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Kann Europa das Klima retten?

Ein Feuerwehrmann schaut auf das Feuer vor sich.

Kann Europa das Klima retten?

Ursula von der Leyen hat der EU einen stärkeren Klimaschutz vorgeschlagen. Kann eine europäische Lösung funktionieren? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Es ist ein ehrgeiziges Ziel: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will erreichen, dass die EU-Staaten die Menge an Treibhausgasen verringern, die sie in die Luft blasen. Bis zum Jahr 2030 sich die Menge um 55 Prozent verringern - verglichen mit dem Jahr 1990. Bisher waren 40 Prozent geplant.

Das sei notwendig angesichts des Ziels, bis 2050 klimaneutral zu werden, also unterm Strich keine zusätzlichen Treibhausgase mehr auszustoßen.

Der Bundestag befasst sich in dieser Woche in mehreren Debatten mit den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, gestern etwa mit dem Klimaschutzbericht 2019. Darin zeigt sich, dass die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland schneller sinken als gedacht. Die Einschränkungen durch Corona haben inzwischen sogar das 40-Prozent-Ziel in Reichweite gebracht. Doch sie sind nicht nachhaltig.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Ziele der EU-Kommission verteidigt. Man müsse aber auch sagen, wie man die Wirtschaft vor den damit verbundenen Belastungen schütze. Und wie man sicherstelle, dass die europäische Industrie nicht nach China, Russland oder Indien abwandere.

Und damit ist noch nicht geklärt, wie eine möglicherweise steigende Arbeitslosigkeit aufgefangen und sozial abgefedert werden kann. Klimakatastrophen wie die Brände in den USA zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht, und dass das Problem eine globale Lösung braucht.

Kann sich eine europäische Klimapolitik weltweit auswirken? Muss die EU eine Vorreiterrolle einnehmen? Sind von der Leyens Vorschläge überhaupt ausreichend? Und erwarten Sie zumindest beim Klima eine europäische Solidarität?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am DIW

Redaktion: Ulrich Horstmann und Valentina Dobrosavljevic

Kann Europa das Klima retten?

WDR 5 Tagesgespräch 18.09.2020 45:41 Min. Verfügbar bis 18.09.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

148 Kommentare

  • 148 mein-grundeinkommen.de 18.09.2020, 13:59 Uhr

    Auch beim Thema Umwelt- und Klimaschutz trotten unsere Volksvertreter von CDU & SPD dem Willen und der Sachkompetenz der Bevölkerung weit hinterher, wie das auch ein Ansturm an BGE-Petitionen auf das EU-Parlament und auf den Deutschen Bundestag seit Coronapandemie-Beginn zeigt. Und so steht dieser Tage auch eine Petition Nr, 114910 für ein weltweites BGE zur Mitzeichnung im Deutschen Bundestag an. Denn ohne BGE werden nicht nur Millionen Existenzen in der Coronapandemie vernichtet, sondern wird auch weiterhin der Amazonas-Regenwald aus Armutsgründen abgebrannt. Und ohne BGE wird auch weiterhin Japan entgegen der internationalen Umweltschutzvertäge die Weltmeere aus selbigen Einkommensdruck leer fischen. Und das alles nur für einen längst übersättigten Fischweltmarkt, dem somit auch die Fisch-Preise baden gehen.

  • 147 Weltretter! 18.09.2020, 13:58 Uhr

    "Sind von der Leyens Vorschläge überhaupt ausreichend?" ~~~ Unsere weggelobte Ursel wird's schon schaukeln. Ganz zur Freude derjenigen, die sie zufrieden stellen will/muss.

  • 146 Martin Weidner 18.09.2020, 13:58 Uhr

    Wenn fleisch 10 teurer wäre wie Gemüse. Was würdendie Menschen essen? So muss man fragen. Man kann keine Ziele angebe, sondern muss Rahmen schaffen, damti Menaschen selber motiviert werden. Markt statt Diktat!

  • 145 P und S 18.09.2020, 13:53 Uhr

    Wer eine vorreiter Rolle möchte ,gerät wirtschaftlich ,ins Abseits .Von was wollt ihr leben ? Wenn es kaun noch Arbeitsplätze gibt ! Unser Sozialsystem ,wird durch Steuern erhalten ! Wie ich schon mehrmals im TG geschrieben haben ,dieses System ,wird bald noch mehr durch noch weniger Einzahler noch schmaler . Von was wollt ihr leben ! Von Luft und Liebe ,das war einmal .

    Antworten (1)
    • Martin Weidner 18.09.2020, 13:59 Uhr

      Von was wollen Sie leben? Von Maschinen? Oder von Insekten, dei Obst udn Gemüse bestäuben? Denken Sie doch mal nach!

  • 144 BGE-Grundbaustein 18.09.2020, 13:48 Uhr

    So wie die Sonne eine universale Lösung und ein Grundbaustein für alles Leben auf dieser Erde ist, so ist auch der BGE-Grundbaustein für einen weltweiten Umwelt- und Klimaschutz notwendig. Und niemand kommt da mit der klein & klein-Kurzsichtpoltik von EU und VdL und all dem damit verbundenen Subventionierungswirrwarr weiter.

