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Klimaschutz – Was bringen nationale Alleingänge?

Buchenkeimling steht auf einem Moospolster, Symbolbild für Naturwald, natürliche Waldbewirtschaftung, Naturverjüngung, CO²-Speicher-Wald

Klimaschutz – Was bringen nationale Alleingänge?

Verzicht aufs Fliegen, Aufforsten der Wälder, ökologischer Landbau - viele unterschiedliche Maßnahmen sollen das Klima schützen. Aber was nutzen sie, wenn nur einzelne Nationalstaaten mitziehen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Ein Auto mit einem Fahrer und dem Schriftzug +3 - so sieht ein neues Verkehrsschild aus, das seit Mittwoch (17.07.2019) in Düsseldorf auf eine Umweltspur hinweist. Fahrgemeinschaften dürfen diese Spur nutzen, so soll klimafreundliches Verhalten belohnt werden. In der vergangenen Woche ließen Schweizer Forscher wissen, dass der Klimawandel durch nichts so effektiv bekämpft werden könne, wie durch das Aufforsten der Wälder.

Zwei Beispiele, die zeigen, dass gegen die Klimakrise des Planeten etwas getan werden kann. Häufig genanntes Argument dagegen: Der Einzelne kann nichts ausrichten, angesichts des globalen Ausmaßes der Klimakrise. Auch nationale Alleingänge sind zum Scheitern verurteilt. Welches sind die effektivsten Maßnahmen, die Einzelne und der Staat ergreifen können, wenn Tatenlosigkeit keine Alternative sein kann?

Können Einzelne überhaupt etwas bewirken? Und Deutschland als Ganzes? Kann Deutschland sinnvoll eine Vorreiterrolle einnehmen? Was bringt das für die Welt? Lohnt sich das Aufforsten der Wälder auf einer begrenzten Fläche, wenn andere wie die USA oder China nicht mitziehen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Niklas Höhne, NewClimate Institute gemeinnützige GmbH (gGmbH)

Redaktion: Jessica Eisermann und Beate Wolff

Klimaschutz – Was bringen nationale Alleingänge?

WDR 5 Tagesgespräch 18.07.2019 47:19 Min. Verfügbar bis 17.07.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

159 Kommentare

  • 159 Anonym 18.07.2019, 13:59 Uhr

    Ich fahre ein Mittelklassewagen mit 380 PS, Spitze ca. 280 Km/h. Des weiteren fahre ich einen Limosine mit ca. 715 PS. An langen Wochenenden leihe ich mir schnelle Sportwagen mit weit über 300 Km/h Spitzengeschwindigkeit, um mich mal richtig berauschen zu lassen, von der Endgeschwindigkeit. Ich zahle dafür.

  • 158 Sankt-Florian-Prinzip 18.07.2019, 13:59 Uhr

    Schuld am Klimawandel sind immer die anderen und solange die ihr Umweltverhalten nicht ändern, bringen in Deutschland wirksame Umweltschutzmaßnahmen des einzelnen Bürgers oder des Staates nur Nachteile sowohl für das Preisniveau und damit für die Schnäppchenjagd als auch für die hergebrachten Strukturen des Arbeitsmarktes, aber rein gar nichts für das globale Klima. Und wenn in der Zeit der erfolgreichen Welttournee des Populismus, der mit seinen Welthits 'Alternative Fakten' und 'KlimalEUgnung' mehr Kohle macht als verbrennt, unbedingt ein vorbildliches Zeichen gesetzt oder eine Vorreiterrolle für die Schaffung einer schönen neuen Welt eingenommen werden soll, dann kann ja die Ernährung des zahlenmäßig ständig wachsenden Prekariats auf eine Tafelrunde vegetarischer Gesundheitskost umgestellt und ihre Motivierung wieder manuell und nachhaltig umweltschonend mit dem Faustrecht geregelt werden anstatt mit stromverbrauchenden Geräten oder sonstigem klimaUNfreundlichen Schnickschnack.

  • 157 Beasty 18.07.2019, 13:59 Uhr

    Für dem Menschengemachten relevanten Anteil der Klimaveränderung gibt es nach wie vor keine wissenschaftlich überzeugende Erklärung. Also bleibt als einzige Erklärung, dem Bürger noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen . Und wenn angeblich der Weltuntergang bevorsteht, ist es um so unverständlicher, dass keine einschneidenden Verbote umgesetzt werden. Das ist reines Pharisäertum wie bei unserer Kölner Lichtern, wo 4500 Kg Schießpulver verbrannt wurden und angeblich nur 47 Kg CO2 entstand. Schießpulver besteht zu 20 % Kohlenstoff. Das macht 940 Kg Kohlenanteil dividiert durch die Atommasse 12 u multipliziert mit der Atommasse C = 12 und O2=32= 32 zusammen also 44 u Entspricht 3446 Kg CO2 . Und nicht 47Kg . Soviel zu den Experten und den inzwischen dummen „Wissenschaftsjournalisten“.

  • 156 Silke Lang 18.07.2019, 13:58 Uhr

    Kein Autokonzern dieser Welt kann wirklich das Schadstoffproblem beheben, welches jede Mobilität mit sich bringt. Denn selbst der Wasserstoffverbrennungsmotor wäre ein Desaster, wenn er zum weltweiten Masseneinsatz käme und dann der so vermehrt entstehende Wasserdampf den Treibhauseffekt, Klimawandel und Erderwärmung noch weiter anheizen würde. Daher kann das Problem nur ein vernünftigerer und verantwortungsvollerer Umgang mit Mobilität lösen, anstatt wie heute mit dem AGENDA 2010-Massenmobilitätsgetöse alle Straßen auf der täglichen Jagd nach jedem Dumpinglohn-Euro zuzustauen. Ermöglicht wird dieser bessere Umgang mit Mobilität durch das BGE für Alle.

