandteil der Silvester-Tradition.

Gleichzeitig ist laut der Umfrage aber auch gut drei Viertel der Bundesbürger bewusst: Raketen und Kracher sind schlecht für die Umwelt.  Aus diesem Grund hatten in den vergangenen Monaten vor allem Umweltschützer versucht, das Böllern zumindest aus den Innenstädten zu verbannen.

Aufgrund hoher Feinstaubbelastung hatte etwa die Deutsche Umwelthilfe in zahlreichen Städten ein Verbot privater Knallerei beantragt. Über den Jahreswechsel hinweg würden etwa 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das entspreche in etwa der Menge, die der gesamte Straßenverkehr in Deutschland in zwei Monaten erzeuge.

Weitere Argumente der Feuerwerks-Kritiker: Es sei zu teuer, zu gefährlich und zu laut. Insbesondere Haustiere setze die Silvester-Knallerei unter Stress.

Wie halten Sie es mit dem Silvester-Feuerwerk? Können Sie die Argumente der Kritiker verstehen? Sollte jeder selbst entscheiden können, ob er an Silvester Raketen und Böller anzündet – oder nicht? Ist das Feuerwerk eine Tradition, die man erhalten sollte? Oder sollte man sich von ihr in Anbetracht der Klimakrise besser verabschieden? 

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Dorothee Saar, Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung Deutsche Umwelthilfe

Redaktion: Dirk Müller und Beate Wolff

Privates Böllern verbieten?

WDR 5 Tagesgespräch 30.12.2019 46:18 Min. Verfügbar bis 29.12.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

113 Kommentare

  • 113 Sophia 30.12.2019, 13:59 Uhr

    Macht selber Krach - habt gemeinsam Spaß - ganz ohne Böller!

  • 112 Anonym 30.12.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 111 THINK BIG & FFF & BGE ! 30.12.2019, 13:59 Uhr

    Ein Kreuzfahrtschiff verursacht zwar weitaus mehr Umwelt- und Klima-Schaden als eine Silvesternacht in Hamburg. Aber es geht hierbei auch um etwas Grundsätzliches. Denn wer nichts gegen die Silvesterböllerei hat, der baut, betreibt oder nutzt dann ebenso umwelt- und klima-ignorant Kreuzfahrtschiffe über´s Jahr. Und Eigenverantwortung gegenüber Umwelt, Natur und Klima übernehmen, bedeutet auch, nicht mehr länger nur mit dem Finger auf andere zu zeigen und damit seine eigenen Umwelt- und Klimasünden fortwährend zu entschuldigen. Begreifen das die Menschen, wäre das weitaus mehr wert als Merkel´s Klimapäckchen.

  • 110 BGE geht anders 30.12.2019, 13:53 Uhr

    Auch mit Lotto kann man sein Geld verballern. Doch im Gegensatz zu Lotto gibt es bei der Silvesterböllerei nur eine Aussicht und Perspektive: Wenn es schlecht läuft, kann man noch mehr verlieren als nur den Spieleinsatz. Und wie oft es bei der Silvesterböllerei schlecht läuft, davon können viele Familien aus jahrzehntelanger Silvesterknallertradition berichten vom verbrannten Wohnzimmerteppich bis hin zum Finger ab.

  • 109 Böller ja! 30.12.2019, 13:41 Uhr

    Irgendwie heuchlerisch, dass der WDR hier die große Böllerverbotssendung abhält und im Sommer dann wieder ausgiebig und positiv über "Rhein in Flammen" berichten wird. Dagegen sind die kleinen privaten Ballereien, die in einem begrenzten Zeitraum stattfinden ja ein Klacks.

    Antworten (2)
    • So ist es halt 30.12.2019, 13:48 Uhr

      Ja, es ist die übliche mediale Doppelmoral! Fragen Sie doch mal nach den gewaltigen Emissionen der Holzöfen in den edel sanierten Altbauten. Da werden Sie von der Journaille nichts hören, denn es ist doch der werten Gattin so romantisch...

    • Sophia 30.12.2019, 13:55 Uhr

      Schließe mich an - so ist es! Aber wir können ja dran arbeiten, diese Verlogenheit nach und nach abbauen.

  • 108 THINK BIG & BGE ! 30.12.2019, 13:39 Uhr

    Viele verstümmelte Silvester-Feuerwerksopfer, die heute in Pflegeheimen leben müssen, wünschten sich, daß sie früher zum Nachdenken mal Zeit gefunden hätten, als erst hinterher, wo es zu spät war.

  • 107 Lucia Engel 30.12.2019, 13:37 Uhr

    Eine große Anzahl von Leuten hat den Knall immer noch nicht gehört und lebt weiter frei nach dem Motto "Nach mir die Sintflut". Vermutlich werden genau sie es sein, die jammern und wehklagen, wenn sie von durch Umweltzerstörung herbeigeführte Schäden unmittelbar betroffen sein werden (z. B. erneute Dürre, Brände, Wassermangel, antibiotikaresistente Keime, Starkregen, Stürme etc. etc.). Na dann, guten Rutsch!

