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Glücklich im Home Office?

Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Küchentisch und arbeiten mit Laptop, Tablet und Zeichenutensilien.

Glücklich im Home Office?

Viele Arbeitnehmer*innen sehen einer aktuellen Studie zufolge Vorteile in der Heimarbeit. Allerdings klagten die Befragten auch über größere psychische Belastungen. Was ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Flexiblere Arbeitszeiten und größere Entscheidungsfreiheit – das schätzen Arbeitnehmer*innen laut einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK vor allem am Home Office. Doch die Befragung zeigt auch: Die psychische Belastung ist bei ihnen offenbar größer als bei Beschäftigten, die ausschließlich im Betrieb tätig sind. So litten die Befragten etwa häufiger an Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder Schlafstörungen, waren öfter gereizt und nervös.

Vielen fällt es im Home Office offenbar schwer, eine klare Grenze zwischen Job und Privatleben zu ziehen. So arbeitet laut der Befragung jede(r) Dritte mit Home Office häufig am Abend oder am Wochenende. Mehr als ein Drittel hat Probleme, nach Feierabend abzuschalten. Und auch bei der Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit haben Home Office-Beschäftige offenbar größere Schwierigkeiten.

Was ist Ihre Meinung zum Home Office? Welche Vorteile sehen Sie, welche Nachteile? Haben Sie selbst Erfahrungen? Erleben Sie die Arbeit zuhause vielleicht sogar als Karrierekiller? Oder sehen Sie die gute Möglichkeit, Job und Familie zu vereinbaren? Sollte es vielleicht sogar ein Recht auf Home Office geben?

Gast: Prof. Dr. Tim Hagemann, Fachhochschule der Diakonie

Redaktion: Regina Tanne und Valentina Dobrosavjlevic

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Stand: 18.09.2019, 10:30

Kommentare zum Thema

67 Kommentare

  • 67 Dirk 18.09.2019, 13:59 Uhr

    Jedoch stört mich erneut die im Zuge der (für die meisten Europäer weitaus mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringende) Globalisierung und als Wegbereiter der angestrebten neuen Weltordnung – deren eigentliche Ziele im „NWO-Plan zur Zerstörung der Staaten“ nachlesbar sind – wieder einmal völlig unnötige Ver(d)englischung des diesmal als in dieser Hinsicht nicht thematisiertes TG-Themas!

  • 66 Ghetto-Kinder im Angebot 18.09.2019, 13:59 Uhr

    Das Home Office bietet gute Möglichkeiten zur Kostensenkung für die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer, denn es entfallen sowohl die Investitionen für Räume und Ausstattung der Arbeitsplätze und die lästige Aufsichtspflicht über die Arbeitsplatzsicherheit als auch das Fahrgeld der Arbeitnehmer (Berufsverkehr). Der letzte Punkt würde die Auto- und Mineralölindustrie zwar zu Entschädigungsklagen motivieren, die aufgrund der Verflechtung der Amigo-Interessen eine gute Aussicht auf Erfolg haben und Kosten verursachen. Aber nach den hergebrachten Grundsätzen der Leitkultur und des Gewohnheitsrechts der Schnäppchenjagd werden diese dann selbstverständlich auf die Arbeitnehmer abgewälzt und außerdem sind danach Profitnehmer nun einmal zuerst die Arbeitgeber. Noch rentabler sind allerdings die verstärkte Konzentration auf die erbrachte Leitung, die erleichterte Bevorzugung und Benachteiligung der Heimarbeiter durch ihre soziale Trennung und die Möglichkeit zur verdeckten Kinderarbeit.

  • 65 Benno Weidner 18.09.2019, 13:59 Uhr

    Welcher Maßnahmen es noch bedarf, damit Home Office nicht mehr länger nur eine Mogelpackung mit all ihren heutigen Nebenwirkungen von burn out bis Dumpinglöhnerei ist und stattdessen künftig einen positiven Beitrag für humane Arbeit, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz leistet, zeigen unter anderem die Gästebuch-Kommentare Nr. 2c + d, 11, 14, 17, 24a, 48, 49, 51, 53, 55, umd 57 zum heutigen Tagesgesprächsthema auf. Damit soll der Politik Fahrplan und Orientierungshilfe an die Hand gegeben werden, statt sich wie bisher in allerlei Nebensächlichkeiten, Sackgassen und Irrwegen zu verfangen.