  • 143 Karl Theodor 18.09.2020, 13:47 Uhr

    Mich würde einmal interessieren wie die Ölscheichs reagieren, wenn man anfängt ihre Bodenrenten zu enteignen. Wenn die EU wenig Öl importiert brechen ihre Einnahmen weg, ich glaube nicht, dass sie dass so zulassen werden. Sie werden mit ihrem Öl wahrscheinlich die Märkte fluten. Eine umgekehrte Reaktion zum Opec-Kartell der Preisabsprachen von 1973. Der Verbrenner wäre dann mehr als konkurrenzfähig.

  • 142 Vera 18.09.2020, 13:47 Uhr

    Was ich zu dem Thema Klima sagen kann ist, dass nicht das Klima aber die bevorstehende totale Digitalisierung die grösste Seuche, die die Welt befallen konnte, ist. Klima, das weiss ich nicht, ob man es gross beeinflussen kann, der Umweltschutz kann aber jeder betreiben. Die Menschen lassen die Erde brennen, ob absichtlich oder naturell bedingt. Das was in die Luft gejagt wird, ist enorm und schädlich. Zu der Digitalisierung. Alles klingt schön, man kann viel machen, spielen... Aber ich habe die AGENDA 2030 der UNO gesehen, die wurde von über 190 Staaten jubelnd unterschrieben. Die 17 Punkte klingen auch logisch, geht um Digitalisierung, Umweltschutz, Nachhaltigkeit. Aber ich habe die Analyse zu jedem Punkt gesehen und das war erschreckend. Mehr kann ich leider nicht sagen. Sonst verhalte ich mich selbst sehr umweltfreundlich, darum kann ich nicht Menschen begreifen, warum sie diese Erde so schlecht behandeln, die uns vom Schöpfer gegeben wurde. Sie begreifen nichts.

  • 141 1.400 EUR BGE für Alle 18.09.2020, 13:44 Uhr

    "Internationale Solidarität" bkeibt bis zur Realisierung eines weltweiten BGE´s nur eine hohle Phrase, wie uns das auch all die ergebnislosen Weltklimagipfel gezeigt haben. Denn genau in diesem BGE ist die Solidarität enthalten und realisiert, die vergeblich bisher VdL in der EU und in der Welt sucht.

    Antworten (1)
    • "Kultur".... 18.09.2020, 13:56 Uhr

      ...ist kalt...besser Schuhe anziehen...bedeutet das ich sollte eine lange Unterhose unter meiner kurzen Hose tragen?

  • 140 Martin Weidner 18.09.2020, 13:43 Uhr

    Aus einem UN-Bericht: 85 Prozent der Feuchtgebiete sind bereits zerstört Seit dem späten 19. Jahrhundert sind rund die Hälfte aller Korallenriffe verschwunden Neun Prozent aller Nutztierrassen sind ausgestorben Zwischen 1980 und dem Jahr 2000 wurden 100 Millionen Hektar tropischer Regenwald abgeholzt - weitere 32 Millionen Hektar allein zwischen 2010 und 2015 23 Prozent der Landfläche des Planeten gelten als ökologisch heruntergewirtschaftet und können nicht mehr genutzt werden Der Verlust von Bestäuberinsekten bedroht Nahrungsmittelproduktion im Wert von 235 bis 577 Milliarden Dollar pro Jahr Durch die Zerstörung von Küstengebieten wie Mangrovenwäldern ist die Lebensgrundlage von bis zu 300 Millionen Menschen gefährdet Allein die vom Menschen verursachte Erderhitzung könnte rund fünf Prozent der Arten auslöschen, wenn der Schwellenwert von zwei Grad Celsius globaler Temperaturerhöhung überschritten werde

  • 139 1.400 EUR BGE für Alle 18.09.2020, 13:40 Uhr

    War schon vor der Corona-Pandemie das Einkommen aus Taxis in Lissabon grenzwertig bis miserabel wegen eines Taxi-Überangebots, so ist es das erst recht nun in der Corona-Pandemie. Und so grasen seither Tag für Tag hunderte Taxis Lissabon nach Fahrgästen ab. Doch alles, was damit bis zum Feierabend erreicht wird, ist ein leer gefahrener Auto-Tank und kaum Einkünfte. Auch dieses Beispiel aus unzähligen zeigt, daß kein Weg mehr am BGE vorbei geht, damit nicht mehr länger so ein umwelt- und klimaschädliches Verhalten rund um´s Einkommen vollführt werden muß.

  • 138 P und S 18.09.2020, 13:39 Uhr

    Und nochmal ,es ist eine globale Angelegenheit ! Wer das immer noch nicht kapiert ,dem ist nicht zu helfen .

    Antworten (3)
    • Gute Frage... 18.09.2020, 13:42 Uhr

      War schon eine Weile nicht mehr draußen, wie isses ? Brauche ich Schuhe ? ^^

    • Martin Weidner 18.09.2020, 13:44 Uhr

      Dann wenden Sie sioch doch an die Weltregierung! Die wird es doch geben, nicht wahr? Udn wer ist sonst zuständig?

    • Karl Theodor 18.09.2020, 13:50 Uhr

      Das ist ja gerade der Pferdefuß mit der globalen Angelegenheit. NWO schaffen mit Klimawandel und Migration das stärkt die supranationalen Demokratien.