  • 155 Kola und CO2 18.07.2019, 13:58 Uhr

    Die Entwicklung des Kolaproduzenten und der CO2-Anstieg in der Atmosphäre gehen parallel. In Limo un Kola ist CO2.

  • 154 anno 18.07.2019, 13:52 Uhr

    Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, 1972 erschienen. Dieser Bericht wurde in 12 Sprachen übersetzt. Jeder Politiker hätte es wissen können und sein Handeln danach ausrichten können.

  • 153 Birgitt Kruse 18.07.2019, 13:50 Uhr

    Klimaschutz ist auch eine soziale Frage. Der neoliberale Kapitalismus mit seinen Privatisierungen der Grundversorgung (Daseinsvorsorge) hat die ungerechte und nicht verfassungskonforme Besitz- und Einkommensverteilung drastisch verschärft. Die Reichen verursachen wesentlich die Klimakatastrophe, die Armen leiden darunter. Daher wird es auch ein Umverteilung von Oben nach Unten geben müssen und eine Beschneidung der Ausbeutungsmöglichkeiten für die heute mächtigen Konzerne, Banken und "Investoren".

  • 152 Anna Elisa 18.07.2019, 13:47 Uhr

    Eigentlich ist es eine gesunde Entwicklung für die Umwelt, dass die deutsche Bevölkerung schrumpft. Aber uns wird eingeredet, dass wir noch Zuwanderung brauchen. Warum? Damit Wirtschaft weiter wachsen kann? Im Tagesgespräch waren viele Vorschläge, die einen Rückgang unserer Wirtschaft begünstigen würden. Der Anrufer um ca. 12.30 Uhr wollte alle Dächer mit Photovoltaik ausgestattet sehen für den Eigenbedarf. Das wäre für die Energiekonzerne vielleicht ein Dilemma. Man kann sich auch Dächer mieten, wenn man kein Dach, aber Geld hat. Eine Anruferin sprach von Benutzung der Haushaltsmaschinen nach 19.00 Uhr. Früher gab es auch schon billigen Nachtstrom, ich hatte Zeitschaltuhren, die Geräte Wasch- und Spülmaschine wurden nach 0.00 Uhr eingeschaltet. Eine Anruferin sprach von mehr Qualität, damit sich Reparaturen lohnen. Das Tagesgespräch hat gezeigt, dass der Einzelne schon etwas tun kann. Aber anderen Ländern Klimapolitik vorschreiben, das geht garnicht. Das wird negativ gewertet.

  • 151 Vorbildlich im Umweltschu 18.07.2019, 13:46 Uhr

    In Sachen Umweltschutz verhalte ich mich vorbildlich: Ich fahre im Jahr nur ca. 4000 Km mit meinem PKW, hauptsächlich zum Einkaufen. An Wochenenden bleibe ich zuhause. In den Urlaub bin ich schon seit Jahren nicht mehr gefahren oder geflogen. Vorbildlich, nicht wahr? Hinter vorgehaltener Hand sage ich Ihnen aber im Vertrauen: Das stimmt zwar alles, aber nicht aus Gründen des Umweltschutzes. Das Autofahren macht keinen Spaß mehr, überall im Stau. Ich bleibe an den Wochenenden im eigenen Garten, alles zu voll. Urlaub könnte man mir schenken. Ich bekomme regelmäßig Urlaubsangebote in die Türkei oder nach Dubai mit angeblich 80% Rabatt. Ist mir alles zu stressig. So siehts in Wirklichkeit aus.

  • 150 Thomas Stada 18.07.2019, 13:46 Uhr

    Deutschland kann eine Vorreiterrolle einnehmen. Aber nicht vorrangig mit im eigenen Land betriebenen Umwelt- und Klimaschutz, worüber Klimawandelleugnerstaaten wie China und die USA nur lachen würden. Nein, die Vorreiterrolle sollte beim Bedingungslosen Grundeinkommen anfangen. Dann wird auch den Geldherrschern von China und den USA das Lachen vergehen, wenn das BGE auch in ihre Staaten einmarschiert und damit die Menschenrechte und die Demokratie auf eine stabile Basis gestellt werden.

  • 149 Plausi Controletti 18.07.2019, 13:44 Uhr

    besonders beim Klimaschutz gilt: sich nicht im KleinKlein erschöpfen sondern die "Dicken Dinger" angehen. Es ist ein Unsinn, wenn der Endverbraucher mit Riesenaufwand kleinste CO²- Einsparungen durchführt und im Großen ist der kleinste wirtschaftliche Zusatzaufwand das Zuviel. Es bringst Nichts, wenn Luxenburg klimaneutral wird und Brasilien rodet den Urwald, die Weltlunge, um dank der neusten Welthandelsverträge Europa mit Rindfleisch und Gensoja zu zu sch***en. Wenn in Europa das Flugbenzin nicht CO²-mäßig eingepreist wird, werde ich klimabewusstes Handeln einstellen. Fliegen und Welttourismus ist das Lieblings-Hobby der grünen Schickeria, das wird der Glaubwürdigkeitstest der Grünen Europas sein.