  • 64 Plausi Controletti 18.09.2019, 13:53 Uhr

    Das Heimarbeiten ist wie zu Beginn der Industrialisierung schon eine Beschäftigungsform für soziale Looser, denen man keinen eigenen Arbeitsplatz finanzieren will oder die in einer sozialen Zwangslage stecken wie z. B. nebenbei Kinder oder Alte versorgen zu müssen. Die Heimarbeiter werden der sozialen Kontakte und Interaktionen verlustig, sie werden als Rentner zu keinen Ehemaligen-Cliquen eingeladen werden. Heimarbeit ist nur etwas für sehr kontaktfreudige Typen, die sonst noch viele Eisen im Feuer haben. Ich schreibe von Heimarbeit, um den modischen Glimmer von Homearbeit abzustreifen, denn es ist ein uralter Ladenhüter. Denn Nichts ist schlimmer, als seine Arbeit mit nach Hause nehmen zu müsssen, es sei denn, man ist Lebenskünstler und die Arbeit ist gleichzeitig Hobby.

  • 63 Wolfgang Lederer 18.09.2019, 13:43 Uhr

    Durch Heimarbeit werden lange Fahrtzeiten und damit unnötiger CO2-Ausstoß vermieden. Sie ist somit gut für unsere Umwelt. Das bedingungslose Grundeinkommen aber ist ein sozialistischer Wunschtraum, eine Utopie. Es ist nichts anderes als die maximalpopulistische Forderung nach „Freibier für alle“, aber ohne die wahre Rechnung aufzumachen. Denn irgendwer muss immer am Ende bezahlen und dann heißt es wieder frei nach Margaret Thatcher: „Das Problem des Sozialismus ist, dass ihm am Ende das Geld anderer Leute ausgeht.“

    Antworten (1)
    • Facel 18.09.2019, 13:56 Uhr

      Wo ist die Utopie des bedingungslosen Grundeinkommens? Einwandernde ohne Beschäftigungs-Perspektive und Langzeitarbeitslose beziehen es bereits, nur die Höhe ist das große Fragezeichen!

  • 62 Ludwig Freitag 18.09.2019, 13:40 Uhr

    Die Gefahr der Ausbeutung ist in der Tat auch beim Home-Office sehr groß. Das bedingungslose Grundeinkommen würde damit wie eine Frührente wirken, nur ohne jemals in die Rentenkasse eingezahlt zu haben. Und damit führt es zu sozialen Spannungen und gesellschaftlichen Verwerfungen gerade bei den Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten.

  • 61 Traudel Wimmer 18.09.2019, 13:38 Uhr

    Immer, wenn ich mit der Home Office-Arbeit beginnen will, wollen die Kinder mit mir Verstecke spielen. Gut daß mein Chef das noch nicht bei seiner "Arbeit" auf dem Golfplatz mitbekommen hat. Denn unsere Firma erhält staatliche Subventionen, damit es irgendwie nach Arbeit ausschaut. BGE für Alle wäre zwar billiger. Aber mit der Mathematik haben so einige Politiker ihre Probleme.

  • 60 Karsten Wielke 18.09.2019, 13:37 Uhr

    Heimarbeit ist sinnvoll für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Außerdem würde ein bedingungsloses Grundeinkommen eine weitere Sogwirkung für eine Armutszuwanderung entfalten. Damit würden zu den bereits vorhandenen deutschen Leistungsempfängern weitere aus dem Ausland hinzukommen. Und da eine Begrenzung dieser Zuwanderung von der Bundesregierung nicht gewünscht ist, würde der Sozialstaat schnell vor einem Kollaps stehen.