    Antworten (2)
    • Noch nicht gehört? 30.12.2019, 13:42 Uhr

      Die Welt geht sowieso unter. Dann habe ich vorher gerne noch ein bisschen Spass.

    • Margarete Hagedorn 30.12.2019, 13:58 Uhr

      Das denke ich auch!

  • 106 BGE geht anders 30.12.2019, 13:33 Uhr

    Offenbar fasziniert nach 2 Weltkriegen immer noch einige Leute der Krieg im Silvester-Kleinformat, auf dessen Finanzierung sie das ganze Jahr hin arbeiten und sich dann darüber freuen, wie all das in einer Nacht zunichte geböllert wird.

    Antworten (1)
    • Freddy 30.12.2019, 13:48 Uhr

      Es gibt offenbar sogar genug Menschen, die vom Krieg im "Großformat" fasziniert sind und sogar noch davon profitieren. Hier genügt ein Blick auf die stetig steigenden Rüstungsausgaben bzw. -einnahmen. Da sind mir, hätte ich die Wahl, zwei Stunden vergleichsweise "harmloser" Silvesterböllerei doch lieber - ohne das gutheißen zu wollen.

  • 105 Anonym 30.12.2019, 13:33 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 104 Macht man 30.12.2019, 13:27 Uhr

    hier eine ganz nüchterne Pro und Contra-Rechnung auf, geht das Ergebnis wohl eher sehr eindeutig dahin damit aufzuhören, als dahin damit weiter zu machen nur wegen des Spaßes, weil es cool ist und nett anzusehen. Der Nutzen und die Vorteile für die Umwelt dürfte dabei mit Abstand am Größten sein, denn nicht nur die schon enorme Luftverschmutzung, sondern auch der unglaubliche Lärm, diverse entzündete Brände und nicht zuletzt der ganze Müll im Zusammenhang entfällt, der manchmal Tagelang liegen bleibt und weder von den Verursachern, noch dem städtischen Dienst entfernt wird. Schädliche Reste aus den Batterien und anderen Krachern können so ungehindert ins Grundwasser gelangen, wenn sie bei Regen ausgeschwemmt werden. Oft sieht man auch Kinder, die dann noch nach übrigen Krachern suchen, die verloren gingen und vielleicht noch irgendwo ungezündet herum liegen. Wenn für mich etwas nicht mehr vermittelbar ist, dann ist es damit weiter zu machen!

    Antworten (1)
    • Fräulein 30.12.2019, 13:37 Uhr

      Völlig richtig. Meine Pro/Contra-Liste steht unter Post 23. Solche (eindeutigen) Listen kann man auch für ein Tempolimit oder diese dämliche Uhrumstellerei machen. Sie belegen jedesmal, dass es so nicht weitergehen kann. Und bei allen drei Listen ist das "wichtigste" und meist einzige Argument der Befürworter: "Aber es macht mir doch Spaaaaß!" Da denke ich dann immer an Dreijährige, die sich vor dem Süßwarenregal heulend auf den Boden werfen ...

  • 103 Timo 30.12.2019, 13:25 Uhr

    Die Umwelthilfe trägt durch ihr rigoroses Vorgehen (Klagen, Verbote etc.) eine Mitschuld am Erstarken der AfD! So entsteht bei den Menschen der Eindruck einer nicht demokratischen Öko-Diktatur, die ihre Bürger vor vollendete Tatsachen stellt. Es darf nicht sein, dass ein Verein derart viel Macht hat.

    Antworten (3)
    • Martin Weidner 30.12.2019, 13:36 Uhr

      Die DUH begeht den Rechtsweg, der stellt allen offen, das ist das Gegenteil von einer Diktatur, wo es keine Gewaltenteilung gibt. Ihre Argumentation offenbart eine Unkenntnis, was Demokratie angeht und es klingt eine Demokratiefeindlichkeit mit. Damit schwimmen Sie im braun-blau-versifften Saft.

    • Timo 30.12.2019, 13:55 Uhr

      @ Martin Weidner Mir Unkenntnis der Demokratie vorzuwerfen ist eine Unverschämt! Bevor Sie sich hier empören sollten Sie Sichteinlagen Statement mal richtig durchlesen! Ich habe geschrieben, dass der Eindruck einer Öko-Diktatur entsteht. Das heißt nicht, dass ich glaube, dass dies wirklich der Fall ist. Viele Leute glauben das aber und wählen die AfD!

    • Martin R. 30.12.2019, 13:59 Uhr

      @ Martin Weidner. Auch eine demokratisch gewählte Öko- Diktatur kann als extremistisch empfunden werden. Und daher ist es nicht verwunderlich, wenn sich Demokraten nach Alternativen umschauen. Das hat mit braun-blau versifft nichts zu tun.