  • 59 Uwe Möller 18.09.2019, 13:35 Uhr

    Home-Office ist eine gute Alternative. Finanziert werden müsste ein bedingungsloses Grundeinkommen wohl aus Sozialabgaben und Steuern. Unser bisheriges Sozialsystem basiert auf der Solidarität der Bürger, im Falle von Arbeitslosigkeit den Lebenserhalt zu sichern und am Ende des Arbeitslebens den Ruhestand zu genießen. Die Suche nach einer neuen Beschäftigung gehört zu diesem gesellschaftlichen Pakt selbstverständlich dazu. Wer nach Erhalt des Arbeitslosengeldes keine neue Stelle gefunden hat, muss mit der Grundversorgung in Form von Hartz IV auskommen. Und er ist auch verpflichtet, deutliche Anstrengungen zu unternehmen, um wieder selbst ein Teil der Gemeinschaft zu werden, die diesen Solidarpakt finanzieren.

    Antworten (1)
    • Thomas Neumann 18.09.2019, 13:57 Uhr

      Sich wie Sie nur innerhalb dieses längst veralteten totkranken Sozial- und Steuersystem im Kreise zu drehen und somit wie die Groko-Regierung kein Problem damit lösen zu können, bringt ganz offensichtlich nichts. Und falls Sie es noch nicht mitbekommen haben: Das BGE fußt nicht auf diesem heutigen veralteten wachstumsabhängigen Steuer- und Sozialsystem. Zwecklios daher, das BGE zusammen mit diesem veralteten und zerfallenden System zu Grabe zu tragen. Und somit wird´s auch mit humaner Home Office-Arbeit erst was zusammen mit dem BGE.

  • 58 Albert Dreistein 18.09.2019, 13:33 Uhr

    Ich befürworte das Home-Office. Ein Grundeinkommen, das bedingungslos gezahlt wird, würde die Anzahl der Leistungsempfänger aber deutlich erhöhen. Die Zahl derjenigen, die dann noch ins Steuer- oder Sozialsystem einzahlen, würde hingegen immer kleiner werden. Viele Menschen im Niedriglohnsektor würden sich dann weigern, Arbeit anzunehmen. Diejenigen, die Spitzengehälter verdienen, würden sich überlegen, ob eine Auswanderung nicht der bessere Weg ist. Noch sind die Chancen für Deutsche gut, im Ausland – nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben – zu besseren Konditionen Arbeit zu finden. Was bleibt, ist die Mittelschicht, die nicht abwandern kann. Die Mittelschicht wird aber bereits jetzt wie eine Zitrone vom Staat ausgepresst.

    Antworten (1)
    • Peter Mertens 18.09.2019, 13:50 Uhr

      Besser mal vor dem Kommentieren über´s BGE informieren, damit Ihr Kommentar nicht gänzlich vergeblich und unzutreffend ist. Und bezüglich des Home Office empfehle ich Ihnen u.a. Kommentar Nr. 57. Und damit Sie das nicht verwechseln: Kommentar 57 ist ganz offenbar vor dem BGE-Zeitalter entstanden und wurde demzufolge nicht durch ein BGE verursacht. Und wären SIe der echte Albert Dreistein, dann wäre Ihr Kommentar sicherlich gescheiter ausgefallen.

  • 57 Anna Schulte 18.09.2019, 13:33 Uhr

    Ich habe vor vielen Jahren als junge Mutter schon in Homeoffice gearbeitet und denke noch mit Grauen daran zurück. Ich hatte nicht einmal am Wochenende Ruhe, dann kam der Chef und brachte mir schnell noch Arbeit vorbei! Ich hatte nebenbei noch ein zweijähriges Kind zu versorgen, damals gab es noch keine Kita!! Es war grauenhaft, es kostete mich meine Gesundheit, aber ich war auf das Geld angewiesen! Heute würde ich es ABSOLUT ablehnen! Meistens sind es ja Frauen, die Homeoffice machen! Es wird schlecht bezahlt und ich fühle mich richtig ausgebeutet. Das ist Kapitalismus pur! Man hat nicht einmal zu Hause seine Ruhe!!